Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

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Arne Danikowski
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Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von Arne Danikowski » Di 16. Sep 2014, 16:36

Ich weiß nicht, ob es hier hineingehört. Ich schreibe gerade an einer neuen Serie und möchte immer weider mal ein paar Leseproben online stellen. Also Meinungen sind gefragt.
Damit die Leseproben so kurz wie möglich sind, sind die Abschnitte leider ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen.

Vorstellen möchte ich eine Leseprobe aus meinen John James Johnson Chroniken. Die Chroniken handeln von dem Elite Soldaten John James Johnson, der auf Grund hervorragenden Leistungen zur kaiserlichen Leibgarde einberufen wird. Dort verliebt er sich in die Kaiserin. Johnson hat am Hofe mit Verrat, Intrigen und Missgunst zu tun. Bald muss er sein ganzes Können abrufen, um das Leben der Imperatorin zu schützen. Dabei stehen ihn sein Bester Freund Bulls Eye und die Entität Aramis, die eine Symbiose mit Johnsons Körper eingegangen ist, zur Seite.

ich versuche die Geschichte humorvoll aus der "Ich" Perspektive zu erzählen. Aber hin und wieder greife ich auch gerne auf Spannung und Brutalität zurück.

Leseprobe 1 aus Die John James Johnson Chroniken Dritter Teil - Verraten und Verkauft":

Leise schlichen wir den Gang entlang bis wir an einen Abzweig kamen. Die Not-Beleuchtung konnte die Umgebung nur spärlich ausleuchten. Für mich war das allerdings kein Problem. Fünf Meter vor der Abzweigung hob ich meinen rechten Arm und bildete mit der Hand eine Faust. Unser kleiner Trupp kam augenblicklich ins stocken. Ich drehte mich zum meinen Kameraden herum und legte den Zeigefinger meiner linken Hand über meine geschlossenen Lippen. Danach presse ich den Rücken an die linke Wand des Ganges und näherte mich langsam der Ecke.
Mich überkam ein ungutes Gefühl. In dem Gang vor uns war etwas. Ich konnte die Gefahr spüren. In jeder Zelle meines Körpers klingelten sämtliche Alarmglocken.
Ein kleiner gedanklicher Impuls an Aramis reicht und er stellte eine Verbindung zum Zentralcomputer der Überwachungsanlage der Station her. Nun konnte ich mit den Kameras und Sensoren der Station sehen. Ich nutzte die Verbindung um einen Blick um die Ecke zu werfen. Im vor uns liegenden Gang befand sich eine ganze Kampfeinheit dieser verdammten Echsen. Ich schätze die Zahl auf mindestens 50 und alle waren schwer bewaffnet. Es war schon verrückt. Wir waren so weit gekommen, hatten so viele Gefahren bis hier her gemeinsam überstanden. Nun trennten uns lediglich 400 Meter von der rettenden Shuttlebucht. Der Shuttle stand bereit und wartete nur darauf, uns aufzunehmen und in Sicherheit zu bringen. So nah und doch schien dieses Ziel unerreichbar. Die Kaiserin zu retten hatte oberste Priorität. Das war meine Aufgabe und nichts würde mich daran hindern können. Auch nicht diese kleine Armee. Nichts würde mich aufhalten können, die Frau zu retten, die ich vom ganzen Herzen liebte. Mich packte eine schier unglaubliche Entschlossenheit und Wut kochte in mir auf. So entstand mein Plan. Eigentlich war es gar kein richtiger Plan. Ich würde das tun, was ich immer tat. Ich würde das Hindernis einfach aus dem Weg räumen. Dazu musste ich einfach noch ein paar mehr von dieses scheiß Viechern zu ihren Gott schicken. Falls sie denn so etwas überhaupt hatten. Hatte ich bereits erwähnt, dass ich sehr gut darin bin? Ich meine im Töten? Ich bin mir sicher, dieses bereits erwähnt zu haben. Nun galt es zu handeln.
Behutsam zog ich geräuschlos meine beiden schweren Blaster aus den Halftern und überprüfte die Ladung der Energiezellen. Beide blinkten bereits rot und würden für nicht mehr wie 10 Schuss pro Waffe reichen. Aber ich hatte ja auch noch die beiden Vibro-Klingen, die in meinen Stiefelschäften steckten. Es würde reichen müssen.
Die Gänge der Raumstation waren nur etwa 3 Meter breit. Dies war mein entscheidender Vorteil. Durch die schiere Größe der Echsen, konnten maximal zwei Feinde nebeneinander stehen. So konnten höchsten vier Mann gleichzeitig auf mich feuern. Allerdings gab ich auch ein leichtes Ziel in diesem schmalen Gang ab. Ich musste die Blaster sehr vorsichtig einsetzen. Wir befanden uns mittlerweile am Rande der Raumstation. Ein Fehlschuss konnte ein Loch in die Außenwand reißen. In den dahinter liegenden Sektion herrscht Vakuum. Durch die Dekompression wären wir alle verloren.
Ich gab per Gedanken einen kurzen Funkspruch an mein Team und an die Kaiserin. Sie sollten sich ruhig verhalten und warten, bis ich sie holte und rannte plötzlich und laut schreiend um die Ecke schnurstracks auf den Feind los, die Waffen am ausgestreckten Armen schussbereit. Der Überraschungsmoment war auf meine Seite. Schon verließen die ersten tödlichen Salven meine Blaster. Ich traf die ersten beiden Echsen mitten im Gesicht. Völlig mechanisch entleerte ich die beiden Magazine noch bevor der Gegner auch nur einen Schuss auf mich abgeben konnte. Die erste Waffe gab nach acht Schuss den Geist auf. Das zweite Magazin war nach 12 Schüssen leer. Da hatte ich gut geschätzt, 20 Schuss, 20 Treffer, 20 Tote. Blieben noch 30.Ich ließ die unbrauchbaren Blaster einfach fallen und zog in einer fließenden Bewegung die beiden Vibro-Klingen noch bevor die Handfeuerwaffen zu Boden vielen. Die etwa 30 cm langen Klingen schmiegten sich sanft an meine Hände, als ob sie dort schon immer hingehörten. Die Messer vibrierten mit zwanzigtausend Schwingungen in der Sekunde und erfüllten die Luft mit einem lauten Surren. Mein Schrei verstummte, denn ich hatte die ersten Leichen passiert und die nächsten Gegner bereits ins Auge gefasst. Der feindliche Trupp schien noch immer wie paralysiert. Noch immer hatte keiner das Feuer eröffnet. Augenblicklich später war ich auch schon unter Ihnen. Dann brach die Hölle aus und das Blutbad begann. Ich ließ mich aus vollem Lauf auf die Knie fallen und rutschte zwischen zwei Echsen hindurch. Dabei schnitt ich Ihnen die Bäuche auf. Sofort ergossen sich die Innereien auf dem Gangboden und ich nahm einen unangenehmen Geruch war. Ach, wie ich diesen Geruch liebte. Noch bevor meine Rutschpartie endete, sprang ich auf die Beine, nur um die Vibro-Klingen den nächsten zwei Gegner in die Kehlen zu rammen. Gleichzeitig zertrümmerte ich einer Echse mit einem gezieltem Fußtritt den Brustkorb. Für Schusswaffen war mittlerweile kein Platz mehr. Zumal viele der Echsen Ihre Gewehre noch geschultert hatten. Langsam ließ allerdings ihre Gelähmtheit nach, denn ich konnte sehen, wie einige nun ebenfalls Ihre Messer zogen.
Aramis filterte meine Wahrnehmung von Geräuschen. So hörte ich lediglich das Bersten von Knochen, das Schmatzen von zerschnittenen Fleisches und das Summen der Klingen. Ich konzentrierte mich ausschließlich auf das, was vor mir lag. Was hinter mir geschah war nicht mehr von Bedeutung, denn hinter mir regierte nur noch der Tot. So kämpfte ich mich vor, Stück für Stück. Für jeden toten Feind rutschte ein neuer nach. Bis der Strom irgendwann versiegte und ich auch den letzten Mann nieder gezwungen hatte. Ich kann im nach hinein nicht mehr sagen, wie lange der Kampf andauerte oder wie es mir gelungen war, alle Gegner zu besiegen. Als ich wieder zu mir kam, blickte ich in das besorgte Gesicht der Kaiserin.
“Mein Gott John, was ist hier passiert?”, fragte sie mich und deutete den Gang hinter mir herunter. Der Rest der Leibgarde sicherte bereits die Umgebung ab. Ich schaute an der Kaiserin vorbei in den Gang. Der Anblick, der sich mir bot, war so schrecklich, dass ich diesen kaum beschreiben kann. Überall lagen Leichen, teilweise fürchterlich entstellt. Überall lagen Körperteile herum. Überall war Blut, auf dem Boden an den Wänden, ja sogar die Decke war voll davon. Gerüche von Eingeweiden, Erbrochenes und Exkrementen stießen einen scharf in die Nase.
Unfähig eine Antwort geben zu können, erhob ich mich. Ich brauchte keine Erholung, im Gegenteil ich war nicht einmal außer Atem gekommen. So hielt ich ihren Blick stand. “Weiter!”, war das einzige, was ich erwiderte, denn wir hatten es gleich geschafft.

