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 Betreff des Beitrags: Linwood Barclay: In Todesangst
BeitragVerfasst: Mo 21. Sep 2009 15:00 
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Registriert: Mi 18. Feb 2009 22:10
Beiträge: 43
Fürchte das Schlimmste! So lautet der Originaltitel von Linwood Barclays neuestem Thriller. Und der passt auch viel besser als der deutsche "In Todesangst".

Eigentlich wollte Autoverkäufer Tim einen schönen Sommer mit seiner 17-jährigen Tochter Sydney verbringen. Seit der Trennung von seiner Frau Susanne lebt Syd eigentlich bei ihrer Mutter, wohnt aber - wie schon im letzten Jahr – während der Ferien bei ihrem Daddy und jobbt diesmal im Just Inn Time Hotel an der Rezeption.

Doch bereits nach zwei Wochen verschwindet sie auf einmal spurlos. Im Hotel scheint sie keiner zu kennen. Voller Sorge macht Tim sich auf die Suche nach seiner Tochter, richtet eine Website ein und vernachlässigt sogar seinen Job...

In Todesangst ist ein typischer Linwood Barclay. Bereits in "Ohne Worte" ging es um das Verschwinden von Personen... Die Handlung war originell und die Auflösung überraschend. Auch in "Dem Tode nah", wurde erneut die Familienbindung in den Mittelpunkt gerückt. Genau wie jetzt hier geht es bei Linwood Barclay stets um (Selbst-)Betrug, um Söhne und Töchter, um Mütter wie Väter. Sie alle erfüllen die Erwartungen an sich selbst und ihre Umgebung nicht.

Der neue Thriller fängt spannend an: es gibt Irrungen und Wirrungen, falsche Fährten und gute Einfälle, gepaart mit ein bisschen Ironie: der Vater als Depp, nicht als Held. In der Mitte jedoch lässt er stark nach, wirkt laaangatmig, fast langweilig. Das letzte Drittel wird dann wieder besser: es gibt eine völlig irre, ziemlich unrealistische Szene im Showroom eines Autosalons und auch der Showdown ist schließlich typisch amerikanisch, mit Wumme und viel Testosteron.

Aber die Auflösung hat mich nicht wirklich überrascht.
Insgesamt 3- würde ich sagen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Linwood Barclay: In Todesangst
BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009 01:52 
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Registriert: Fr 09. Dez 2005 22:58
Beiträge: 43
Wohnort: Niedersachsen
Meine Meinung: Die 17jährige Sydney Blake, die nach der Scheidung ihrer Eltern bei ihrer Mutter lebt, jobbt in den Ferien normalerweise im Autohaus, in dem auch ihr Vater arbeitet. Doch in diesen Ferien ist alles anders: Syd hat sich einen neuen Job besorgt und kehrt eines abends von diesem nicht mehr heim. Ihr Vater Tim macht sich Vorwürfe, weil sie morgens im Streit auseinander gegangen sind.

Als Tim das Hotel aufsucht, in dem sie gejobbt hat, will sie dort anscheinend keiner kennen. Die Gründe für Syds Verschwinden sind also unklar und als auch die Polizei keine wirklich heiße Spur hat, macht Tim sich auf die Suche nach seiner Tochter.

Ab hier wird es dann leider nach einiger Zeit sehr unglaubwürdig. Der Schreibstil ist mit kurzen Sätzen und Kapiteln sehr einfach gehalten und zunächst plätschert die Handlung dahin, ohne dass großartig etwas passiert und dann legt Barclay auf einmal ein solches Tempo vor, dass er sich fast überschlägt.

Der Schluss ist ein absoluter Showdown - ich kam mir vor wie im Actionfilm. Meiner Meinung nach ein wenig zu übertrieben. Ich habe mich zwar gut unterhalten gefühlt, aber an "Dem Tode nah", konnte dieser Roman leider nicht heranreichen. Deswegen gibt es diemal von mir auch nur vier Sterne!

_________________
Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!

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 Betreff des Beitrags: Re: Linwood Barclay: In Todesangst
BeitragVerfasst: Do 29. Okt 2009 11:57 
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Registriert: Do 01. Nov 2007 18:08
Beiträge: 5971
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Die Ängste eines Vaters...

In dem Buch geht es um Tim Blake,einen nicht besonders erfolgreichen Autoverkäufer,geschieden und Vater eines 17jährigen Mädchens:Sydney,die von allen Syd genannt wird.

Sie verbringt wie üblich die Sommerferien bei ihrem Vater Tim in Milford.

Wie jedes Jahr nimmt sie einen Ferienjob an,um sich ein bisschen Geld dazuzuverdienen.In diesem Jahr arbeitet sie nebenbei angeblich im Hotel "just in Time" an der Rezeption.

Eines Morgens hat sie einen kleinen Streit mit ihrem Vater,verlässt danach das Haus und kehrt abends nicht mehr zurück.

Zuerst macht sich Tim keine allzugroßen Sorgen,er denkt,sie komme einfach nur später.Doch als es langsam nacht wird beginnt er ihr hinterherzutelefonieren,aber ihr Handy ist ausgeschaltet und auch ihre Freundin Patty weiß nicht wo sie sich befindet.

Er fährt zum Hotel und fragt dort nach seiner Tochter,doch dort ist Syd niemandem bekannt und Tim wird bewusst daß seine Tochter ihn diesbezüglich angelogen hat und langsam beginnt er zu begreifen,daß sie spurlos verschwunden ist.

Er meldet dies der Polizei,doch die nimmt ihn nicht allzuernst,sodaß er sich selbst auf die Suche nach Sydney macht.

Seine Exfrau Susanne macht ihm schwere Vorwürfe,deren neuer Freund Bob behandelt Tim wie ein kleines Kind,sie wollen ihm nicht bei der Suche nach Syd helfen und durch sein ständiges Fehlen steht er kurz vor dem Jobverlust.

Doch Tim gibt nicht auf,er sucht weiter nach seiner Tochter,wobei er auf immer mehrere seltsame Dinge stösst:

Was hat es mit Patty,der Freundin von Syd,auf sich?Weiß sie mehr als sie zugibt?Dann muss Tim noch entdecken,daß seine Tochter Kontakt zu Evan hatte,den Tim schon immer für kriminell gehalten hat.Evan ist der Sohn von Bob,des Freundes seiner Exfrau.

In diesem Buch sind die Dinge niemals so wie sie zu sein scheinen.Die Suche nach Sydney wird für den traurigen und verzweifelten Tim immer gefährlicher und es geht mehrmals um Leben und Tod.Doch für Tim gibt es nur eines: Seine Tochter um jeden Preis zu finden,koste es,was es wolle.

Linwood Barclay spielt in diesem Buch gekonnt mit den Urängsten eines jeden Vaters und einer jeden Mutter und man wünscht sich nur eines: Nämlich,daß einem selbst sowas niemals geschehen wird.


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