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 Betreff des Beitrags: Richard Stark: Das Geld war schmutzig
BeitragVerfasst: Mi 22. Jul 2009 20:43 
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Registriert: Do 25. Jun 2009 13:01
Beiträge: 24
Ohne Geld läuft gar nichts!

Unter Führung des Protagonisten Parker überfällt eine kleine Gruppe Gangster einen Geldtransport in Massachusetts. Da die Polizei schnell vor Ort ist, müssen sie den größten Teil ihrer Beute verstecken und fliehen. Presse und Fernsehen berichten ausführlich von diesem Aufsehen erregenden Verbrechen.
Dann trennen sich die Wege der Männer - aber alle wollen sie nur möglichst rasch das Geld holen.
McWhitney arbeitet wieder in seiner Bar.
Nick Delesia wird von der Polizei verhaftet, als er mit einem "schmutzigen" Schein bezahlt (denn die Seriennummern aller Scheine waren registriert). Nachdem er einen Marshall erschießt, kann er aus dem Gefängnis entfliehen.
Parker plant mit seiner Freundin Claire, getarnt als Ehepaar Willis, einen Kurzurlaub in der Nähe des Tatortes. Hier möchte er die Situation auskundschaften.
Aber nicht nur die Gangster zieht es an den Tatort:
Die Polizei startet einen Großeinsatz und kontrolliert mit Straßensperren die Bevölkerung.
Auch Sandra Lozcalzo, eine Kopfgeldjägerin, ist zur Stelle. Sie gibt aber keineswegs der Polizei Hinweise, sondern verspricht sich größeren Profit, wenn sie sich an Parker hängt.
Zeitweise wird die urige Frühstückspension Bosky Rounds zum turbulenten Hauptschauplatz, denn bei der geschwätzigen Mrs. Bartlett findet sich der harte Kern der Akteure ein. Hier laufen Polizisten, Sandra Lozcalzo, das Ehepaar Willis und andere einander über den Weg, ohne sich zu begegnen - geschweige denn zu erkennen.
Dieser Krimi ist ein Lesegenuss. Er kommt ohne Blut und Folter aus. Das Plot-Konzept - Überfall auf einen Geldtransport - ist zwar nicht gerade neu, sondern schon oft literarisch und filmisch variiert worden. Aber Richard Stark gestaltet es auf originelle, den Leser fesselnde Weise. Im Vordergrund seines Erzählens stehen die Charaktere der Gangster: Keiner traut dem anderen, jeder möchte alleine "Kasse machen" - und dennoch kommen sie wieder zusammen. Dabei scharen sie immer mehr Personen um sich, die ihnen bei ihrem Coup helfen sollen. Sie schmieden Pläne - aber irgendwie kommt es immer anders als vorhergesehen. Und: Ohne Geld läuft gar nichts ... Das ist alles sehr reizvoll zu lesen.
Bei manchen Textpassagen hat man den Eindruck, dem Autor (und dem Übersetzer) sitze der Schalk im Nacken. So wird Mrs. Bartlett von ihren Gästen im Stillen liebevoll "Mrs. Apfelkuchen" und ihre Pension "Quartier für Hänsel und Gretel" genannt. "Laubgucker" heißen die Touristen ... und es gibt noch viele weitere solch witzige Einfälle zu beschmunzeln.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr 24. Jul 2009 18:34 
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Registriert: Do 13. Nov 2008 16:35
Beiträge: 50
"Das Geld war schmutzig" ist der dritte Teil einer losen Trilogie aus der umfangreichen Parker-Reihe.
Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn man die ersten beiden Bände ebenfalls kennt, ansonsten fällt einem der Einstieg in die Geschichte etwas schwer, denn viel Zeit erhält man für dein Einstieg nicht, das Buch ist nämlich sehr kurz, die Handlung aufs Wesentliche beschränkt. Das ist auch der große Nachteil, denn wirklich viel Infos erhält der Leser nicht, die Charaktere bleiben allesamt recht oberflächlich. Spannung wird bedingt aufgebaut, ich hatte beim lesen allerdings nicht so den Drang endlich zu erfahren wie die Geschichte ausgeht.
Auf jeden Fall war es mal etwas anderes die Geschichte aus der Sicht der Kriminellen zu erleben, auch wenn die Story an sich ja recht nüchtern und wenig spektakulär war.


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 Betreff des Beitrags: Re: Richard Stark: Das Geld war schmutzig
BeitragVerfasst: Mi 19. Aug 2009 10:27 
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Registriert: Mi 03. Dez 2008 15:55
Beiträge: 32
Ein ganz klassischer Krimi, aber mit ungewöhlichem Helden.
Ich vergebe 3 von 5 Punkten.

