Das unmotivierteste Ermittlerteam aller Zeiten - Anna Ihrén: Mord in den Schären

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stjerne
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Registriert: Sa 29. Okt 2011, 17:50

Das unmotivierteste Ermittlerteam aller Zeiten - Anna Ihrén: Mord in den Schären

Beitrag von stjerne »

Ein Toter und ein Vermisster, wobei letzterer ein enger Freund des leitenden Ermittlers ist - das ist natürlich nichts, weswegen man sich stressen müsste. Das Ermittlerteam, das Anna Ihrén hier ins Rennen schickt, lässt sich jedenfalls nicht aus der Ruhe bringen. Man isst, badet und flirtet, zwischenzeitlich wendet man sich halbherzig den Ermittlungen zu.
Irgendwann reicht es auch der Chefin und es gibt einen Rüffel. Die Reaktion des Schnarchnasenteams ist wenig überraschend: Sie nehmen sich den Rest des Tag frei und machen Handarbeiten auf dem Segelboot.

Mit dieser Arbeitshaltung sind sie in bester Gesellschaft. Die Gerichtsmedizinerin lädt zur Besprechung, erzählt aber nur Fakten, die der Leser schon kennt. Abends fällt ihr ein, dass sie was vergessen hat, aber weil sie beschlossen hat, sich einen schönen Abend mit ihrer Lebensgefährtin zu machen, ruft sie nicht noch einmal an.
Nach 300 Seiten scheint noch nicht das geringste passiert zu sein.
Um den Mangel an Handlung zu kaschieren, streut die Autorin lauter Andeutungen über Familiengeheimnisse und Liebeleien ein, die aber viel zu konstruiert und gewollt sind, als das sie etwas rausreißen könnten.

Auf den letzten Seiten überschlägt sich die Handlung in dem Versuch, Spannung aufzubauen und die uninteressanten Familiengeheimnisse aufzuklären.

Ich habe mich selten so gelangweilt beim Lesen...
Möwen, Watt und Muscheln
stjerne
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Registriert: Sa 29. Okt 2011, 17:50

Re: Das unmotivierteste Ermittlerteam aller Zeiten - Anna Ihrén: Mord in den Schären

Beitrag von stjerne »

Band 2: Tod eines Eisfischers
Anna Ihrén legt nach und schickt ihre planlose Gurkentruppe erneut ins Rennen. Diesmal wurde ein Wissenschaftler auf einem Forschungsschiff brutal ermordet.
Für die Ermittler gibt es erneut reichlich Gelegenheit zu essen, trinken, flirten und es sich gemütlich zu machen.
Dazwischen klagen sie darüber, mit den Ermittlungen nicht voranzukommen, was den Leser nicht erstaunen kann, denn abgesehen von ein paar oberflächlichen Gesprächen wurde auch nichts unternommen. Nach zwei Tagen kommt dem leitenden Ermittler immerhin die brilliante Idee, den Hintergrund aller Verdächtigen zu überprüfen. Ansonsten sind aber alle viel zu beschäftigt mit ihrem Privatleben, dem anstehenden Weihnachtsfest und Urlaubsplänen.
Zu guter Letzt nimmt der Mörder die Sache in die Hand, indem er den vollkommen unverständlichen Versuch unternimmt, das gesamte Ermittlerteam zu ermorden, dadurch wird er überführt.
Warum er dies tut, bleibt für mich das größte Rätsel, denn niemand war ihm auch nur ansatzweise auf der Spur...

Fazit: In Schweden gibt es reichlich Essen, Sex und Gemütlichkeit und Mordfälle interessieren die dortige Polizei nur peripher.
Der Krimi ist noch langweiliger als sein Vorgänger.
Möwen, Watt und Muscheln
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