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BeitragVerfasst: Mi 9. Mär 2016, 12:38 
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Registriert: Fr 17. Jul 2009, 15:32
Beiträge: 244
„und wir in keinster Weise jemanden zwingen wollen, sich an uns zu wenden.“
… na das wär ja noch schöner. ;)

"Wie wir finden, ist es doch eine gute Sache, eine breite Bandbreite an Genres und Sparten anzubieten, da sich unsere Autoren nicht in ihren Ideen eingeschränkt fühlen sollen."
Was hat das mit DKZ zu tun?

_________________
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BeitragVerfasst: Mi 9. Mär 2016, 13:09 
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Registriert: Mi 18. Mai 2011, 01:11
Beiträge: 782
Ich kann den Herrn Bader natürlich verstehen: Er sieht sich einer Kritik ausgesetzt, auf die er ehrlicherweise nicht adäquat reagieren kann. Und da bleiben ihm nur die typischen Scheinargumente der Branche:
"... wir zwingen niemanden ..." (als ob das zur Debatte stünde),
"... der Autor bekommt, was er will, kann selbst entscheiden ..." (ach was),
"... wir haben auch kostenlose Leistungen wie das Erstgespräch ..." (das zu betonen ist schon entlarvend),
"... die Druckkosten übernehmen wir, der Autor muss nur den Rest zahlen ..." (die Druckkosten sollten das Geringste sein),
"... Kritikern steht ein Urteil nicht zu ..." (weil diese Branche auf Kritik sehr mimosenhaft reagiert) usw.
Zitat:
Ich möchte lediglich die Chance ergreifen mich zu den Vorwürfen gegen den Verlag zu äußern und mich darüber hinaus mit Ihnen auszutauschen.
Lieber Herr Bader,

dann tauschen Sie sich mit uns aus. Welche Vorwürfe meinen Sie konkret? Die meisten beziehen sich sich nicht auf Ihren Verlag, sondern auf die Branche insgesamt. Irgendjemand hat in einem früheren Beitrag gesagt, Bezahlverlage seien der Enkeltrick der Buchbranche oder so ähnlich. Und da mag es ja nettere und wenig nettere "Enkel" geben, aber ich muss nicht jeden einzelnen kennen, um das Vorgehen als solches zu beurteilen. Also bestätigen Sie uns doch z.B., dass Autoren bei Ihnen erst zahlen müssen, wenn ein Grundumsatz pro Veröffentlichung erreicht ist und dann immer ein geringerer Anteil pro Buch, als der VK beträgt. Wessen Bücher also nicht verkauft werden, der würde ergo nichts bezahlen müssen. Dann ist das ganze immer noch meilenweit von dem entfernt, was ich seriöses Verlagsgeschäft nennen würde, aber ich wäre dann bereit, bei Ihnen eine grundsätzliche Tendenz zur Fairness anzuerkennen.