Ojinaa
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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von Ojinaa » Do 18. Sep 2014, 11:38

Ich würde es nicht weiter lesen wollen: Zu viele Fehler, zu lange Absätze – der Erzählstil wiegt diese Nachteile nicht auf; er ist zwar nicht schlecht, aber eben noch nicht gut genug, um mich so mitzureißen, dass die Fehler nebensächlich würden.
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Arne Danikowski
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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von Arne Danikowski » Do 18. Sep 2014, 12:02

Hatte ich vergessen zu erwähnen. Das ist noch ein Entwurf. Also noch nicht beim Lektor gewesen

Ojinaa
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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von Ojinaa » Do 18. Sep 2014, 13:04

Ah! Deshalb! :) Nein im Ernst: Ich kann mir gut vorstellen, dass das Ganze funktioniert, wenn noch an einigen Details gefeilt wird und ein Korrektor die Fehler behebt.

Als Tipp würde ich schonmal mitgeben, dass du schon beim Entwurf bewusster mit Absätzen hantierst - die können ganz viel Ausdruck erzeugen, können Tempo machen oder etwas in vollem Lauf stoppen (wenn z. B. was Erschütterndes passiert) oder die empfundene Zeit tropfenweise vergehen lassen oder …

Ich habe den Eindruck, dass du ein gutes Grundgefühl für Textrhythmus mitbringst, das kannst du ausbauen. Spiele bewusster mit den Satzlängen! Mal ein Beispiel:

"Die Gänge der Raumstation waren nur etwa 3 Meter breit. Dies war mein entscheidender Vorteil. Durch die schiere Größe der Echsen, konnten maximal zwei Feinde nebeneinander stehen. So konnten höchsten vier Mann gleichzeitig auf mich feuern. Allerdings gab ich auch ein leichtes Ziel in diesem schmalen Gang ab. Ich musste die Blaster sehr vorsichtig einsetzen. Wir befanden uns mittlerweile am Rande der Raumstation. Ein Fehlschuss konnte ein Loch in die Außenwand reißen. In den dahinter liegenden Sektion herrscht Vakuum. Durch die Dekompression wären wir alle verloren. "

Kurze Sätze wirken wie starke Aussagen, wie Fazits und (innerhalb einer Handlungskette) wie markante Handlungspunkte. So ist "Dies war mein entscheidender Vorteil." eine Art "wichtiges Fazit" und deshalb zurecht ein kurzer, wenig strukturierter Satz. Danach kommt 1 Aussage, die du auf 2 Sätze verteilst und so doppelt wichtig machst - in Wirklichkeit ist das aber nur eine Erklärung, worin der Vorteil besteht. Dass er ein leichtes Ziel abgibt ist en relevanter Fakt - einfacher Satz. Dann kommt eine Aussage, die nichts mit "leichtes Ziel" zu tun hat und deshalb nicht so unvermittelt im gleichen Klang dort stehen sollte. Wenigstens ein "Außerdem" sollte da stehen und die Erklärung noch im selben Satz kommen: „… Gang ab. Außerdem musste ich beim Schießen aufpassen, dass ich kein Loch in die Wand riss, denn wir befanden uns im äußersten Bereich der Station und ein Fehlschuss konnte leicht eine Dekompression zur Folge haben. Das wäre unser aller Ende gewesen."


Je besser der Entwurf ist, desto einfacher wird später der Feinschliff …
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Arne Danikowski
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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von Arne Danikowski » Do 18. Sep 2014, 14:41

Vielen Dank für Dein Feedback. Ich werde einmal versuchen, das umzubauen, damit ich sehen kann, ob ich Dich richtig verstanden habe.

williwu
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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von williwu » Do 18. Sep 2014, 15:10

Für mich ist diese Mischung aus Fantasy und SF nichts, ich mag keine Weltraumkönige oder -kaiser und -imperien etc. Das ist so Flash-Gordon-like.
Davon abgesehen aber musst du, damit es überhaupt einigermaßen Spannung erzeugt, kürzen, kürzen, kürzen. SF-Autoren hatten schon immer die Tendenz, die Handlung mit viel Wissensvermittlung zu versetzen. Das war gerechtfertigt zu einer Zeit, als das allgemeine Wissen um solche Themen noch rudimentär war. Und es ist gerechtfertigt in harten SF, also solchen, bei denen die Science sehr wichtig ist und weniger Space Operas geschaffen werden sollten.

