Versuchter Betrug mit Kontodaten

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kalokalokairi
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von kalokalokairi »

Tinca tinca hat geschrieben:Hi kalokalokairi,
finanzieller Schaden ist ja nicht entstanden(wie oben erwähnt) aber versuch mal Freitags um 13,30 Uhr noch einen Bankmitarbeiter anzutreffen...
Wäre bei mir kein Problem - telefonisch erreiche ich meine Bank immer.
Tinca tinca hat geschrieben: Der Hinweis auf zu kontrollierende Bankauszüge war da leider wenig konstruktiv :roll:
Der war auch nicht nur für dich persönlich gemeint. Hier sind um ein Vielfaches mehr Leser als Schreiber unterwegs. Und wenn die Bucht mit ihrer Paypal-Werbung eines geschafft hat, dann, dass viele gerade jüngere Nutzer eine panische Angst davor entwickeln, ihre Bankverbindung mitzuteilen. Deshalb ist dieser Hinweis meiner Ansicht nach beim Thema "unberechtigter Zugriff(sversuch) auf mein Konto" nie verkehrt.
capricornDU
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von capricornDU »

bookworms hat geschrieben:Hmm, so ganz vorstellen kann ich mir diesen Betrugsversuch nicht. Schickt der Typ die Überweisungsträger mit der Post? Man muss den Ü-Träger doch dort abgeben, wo das Konto geführt wird... :?
Kann man gegen denjenigen nicht vorgehen? Die Überweisung sollte ja auf ein bestimmtes Konto gehen.

Eni, wie überprüfst Du die Anschrift?
Viele beleghafte Überweisungen werden heutzutage mit der Post verschickt oder in die Briefkästen bei den Banken eingeworfen. Selbst bei einer Abgabe am Schalter wird kaum noch was überprüft. Die Belegkontrolle und -lesung läuft meistens zentral.

Man sollte sofort Anzeige bei der Polizei erstatten, die dann rechtliche Schritte gegen den Kontoinhaber einleiten kann. Außerdem benachrichtigen sich die Kreditinstitute in der Regel untereinander bei einem (auch versuchten) Überweisungsbetrug.
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gildenhaus
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von gildenhaus »

Bei mir war besagter fauler Kunde ebenfalls am 22. tätig. Der Warnhinweis von Booklooker kam recht fix, interessanterweise konnte der "Typ" am 23. noch eine Bestellung tätigen, bevor er von Booklooker gesperrt wurde. Wieso kam da nicht gleiche eine Sperre für weitere Bestellungen, selbst wenn es nur ein Verdacht war, dass etwas nicht stimmt? Es ist mir unverständlich, dass ein neu angemeldeter Kunde überhaupt 23!!! Bestellungen bei verschiedenen Anbieter aufgeben kann. Ich war bisher der Meinung, dass bei Neukunden nach acht oder zehn Bestellungen (oder so) eine automatische Sperre eintritt. Das wurde hier im Forum auch schon mal thematisiert.

Im übrigen - vor solchen Betrugsversuchen kann man sich durch Abgleich von Adressen etc kaum schützen. Die sind meistens echt, ohne dass der Betroffene irgendetwas davon weiß. Ohne die Bekanntgabe der Bankdaten lässt sich Online-Handel nun einmal nicht bewerkstelligen. Für einen Betrüger ist es kein Problem, einen Überweisungsträger mit gefälschter Unterschrift irgendwo in den Briefkasten einer Filiale oder per Post zu verschicken und sich das Geld auf irgendein Konto überweisen zu lassen. Viele Banken prüfen die Ünterschrift fast gar nicht mehr, nicht einmal bei höheren Beträgen. Dass man im Falle des Falles sofort die Bank kontaktiert, sollte selbstverständlich sein.

Diese Form des versuchten Betruges ist nicht die einzige Art, Verkäufer zu schädigen. Auf einem anderen Portal ist es mir einmal passiert, dass jemand eine Bestellung aufgegeben hatte und offensichtlich nach dem Erhalt der Bankdaten einen Abbuchungsauftrag auf einer Game-Seite erteilt hatte. Plötzlich waren 10 Euro von meinem Konto abgebucht. Das lässt sich ja problemlos rückgängig machen, ärgerlich ist es dennoch. Es ist jedem Verkäufer nur zu anzuraten, regelmäßig die Kontoauszüge zu überprüfen - nicht nur telefonisch, sondern vor allem auch in Schriftform.

