Warum muss man sich immer unterbieten ?

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Moranda
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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von Moranda » Do 25. Dez 2014, 16:34

Auch das geht in Ordnung, dass einzelne Anbieter mal ein Buch um 20 Euro billiger
anbieten. Das ist dann ganz schnell weg und alles geht wieder seinen gewohnten Gang.
Im allgemeinen weiß man doch, zu welchem Preis man ein Buch gekauft hat. Dann kommt
es darauf an, in welchem Zustand befindet sich das Buch und ist da nur einer, der billig anbietet,
oder haben sich andere angeschlossen. Mir geht es so, dass dadurch, dass ich Bücher günstig
einkaufen konnte, ich viel zu viele Bücher gekauft habe. Es kommt darauf an, habe ich mir ein
Buch selbst neu gekauft, dann versuche ich mindestens Zweidrittel des Kaufpreises zu bekommen.
Ist das Buch schon durch mehrere Hände gegangen, es kann durchaus neueren Datums sein und
doch sieht man das dem Buch u.U. nicht mehr an, dann ist es vielleicht schon zum halben Preis
zu haben. Das alles können Buchsuchmaschinen nicht wissen.

bebbi

Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von bebbi » Fr 26. Dez 2014, 00:31

mausi44 hat geschrieben: Oder man verschenkt die Bücher an Bedürftige.
"Bedürftige" sind doch keine Abladestelle für unseren Wohlstandsmüll, für den sie dann auch noch dankbar sein sollen. Was man hier nicht los wird, wollen Bedürftige bestimmt auch nicht und daher sollte man dann nicht sich selbst betrügen und den Kram wegwerfen.

Grüße

Bebbi

bebbi

Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von bebbi » Fr 26. Dez 2014, 00:44

Sobine hat geschrieben: ich beobachte das schon ne ganze Weile, warum muss man sich in den Angeboten immer unterbieten, damit macht man doch die ganzen Buchpreise kaputt - nur um einen schnellen Erfolg zu haben ? oder liege ich hier falsch ? Finde es echt schade, das man die Buchpreise vermindert und dafür die Portopreise erhöht
Der durchschnittliche Verkaufspreis bei BL steigt laut BL:

http://booklookerforum.de/viewtopic.php?f=26&t=16421

Das bei bestimmten Titeln große Mengen Niedrigstpreis-Angebote auftauchen spricht für einen deutlichen Angebotsüberschuss. Ich gewöhne mir an, inzwischen auch mal Bücher weg zu werfen, da wir in einer Materiellen Überflussgesellschaft leben, wo man Bücher auch mal am sinnvollsten verwendet, indem man neue Bücher draus machen lässt. Die Tage habe ich z. B. das Was-ist-Was Eisenbahn ohne Preisrecherche weg geworfen, weil zu großen Teilen überholt und daher für Kinder uninteressant und Massenware und daher sicherlich reichlich im Angebot.

Und ansonsten: Jeder ist anders. Mich interessieren vor allem die Gesamtkosten und nur bei ungewöhnlich hohen Portokosten ist das ein Minuspunkt bei meiner Wahl, die nicht immer das preiswerteste Angebot, aber eins der preiswertesten Angebote trifft. Alles andere ist doch unsinnig.

Grüße

Bebbi

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spiralnebel111
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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von spiralnebel111 » Fr 5. Mai 2017, 15:53

Wenn ich sehe, dass es einen Titel hier nur fünfmal gibt, viere bewegen sich im Preis zwischen 7 € und 10 €, und nummer fünf kostet dann nur 1,20 €, ärgere ich mich schon, auch wenn es mich gar nicht betrifft.
Bei vergleichbarem Erhaltungszustand.

mausi44
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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von mausi44 » Fr 5. Mai 2017, 16:51

spiralnebel111 hat geschrieben:
Fr 5. Mai 2017, 15:53
Wenn ich sehe, dass es einen Titel hier nur fünfmal gibt, viere bewegen sich im Preis zwischen 7 € und 10 €, und nummer fünf kostet dann nur 1,20 €, ärgere ich mich schon, auch wenn es mich gar nicht betrifft.
Bei vergleichbarem Erhaltungszustand.
Kann vielleicht daran liegen,daß diese Artikel,die hier teurer angeboten werden,auf anderen Plattformen im Gesamtpreis billiger sind.
Habe heute nach einem Buch gesucht...hier das billigste im Gesamtpreis über 7,-€,bei Amazon gesamt nur über 4,-€.

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spiralnebel111
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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von spiralnebel111 » Sa 6. Mai 2017, 05:55

Finde ich aber auch nicht besser. Es wird nicht nur dieses Buch abgewertet, sondern Bücher insgesamt. Fördert und füttert dieses billig-billig-billig-aber-ganz-viel Konsumverhalten.
Ich sehe das bei meinen Lebensmittelkunden: wie empört sie sind, wenn mal was teurer wird (zum Beispiel voriges Jahr die Mandeln). Als hätten sie ein göttliches Anrecht auf irgendwas... :?

mausi44
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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von mausi44 » Sa 6. Mai 2017, 08:29

Das ist im gesamten Handel so.Natürlich schaut man auf die Preise.Nur bei Lebensmitteln geb ich gern mal etwas mehr aus.Dafür das Strom oder z.b.die Monatskarte beim Bus immer teurer wird,spart man eben dann beim Buchkauf.Es gibt immer mehr Leute,die zum Leben nicht so viel in der Tasche haben.