Ich gebe mal Beispiele für Sachen, die mir aufgefallen sind:
Die Not-Beleuchtung konnte die Umgebung nur spärlich ausleuchten. Für mich war das allerdings kein Problem.
Was soll der Leser damit anfangen? Wenn es kein Problem ist, dann erwähne es doch gar nicht erst. Ist es für die Begleiter ein Problem, dann erkläre das. Aber so ist das Streichfutter. Nebenbei: Füllwörter wie "allerdings" klingen laienhaft. "Für mich war das allerdings kein Problem." oder "Für mich war das kein Problem." - wo ist der Unterschied?
Fünf Meter vor der Abzweigung hob ich meinen rechten Arm und bildete mit der Hand eine Faust. Unser kleiner Trupp kam augenblicklich ins stocken.
Ich war bei der Bundeswehr und weiß, was taktische Zeichen sind. Aber vielleicht solltest du hier doch eher deutlich machen, was du meinst - für die Kriegsdienstverweigerer. "Fünf Meter vor der Abzweigung gab ich das Zeichen zum Anhalten." Das reicht völlig und sagt mehr aus. Oder meintst du das gar nicht? Wenn etwas stockt, dann hält es meist ungewollt an. Sollten die gar nicht halten? Unklar.
Ich drehte mich zum meinen Kameraden herum und legte den Zeigefinger meiner linken Hand über meine geschlossenen Lippen. Danach presse ich den Rücken an die linke Wand des Ganges und näherte mich langsam der Ecke.
Sind die Leute im Trupp Dilettanten? Dann ist der Erzähler verloren, als Profis sind sie sowieso leise. Es reicht aber auch, wenn du schreibst "Ich bedeutete dem Trupp, leise zu sein. Dann schlich ich zur Ecke."
Es gibt einen Tipp betr. Umstandswörtern: Bei der Überarbeitung erst mal alle streichen und dann wieder nur einsetzen, wenn sie absolut unverzichtbar sind. Der Sinn des Schleichens ist, nicht gehört zu werden. Demnach ist "lautes Schleichen" Quatsch. Wenn lautes Schleichen Quatsch ist, ist es auch Quatsch zu betonen, dass man leise schleicht. Man könnte auch sagen: doppelt gemobbelt. Oder Pleonasmus, so wie "runde Kugel" oder "nasses Wasser". Du verwendest viele Umstandswörter (Adjektive und Adverbien), die alle einer Überprüfung bedürfen.
Mich überkam ein ungutes Gefühl. In dem Gang vor uns war etwas. Ich konnte die Gefahr spüren. In jeder Zelle meines Körpers klingelten sämtliche Alarmglocken.
Hm, da schleicht dein Held und sein Trupp mit Waffen im Anschlag, also kampfbereit, herum und nähert sich allein einer offensichtlich gefährlichen Ecke. Und jetzt überkommt ihn ein ungutes Gefühl? Hat er sich vorher super gefühlt? "Ungut" ist eine Orwellsche Neusprechvokabel, aber die Menschen haben auch Worte wie "schlecht", "beschissen" und andere zur Verfügung.
... 400 Meter von der rettenden Shuttlebucht. Der Shuttle stand bereit und wartete nur darauf, uns aufzunehmen und in Sicherheit zu bringen. So nah und doch schien dieses Ziel unerreichbar. Die Kaiserin zu retten hatte oberste Priorität. Das war meine Aufgabe und nichts würde mich daran hindern können. Auch nicht diese kleine Armee. Nichts würde mich aufhalten können, die Frau zu retten, die ich vom ganzen Herzen liebte. Mich packte eine ...
Wenn die Shuttlebucht (was immer das ist) rettend ist, dann doch deshalb, weil dort ein Shuttle wartet und sie in Sicherheit bringen soll. Also schon wieder doppelt gemobbelt. Ja, da wollen die hin und können nicht. Das ist das gleiche wie "So nah und doch unerreichbar". Schon wieder doppelt gemobbelt. Glaub mir, die Leser, die das nicht von selbst erkennen, die lesen keine SF, die lesen Julia- oder Lassiter-Romane. Du steckst in einer angespannten Situation, drück das durch die Erzählweise aus, Wiederholungen machen den Text langsam und indifferent. Das kann stilistisch in anderen Situationen sinnvoll sein, hier nervt es. Noch mehr nervt aber, wenn ich nun nicht weiß: Wollen die sich retten oder wollen sie die Prinzessin retten? Haben sie Druck, weil sie in Gefahr sind oder die Prinzessin? Wie auch immer: Zwei Mal betonst du, dass deinen Helden nichts aufhält. Erzähl es nicht, zeig es. Der Typ denkt und denkt, statt etwas zu tun. Zwei Mal der fast gleiche Satz, schon wieder ein Tempodrossler, Streichfutter.
Die Entschlossenheit passt so überhaupt nicht zu der vorangegangenen Weinerlichkeit. Also fehlt dazwischen etwas wie "Ich gab mir einen Ruck." als Bindeglied zwischen der kurzen Resignation und der erneuten Aktivität.
So entstand mein Plan. Eigentlich war es gar kein richtiger Plan. Ich würde das tun, was ich immer tat. Ich würde das Hindernis einfach aus dem Weg räumen.
Ein Plan. Doch kein Plan. Er tut, was er immer tut. Also plant er ohne Plan das zu tun, was er immer tut, nämlich Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Warum dann Vorher die kurze Verzweiflung? Wozu der Motivationsschub. Ein Drittel deines Textes kannst du mit einem Satz ersetzen, etwa "Fünfzig bis an die Beißzangen bewaffnete Reptilien waren für mich doch kein Hindernis." oder so. Natürlich ist ein zweifelnder Held, der sich durch die Liebe motivieren lässt reizvoller. Dann lasse die hier zitierten Plattheiten weg. Mach daraus etwas wie: "Da wir auf Notenergie liefen, war es reichlich kalt. Ektotherme Wesen wie diese Kröten reagieren bei Kälte langsam. Das war unsere Chance..." Da hast du die SF-Klugscheißerei gleich mit drin, das ganze macht einfach mehr Spaß und Sinn. Und dein Held wirkt nicht wie ein tumber Haudrauf, sondern wie ein intelligenter Krieger.

Dann der Kram mit der kaputten Wand und der Leere des Weltraums. Das musst du doch nicht so elementar erklären, die Formulierungen von Ojinaa zeigen dir den richtigen Weg.

Hier mach ich mal Schluss. Vielleicht stellst du besser Passagen ein, die schon überarbeitet sind. Es macht keinen Spaß, etwas mit doch ziemlich vielen Fehlern zu lesen. Die Lektoren, die ich kenne, sind übrigens nicht dazu da, den Text zu überarbeiten. Die entscheiden auch, wie viel Arbeit man mit einem Text noch hat, das bedeutet nämlich Kosten. Nur als Anhaltswert: Pro Seite verlangt ein freiberuflicher Korrektor 2 bis 4 EUR, ähnlich werden auch die verlagsinternen Verrechnungssätze sein. Vielleicht hast du eine/n Bekannte/n mit größerer Grammatik- und Orthografiesicherheit, die dir den Gefallen kostenfrei tut?

Natürlich sind alle meine Anmerkungen nur meine Meinung, ich erhebe keinerlei Anspruch auf Richtigkeit.

Schöne Grüße
und viel Erfolg
Zuletzt geändert von williwu am Do 18. Sep 2014, 16:52, insgesamt 1-mal geändert.

Tinca tinca
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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von Tinca tinca » Do 18. Sep 2014, 16:51

Hallo Arne,

mir ist beim Überfliegen deines Textes der Widerspruch aufgefallen:"...Dabei schnitt ich ihnen die Bäuche auf.Sofort ergossen sich die Innereien auf den Gangboden und ich nahm einen unangenehmen Geruch wahr.Ach,wie ich diesen Geruch liebte..."

