Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

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Pharo
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Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von Pharo » Mi 18. Jun 2008, 13:33

Frauen lesen keine Science-Fiction, und ich versteh das überhaupt nicht! (Die Käufer meines Buches waren bis dato größtenteils Männer, soweit ich das beurteilen kann, obwohl eine der Hauptfiguren eine Frau ist. Danke Jungs! Soll noch einer sagen, Männer könnten sich nicht ins andere Geschlecht hineindenken!)

Trotzdem: Frauen lesen doch auch gern Krimis oder psychologischen Beziehungskram, aber sobald Begriffe wie TacSuit, Duroliquid oder Exo-Thermit auftauchen, zucken sie zurück, als bekämen sie davon einen Ausschlag!

Mein Appell an die Frauen: Bitte um Aufklärung. Mich interessiert eure Sichtweise sehr!

Vielen Dank,

Miriam
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Es ist ein Thriller. Es ist Science Fiction, aber es könnte auch schon morgen sein!

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Myra
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Beitrag von Myra » Do 26. Jun 2008, 15:04

Wie kann man das so verallgemeinern?

Ich bin eine Frau und ich lese Science-Fiction. Aber gut muss sie sein :-)

Pharo
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Beitrag von Pharo » Do 26. Jun 2008, 16:34

Hallo Myra,

danke für deine Antwort. Wie schön, eine Frau, die SF mag. Ich kenne wirklich keine einzige Frau aus meinem gesamten Bekanntenkreis, die SF liest. Ich steh da allein auf weiter Flur!

Die meisten tendieren eher zu Fantasy à la Marion Zimmer Bradley oder zu Krimis. So weit ich das in anderen Foren eruieren konnte, liegt das vor allem am technischen Aspekt und an den düsteren Stimmungen vieler SF-Stories.

Frauen mögen es bunt! (das ist nicht von mir, das ist das Originalzitat einer Frau aus einem anderen Forum) :lol:
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Myra
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Beitrag von Myra » Do 26. Jun 2008, 16:55

Ich liebe gerade die oftmals düstere Stimmung. Soll aber nicht heißen, das ich ausschließlich SF lese - ich brauche immer ein bisschen Abwechslung :wink:

Vermutlich schließt es sich aber tatsächlich aus, das eine Frau, die die bunten neuen Frauenromane ala Schnäppchenjägerin liest, auch SF liest.

Ich für meinen Teil kann mit diesen Romanen nichts anfangen.
Aber ich mische gerne SF, Krimis und Klassiker. Einmal im Jahr lese ich auch einen historischen Roman, wenn ich denn dann mal einen guten finde :shock:

Nur SF lesen, würde mich wohl auf Dauer schwermütig machen ;-) Man denkt zu oft, was gibt es wohl noch außerhalb unseres Universums und was kommt nach unserer Zeit auf der Erde.

Immer wieder lesen könnte ich den Flusswelt-Zyklus von P.J.Farmer.

Pharo
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Beitrag von Pharo » Do 26. Jun 2008, 17:22

Myra hat geschrieben:Vermutlich schließt es sich aber tatsächlich aus, das eine Frau, die die bunten neuen Frauenromane ala Schnäppchenjägerin liest, auch SF liest.
:oops: Ich habe die Schnäppchenjägerin gelesen und fand sie zwar nicht so dolle. Dafür lese ich aber gerne Romane von Susan Elizabeth Phillips. Und da geht es sehr bunt zu. Na ja, ich bin eben ein hoffnungslos romantischer Mensch! Es liegt auch sicher daran, dass ich viel und gern lesen. Hauptsache gut! Krimis und Thriller mag ich auch, von Minette Walters über Michael Connelly bis hin zu Jeffery Deaver. Mir geht es also wie dir, ich brauch Abwechslung!

Den Flusswelt-Zyklus von P.J.Farmer kannte ich gar nicht. Hab auch gleich auf amazon geschaut. Klingt spannend! Werd ich auf jeden Fall vormerken!
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Myra
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Beitrag von Myra » Do 26. Jun 2008, 18:03

Ist doch nicht schlimm ;-) Jeder so wie er/sie mag.

Ich kann so romantischen Geschichten einfach nichts abgewinnen, weder als Buch noch im Film. Es gibt nur ganz, ganz, ganz wenige Ausnahmen ;-)

Ich bin gespannt, was du zu der "Flusswelt" sagst. Ich finde die Idee höchst spannend, das Menschen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf der Erde lebten, aufeinander treffen. Wohlwissend, das der andere zum Beispiel zu Lebzeiten ein Dikatator oder Mörder war.

Sir Richard Francis Burton, der englische Forschungsreisende, Literat und Abenteurer, hatte vergeblich versucht, die Quellen des Nils zu entdecken, hatte "Tausendundeine Nacht" ins Englische übersetzt und war der erste Europäer, der, als Mohammedaner verkleidet, Mekka und Medina besuchte.