Bisher haben Sie nur versucht, die Argumente auf Nebengleise umzuleiten und die Kernthemen vermieden. Sie antworten gerne auf Fragen, die niemand gestellt hat und die im Kontext auch gar nicht interessieren, Paketpreise und son Kokolores. Was aber wirklich interessiert ist die Prämisse, dass ein Autor nie etwas an einen Verlag zu zahlen hat, wohl aber der Verlag an den Autor. Das müssen Sie naturgemäß anders sehen und damit leben, dass Sie damit keinen echten Verlag vertreten (also auch kein Verleger sind und Ihre Autoren keine Schriftsteller). Das ist nicht unsachlich, hat nichts mit mangelnder Kenntnis Ihres speziellen Dienstleistungsbetriebes im Vergleich zu anderen zu tun, sondern das ist einfach so, und Sie versuchen wohlweislich gar nicht erst, das zu widerlegen - weil Sie genau wissen, dass Sie das nicht können. Der Autor ist der Dienstleister des Verlages, der Verlag der Dienstleister des Lesers. Und zahlen tut immer nur der, der die Leistung in Anspruch nimmt. Das ist Mittlere-Reife-Wissen Wirtschaft. Bei Ihnen klingt das hingegen so, als sei es das Normalste, dass der Autor zu zahlen habe, Sie stellen das weder in Frage noch versuchen Sie es zu begründen.
Oder die Frage, wie hoch der Anteil am Umsatz durch Zahlungen von Autoren ist und wie viel prozentual der Bücherverkauf bringt. Mit einer entsprechenden Quote, die natürlich durch eine im Jahresbericht veröffentlichte GuV nachprüfbar sein müsste, könnten Sie sich ja von Ihren Mitbewerbern absetzen und bei mir zumindest als einer der besseren Dienstleister dastehen.
Wie viele Autoren haben durch die Bücher, die sie bei Ihnen gedruckt haben, mehr verdient als sie bezahlen mussten und auf wie viel Prozent Ihrer Autoren trifft das zu?
Drucken Sie die ganze Auflage und halten das Buch vor, oder drucken Sie ebenfalls "on demand"?
Behält der Autor das Verwertungsrecht? Sind bei Ihnen die üblichen Beleg- und Freiexemplare kostenlos (Freiexemplare, auch Autorenexemplare, mindestens 5, eines je angefangene 100 Exemplare bis zu 15 Stck.; Belegexemplare üblicherweise 2 pro Auflage - was eine Selbstverständlichkeit sein sollte)?
Wie sichern Sie Qualität (wenn der Autor bekommt, was er will, heißt das ja noch lange nicht, dass der Leser bekommt, was er will, und als Verlag, der Sie sein wollen, sind Sie in erster Linie dem Leser verpflichtet). Wie viele Autoren, auch wenn sie zahlungswillig und -fähig sind, lehnen Sie aus Qualitätsgründen ab? Und wenn es tatsächlich nur darum geht, dass Ihre Kunden ihr übersteigertes Ego befriedigt sehen wollen, indem sie ein gedrucktes Buch in Händen halten und es zur Angabe vor Freunden und Verwandten brauchen ("Ich bin Schriftsteller. Beweis? Hier ist ein Buch, ich schenke es dir für 19,80, ich hab noch den Keller voll davon ..."), wobei ihnen eigentlich egal ist, ob das auch andere lesen wollen, warum bekommen PoD-Betriebe das denn bei gleicher Qualität so viel kostengünstiger hin?
Wenn jeder bekommt, was er will, wie bekommt er es, wenn er zwar begabt ist und viel Zeit in seine handwerkliche Ausbildung gesteckt hat, aber leider kein Geld, die Veröffentlichung bei Ihnen zu bezahlen? Bekommt also jeder bei Ihnen sein Buch oder nur der, der das nötige Kleingeld über hat - oder vorgibt, es zu haben? Geben Sie Kredit und wie hoch sind die Zinsen? Wie gehen Sie mit Autoren um, die dann doch nicht zahlen können? Machen Sie den Autoren eigentlich Hoffnung auf eine schriftstellerische Karriere oder sagen Sie ihnen ehrlich, dass es rein wirtschaftlich betrachtet höchstwahrscheinlich ein Verlustgeschäft ist (so viel noch mal zum Thema "Zwang"). Erstreckt sich Ihre Fürsorgepflicht auch auf eine Bonitätsprüfung, sei es, um Zahlungsausfälle für sich, aber auch wirtschaftlichen Schaden von Möchtegernautoren zu vermeiden, die schon eine Art Suchtverhalten zeitigen (bei nicht solventen Autoren kann so ein Bezahl-Verlag genau das sein, was ein Casino für einen Spielsüchtigen ist - aber im Casino kann man sich wenigstens sperren lassen)?

Tun Sie Butter bei die Fische und jammern Sie nicht nur herum ob der bösen, missgünstigen Welt, die Ihre guten Absichten total falsch deutet. Die Masche, eine ehrliche Auseinandersetzung zum Thema Bezahlverlage zu fordern, beginnt zu langweilen, Sie hatten und haben immer noch alle Chancen dazu. Aber es lässt tief blicken, wenn Sie sie nicht wahrnehmen wollen ...
So viel aber ist auch klar: Zu einer ehrlichen Auseinandersetzung gehören die Fakten auf den Tisch, keine Geheimhaltung von Preisen und dergleichen, machen Sie eine Kalkulation auf, ich mache die Gegenrechnung dazu.


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BeitragVerfasst: Fr 22. Apr 2016, 21:06 
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Registriert: Fr 22. Apr 2016, 20:14
Beiträge: 4
Hallo,

ich bin zwar neu aber es ist doch schon interessant, dass jemand versucht seinen "Verlag" in ein rechtes Licht zu rücken und dann auf Fragen nicht antwortet, die jeder stellen könnte, der bei ihnen ein persönliches Gespräch führt.

Ich selber schaue nach Verlagen, um vielleicht ein Buch einzureichen. Mit konkreten Antworten auf diese Fragen, würde ich es in Erwägung ziehen denen etwas zu schicken. So hingegen bin selbst ich etwas skeptisch gegenüber diesem "Verlag" bzw. dieser Branche.