Wat'n nu-liebt dein Held den Geruch oder ist er ihm unangenehm?!

Ich kann mich Ojinaa und Williwu nur anschließen:Kurz und prägnant&Weniger ist mehr!
So liest sich das wie ein kommentiertes PC-Ballerspiel und das "Kopfkino"kommt viel zu kurz...

Liebe Grüße,

Tinca

@williwu

"Flash-Gordon-like" + "lautes Schleichen" :lol: Danke!

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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von williwu » Do 18. Sep 2014, 17:20

gelöscht wegen Doppelpost
Zuletzt geändert von williwu am Do 18. Sep 2014, 20:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von williwu » Do 18. Sep 2014, 17:21

Tinca tinca hat geschrieben:mir ist beim Überfliegen deines Textes der Widerspruch aufgefallen:"...Dabei schnitt ich ihnen die Bäuche auf.Sofort ergossen sich die Innereien auf den Gangboden und ich nahm einen unangenehmen Geruch wahr.Ach,wie ich diesen Geruch liebte..."

Wat'n nu-liebt dein Held den Geruch oder ist er ihm unangenehm?!
War mir nicht aufgefallen. Womöglich ist dieser Widerspruch gewollt? Dann solltest du bei solchen Sachen aber mehr am Text arbeiten. Du könntest es so formulieren: "Ich liebte den Gestank, den dieses Gekröse verbreitete..." und jeder Leser wird sofort verstehen, dass du natürlich nicht den Gestank selbst, aber das Signal, das er verbreitet, liebst, nämlich, dass ein Feind tot ist (über Moral und Ethik in SF beim Töten höherer Lebensformen reden wir jetzt mal nicht, so tief geht die Handlung deines Werks sicher nicht).
So liest sich das wie ein kommentiertes PC-Ballerspiel und das "Kopfkino"kommt viel zu kurz...
Yep, das trifft's genau.
"Flash-Gordon-like" + "lautes Schleichen" :lol: Danke!
Oh, gerne!

Tinca tinca
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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von Tinca tinca » Do 18. Sep 2014, 18:02

@williwu

"Ich liebte den Gestank,den dieses Gekröse verbreitete..."

So gefällt mir der Widerspruch! Vor allem,weil nicht nur im Fundus der 2000 meistgebrauchten Wörter"gewildert"wurde...
Der erste war eben unglücklich formuliert.

williwu
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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von williwu » Do 18. Sep 2014, 18:42

OFF TOPIC:

Ich liebe die Vielfalt der Worte, und manchmal sind ältere Begriffe es wert, durch Gebrauch erhalten zu werden: hanebüchen, rechtschaffen, gelitten usw.

Übrigens auch stocken, aber nur, wenn es passt, natürlich.

Jeder, der mehr als nur SMS schreibt, sollte ein Synonymwörterbuch haben und nutzen!

Schöne Grüße

Arne Danikowski
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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von Arne Danikowski » Fr 19. Sep 2014, 17:46

Vielen Dank für die vielen Anregungen und Meinungen. Ich habe den Text etwas überarbeitet und möchte das Ergebnis niemanden vorenthalten. Vielleicht ist es ja etwas besser geworden?

Wir schlichen den Gang entlang bis wir an einen Abzweig kamen. Fünf Meter vor der Abzweigung gab ich das Zeichen zum Halten und Leise sein. Mit dem Rücken zur Wand und näherte ich mich langsam der Ecke.
Ein kleiner gedanklicher Impuls an Aramis reichte und er stellte eine Verbindung zum Zentralcomputer der Überwachungsanlage der Station her. Augenblicklich konnte ich mit den Kameras und Sensoren der Station sehen.
Im vor uns liegenden Gang befand sich eine ganze vollbewaffnete Kampfeinheit dieser verdammten Echsen. Ich schätze die Zahl auf mindestens 50. Es war schon verrückt. Wir waren so weit gekommen, hatten so viele Gefahren bis hier her gemeinsam überstanden und nun trennten uns lediglich 400 Meter von der rettenden Shuttlebucht. Wieder mal das Ziel zum Greifen nahe und doch schien es unerreichbar. Meine oberste Priorität galt der Rettung der Kaiserin und nichts würde mich daran hindern können die Frau zu retten, die ich mit jeder Faser meines Körpers liebte. Auch nicht diese kleine Armee. Der Plan war einfach. Ich würde das tun, was ich immer tat: Hindernise einfach aus dem Weg räumen.

Behutsam zog ich meine beiden schweren Blaster aus den Halftern und überprüfte die Ladung der Energiezellen. Beide blinkten bereits rot. Ich schätzte die gesamt Kapazität auf höchstens 20 Schuss. Aber ich hatte ja auch noch die beiden Vibro-Klingen in meinen Stiefelschäften.

Die schmale Bauweise der Gänge war einer meiner entschiedenen Vorteile, denn es konnten immer nur zwei von diesen abscheulichen etwa zweieinhalb Meter großen Reptilien nebeneinander stehen. So konnten maximal nur vier Mann gleichzeitig auf mich feuern. Ein weiter Vorteil würde das Überraschungsmoment und meine biometrischen Aufrüstungen sein. Hier am Rande der Station war es extrem Kalt und würde die Reaktionen der Echsen verlangsamen. Alles in allem erwartete ich einen ausgeglichenen fairen Kampf. Wir befanden uns mittlerweile am Rande der Raumstation und ein Fehlschuss konnte eine Dekompression auslösen. Vorsicht war also angesagt.

Per Gedanken gab ich einen kurzen Funkspruch an mein Team und an die Kaiserin. Sie sollten sich ruhig verhalten und warten. Plötzlich rannte ich, die Waffen im Anschlag, laut schreiend um die Ecke direkt auf den Feind los. Zeitgleich verließen die ersten tödlichen Salven meine Blaster und trafen die ersten beiden Gegner mitten ins Gesicht. Völlig mechanisch entleerte ich die Magazine noch bevor auch nur einer der Echsen einen Schuss abfeuern konnte. Die erste Waffe gab nach acht Schuss den Geist auf, das zweite Magazin entleerte sich nach nach 12 Schüssen. Da hatte ich gut geschätzt, 20 Schuss, 20 Treffer, 20 Tote, 30 im Sinn.
Ich ließ die unbrauchbaren Blaster fallen und zog, noch bevor die Waffen zu Boden vielen, in einer fließenden Bewegung die beiden Vibro-Klingen. Die etwa 30 cm langen Messer schmiegten sich sanft an meine Hände, als ob sie dort schon immer hingehörten. Die Klingen vibrierten mit zwanzigtausend Schwingungen in der Sekunde und erfüllten die Luft mit einem lauten Surren.