Er war zeit seines Lebens kein gläubiger Mensch gewesen. Als er 1890 in Tries einer Herzattacke erlag, glaubte er gewiß nicht an ein Leben nach dem Tode. Er sollte sich getäuscht haben.

Wenig später erwacht er in einer "Wiederbelebungsanlage" in einem Raum fern der Erde, und kurze Zeit später findet er sich in einer Flußlandschaft wieder, in der alle Menschen, die seit dem Urbeginn der Rasse bis zum Ende des 20. Jhd. existiert haben, nach ihrer Wiedererweckung angesiedelt wurden.

Burton gibt sich mit der bloßen Tatsache seiner Wiedergeburt nicht zufrieden. Er will herausfinden, wer ihn um seinen Tod betrogen hat und wer mit der menschlichen Rasse diese groteske Posse treibt. Zusammen mit einer ehrenwerten Lady, einem frühmenschlichen Kannibalen und weiteren Begleitern aus anderen irdischen Gegenden und Epochen macht er sich auf, der Sache nachzugehen...

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Beitrag von Pharo » Do 26. Jun 2008, 18:12

Myra hat geschrieben:Sir Richard Francis Burton, der englische Forschungsreisende, Literat und Abenteurer, hatte vergeblich versucht, die Quellen des Nils zu entdecken, hatte "Tausendundeine Nacht" ins Englische übersetzt und war der erste Europäer, der, als Mohammedaner verkleidet, Mekka und Medina besuchte.

Er war zeit seines Lebens kein gläubiger Mensch gewesen. Als er 1890 in Tries einer Herzattacke erlag, glaubte er gewiß nicht an ein Leben nach dem Tode. Er sollte sich getäuscht haben.

Wenig später erwacht er in einer "Wiederbelebungsanlage" in einem Raum fern der Erde, und kurze Zeit später findet er sich in einer Flußlandschaft wieder, in der alle Menschen, die seit dem Urbeginn der Rasse bis zum Ende des 20. Jhd. existiert haben, nach ihrer Wiedererweckung angesiedelt wurden.

Burton gibt sich mit der bloßen Tatsache seiner Wiedergeburt nicht zufrieden. Er will herausfinden, wer ihn um seinen Tod betrogen hat und wer mit der menschlichen Rasse diese groteske Posse treibt. Zusammen mit einer ehrenwerten Lady, einem frühmenschlichen Kannibalen und weiteren Begleitern aus anderen irdischen Gegenden und Epochen macht er sich auf, der Sache nachzugehen...
Wow, auf eine solche Idee muss man erst mal kommen! Solche Autoren beneide ich wirklich um ihre unglaubliche Kreativität. Vor allem verlangt das sehr viel Recherche, historisch gesehen, vor allem, wenn er Menschen aus den unterschiedlichsten Epochen zusammenbringt Cool! Also, auf meine Liste kommt das ganz oben hin! :D
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Beitrag von Aeria » Sa 5. Jul 2008, 21:21

Myra hat geschrieben:Wie kann man das so verallgemeinern?

Ich bin eine Frau und ich lese Science-Fiction. Aber gut muss sie sein :-)
Das unterschreibe ich komplett.
Ich liebe die Science-Fiction! Zwar lese ich auch viel Fantasy und gelegentlich einen Liebesroman, aber die SF geht immer vor.

Erst vor ein paar Wochen habe ich in einer autorenbegleiteten Leserunde den letzten Band der "Diamant"-Trilogie von Andreas Brandhorst gelesen und vor ein paar Tagen "Alien Earth. Phase 2" von Frank Borsch (der dritte Band erscheint hoffentlich bald!). Beides tolle Bücher, auch wenn sie sehr verschieden sind.
Ganz toll finde ich Dan Simmons, an den kommt in meinen Augen niemand heran, allein sein "Ilium" las ich viermal.

Ich kenne durchaus Frauen, die SF lesen, diese Art existiert wirklich und zählt nicht zu den bedrohten :wink: .

***
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Beitrag von remlig » Mo 21. Jul 2008, 13:50

Also ich bin eigentlich eine eingefleischte Thriller und Krimileserin, lese aber auch mal ganz gerne eine SF Roman. Gerade zur Zeit lese ich einen Von Charles Sheffield ,, Schwarz wie der Tag'' Die Handlung b.z.w. die Strry ist echt gut. Muß aber auch gestehen das mich Worte wie, obsolent, Low- Level -Fax, Misanthrop oder Agoraphobie etwas aus der Storry rausbringen. Da ich eigendlich erst mal ein Fremdwörterduden zu rate ziehen müßte. Aberdas hält mich trotz allem nicht ab SF Bücher zu lesen.
Jeder Mensch macht mich glücklich.
Die einen, wenn sie den Raum betreten, die anderen wenn sie ihn verlassen!

