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 Betreff des Beitrags: Autobiografien/Biografien/Biografische Romane und Ähnliches
BeitragVerfasst: So 02. Sep 2007 22:21 
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Registriert: So 20. Mai 2007 11:37
Beiträge: 834
Wer von euch liest gern (auto-)biografische Bücher und kann mir ein paar Buchtipps aus diesen Bereichen geben?

Ich bin nämlich ein ganz großer Fan von Büchern, in denen das Leben von ?echten? Menschen erzählt wird oder in denen jemand selbst aus seinem Leben erzählt ? letzteres natürlich nur, wenn derjenige auch wirklich ein Erzähl- oder Schreibtalent hat.

Spannend finde ich sowohl Bücher (auch Romane) über historische Persönlichkeiten in längst vergangenen Zeiten als auch über noch lebende Personen. Es müssen auch gar nicht unbedingt berühmte oder bekannte Persönlichkeiten sein, mich interessiert eigentlich (fast) jeder, der irgendwas zu erzählen hat (es sei denn, mir ist die Person selbst nicht sympathisch, dann nützt auch die spannendste Biografie nichts).

Es können gern auch Bücher sein, die zwar nicht über das ganze Leben des Autors/Protagonisten berichten aber irgendwie von persönliche Erfahrungen, z.B. wie die Bücher von Helene Hanff, (die ich einfach klasse finde) oder auch die in der 80er Jahren ziemlich populären Bücher von Lois Fischer-Ruge (Alltag in Peking, Alltag in Moskau).

Ich bitte um ganz ganz viele Empfehlungen.

Schöne Grüße,

nanoq


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BeitragVerfasst: Mo 03. Sep 2007 12:21 
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Registriert: So 02. Sep 2007 20:35
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Wohnort: Stollberg
Ich habe bis jetzt nur eine Autobiografie gelesen.
Und zwar die von Marilyn Manson "The long,hard road out of hell"
Ich fand sie spitzenmäßig und man erfährt wie dieser Mensch zu dem wurde was er heute ist.
Aber wie du schon geschrieben hast,muss man schon eine gewisse Symphatie für die Person über die man liest aufbringen können.
Marilyn Manson hat mich schon immer fasziniert und ich wollte mehr wissen als die allgemeine Presse hergab....von dem 50 % absoluter Müll war.


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BeitragVerfasst: Mo 03. Sep 2007 16:36 
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Registriert: Do 22. Sep 2005 07:45
Beiträge: 1683
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Moin gin,

ich glaube, dass nanoq Autobiografien von "historisch bedeutenden" Personen meint :wink: und weniger an Personen mit 'nem Glasauge - oder was das sein soll - interessiert ist :roll:
Aber über (Musik-und Lese-) - Geschmack läßt sich ja prima streiten.

Eine Biografie gibt es bei mir: Genschorek ->
http://www.booklooker.de/app/detail.php ... sortOrder=

cu
Erzi

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BeitragVerfasst: Mo 03. Sep 2007 18:10 
Ich lese gerne die Bücher aus der Reihe "Erfahrungen"vom Bastei Lübbe Verlag.Das sind alles authentische Bücher,zum Beispiel über Krankheiten oder Sekten,in denen diese Menschen ihre Erfahrungen damit beschreiben.Ich habe schon viele davon gelesen und fand sie alle sehr gut geschrieben.aber ich weiß ja nicht ob du so etwas in der Art gemeint hast.Ein Buch mit Erfahrungen über die Scientology Sekte habe ich im Moment sogar noch in meinem Angebot(darf ich das hier so sagen... :? )viele Grüsse leselady


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BeitragVerfasst: Mo 03. Sep 2007 18:45 
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Registriert: Do 20. Apr 2006 13:47
Beiträge: 474
Fand ich sehr gut

DIE SCHLEIFE AN STALINS BART - Riemann/Hoffmann

8 Jahre Haft von 1946 bis 1954 für einen Mädchenstreich. Hat als 14jährige ein Denkmal mit einem Lippenstift bemalt.

LG
Eure Schlangelisa

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BeitragVerfasst: Di 04. Sep 2007 12:12 
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Beiträge: 834
Hallo Gin!
Gin hat geschrieben:
und ich wollte mehr wissen als die allgemeine Presse hergab....von dem 50 % absoluter Müll war.

