Verkehrspreis

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Ostarichi_
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Verkehrspreis

Beitrag von Ostarichi_ » Di 15. Mai 2018, 22:32

Ich verkaufe schon seit längerem gebrauchte und antiquarische Bücher bei ebay. Wenn ich Preise mit Amazon, ZVAB oder Eurobuch mit den tatsächlich erzielten Prreise vergleiche, wird man schnell auf den Boden der Tatsachen geholt! Wenn ich also ein Buch wie "Die goldene Brücke" von Josef Heller verkaufen möchte, wie erreiche ich den höchsten Preis. Klar scheint mir, dass die Werte extrem hoch angesetzt sind. Welcher Erlös (nur zum Beispiel) ist eurer Meinung nach realistisch?...und warum ist dieses Buch so maßlos hoch im booklooker, eurobuch und ZVAB angesetzt? Sry...ich meine vielleicht blöde Frage, denn eigentlich verkaufe ich meist Computerspiele (retro Welle ;)).
Wäre für jeden Nachhilfeunterricht sehr dankbar

Stephan75SE
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Re: Verkehrspreis

Beitrag von Stephan75SE » Mi 16. Mai 2018, 00:11

Ich habe kürzlich ein Buch gesucht es wurde im Netz angeboten zwischen 65 € und 372 €. Sicher gibt es manche Bücher nicht ganz so häufig. Allerdings Preise von fast 400 € für diese Buch schienen mir total überteuert. Durch Zufall habe ich das Buch dann auf einer anderen Plattform für 20 € in einem sehr guten Zustand gefunden.
Es ist für Kunden auch nicht ganz so einfach, das richtige Angebot zu finden. Weil oft der Text des Angebots fast identisch ist aber der Preis und die Versandkosten deutlich unterschiedlich sind. So z.B. Versandkosten von 2 € bis zu 8,90 €
In Deinem Fall das Buch "die goldene Brücke" vom Josef Heller Angebot bei Booklooker vom 27.09.2014. Das heisst auch wenn solch ein Buch rar ist, der Verkauf läuft scheinbar nicht Also unbedingt nach dem höchsten Preis schielen bringt es auch nicht. Ein guter Mittelwert ist da oft besser!.
Das oben genannte Buch zu 372 € - war in der Datenbank (der Plattform) seit 08.01.2008 22:48:03 (also seit 10 J.) Ob dann solche Höchstpreise / Traumpreise Sinn machen?

Gruss

briefmarkenjaeger
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Re: Verkehrspreis

Beitrag von briefmarkenjaeger » Mi 16. Mai 2018, 16:26

Ein Exemplar des Buches inkl. Schutzumschlag wurde am 12.06.2014 zum Preis von 30-50 Euro in die USA verkauft.

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digitalis
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Re: Verkehrspreis

Beitrag von digitalis » Mi 16. Mai 2018, 18:20

Ich suche einige wenige Bücher (von Moebius = Jean Giraud), die vergriffen sind und nur zu Phantasiepreisen von $ 300 aufwärts angeboten werden, falls überhaupt. Nee, das tue ich nicht - und sonst auch keiner. Zwei von diesen gesuchten Büchern bekam ich, weil ich immer mal wieder danach "forsche" für ein Drittel, bzw. ein Sechstel der sonst üblichen Mondpreise - bei eBay, nicht bei booklooker, da gab's nur die gruselig Teuren.
Umgekehrt: zweimal passierte es mir - ebenfalls mit Moebiusbänden, dass ich ein vermeintlich für mich neues Buch erwarb für jeweils ca. 75 Euronen, das ich dann bei mir im Regal entdecken konnte - in Übersetzung mit leicht anderem Titel, :oops: :twisted:
Beide verkaufte ich wieder, aber erst nach ca. einem bis eineinhalb Jahren zu je 50 Euronen. Superpreisige Bücher werden äußerst schleppend bis gar nicht verkauft. Dafür gibt es in booklooker viele Beispiele.
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Okapia
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Re: Verkehrspreis

Beitrag von Okapia » Mi 23. Mai 2018, 01:06

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen!
Wer dauerhaft auf Mondpreisen beharrt, ist selbst schuld, kein Mensch kauft bei Mondpreisen!

Meiner Erfahrung nach müssen 3 Faktoren zusammentreffen, und dann, und nur dann, verkauft man auch hochpreisig: 1. selten angeboten/ wenige Exemplare 2. beliebter Artikel/Buch, mehrere Interessenten 3. es muss ein Käufer JETZT bereit sein, Geld dafür auszugeben, er muss ihn JETZT haben wollen. Das passiert aber eher selten. Alles andere ist unrealistisch, man sieht es hier auch am Einstelldatum, was "wie Blei liegt".

Sicher, man möchte bei einem seltenen Buch auch gern einen höheren Preis erziehlen. Aber als VERkäufer sollte man dabei realistisch bleiben: ist ein hoher Preis wirklich erziehlbar? Kauft das denn wirklich jemand? Mondpreise nützen gar nichts, aber manche Leut sind unbeirrbar und beharren darauf.

Bsp: Geschichte der O, Pauline Reage, gebraucht, 20 Treffer (mit nebenTitel), 15 davon in realistischem Preisniveau, 2 leicht höhere Preise, 3 x "Marspreise" - 4 und 5 Stellige Summen!!! Dafür bekommt man einen Neu- oder Gebrauchtwagen.
Mal ernsthaft, wer kauft das? Was ist daran besonderes, das derartige Preisforderungen rechtfertigt? Signiert oder Erstausgabe, oder? Buchbeschreibung gibt keinen Hinweis. Ich bezweifle stark, daß eines dieser Bücher jemals verkauft wird.

Jeder sollte sich bei der Preisfindung eines Angebots (wo auch immer) darüber klar werden, ob er das Buch/Artikel auch verkaufen oder jahrelang "ausstellen" will. ebay ist ein guter Spiegel bezgl. realistischer Preise, Ergebnisse von Auktionen ab 1,- spiegeln dann das tatsächliche Interesse gerade jetzt zu diesem Zeitpunkt wieder.

Gibt es keinen Vergleichswert, kann man ja ruhig mal höher beginnen. Besteht aber keine Nachfrage oder keine Nachfrage zu diesem Preis - Preis senken wenn man verkaufen will. Ganz besonders bei Büchern, die schnell alt/überholt werden (Technik, Medizin, Schulbuch,..). So halte ich es.

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