Perspektivenwechsel
Inhalt:
Parker und seine zwei Komplizen mussten nach einem Überfall auf einen Geldtransporter ihre Beute in einer Kirche zurücklassen. Einer der Räuber wurde von der Polizei gefasst, konnte aber wieder entkommen. Eine Woche nach dem Überfall plant Parker nun gemeinsam mit seiner Freundin Claire, das Geld aus dem Versteck zu holen. Die Polizei überwacht jedoch immer noch den Bezirk und die Strassen, so dass sie sich zur Tarnung als Touristen ausgeben.
Doch Parker ist nicht alleine hinter der Beute her. Auch seine beiden Komplizen und eine Kopfgeldjägerin, die zu viel weiß, wollen ihren Anteil haben.
Werden sie es schaffen, das Geld unbemerkt von der Polizei aus dem Versteck zu holen?

Meine Meinung:
„Das Geld war schmutzig“ ist ein Krimi aus einer sehr ungewöhnlichen Perspektive. Hier stehen nicht die vermeintlich Guten im Mittelpunkt, sondern die bösen Jungs. Parker ist ein Räuber und hat keine Skrupel unangenehme Zeitgenossen einfach aus dem Weg zu räumen. Es handelt sich hier auch nicht um einen verkappten Robin Hood oder ähnliches, er stiehlt und mordet um des Profits willen.
Und doch schafft es Richard Stark, dass man sich beim lesen dabei ertappt, Parker die Daumen zu drücken. Sich zu wünschen, dass er der Polizei abermals entkommen kann und er am Ende als Gewinner da steht.
Als Figur ist Parker einfach herrlich und so kann ich mir gut vorstellen, dass es um ihn herum eine ganze Buchreihe gibt. Bisher habe ich noch keinen weiteren Parker-Krimi gelesen, aber vielleicht werde ich noch mal zu einem der späteren Bücher greifen. Obwohl der Autor Richard Stark bereits verstorben ist, sollen weitere Bücher auf dem Deutschen Markt heraus gegeben werden.
Was mir an „Das Geld war schmutzig“ jedoch fehlte, ist die Spannung.
Ich fand die Geschichte sehr durchschaubar und ohne wirkliche Spannungsbögen. So hangelte ich mich beim Lesen von Kapitel zu Kapitel und war auch längeren Pausen nicht abgeneigt. Vielleicht ist diese Gemächlichkeit aber auch genau das Merkmal dieser Parker Krimis, die ohne Effekthascherei und spritzendes Blut auskommen. Aus diesem Grund empfehle ich dieses Buch auch vor allem an Freunde von klassischen Kriminalromanen.

Fazit:
Schnörkellos und mit Bodenhaftung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Richard Stark: Das Geld war schmutzig
BeitragVerfasst: Mi 11. Aug 2010 22:03 
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Registriert: So 16. Aug 2009 15:43
Beiträge: 28
Über verlassene Kirchen und herbstliche Laubwälder

Inhalt:
Parker ist nach seinem letzten Überfall um 2,2 Millionen Dollar reicher. Doch leider liegt das Geld noch in seinem ursprünglichen Versteck, und eine Bergung ist aufgrund des hohen Polizeiaufkommens eher schwierig. Parker und seine Freundin Claire quartieren sich schließlich in der Nähe des Geldverstecks in einer Pension ein und warten auf eine günstige Gelegenheit, sich das Geld zu schnappen und zu verschwinden. Damit sind sie allerdings nicht allein, denn auch andere Personen haben - berechtigterweise - Interesse an den Millionen.

Mein Eindruck:
'Das Geld war schmutzig' ist der dritte Teil der Parker-Trilogie und war mein erstes Buch von Richard Stark - vielleicht bin ich deshalb nicht recht in die Geschichte hinein gekommen. Der Roman liest sich sehr schnell und flüssig, hat mich aber sonderbar unbeteiligt zurück gelassen. Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass ich die ersten beiden Bände nicht kenne, obwohl ich beim Lesen nicht das Gefühl hatte, dass mir wichtige Informationen fehlen. Alles in allem hat mir zwar Starks Stil gefallen und die kurzen Kapitel haben mich stets zum Weiterlesen motiviert, aber wirklich gefesselt hat mich das Buch nicht. Vielleicht versuche ich mich irgendwann an den ersten beiden Romanen.

Mein Resümee:
Wahrscheinlich ist es besser, beim ersten Band der Reihe zu beginnen und die Parker-Trilogie chronologisch zu lesen. Mich hat Richard Stark leider nicht begeistern können.


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