Ja, es ist meist so, dass Autobiografien ein ganz anderes Bild von der jeweiligen Person zeichnen, als man es aus anderen Quellen kennt, wobei man sich natürlich schon fragen kann, wie weit dies eigene Bild tatsächlich zutreffender ist, aber ich denke, dass bei einer solchen Person die Vorstellungen, die in der Öffentlichkeit herumgeistern tatsächlich oft ziemlicher Unsinn sind.


Erzkanzler hat geschrieben:
ich glaube, dass nanoq Autobiografien von "historisch bedeutenden" Personen meint

Oooch Erzkanzler, so eng sehe ich das nicht mit der Bedeutsamkeit der Personen, über die ich etwas lese. Allerdings muss ich zugeben, dass Marilyn Manson wirklich nicht so mein Fall ist.

Über die bei dir angebotene Biografie denke ich mal nach. Allerdings habe ich Nansens eigene Bücher ?Auf Schneeschuhen durch Grönland? und ?In Nacht und Eis? gelesen und ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei denjenigen, die auch autobiografische Werke veröffentlicht haben, Biografien oft nur Wiederholungen der eigenen Schriften sind. Oder ist das hier anders? Wie viel Raum nehmen denn in dem Buch die Schilderungen der eisigen Abenteuer Nansens ein?


leselady hat geschrieben:
aber ich weiß ja nicht ob du so etwas in der Art gemeint hast.Ein Buch mit Erfahrungen über die Scientology Sekte habe ich im Moment sogar noch in meinem Angebot(darf ich das hier so sagen... )

Doch, doch, ich habe durchaus auch so etwas gemeint. Ob mich ein Buch davon interessiert kommt halt immer auf die jeweils dort geschilderten Erfahrungen an. Für Scientology gilt, dass es mich nicht interessiert, aber das Forumsthema hier soll ja auch zum Austausch anregen und vielleicht kommt jetzt jemand anderer auf die Idee, darüber etwas lesen zu wollen.

Übrigens glaube ich eigentlich nicht, dass irgendjemand etwas dagegen hat, wenn hier der eine oder andere mal ein Buch aus seinem Angebot erwähnt, jedenfalls nicht, solange es nicht ausartet und der Angebote-Rubrik des Forums Konkurrenz macht.


Schlangelisa hat geschrieben:
Fand ich sehr gut

DIE SCHLEIFE AN STALINS BART

Das kenne ich, ich fand es auch gut. Vor allem fand ich es schon ziemlich heftig (und auch bedrückend) zu sehen, was so eine unbedachte Handlung (oder auch zwei, denn es kam ja dazu, dass sie sich geweigert hatte, die verlausten Haare der russischen Majorin zu waschen) für Folgen haben kann.


Für weitere Tipps bin ich immer zu haben und wenn hier auch andere Anregungen für neuen Lesestoff finden, freue ich mich auch, ich wünsche mir also viele weitere Beiträge.


Zuletzt geändert von nanoq am Di 04. Sep 2007 12:52, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di 04. Sep 2007 12:16 
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Was ich Dir sehr empfehlen kann, ist das Buch von Valentin Senger: Kaiserhofstraße 12. Darin beschreibt er, wie er mit seiner Familie als jüdischer Bub die 12 Jahre Nationalsozialismus in Frankfurt überlebt, nicht versteckt, sondern gedeckt von einem freundlichen Gendarmen und der Nachbarschaft.
Ich habe es vor Jahren gelesen, und heute morgen kam im HR eine kurze Meldung darüber, da heute der 10.Todestag des Autors ist.

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BeitragVerfasst: Di 04. Sep 2007 14:00 
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Wohnort: KIEL
nanoq hat geschrieben:
Erzkanzler hat geschrieben:
ich glaube, dass nanoq Autobiografien von "historisch bedeutenden" Personen meint

Oooch Erzkanzler, so eng sehe ich das nicht mit der Bedeutsamkeit der Personen, über die ich etwas lese. Allerdings muss ich zugeben, dass Marilyn Manson wirklich nicht so mein Fall ist.