In meinem Fall dürfe der Betrugsversuch von svenjasbaby nicht erfolgreich gewesen sein, weil ich für den Online-Versand ausschließlich ein Konto ohne Belegbearbeitung - und ohne Überziehungslimit! - nutze. Wäre bei mir versucht worden, Geld abzubuchen, hätte ich sofort Anzeige erstattet, unabhängig davon, ob ein Schaden entstanden ist oder nicht. Solchen Strategen muss Einhalt geboten werden, denke ich jedenfalls.
"Nie, Knabe, nie grub Nero neben Orenburg eine Bank ein" (Palindrom)
mausi44
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von mausi44 »

Mir ist noch zu DM-Zeiten so etwas passiert.
Plötzlich fehlten über 2000,-DM von meinem Konto!
Anzeige hat nichts gebracht...
Schon nach kurzer Zeit kam Antwort vom Gericht"Verfahren wird wegen Geringfügigkeit eingestellt!".
Dann den Ärger mit der Bank.
Ich zum Weißen Ring und dort Rat geholt.
Nachdem ein Gutachter bestätigt hat,daß dies nicht meine Unterschrift war,mußte die Bank haften,da diese den Überweisungsträger nicht geprüft hatte!!
Der Typ hat noch frech als Verwendungszweck"1.Autorate"eingetragen,obwohl ich noch nie ein Auto hatte.
Vom Weißen Ring gabs dann noch eine Entschädigung.

PS.Ich hatte damals alte Kontoauszüge einfach in den Papiermüll geworfen!
Seitdem schreddere ich solche Unterlagen!
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bookworms
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von bookworms »

gildenhaus hat geschrieben:dass bei Neukunden nach acht oder zehn Bestellungen (oder so) eine automatische Sperre eintritt.
Vielleicht ist nicht die Anzahl maßgeblich, sondern der Gesamtpreis. Vielleicht tritt die Sperre auch erst nach der ersten Problemmeldung durch einen Verkäufer ein.
Mein verdächtiger Kunde hat übrigens 28 Käufe...
gildenhaus hat geschrieben:Für einen Betrüger ist es kein Problem, einen Überweisungsträger mit gefälschter Unterschrift irgendwo in den Briefkasten einer Filiale oder per Post zu verschicken
Es leuchtet mir trotzdem nicht ganz ein, denn die Ü-Träger sind doch alle unterschiedlich. Das kann dann ja eigentlich nur bei der Postbank oder so funktionieren.
gildenhaus hat geschrieben:Viele Banken prüfen die Ünterschrift fast gar nicht mehr
Das ist dann aber wohl deren Problem...

Ich hab übrigens diesbezüglich großes Vertrauen zu meiner Bank, denn die haben mich auch schon angerufen, wenn Ihnen z.B. eine doppelte Überweisung komisch vorkam.
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gildenhaus
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von gildenhaus »

@ bookworms
Das funktioniert bei jeder Bank, die Filialen hat, also Sparkassen, Deutsche Bank, Postbank und wie sie alle heißen. Du brauchst dir nur Überweisungsträger der jeweiligen Bank bei dir vor Ort zu besorgen, denn die sind gleich, ob sie aus Berlin oder Frankfurt kommen. Wenn du im großen Stil Bankdaten anderer sammelst, ist die Wahrscheinichkeit, dass eine passende dabei ist, recht groß.


Dass die Banken die Unterschriften nicht immer prüfen, kann auch zu deinem Problem werden. Wenn das Geld weg ist, dann hast du erst mal eine Menge Ärger, bis das Geld zurückgebucht wird. Bis du bewiesen hast, dass du die Zahlung nicht veranlasst hast, kann etwas Zeit ins Land gehen. Wenn dann zwischenzeitlich Abbuchungsaufträge eingehen oder wichtige Zahlungen zu leisten sind, und das Konto dafür nicht mehr gedeckt ist, wird die Sache richtig problematisch. - Aber das nur mal am Rande.

Letztendlich bleibt die Erkenntnis, dass nur eine gute Kontrolle des Kontos einen gewissen Schutz vor Betrügern bietet.
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d_r_m_s
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von d_r_m_s »

gildenhaus hat geschrieben:...
Das funktioniert bei jeder Bank, die Filialen hat, also Sparkassen, Deutsche Bank, Postbank und wie sie alle heißen. Du brauchst dir nur Überweisungsträger der jeweiligen Bank bei dir vor Ort zu besorgen, denn die sind gleich, ob sie aus Berlin oder Frankfurt kommen
...
bei den ganz Grossen ist das sicher richtig, von der DeuBa habe ich noch einen gefunden, da steht nichts darüber drauf, aus welcher Gegend der Schein kommt ...

bei meiner Sparkasse steht aber genau drauf, zu welcher Sparkasse der Zettel gehört, und ein 'fremder' Überweisungsträger per Post dürfte doch eine etwas grössere Sorgfaltspflicht begründen als ein 'eigener', ohne Verpackung in den entsprechenden Einwurf gelieferter ...