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Kaxx
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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von Kaxx » Sa 6. Mai 2017, 09:34

Es ist tatsächlich so, dass gerade ältere Bestseller, die es zu tausenden gibt, einfach nicht mehr zu einem "angemessenen" Preis verkauft werden können (Angebot und Nachfrage). Es gibt jetzt immer öfter solche Bücherregale auf öffentlichen Plätzen bei denen man Bücher reinstellen kann und sich dafür auch kostenlos ein gebrauchtes Buch mitnehmen kann. Wenn es einem echt nur darum geht Platz zu schaffen und nicht um das Geld, wäre evtl. das eine Lösung. Bücher wegwerfen kann ich auch nicht.
"There's a difference between knowing the path and walking the path..." (Morpheus, The Matrix)

Meine Bücher bei booklooker

mausi44
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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von mausi44 » Sa 6. Mai 2017, 09:48

Bei uns in Hamburg gibt es Busse,wo hinter dem Fahrer ein Bücherregal ist.Dort stelle ich auch oft Bücher rein.Oder ich lege eins einfach im Bushäuschen auf die Bank.Ist dann auch oft schnell weg. :P

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Okapia
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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von Okapia » So 7. Mai 2017, 17:27

bebbi hat geschrieben:
Fr 26. Dez 2014, 00:31
mausi44 hat geschrieben: Oder man verschenkt die Bücher an Bedürftige.
"Bedürftige" sind doch keine Abladestelle für unseren Wohlstandsmüll, für den sie dann auch noch dankbar sein sollen. Was man hier nicht los wird, wollen Bedürftige bestimmt auch nicht und daher sollte man dann nicht sich selbst betrügen und den Kram wegwerfen.
Liebe Forumsmitglieder,

es gibt Bücher, die einfach niemand mehr lesen will! Davon sollte man sich dann auch trennen.

Kein Mensch will die ollen Bertelsmann Schinken von Opa aus den 50rn und 60ern oder die Simmels der 70er. Arthur Hailey, Willi Heinrich, Sandra Paretti, uralte Konsalik, Sagan, Pearl S. Buck, Marie Luise Fischer, Papillion, Sidney Sheldon, Alistair MacLean, veraltete Reiseführer, riesige Bildbände, und so weiter und so weiter ............
und die massenhaften dicken gebundenen Romanschinken mit farbigem Umschlag der 70er und 80er vom deutschen Bücherbund und Bertelsmann, häufig von völlig unbekannten Autoren. Die meisten unter Euch hatten solche Bücher schon mal in der Hand.

Man sollte sowas niemandem aufdrängen.

Die wurden millionenfach verkauft (und stehen/standen 40 Jahre im Regal bei Opa), deshalb ist Bertelsmann ja auch so groß geworden.
Egal in welchem Zustand, das geht bei mir direkt ins Altpapier. Wenn wirklich Jemand nach so einem Titel sucht, wird er mit Angeboten im Internet überschüttet und bekommt sie für 25 Cent hinterhergeworfen. Und der eine Euro fürs Porto ist dann auch noch drin.

Ich habe eine "100 Bücher" Regel: Gibt es einen Titel mehr als 100 mal hier bei bl, ist das Ausschuss. Ebenso, wenn er seitenweise für 25 Cent eingestellt oder total veraltet ist. Auch Taschenbücher aus den 70er/80ern wandern fast alle ins Altpapier. Das will kein Mensch mehr lesen.

Katalogleichen bringen niemandem etwas, sie vermindern die Übersichtlichkeit alle Angebote, verbrauchen Stauraum beim Anbieter, verschwenden booklookers Ressourcen. Ich biete hier nur Bücher an, bei denen noch eine wahrscheinliche Chance besteht, daß sich jemand dafür interessiert und sie kauft.

Beispiel "Die Päpstin", "Nichts als die Wahrheit", "Der Medicus", Mega-Bestseller, längst nicht mehr aktuell, massenhaft im Umlauf = Altpapier.

Bei uns hier gibts keine Bücherschränke, Buch-Telefonzellen, Busregale. Die Diakonie winkt ab, wenn man Bücher spenden will, genau die alten Schinken stehen bei denen auch schon 5 mal im Regal und es will sie keiner.

Also Leute! Augen zu und trennt Euch von solchen Büchern kurz und schmerzlos. Es macht keinen Sinn, ein 357. Buch für 25 Cent anzubieten.