Über die bei dir angebotene Biografie denke ich mal nach. Allerdings habe ich Nansens eigene Bücher ?Auf Schneeschuhen durch Grönland? und ?In Nacht und Eis? gelesen und ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei denjenigen, die auch autobiografische Werke veröffentlicht haben, Biografien oft nur Wiederholungen der eigenen Schriften sind. Oder ist das hier anders? Wie viel Raum nehmen denn in dem Buch die Schilderungen der eisigen Abenteuer Nansens ein?



Mein Hinweis auf M. Manson sollte ironisch gesehen werden :wink: Er ist ja auch *irgendwie* bedeutsam :roll:

Habe mal in dem Buch "in der weißen Wüste" geblättert:

Dort geht es los mit der Jugend von Nansen's, über seine erste Forschungen.
Dann als Wissenschaftler in Bergen, ... auf Skiern durch Grönland (Leben unter den Eskimos...) -> etwa 30 Seiten.
Dann folgt "In Nacht und Eis" -> etwa 40 Seiten und "Im Dienste der Wissenschaft" (Meeresforschung) -> ca. 30 Seiten
Dann ein Kapitel: Als Politiker und Diplomat, sowie Abschied und Vermächtnis.

Liest sich sehr interessant und ist auch noch 'ne Erstauflage und noch sehr gut in Schuß, bis auf den Umschlag!
cu
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BeitragVerfasst: Di 04. Sep 2007 15:20 
@nanoq das tut mir jetzt wirklich leid,ich hatte sehr viele Bücher aus der Reihe Erfahrungen in meinem Angebot,die sind aber alle schon verkauft(was mich natürlich trotzdem freut) :wink:


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BeitragVerfasst: Di 04. Sep 2007 16:46 
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hallo nanoq,
Ich habe da auch noch eine Empfehlung für dich.
von Alexandra David-Néel
"Mein Weg durch Himmel und Höllen"- Das Abenteuer meines Lebens
Klappentext: Der faszinierende Reisebericht einer ungewöhnlichen Frau

Nichts konnte Alexandra David-Néel von ihrem Lebenstraum abbringen: jene Länder zu erforschen, die so gut wie kein westlicher Mensch bisher betreten hatte. Kurz nach dem ersten Weltkrieg durchstreifte sie als Bettelpilgerin verkleidet "das Land, wo der Schnee wohnt" und erkundete das geheimnisvolle Lhasa, die für alle Fremden bei Todesstrafe verbotene Hauptstadt Tibets.

Das fand ich so super, das mein Exemplar auf der Liste der nicht zu verkaufenden Bücher gelandet ist :wink:

Ich hoffe, das es dich interessiert.
Liebe Grüsse

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BeitragVerfasst: Di 04. Sep 2007 17:56 
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Unbedingt empfehlenswert finde ich

Lou Andreas-Salomé: Lebensrückblick.

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Der Wurm findet es merkwürdig und töricht,
daß der Mensch seine Bücher nicht frißt.
(Rabindranath Tagore)


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BeitragVerfasst: Di 04. Sep 2007 23:12 
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Beiträge: 1690
hallo nanoq

ich setzt dir hier jetzt einfach mal die links zu meinen angeboten rein, die in die biographische richtung gehen.

was eventuell für dich interessant sein könnte:

1.) peggy parnass -prozesse 1970-1980. peggy parnass ist eine gerichtsjournalistin und beschreibt zustände in gerichten während echter fälle und das schuld und unschuld teilweise von ganz anderen dingen beeinflusst werden als von beweisen.