ähnlich dürfte es m.E. bei den meisten lokal oder regional organisierten Banken sein ...

vor langer Zeit wurde ich übrigens mal genötigt, persönliche Überweisungsformulare (mit vorgedrucktem Namen und Konto) zu verwenden ... plus Hinweis, dass ich für Missbrauch haften sollte ... weiss nicht mehr wo ... aber es scheint sich nicht durchgesetzt zu haben ... :)
bebbi

Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von bebbi »

gildenhaus hat geschrieben: In meinem Fall dürfe der Betrugsversuch von svenjasbaby nicht erfolgreich gewesen sein, weil ich für den Online-Versand ausschließlich ein Konto ohne Belegbearbeitung - und ohne Überziehungslimit! - nutze. Wäre bei mir versucht worden, Geld abzubuchen, hätte ich sofort Anzeige erstattet, unabhängig davon, ob ein Schaden entstanden ist oder nicht. Solchen Strategen muss Einhalt geboten werden, denke ich jedenfalls.
Sowas gibt es? Das hört sich gut an.

Kannst du dann nur auf ein vorher fest gelegtes Konto überweisen?

Grüße

Bebbi
overdrive
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von overdrive »

Ich koche wirklich, wenn ich das alles lese!

Nicht wegen Euch, sondern wg. d., was mir v. Jahren in ähnlichem Fall passierte. Ich kann nun nicht en´Detail drauf eingehen, sonst würde ich Tipps zum Bescheißen geben.

Aber: Ein (Zweit-) Bank-Konto -dieses ist unabhängig v. lebensnotwendigen Zahlungsverkehr und separat für Online-Aktivitäten - ohne Überziehungsmöglichkeit ... und dieses Konto dennoch in kurzen Abständen regelmäßig überwachen - und schnell handeln, wenn was nicht stimmt, erscheint mir zumindest als die sicherste Möglichkeit.
as long as a man
has the strength to dream
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Tinca tinca
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von Tinca tinca »

Hallo,
Vielen Dank für eure Beiträge!
Ich versuche mal das Ganze für Informationshungrige und Mitleser zusammenzufassen:

1.Legt euch ein Extrakonto(Guthabenkonto ohne Dispo) nur für eure Online-Aktivitäten zu
2.regelmässige Kontrolle der Kontoauszüge gehört natürlich zum Pflichtprogramm und
3.bitte nicht das Grundvertrauen in andere Menschen verlieren,nicht jeder will euch ans "Leder"...,
wem noch was einfällt,der möge die Liste vervollständigen!

Übrigens,die Idee mit dem Bestell-Limit für Erstkäufer finde ich gar nicht schlecht...

Ganz liebe Grüße an alle,
Tinca
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spiralnebel111
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von spiralnebel111 »

Tinca tinca hat geschrieben: 1.Legt euch ein Extrakonto(Guthabenkonto ohne Dispo) nur für eure Online-Aktivitäten zu
Ja, gerne, wenn die Kontogebühren nicht so fies wären!
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Mary
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von Mary »

spiralnebel111 hat geschrieben:
Tinca tinca hat geschrieben: 1.Legt euch ein Extrakonto(Guthabenkonto ohne Dispo) nur für eure Online-Aktivitäten zu
Ja, gerne, wenn die Kontogebühren nicht so fies wären!
Sehe ich genau so. Kommt aber drauf an, wieviel man so verkauft.

Am allerallerallerwichtigsten - auch von den Vorrednern: Kontoauszüge kontrollieren, unbekannte Abbuchungen IMMER hinterfragen.
Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?- Douglas Adams
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vitalis
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von vitalis »

Es gibt auch kostenlose Bankkonten, siehe: http://www.kostenlose-girokonten.com/
amorist
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von amorist »

Tinca tinca hat geschrieben:Hallo Mausi,
wird bloß nicht helfen wenn die Person sich unter anderen Namen wieder anmeldet und erneut auf Datenklau geht...
Vielleicht wäre eine Identitätsprüfung seitens Booklooker bei der Anmeldung hilfreich-so weiß man wenigstens wer am anderen Ende der Leitung sitzt(funktioniert natürlich nicht wenn Account gehackt wurde).
Ich wollte euch bloß warnen,bei Neulingen die höherpreisige Bücher erstehen,sofort die Kontodaten rauszurücken-vielleicht vorher sowas wie eine Willkommensmail schicken-und dann sehen ob und wie der Käufer reagiert...

Liebe Grüße,
Tinca
Danke für den Tipp, werde also bei geplanten gefälschten Überweisungen ein niedrigpreisiges Buch bei Dir bestellen :-) .
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coburgcat007
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Re: Versuchter Betrug mit Kontodaten

Beitrag von coburgcat007 »

vitalis hat geschrieben:Es gibt auch kostenlose Bankkonten, siehe: http://www.kostenlose-girokonten.com/
Interessante Info! :D
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