Mein Schrei verstummte, denn ich hatte die ersten Leichen passiert und die nächsten Gegner bereits fixiert. Der feindliche Trupp schien noch immer wie paralysiert, denn noch immer hatte niemand das Feuer erwidert. Augenblicklich später war ich auch schon unter Ihnen und das Blutbad konnte beginnen. Ich ließ mich aus vollem Lauf auf die Knie fallen und rutschte zwischen zwei Echsen hindurch und schnitt ihnen die Bäuche auf. Sofort ergossen sich ihre Innereien auf dem Gangboden und ich nahm diesen herrlich stinkenden Geruch von Eingeweiden war. Noch bevor meine Rutschpartie endete, sprang ich wieder auf die Beine und rammte die Vibro-Klingen den nächsten zwei Gegner in die Kehlen. Gleichzeitig zertrümmerte ich einer Echse mit einem gezieltem Fußtritt den Brustkorb. Für Schusswaffen war mittlerweile kein Platz mehr. Der erste Schrecken schien überwunden zu ein, denn ich konnte beobachten, wie einige ebenfalls Ihre Messer zückten. Dabei überkam mich das pure Gefühl der Vorfreude.

Aramis filterte meine Wahrnehmung von Geräuschen. So hörte ich lediglich das Bersten von Knochen, das Schmatzen von zerschnittenen Fleisches und das Summen der Klingen. Ich konzentrierte mich ausschließlich auf das, was vor mir lag, denn hinter mir regierte nur noch der Tot.

So kämpfte ich mich Stück für Stück vor. Für jeden toten Feind rutschte ein lebender nach, bis der Strom irgendwann versiegte und ich auch den letzten Mann nieder gezwungen hatte. Ich kann im nach hinein nicht mehr sagen, wie lange der Kampf dauerte. Aber als ich wieder zu mir kam, blickte ich in das besorgte Gesicht der Kaiserin.
“Mein Gott John! Was ist hier passiert?”, fragte sie mich und deutete den Gang herunter. Der Rest der Leibgarde sicherte bereits die Umgebung ab. Ich schaute an der Kaiserin vorbei und der Anblick der sich mir bot, war so schrecklich, dass ich diesen kaum beschreiben kann. Überall lagen Leichen, teilweise fürchterlich entstellt. Wohin ich schaute lagen Körperteile herum und überall war Blut, an den Wänden, am Boden und an der Decke. Gerüche von Eingeweiden, Erbrochenes und Exkremente stießen mir scharf in die Nase.

Unfähig darauf eine Antwort geben zu können hielt ich ihren Blicken stand. “Weiter!”, war das einzige, was ich erwiderte, denn wir hatten es gleich geschafft.

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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von williwu » Fr 19. Sep 2014, 21:27