Liebe Grüße
Okapia

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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von spiralnebel111 » So 7. Mai 2017, 18:13

Ich habe noch etliche preiswerte Bücher, die stehen noch drin, von ich-weiß-nicht-wann und waren auch schon mal teurer; die meisten davon dürfen noch ein Weilchen drin bleiben, doch einstellen würde ich sie heute nicht mehr. Im Maiflohmarkt unserer Bücherei habe ich gesehen, dass Krimis fleißig gekauft werden, also habe ich einige dicke (Versandkosten!) Krimis und einige Taschenbuchkrimis von beliebten Autoren hingebracht. Sind die am Dienstag weg, bringe ich am Freitag noch eine Portion hin, ansonsten nicht.
Aber ich werfe auch immer mehr Bücher weg, besonders wenn sie schlecht erhalten sind. Aber es sind auch schon alte Kinderbücher (ich sammle alte Kinderbücher und lese sie auch) wegen des Inhalts in der Tonne gelandet: das muss kein Kind lesen!

Zu den Bedürftigen: es hat Zeiten gegeben, da wäre ich über kostenlose Bücher sehr glücklich gewesen, aber das waren Zeiten vor dem Internet und Bücherflohmärkte kannte ich da auch noch nicht... habe so manche Dorfbücherei leer gelesen... :wink:

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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von Okapia » So 7. Mai 2017, 18:31

spiralnebel111 hat geschrieben:
So 7. Mai 2017, 18:13
...es hat Zeiten gegeben, da wäre ich über kostenlose Bücher sehr glücklich gewesen...
Auch über Bücher, die Dich nicht interessieren und Du nie gelesen hättest? Was hättest Du damals damit gemacht? :?:

Soll kein Angriff sein, bin nur neugierig :wink:

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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von spiralnebel111 » Mo 8. Mai 2017, 06:43

Ich hatte auch in den Minibüchereien keine große Auswahl meiner Lieblingsthemen, und habe dadurch tatsächlich auch meinen Horizont erweitert.
Alles habe ich natürlich nicht gelesen. Aber so ziemlich jeden Roman, den ich in die Finger kriegen konnte und auch allerlei "Anderes".
Ich erinnere mich an Geschichtsthemen, Biographien über Menschen von denen ich kaum gehört hatte, alles über Tiere und Natur und jede Menge Sekundärliteratur, die mich widerum zu den entsprechenden Themen geführt hat. Ach, ja und Briefe.
Natürlich gab es auch Bücher, die einfach wieder weggelegt wurden... :?

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Aristo
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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von Aristo » Mo 8. Mai 2017, 20:37

Ich verkaufe für einen guten Zweck (Tierschutz) und bekomme meine Bücher ausschließlich gespendet.
Einige fliegen tatsächlich in die Tonne, wenn der Zustand schlecht und das Angebot zu zahlreich ist, oder ich stelle sie bei meiner Mutter im Seniorenheim ins Regal - die freuen sich tatsächlich noch über Konsalik & Co. :D Das ist aber im überschaubaren Bereich.

Ansonsten orientiere ich mich tatsächlich am Angebot und versuche, im unteren Preisbereich zu bleiben (jedoch nicht zu billig, 50 ct ist normalerweise die Untergrenze), weiterhin denke ich, dass ich durch meine Mühe, jedes (!) Buch von mehreren (!) Seiten zu fotografieren, ein paar Cents aufschlagen kann. (*) Mit der Strategie habe ich guten Umsatz, und was nützt mir ein teures Buch im Regal, als wenn ich es für etwas weniger tatsächlich zu Geld machen kann? Der Tierschutz braucht Geld, und zwar sofort und immer, und nicht totes Kapital in der Kiste. :wink: Hier macht es tatsächlich die Menge, Stichwort "Kleinvieh" 8)

(*) Ich selber kaufe auch lieber Bücher ein paar Cent teurer, dafür sehe ich aber gern Fotos von der Ware. Angebote ohne Bilder beachte ich meist gar nicht.
Gruß - Aristo

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seemann01
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Re: Warum muss man sich immer unterbieten ?

Beitrag von seemann01 » Di 9. Mai 2017, 09:30

spiralnebel111 hat geschrieben:
Fr 5. Mai 2017, 15:53
Wenn ich sehe, dass es einen Titel hier nur fünfmal gibt, viere bewegen sich im Preis zwischen 7 € und 10 €, und nummer fünf kostet dann nur 1,20 €, ärgere ich mich schon, auch wenn es mich gar nicht betrifft.
Bei vergleichbarem Erhaltungszustand.
Ich verstehe Deine Entrüstung nicht.
Ich habe da ein Buch, es interessiert mich absolut nicht und ich möchte es los werden.
Warum soll ich es dann nicht sehr günstig einstellen.
Nur weil es bei anderen etwas teurer ist?

Zum Thema Bücher entsorgen.
Auch ich hab einige "Leichen" zu stehen.
Z.B. Taschenbücher von Karl May aus den 60igern. Ziemlich zerlesen schon.
Einstellen lohnt absolut nicht. Will kein Mensch mehr haben.
Und ich glaube die gib's bei Amazon schon ab 1 Cent.
Mich interessieren sie auch nicht mehr.
Aber wegwerfen?
Ich bringe es einfach nicht übers Herz und dabei nehmen sie nur Platz weg und sind Staubfänger.

Gruß

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