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BeitragVerfasst: Mo 25. Apr 2016, 08:52 
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Registriert: Fr 17. Jul 2009, 15:32
Beiträge: 244
Interessantes Gespräch zu einem Buch, das bei Novum erschien: https://www.facebook.com/photo.php?fbid ... =3&theater
… nur damit das, worüber wir hier reden, etwas unterfüttert wird.

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Zuletzt geändert von Ojinaa am Mi 28. Dez 2016, 09:27, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr 23. Dez 2016, 19:10 
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Registriert: Mo 22. Feb 2016, 13:22
Beiträge: 4
Wohnort: Neckenmarkt
Lieber Herr Williwu, liebe anderen Forenleser!

Zunächst einmal finde ich es beachtlich, mit wieviel Detail Sie Ihre Gedanken niederschreiben und sich mit Ihren Fragen an mich wenden. Es ist mir leider nicht möglich, mich auf regelmäßiger Basis in den verschiedensten Foren zu Wort zu melden, wobei ich bezweifle, dass das überhaupt erwünscht ist. Dennoch ist es mir wichtig, Ihnen zu antworten.

Sie möchten keine Geheimhaltung meinerseits und klare Fakten, die ich offen preisgebe und ich wiederum würde mir wünschen, dass sich die Gemüter rund um Dienstleistungsanbieter, so wie wir es sind, langsam beruhigen. Denn es gibt nunmal verschiedene Angebote an Möglichkeiten für Autoren auf dem Markt und jeder kann frei wählen. Hinsichtlich Ihres Wunsches kann ich das nicht offen hier im Forum kundtun. Es geht hier nicht darum, Ihnen etwas zu verschleiern, sondern es handelt sich hierbei einfach um Schutz vor Konkurrenz. Schließlich befinden wir uns hier in einem Forum, in dem Anonymität erwünscht ist. Daher ist es mir leider nicht möglich, alle Informationen hier bekannt zu geben, aber Sie können sich gerne privat an mich wenden, sofern das in Ihrem Interesse ist.

Ich kläre solche derartigen Themen immer lieber persönlich als über langandauernden Schriftverkehr. Mir war es ein Anliegen mich auch einmal in den Foren direkt zu Wort zu melden, aber ich denke, dass es über eine direkte Variante sinnvoller ist. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Herr Williwu, und allen anderen Usern ein besinnliches Weihnachtsfest und schöne Feiertage!

Liebe Grüße,
Wolfgang Bader


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BeitragVerfasst: Mi 28. Dez 2016, 09:30 
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Registriert: Fr 17. Jul 2009, 15:32
Beiträge: 244
„sondern es handelt sich hierbei einfach um Schutz vor Konkurrenz.“ Seltsam, dass andere Anbieter diese Sorge nicht haben, sondern ihre Preise und Leistungen schon auf der Homepage klar und deutlich mitteilen.

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BeitragVerfasst: Mi 28. Dez 2016, 14:12 
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Registriert: Do 21. Jun 2007, 21:34
Beiträge: 145
Wohnort: Salzgitter
Die Diskussion hier verliert sich allmählich in den Tiefen der Nichtigkeit. Man kann es drehen und wenden wie man will, Herr Bader: Der Novum "Verlag" ist und bleibt einer der Dienstleister, die einen Dienst - nämlich das Drucken von Büchern - zu einem (wie ich finde) weitaus überteuerten Preis anbieten. Wer sich heutzutage als Selbstpublizist betätigen möchte, der kann das ohne Kosten z.B. bei Create Space (Amazon) tun und seine Texte dort in Buchform bringen.

Alles Andere ist in diesem und in anderen Foren schon vielfach zu Ihrer Branche gesagt und geschrieben worden. Sie verlegen keine Titel, sie drucken Bücher, die dann auf der eigenen Internetseite angeboten werden. Das kann man wie oben beschrieben weitaus günstiger haben. Deshalb kann ich jedem Autor und jeder Autorin nur raten, die Finger von solchen Verträgen zu lassen und nicht Tausend Euro und mehr dafür zu bezahlen, hinterher ein (vielleicht äußerlich qualitativ gutes) Buch mit eigenem Namen im Regal stehen zu haben.

Wenn ihr selbst publizieren wollt, dann informiert euch, kniet euch richtig in euer Hobby hinein und versucht es selbst - kostet nur einige Mühe und bringt reichlich Erfahrung. Mehr ist meiner Meinung nach nicht mehr zu diesem Thema zu sagen.

Wir lesen uns!
Björn

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Politiker und Babywindeln haben eins gemeinsam: man muß sie aus dem gleichen Grund wechseln!


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