Es ist eine Approximation, aber - für mich, muss ich wiederholen - sie reicht noch lange nicht aus.
Arne Danikowski hat geschrieben:Wir schlichen den Gang entlang bis wir an einen Abzweig kamen. Fünf Meter vor der Abzweigung gab ich das Zeichen zum Halten und Leise sein. Mit dem Rücken zur Wand und näherte ich mich langsam der Ecke.
Also, wenn dein Trupp schleicht, dann ist er leise. Dafür gibt es kein Zeichen. Oder sind die vorher fröhlich johlend herumgeschlichen? Sind das tumbe Androiden, denen man jedes Mal genau erklären muss, wie sie einen Fuß vor den anderen setzen, damit sie gehen können?
Ist das "mit dem Rücken zur Wand" wichtig? Du schreibst ein Buch, kein Drehbuch. Und sogar da würde das frühestens der Regisseur entscheiden, evtl. aber auch erst die Schauspieler, wie er sich nähert. Überlass das doch der Fantasie deiner Leser. Lesen ist Kopfkino, bei dem jeder Leser selbst Regisseur ist. Er näherte sich - meinetwegen langsam oder vorsichtig - der Ecke. Warum tut er das eigentlich? Er hat doch die Möglichkeit, über den Zentalcomputer den Gang einzusehen. Wäre es da nicht sicherer, das erst zu tun, bevor er da heran kraucht? Wie ist das - wissen seine Feinde nichts von diesem ominösen Aramis und dem Zugang? Offenbar nicht, sonst hätten sie sich im folgenden sicherlich klüger verhalten. Falls aber doch, sollten sie das tun.
Ein kleiner gedanklicher Impuls an Aramis reichte und er stellte eine Verbindung zum Zentralcomputer der Überwachungsanlage der Station her. Augenblicklich konnte ich mit den Kameras und Sensoren der Station sehen.
Oder einfach: "Durch Aramis konnte ich über die Überwachungskameras den Gang einsehen." Wie schon gesagt, falls das mit Aramis (was immer das auch ist) bekannt ist, hätten die Feinde diese Anlage sicher lahmgelegt. Dann würde das Anschleichen auch wieder Sinn machen. Und können die nicht auch Aramis nutzen, also ihrerseits ihn beobachten? Dann sollte er tatsächlich einen Überraschungsangriff planen und sich nicht anschleichen...
Im vor uns liegenden Gang befand sich eine ganze vollbewaffnete Kampfeinheit dieser verdammten Echsen. Ich schätze die Zahl auf mindestens 50.
Oder einfach: "Ungefähr fünfzig "(Zahlen besser ausschreiben, sieht einfach besser aus) "schwer bewaffnete Echsen lauerten dort auf uns."
Es war schon verrückt. Wir waren so weit gekommen, hatten so viele Gefahren bis hier her gemeinsam überstanden und nun trennten uns lediglich 400 Meter von der rettenden Shuttlebucht. Wieder mal das Ziel zum Greifen nahe und doch schien es unerreichbar. Meine oberste Priorität galt der Rettung der Kaiserin und nichts würde mich daran hindern können die Frau zu retten, die ich mit jeder Faser meines Körpers liebte. Auch nicht diese kleine Armee. Der Plan war einfach. Ich würde das tun, was ich immer tat: Hindernise einfach aus dem Weg räumen.
Oder einfach: "Wir waren so weit gekommen, ich wollte mich jetzt nicht mehr aufhalten lassen. Wegen der Frau, die ich liebte" ("Kaiserin" klingt zu distanziert) "und auch, weil diese Kröten einfach lernen mussten, dass sie für uns nicht mehr als Ungeziefer waren, dass man aus dem Weg räumte."
Behutsam zog ich meine beiden schweren Blaster aus den Halftern und überprüfte die Ladung der Energiezellen. Beide blinkten bereits rot. Ich schätzte die gesamt Kapazität auf höchstens 20 Schuss. Aber ich hatte ja auch noch die beiden Vibro-Klingen in meinen Stiefelschäften.
Oder: "Die roten Blinklichter an der Ladekontrolle meiner Blaster zeigten mir, dass die Energiezellen fast am Ende waren. Egal, für zwanzig der Biester würde es noch reichen."
Die schmale Bauweise der Gänge war einer meiner entschiedenen Vorteile, denn es konnten immer nur zwei von diesen abscheulichen etwa zweieinhalb Meter großen Reptilien nebeneinander stehen. So konnten maximal nur vier Mann gleichzeitig auf mich feuern. Ein weiter Vorteil würde das Überraschungsmoment und meine biometrischen Aufrüstungen sein. Hier am Rande der Station war es extrem Kalt und würde die Reaktionen der Echsen verlangsamen. Alles in allem erwartete ich einen ausgeglichenen fairen Kampf. Wir befanden uns mittlerweile am Rande der Raumstation und ein Fehlschuss konnte eine Dekompression auslösen. Vorsicht war also angesagt.
Oder: "Es war kalt, dadurch konnten die Reptilien nur langsam reagieren. Das war mein Vorteil. Der Nachteil war, dass die Wand am Ende des Ganges eine Außenwand war. Die durfte ich nicht treffen. Der Gang war schmal, ich konnte also allein genauso viel ausrichten wie der ganze Trupp. So konnte es sein, dass sich die Viecher gegenseitig im Weg standen, den Fehler mussten wir ja nicht auch machen. Aber wenn ich ehrlich war, wollte ich die anderen vor allem deshalb nicht gefährden, weil es meine Angelegenheit war, meine Schlacht. Es war ja auch meine große Liebe. Die anderen dafür sterben zu lassen, war unfair."
Per Gedanken gab ich einen kurzen Funkspruch an mein Team und an die Kaiserin. Sie sollten sich ruhig verhalten und warten.
Musst du das mit den Gedanken jedes Mal erwähnen? Erkläre das doch vorher einmal, wenn diese Technik das erste Mal auftritt. Danach wissen die Leser, wie das funzt. Wenn du es dennoch ewähnen musst, dann käme der Fachbegriff "telephatisch" besser. Vielleicht trennst das mit dem Trupp und der Kaiserin? Trupp: " Ich informierte die anderen über Aramis, dass ich alleine vorgehen würde. Falls es schief ginge, sollten sie fliehen und ihr Leben retten." Das macht deinen Helden symphatisch und verantwortungsvoll.
Das mit der Kaiserin, verdammt, der Typ ist doch verliebt, der ist nicht aus Stein. Darum geht es doch. Also spätestens hier musst du den narrativen Stil verlassen und in den Dialog wechseln. Erklär ihr deine Liebe (also die deines Helden), lass sie antworten, dass er das nicht tun soll, lieber würde sie sterben, lass sie sich telephatisch küssen, was weiß ich, rühr deine Leser zu Tränen, aber, um Himmels willen, du informierst doch den Sinn deines Lebens nicht einfach so, dass du jetzt mal kurz gegen fünfzig Gegner antrittst. Sag deinen Lesern nicht "ich liebe sie", sondern lass sie es spüren. Sonst hat das Ganze keinen Sinn.