2.) beatrice saubin- dieser hunger nach leben
junge frau wird zum tode verurteilt weil sie mit drogen erwischt wird kommt aber nach 10 jahren oder so wieder frei.

ansonsten fand ich das buch 3.) Aufschrei-von truddi chase sehr faszinierend weil "behauptet" wurde, dass sie und ihre anderen persönlichkeiten das buch gemeinsam geschrieben hätten. es geht um sexuellen missbrauch usw. irgendwann kam jedoch die nachricht, dass die diangose der multiplen persönlichkeit nicht sicher gestellt werden kann. faszinierend ist ihre lebensgeschichte aber trotzdem.

als schauspieler habe ich mario adorfs und hildegard knefs biographie in meinen angeboten. keine ahnung ob das in deine richtung fällt. kannst ja einfach mal schauen...einfach um ideen zu sammeln. wenn du die bücher dann billiger wo anders findest ist auch gut :D

Sparte (Auto-)Biographie/Briefe

Sparte Biographischer Roman

Es sind auch einige dieser Erfahrungsbücher dabei, die schon erwähnt wurden.

Aus Politik hätte ich George W.Bush und ein Buch von Lea Rabin über Leben und Werk von Itzak Rabin im Angebot !

Gut fand ich auch das Buch von Roxane Pulitzer, der von ihrem reichen Ehemann übel mitgespielt wird. wie ehrlich die frau in dem roman ist kann ich nicht beurteilen aber das gerichtsverfahren wo sie als unfähige mutter und schlampe hingestellt wurde ist echt heftig, dabei war ihr mann bei dem meisten, was ihr dann vorgeworfen wurde dabei :) geht so in die richtung : eine frau findet sich selbst, merkt, dass reichtum und glück ganz verschiedene paar schuhe sind und das vor gericht geld und macht mehr kraft haben als man so denkt ! typisch amerikanisch :D

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BeitragVerfasst: Mi 05. Sep 2007 10:12 
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Ich stelle in ein paar Tagen ein: Virginia Hill - Memoiren einer Gangsterbraut.
Virginia Hill war Hollywood-Schauspielerin, Millionärin und Geliebte und später Ehefrau von Benjamin (Bugsy) Siegel - letzteres aber nur ganz kurz, weil er 1947 erschossen wurde. Er war in der Cosa Nostra aktiv bzw. gehörte zu den Capos dort, wenn ich richtig informiert bin. (wurde auch unter dem Titel "Bugsy" mit Warren Beatty und Annette Bening verfilmt). Siegel war auch der Begründer des ältesten Spielcasinos in Las Vegas und somit der Grundsteinleger dieser Glücksspiel-"Oase".
Virginia Hill war mit vielen Capos eng befreundet, spielte immer in der Mafia in Amerika mit eine (undurchsichtige) Rolle, heiratete danach noch mehrere Male, zuletzt einen Österreicher namens Hans Hauser und bekam einen Sohn. Sie wurde mit der Zeit von den Geschäften der Mafia abgehängt, versuchte wieder, hineinzukommen. Im März 1966 nahm sie sich in Salzburg das Leben.

Das Buch selbst habe ich jetzt noch nicht gelesen, nur mal so durchgeblättert. Es sind einige s/w-Fotos dabei. Allerdings wird es ein paar Euro kosten (15,99, um genau zu sein) weil es davon nur mehr ganz wenige zu verkaufen gibt.

Ansonsten kann ich die Biographie "Sissi - Kaiserin von Österreich von Joan Haslip empfehlen. Hier wird die Kaiserin so dargestellt, wie sie wohl wirklich gewesen ist - als eine gelangweilte, unglückliche Frau, die aus ihrer Schönheit einen Kult gemacht hat, der an den meisten ihrer Probleme schuld war, und nicht die vielzitierte böse Schwiegermutter. - abseits von der absolut nicht wirklichkeitsgetreuen und verklärenden RomySchneider-Sissi (also nix gegen die Filme - ich liebe Romy Schneider, und ich liebe die Filme, wenn auch das Schmalz raustrieft). Die Biographie wurde - ich glaube in der FAZ oder der FR - hoch gelobt, und ich fand sie auch sehr faszinierend. Habe ich aber nicht eingestellt, weil nicht verkäuflich. :D

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Viele Grüße, Antje
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antje hat geschrieben:
- abseits von der absolut nicht wirklichkeitsgetreuen und verklärenden RomySchneider-Sissi (also nix gegen die Filme - ich liebe Romy Schneider, und ich liebe die Filme, wenn auch das Schmalz raustrieft). Die Biographie wurde - ich glaube in der FAZ oder der FR - hoch gelobt, und ich fand sie auch sehr faszinierend.