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Wipdihop
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Beitrag von Wipdihop » So 24. Aug 2008, 00:37

Nur mal ein kurzes Hallo,

ich lese auch leidenschaftlich gerne SF, es ist nur leider etwas länger her, dass ich mir neue Bücher gekauft habe. Besonders mag ich "Rendezvous mit 31/439" von Arthur C. Clarke (soll ja jetzt verfilmt werden). Und neulich hab ich meinen ersten "Ringwelt"-Roman von Larry Niven gelesen. Hat mir auch sehr gut gefallen.
Noch einmal ganz viele liebe Grüße von einer SF-Leserin :wink:

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Vandam
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Beitrag von Vandam » Fr 12. Sep 2008, 10:15

Ich hab sogar 6 Jahre lang für ein SF-Magazin geschrieben. Und später in einem Verlag eine SF-Reihe betreut. Ist allerdigs 15 - 20 Jahre her.

Meine Kenntnisse der Szene sind aus den 80-er Jahren. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass nichts mehr auf den Markt gekommen ist, was mich interessiert und reizt. Das war auch der Grund, aus dem die SF-Serie eingestellt wurde: mangel an kreativem Nachschub. Mag sein, man kriegt das Genre auch mal über.

Die letzten Reste dieser Zeit finden sich in meinem Booklooker-Angebot. :wink:

Aldea
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Beitrag von Aldea » So 28. Sep 2008, 19:51

Hallo Miriam,

die Überschrift hat mich doch glatt veranlasst, mich hier anzumelden. Leider scheint da durchaus was dran zu sein - über 1500 Klicks und nur 10 Antworten...

Ich stehe in meinem Bekanntenkreis mit meiner Vorliebe für Science Fiction leider auch ziemlich alleine auf weiter Flur. Immerhin habe ich es geschafft, eine meiner Töchter für dieses Thema "heranzuziehen". :)

Die Beschreibung deines Buches auf deiner Website hat mich neugierig gemacht. Leider kann ich die Leseprobe nicht öffnen. Gibt es das Buch nur übers Internet zu beziehen oder auch in den Buchhandlungen? Von der Thematik her erinnert es mich an die Eve Dallas-Reihe von J.D.Robb, zumindest von der Zeit her, in der es spielt.

Ein großer Teil meiner Büchersammlung besteht aus Science Fiction. Ich lese natürlich auch anderes, z. B. Krimis oder historische Romane, kehre aber immer wieder zur SF zurück. Du bist nicht allein.
Viele Grüße
Aldea

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Beitrag von Pharo » Do 9. Okt 2008, 18:43

Aldea hat geschrieben:
Die Beschreibung deines Buches auf deiner Website hat mich neugierig gemacht. Leider kann ich die Leseprobe nicht öffnen. Gibt es das Buch nur übers Internet zu beziehen oder auch in den Buchhandlungen? Von der Thematik her erinnert es mich an die Eve Dallas-Reihe von J.D.Robb, zumindest von der Zeit her, in der es spielt.
Hallo Aldea,

entschuldige bitte, dass ich dir nicht geantwortet habe. Ich hatte deine Antwort gar nicht gesehen. Es wundert mich, dass du die Leseprobe nicht öffnen kannst. Es ist ein ganz normales PDF. Ich habe meine Website neu überarbeitet, vielleicht geht es jetzt. Sollte es dennoch nicht gehen, vom 20. bis 26. Oktober lesen 7 professionelle Film- und Theater-Schauspieler Auszüge aus meinem Buch auf www.sprechbude.de, falls es dich interessiert. Ich bin sehr stolz darauf und vor allem sehr gespannt. Normalerweise wird auf der Seite Kafka, Rilke oder Poe rezitiert. Mein Buch ist nur als eBook erhältlich - zurzeit noch.

Ich glaube mich zu erinnern, dass ich ein Eve Dallas Buch mal gelesen hatte, es mir aber nicht SF-mäßig genug war. Ich hoffe, das es mir besser gelungen ist - auch wenn oder gerade weil ich nicht Nora Roberts bin!

Liebe Grüße,

Miriam :D
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Mary
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Beitrag von Mary » Do 13. Nov 2008, 16:08

Hallöchen!

Ich lese nahezu NUR SF und bin auch weiblichen Geschlechts. Gut, in regelmäßigen Abständen MUSS ich die komplette Tolkien-Leküre lesen, aber ansonsten kommt seltenst was anderes dran.

Ich habe immer einen guten Vorrat noch ungelesener SF-Romane da, damit ich für jede Laune was vorrätig habe.
Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?- Douglas Adams

Ojinaa
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Beitrag von Ojinaa » Fr 17. Jul 2009, 16:08

Spätmeldung:
Ich lese ebenfalls vorzugsweise SF, bin aber mäklig geworden. Ich schreibe auch vorzugsweise SF. Bin auch dabei mäklig geworden. In beiden Fällen hat der Mangel an (für mich) Lesbarem mich von der NUR-SF-Typin zur Vor-allem-SF-Typin werden lassen.
Die Links zu meinem Blog findet ihr auf www.texte-jon.de/joomla und www.jonRomane.de/joomla oben rechts.

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