Plötzlich rannte ich, die Waffen im Anschlag, laut schreiend um die Ecke direkt auf den Feind los. Zeitgleich verließen die ersten tödlichen Salven meine Blaster und trafen die ersten beiden Gegner mitten ins Gesicht. Völlig mechanisch entleerte ich die Magazine noch bevor auch nur einer der Echsen einen Schuss abfeuern konnte. Die erste Waffe gab nach acht Schuss den Geist auf, das zweite Magazin entleerte sich nach nach 12 Schüssen. Da hatte ich gut geschätzt, 20 Schuss, 20 Treffer, 20 Tote, 30 im Sinn.
"Plötzlich" ist passiv. Das heißt, du kannst das Wort verwenden, wenn der Erzähler überrascht wird, aber nicht, wenn er selbst andere überrascht. Wie wäre es mit sowas wie: "Ich machte die Augen zu und atmete tief durch den Mund." (Spannung aufbauen, Ruhe vor dem Sturm) "Dann zählte ich bis drei, stürmte los und ballerte mit den Blastern in den Gang, ohne hinzusehen." Dein Held ballert, die Geschosse verlassen nicht seine Waffen. Dein Held ist es, der agiert, nicht die Geschosse. Salven sowieso nicht, zwölf Schuss sind höchstens eine Salve. Der letzte Satz mit der kleinen Kopfrechnerei ist wirklich gut.
Ich ließ die unbrauchbaren Blaster fallen und zog, noch bevor die Waffen zu Boden vielen, in einer fließenden Bewegung die beiden Vibro-Klingen. Die etwa 30 cm langen Messer schmiegten sich sanft an meine Hände, als ob sie dort schon immer hingehörten. Die Klingen vibrierten mit zwanzigtausend Schwingungen in der Sekunde und erfüllten die Luft mit einem lauten Surren.
Für so was hast du doch keine Zeit. Deine Extensiven Beschreibungen nehmen Tempo raus, der Leser bekommt alles in Extra-langsam-Zeitlupe zu lesen. Da schmiegt sich was, das soundso lang ist, da guckst du, was wann wie schnell fällt, da hörst du auf das Summen und kennst die Schwingungsamplitude. Gleich machst du eine Gedicht aus diesen lyrischen Anwandlungen. Wo ist die Action? "Ich ließ die Blaster fallen und zog die Vibrodingsbums. Mit diesen Schlagwaffen (oder Fechtwaffen oder was auch immer, sonst einfach "damit") in der Hand lief ich auf den Rest des Trupps zu." Das reicht, mehr muss und will niemand wissen.
Mein Schrei verstummte, denn ich hatte die ersten Leichen passiert und die nächsten Gegner bereits fixiert. Der feindliche Trupp schien noch immer wie paralysiert, denn noch immer hatte niemand das Feuer erwidert. Augenblicklich später war ich auch schon unter Ihnen und das Blutbad konnte beginnen.
Oder: "Ich hatte keine Zeit..." (das betont die Action, ist ein alter Trick) "...mich zu wundern, warum noch kein Gegner reagiert hatte. Mir konnte es nur Recht sein, dass sie still da standen und darauf warteten, dass ich ihnen die Echsenköpfe von den grünen Leibern schlug."
Ich ließ mich aus vollem Lauf auf die Knie fallen und rutschte zwischen zwei Echsen hindurch und schnitt ihnen die Bäuche auf. Sofort ergossen sich ihre Innereien auf dem Gangboden und ich nahm diesen herrlich stinkenden Geruch von Eingeweiden war. Noch bevor meine Rutschpartie endete, sprang ich wieder auf die Beine und rammte die Vibro-Klingen den nächsten zwei Gegner in die Kehlen. Gleichzeitig zertrümmerte ich einer Echse mit einem gezieltem Fußtritt den Brustkorb. Für Schusswaffen war mittlerweile kein Platz mehr. Der erste Schrecken schien überwunden zu ein, denn ich konnte beobachten, wie einige ebenfalls Ihre Messer zückten. Dabei überkam mich das pure Gefühl der Vorfreude.
Du lässt dich nicht fallen, du fällst. Dein Held ist es, der agiert. Besser noch, er springt, als sich fallen zu lassen. Der lässt gar nichts mit sich machen, er ist es, der etwas macht. Er nimmt auch nicht wahr, er riecht oder schmeckt oder sieht. Vielleicht gönnt er sich sogar einen kurzen Augenblick, um den Gestank extra aufzunehmen. Der Schrecken schien nicht überwunden zu sein, sondern "Endlich rissen die letzten Kröten ihre Messer aus dem Gürtel. Gut so, bisher war es auch zu einfach gewesen." Ich verstehe zwar nicht, warum es nicht gehen soll, zu schießen (also als Echse), aber wenn du meinst.
Aramis filterte meine Wahrnehmung von Geräuschen. So hörte ich lediglich das Bersten von Knochen, das Schmatzen von zerschnittenen Fleisches und das Summen der Klingen. Ich konzentrierte mich ausschließlich auf das, was vor mir lag, denn hinter mir regierte nur noch der Tot.
Würde ich komplett weglassen. Du bist in einer Situation, in der du nicht so kompliziertes Zeugs denken kannst. Deine Leser sollen atemlos sein und nicht philosophieren.
So kämpfte ich mich Stück für Stück vor. Für jeden toten Feind rutschte ein lebender nach, bis der Strom irgendwann versiegte und ich auch den letzten Mann nieder gezwungen hatte. Ich kann im nach hinein nicht mehr sagen, wie lange der Kampf dauerte. Aber als ich wieder zu mir kam, blickte ich in das besorgte Gesicht der Kaiserin.
Hä? Stand die einfach hinter diesem Trupp? Was soll das denn? Oder wolltest du andeuten, dass er ihn Ohnmacht gefallen war? Nee, das geht so nicht. Erst mal muss der letzte Gegner ihm einen schweren Kampf liefern, der darf gerne lange dauern und detailliert ausgekostet werden, aber ohne Passivformen, ohne Partizipien und immer spannend. Und am Ende, da sieht er, wie der Frosch mit durchtrennter Kehler (oder was dir besser gefällt) umkippt, bevor es selbst schwarz vor seinen Augen wird. Ein Held ist doch jemand, der es schwer hat. Also mach es ihm schwer, lass ihn nicht siegen, ohne dass er richtig kämpft.
“Mein Gott John! Was ist hier passiert?”, fragte sie mich und deutete den Gang herunter. Der Rest der Leibgarde sicherte bereits die Umgebung ab. Ich schaute an der Kaiserin vorbei und der Anblick der sich mir bot, war so schrecklich, dass ich diesen kaum beschreiben kann. Überall lagen Leichen, teilweise fürchterlich entstellt. Wohin ich schaute lagen Körperteile herum und überall war Blut, an den Wänden, am Boden und an der Decke. Gerüche von Eingeweiden, Erbrochenes und Exkremente stießen mir scharf in die Nase.
Du magst es schon recht eklig, was? Na, egal. Aber, in Abwandlung an Lewis Carroll, sage ich: Sage nicht, es war schrecklich, sondern beschreib es so, dass die Leser sagen "Oh, wie schrecklich!". Oder lass ihn zynisch sein (er ist ja sowieso schon ein recht seelen- und gewissenloser Typ, ein Mike Hammer des Weltraums, also lass ihn die Auserkorene abknutschen inmitten des Matsches.
Unfähig darauf eine Antwort geben zu können hielt ich ihren Blicken stand. “Weiter!”, war das einzige, was ich erwiderte, denn wir hatten es gleich geschafft.
Nee, der liebt sie nicht.