Apropos Romy Schneider: Die Romy-Schneider-Biographie von Alice Schwarzer fand ich auch sehr lesenswert! :wink:

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BeitragVerfasst: Do 06. Sep 2007 08:28 
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Noch ein Tipp: Die Katrin wird Soldat von Adrienne ThomasIch weiß zwar jetzt nicht mehr genau, ob das biographisch ist - ich glaub, das Buch tut nur so. Es ist in Tagebuch-Form gehalten und zumindest sehr authentisch geschrieben. Ein Buch, über dem ich am Ende schluchzend zusammengebrochen bin!

Katrin wächst wohlbehütet in Lothringen auf, kurz vor dem ersten Weltkrieg feiert sie ihren 14. Geburtstag und erhält ein Tagebuch als Geschenk. Zunächst kann sie nichts damit anfangen, beginnt dann aber doch, ihre Gedanken über ihre Freundinnen und ihre Umgebung niederzuschreiben.
Der erste Weltkrieg bricht aus, und damit ist die sorglose Jugend für Katrin erst einmal vorbei - ihr Verstand reift schneller, als ihr Alter es vermuten ließe, ihre Skepsis und ihr Misstrauen der Kriegsbegeisterung ihrer Freunde und Verwandten gegenüber wachsen ziemlich schnell. Auch kann sie sich nicht für eine Seite entscheiden, was aber eigentlich von ihr erwartet wird: eigentlich deutsch, ist sie doch mit der französischen Lebensart und Denkweise aufgewachsen. Wohin will sie nun gehören? Sie begegnet Lucien - ihrer ersten ganz großen Liebe. Doch nur kurze Zeit später wird Lucien eingezogen, und Katrin meldet sich zum Lazarett-Dienst - zum Unverständnis ihrer Eltern und Freundinnen.
Als Lucien fällt, sieht sie keinen Sinn mehr in ihrem Leben - außer zu helfen und zu arbeiten, ohne Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit.....
Tja, das war so weit ich mich erinnern kann der Inhalt.
Das gabs - glaube ich - auch mal als Fernsehserie, aber die habe ich nie gesehen. Das Buch habe ich mal irgendwann auf einem Grabbeltisch gekauft und es nie bereut.

Noch was, das ich als 19-Jährige mit intellektuellem Touch :wink: sehr gut fand (ob ich heute noch was damit anfangen könnte, weiß ich nicht. Es war dann doch schwerere Kost:
Simone de Beauvoir: Memoiren einer Tochter aus gutem Hause
S. de Beauvoir war die Lebensgefährtin von Jean Paul Sartre - dieses Buch ist der erste Teil ihrer Autobiographie, es gibt noch drei weitere Teile. Da ich in dem Alter alle Teile gelesen habe, muss wohl was dran gewesen sein. Die Frau hatte schon sehr viel zu sagen, hat sehr gut beobachtet. Auch sie konnte dem Existentialismus viel abgewinnen, aber war dabei nicht so analytisch wie Sartre (wenn ich das mal so ausdrücken darf). Ich habe den E.-GEdanken bei ihr viel besser verstanden als bei Sartre. In einem der weiteren Teile werden gut die 68er-Unruhen in Paris beschrieben, wo sie sehr aktiv war - u. a. hat sie Daniel Cohn-Bendit getroffen, und es gibt einen kleinen Einblick in die Aktivitäten mehrerer Menschen, die man heute in einem etwas anderen Umfeld kennt.
Zuvor bekommt man u. a. auch einen guten Einblick in die Resistance - auch das alles nur soweit ich mich erinnere. Wer also nach einem harten Arbeitstag philosophische Ansätze nicht scheut, dem sei S. de Beauvoir wärmstens ans Herz gelegt.

So, nanoq! War denn überhaupt bei unseren ganzen Tipps was dabei?? Oder hast du die alle schon gelesen?? Würde mich mal interessieren, ob dich was interessiert :lol:

PS: Virginia Hill steht jetzt in meinem Angebot.

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