Und zum Schluss noch mal zur Erinnerung: Ich schreibe so, wie ich es tue, damit es packender, intensiver wirkt. Aber natürlich ist das alles nur ein Ratschlag, wie der Text sein müsste, damit ich ihn lesen würde, wenn es überhaupt mein Genre wäre. Ich will ganz bestimmt nicht deine Geschichte für dich schreiben.

Schöne Grüße

Arne Danikowski
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Registriert: Di 16. Sep 2014, 16:21

Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von Arne Danikowski » Mi 24. Sep 2014, 13:56

Danke für die Anregungen. Es ist sicherlich schwer, aus einer Leseprobe den Zusammenhang zu versehen.
Vielleicht hier ein paar Erklärungen.

Also, niemand weiß um die Verbindung von Aramis und Johnson. Bei Aramis handelt es sich um eine Entität mit erstaunlichen Fähigkeiten, die eine Symbiose mit dem Romanhelden eingegangen ist. Laut Abmachung zwischen den beiden, darf niemand von dieser erfahren. Die Hintergründe dafür werden an anderer Stelle erklärt.

Johnson ist ein Leibgardist, der ohne sein Team mit seinem Schützling auf einer Raumstation gestrandet ist. Mit einem zusammen gewürfelten Team muss er um das Überleben der Kaiserin kämpfen.
Oder einfach: "Durch Aramis konnte ich über die Überwachungskameras den Gang einsehen." Wie schon gesagt, falls das mit Aramis (was immer das auch ist) bekannt ist, hätten die Feinde diese Anlage sicher lahmgelegt. Dann würde das Anschleichen auch wieder Sinn machen. Und können die nicht auch Aramis nutzen, also ihrerseits ihn beobachten? Dann sollte er tatsächlich einen Überraschungsangriff planen und sich nicht anschleichen.
Da übertreibe ich es wohl ab und an. Es gestaltet sich als schwieriger wie angenommen, die Konversationen mit Aramis zu gestalten.
Oder einfach: "Ungefähr fünfzig "(Zahlen besser ausschreiben, sieht einfach besser aus) "schwer bewaffnete Echsen lauerten dort auf uns."
Da war ich mir nicht sicher, Zahlen auszuschreiben sieht aber in der Tat besser aus. Ich finde es auch besser, aus den beiden Sätzen nur einen einzigen zu machen.
Oder einfach: "Wir waren so weit gekommen, ich wollte mich jetzt nicht mehr aufhalten lassen. Wegen der Frau, die ich liebte" ("Kaiserin" klingt zu distanziert) "und auch, weil diese Kröten einfach lernen mussten, dass sie für uns nicht mehr als Ungeziefer waren, dass man aus dem Weg räumte."
In dieser Passage fehlen dem Leser Hintergrundinformationen. Die Menschheit liegt schon lange im Krieg mit diesen Echsen. Der Johnson ist klischeehaft der exzellente perfekte Soldat. Bei der Arbeit immer professionell. Seine Defizite liegen im sozialen Bereich, vor allem im Umgang mit Frauen. Hinzu kommt, das die Liebe zur Kaiserin eine verbotene Liebe ist und bis zu diesem Zeitpunkt der Geschichte noch eine einseitige. Es ist nicht so, als wenn die Kaiserin meinen Helden nicht ebenfalls lieben würde, aber auch für sie ist es eine verbotene Liebe.
Oder: "Es war kalt, dadurch konnten die Reptilien nur langsam reagieren. Das war mein Vorteil. Der Nachteil war, dass die Wand am Ende des Ganges eine Außenwand war. Die durfte ich nicht treffen. Der Gang war schmal, ich konnte also allein genauso viel ausrichten wie der ganze Trupp. So konnte es sein, dass sich die Viecher gegenseitig im Weg standen, den Fehler mussten wir ja nicht auch machen. Aber wenn ich ehrlich war, wollte ich die anderen vor allem deshalb nicht gefährden, weil es meine Angelegenheit war, meine Schlacht. Es war ja auch meine große Liebe. Die anderen dafür sterben zu lassen, war unfair."
Hier sehe ich es auch so, dass die Beweggründe für Johnson fehlen, warum er das alleine durchziehen will. Seine Begleiter sind für solche Einsätze nicht ausgebildet und Johnson befürchtet, sie könnten verletzt oder gar getötet werden. Außerdem würden Sie nur im Weg stehen. Dann hat er Aufrüstungen, die nur Leibgardisten besitzen und noch einige mehr durch Aramis.
Per Gedanken gab ich einen kurzen Funkspruch an mein Team und an die Kaiserin. Sie sollten sich ruhig verhalten und warten.
Hier bedient sich Johnson seines implantierten Funkgerätes. Es stellt sich mir die Frage, wie ich es auseinander halten soll, ob die Kommunikation durch Aramis oder durch Technik zu erfolgt.
"Plötzlich" ist passiv. Das heißt, du kannst das Wort verwenden, wenn der Erzähler überrascht wird, aber nicht, wenn er selbst andere überrascht. Wie wäre es mit sowas wie: "Ich machte die Augen zu und atmete tief durch den Mund." (Spannung aufbauen, Ruhe vor dem Sturm) "Dann zählte ich bis drei, stürmte los und ballerte mit den Blastern in den Gang, ohne hinzusehen." Dein Held ballert, die Geschosse verlassen nicht seine Waffen. Dein Held ist es, der agiert, nicht die Geschosse. Salven sowieso nicht, zwölf Schuss sind höchstens eine Salve. Der letzte Satz mit der kleinen Kopfrechnerei ist wirklich gut
Danke für den Hinweis. Deine Version gefällt mir besser :mrgreen:
Für so was hast du doch keine Zeit. Deine Extensiven Beschreibungen nehmen Tempo raus, der Leser bekommt alles in Extra-langsam-Zeitlupe zu lesen. Da schmiegt sich was, das soundso lang ist, da guckst du, was wann wie schnell fällt, da hörst du auf das Summen und kennst die Schwingungsamplitude. Gleich machst du eine Gedicht aus diesen lyrischen Anwandlungen. Wo ist die Action? "Ich ließ die Blaster fallen und zog die Vibrodingsbums. Mit diesen Schlagwaffen (oder Fechtwaffen oder was auch immer, sonst einfach "damit") in der Hand lief ich auf den Rest des Trupps zu." Das reicht, mehr muss und will niemand wissen.
Für Johnson läuft es auch fast wie in Zeitlupe ab. Die Stelle muss ich noch überarbeiten, weil sie mir auch nicht so gut gefällt.
Oder: "Ich hatte keine Zeit..." (das betont die Action, ist ein alter Trick) "...mich zu wundern, warum noch kein Gegner reagiert hatte. Mir konnte es nur Recht sein, dass sie still da standen und darauf warteten, dass ich ihnen die Echsenköpfe von den grünen Leibern schlug."
Schön dass Du es auch brutal und ekelig magst :wink:
Du lässt dich nicht fallen, du fällst. Dein Held ist es, der agiert. Besser noch, er springt, als sich fallen zu lassen. Der lässt gar nichts mit sich machen, er ist es, der etwas macht. Er nimmt auch nicht wahr, er riecht oder schmeckt oder sieht. Vielleicht gönnt er sich sogar einen kurzen Augenblick, um den Gestank extra aufzunehmen. Der Schrecken schien nicht überwunden zu sein, sondern "Endlich rissen die letzten Kröten ihre Messer aus dem Gürtel. Gut so, bisher war es auch zu einfach gewesen." Ich verstehe zwar nicht, warum es nicht gehen soll, zu schießen (also als Echse), aber wenn du meinst.
Hier muss ich wohl noch etwas Hausaufgaben machen
Würde ich komplett weglassen. Du bist in einer Situation, in der du nicht so kompliziertes Zeugs denken kannst. Deine Leser sollen atemlos sein und nicht philosophieren.
Für Johnson ist der Kampf Philosophie.
Hä? Stand die einfach hinter diesem Trupp? Was soll das denn? Oder wolltest du andeuten, dass er ihn Ohnmacht gefallen war? Nee, das geht so nicht. Erst mal muss der letzte Gegner ihm einen schweren Kampf liefern, der darf gerne lange dauern und detailliert ausgekostet werden, aber ohne Passivformen, ohne Partizipien und immer spannend. Und am Ende, da sieht er, wie der Frosch mit durchtrennter Kehler (oder was dir besser gefällt) umkippt, bevor es selbst schwarz vor seinen Augen wird. Ein Held ist doch jemand, der es schwer hat. Also mach es ihm schwer, lass ihn nicht siegen, ohne dass er richtig kämpft.
Damit wollte ich ausdrücken, dass Johnson alle mechanisch niedermäht. Sich völlig im Kampf verloren hat und seine Umwelt nicht mehr bewusst wahrnimmt. Einen Endboss Gegner hatte ich im Kapitel vorher schon, daher wollte ich es mir hier sparen.
Du magst es schon recht eklig, was? Na, egal. Aber, in Abwandlung an Lewis Carroll, sage ich: Sage nicht, es war schrecklich, sondern beschreib es so, dass die Leser sagen "Oh, wie schrecklich!". Oder lass ihn zynisch sein (er ist ja sowieso schon ein recht seelen- und gewissenloser Typ, ein Mike Hammer des Weltraums, also lass ihn die Auserkorene abknutschen inmitten des Matsches.
Werde ich mal versuchen.
Nee, der liebt sie nicht.
Und wie, mehr als alles andere im Universum.
Und zum Schluss noch mal zur Erinnerung: Ich schreibe so, wie ich es tue, damit es packender, intensiver wirkt. Aber natürlich ist das alles nur ein Ratschlag, wie der Text sein müsste, damit ich ihn lesen würde, wenn es überhaupt mein Genre wäre. Ich will ganz bestimmt nicht deine Geschichte für dich schreiben.
Das hatte ich auch nicht angenommen, dass Du meine Geschichte schreiben wolltest. :mrgreen: Aber für Feedback, Anregungen und Kretiki bin ich sehr dankbar.
Mir ist klar, dass man es nicht jedem recht machen kann. Dem einen sind es zu viele Beschreibungen, dem anderen sind es zu wenige. Die goldene Mitte zu finden ist der Weg, den ich finden möchte.

freundlichen Gruß

williwu
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Re: Leseprobe aus "Die John Johnson Chroniken"

Beitrag von williwu » Mi 24. Sep 2014, 15:22

Ja, das mit dem Zusammenhang ist so ne Sache. Abgesehen davon, nee, ich bin kein Splatter-Freund, doch liegt es mir fern, nicht zu tolerieren, wenn andere das mögen. Aber wenn, dann bitte richtig. Abgesehen davon bin ich immer für einen Realstil, und wenn nun jemandem der Kopf abgeschlagen gehört, dann doch nicht so, dass es nett aussieht, das ist Mist. Und ihm nur deswegen den Kopf nicht abzuschlagen, damit es nicht nicht nett zugeht, ist auch Mist.

Was mir am Herzen liegt, viel mehr als das Inhaltliche, ist das Handwerkliche des Schreibens. Und das ist - zwar abhängig von Genre, Zeitstil und Idividualstil - gültig für alle literarischen Werke. Man kann jeden Schwachsinn gut schreiben und die tiefsten, wertvollsten Gedanken so, dass niemand sie lesen mag. Oder anders: Ich finde, dass ein Schriftsteller ein Dienstleister ist, der sein Produkt so gestalten muss, dass die Kunden befriedigt werden. Jedenfalls, wenn man eine Veröffentlichung anstrebt.

Außerdem, wer sagt, dass Helden immer nett sein müssen?

Ich wünsche dir, dass du viele Leser findest,

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