Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

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Ojinaa
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von Ojinaa » Fr 15. Apr 2016, 09:35

Das sind halt die üblichen Vorurteile.
Ja, Schnuckiputz, das sind sie. So wie „Frauen haben meistens Brüste“ ein Vorurteil ist oder „Männer gebären keine Kinder“ (ich denke da nur an diesen … wie hieß der doch gleich … also der: http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 69525.html . Oder der http://www.welt.de/vermischtes/article2 ... anger.html ?). :roll:
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xLokk
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von xLokk » Fr 22. Apr 2016, 18:51

Ich bin zwar keine Frau, aber wenn man das Wort SF hört, denke ich und wohl viele andere immer an "Nerds".
Vielleicht wollen Frauen sich nicht in dieser Rolle sehen.
Bitte besucht doch mal meine Webseite: http://www.dampfi.ch

Ojinaa
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von Ojinaa » Mo 25. Apr 2016, 08:57

Da nehmen sie sich nichts mit Männern – auch da ist es nicht "en vogue", Nerd zu sein. Es sei denn, man ist (wenigstens ansatzweise) einer, aber in so einem Fall kommen auch Frauen damit klar — man weiß dann ja, was man der Sache (welche auch immer das im konkreten Fall ist) hat.
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AnnaSusann
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von AnnaSusann » Mo 2. Mai 2016, 15:19

Ich lese auch sehr gerne Science Fiction, aber Hard Science Fiction (oder wie man das nennt, wenn die technischen/wissenschaftlichen Fakten korrekt sind?) ist auch mir machmal etwas zu schwer zu verstehen. In letzter Zeit lese ich auch gerne solche Bücher, aber erst seit ich mich für Astrophysik interessiere und mich ein bisschen auskenne. Ich weiß nicht, wie es in diesen Fächer aussieht, aber ich schätze, dass immernoch mehr Männer als Frauen sich für Physik, Astronomie, Ingenieurwissenschaft etc. interessieren.

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alura*
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von alura* » Sa 18. Jun 2016, 07:59

abfm68 hat geschrieben: Wir Männer würden wahrscheinlich auch kein Buch lesen, auf dem ein nackter Mann abgebildet ist. Ih pfui!
Das kommt darauf an, ob der nackte Mann als tatkräftiger Held - und damit als Identifikationfigur - oder als williger Liebesdiener mit der Funktion als Lustobjekt dargestellt ist.
Wenn dann noch Deine Frau sagt: "Wow, der sieht aber gut aus!", dann wird er zum Rivalen. Dann wirst Du das Buch auch nicht lesen wollen ;-)

Am schlimmsten ist immer, wenn die Frauen nackt und die Männer bekleidet sind.

https://youtu.be/OTGh0EMmMC8

Ojinaa
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von Ojinaa » Di 12. Jul 2016, 08:36

(oder wie man das nennt, wenn die technischen/wissenschaftlichen Fakten korrekt sind?)
Das nennt man wissenschaftlich Abhandlung. :D Nein, ich weiß, was du meinst: Es gibt Subgenres, die diese Aspekte sehr betonen und dem Leser vor allem von "neuen Entdeckungen" und der technischen Zukunft erzählen wollen. Manchmal übertreibt der Autor auch einfach mit den Techno-Blabla. Als Leser tut man bei SF in der Regel(!) gut daran, diese Dinge auch bei solchen Büchern als Kulisse aufzufassen und nicht den Ehrgeiz zu entwickeln, Fachmann für dieses Technik/Wissenschaft zu werden.
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von Arith » Sa 8. Okt 2016, 06:51

Mir kommt es vor, dass es generell wenig Menschen gibt, die gerne SF lesen. Als Frau bin ich anscheinend eine Ausnahme, denn ich lese fast nur SF, schon seit meiner Kindheit. Liegt sicher an Star Trek, haha. Am besten gefallen mir wissenschaftlich fundierte und inspirierte Abhandlungen über z.B. die Kolonisierung fremder Welten, Zeitreisen, Raumfahrt generell. Lieblingsautoren sind S. Baxter, A. Clarke, Heinlein, Dick, Brunner, Stableford, Wilson .....

Ojinaa
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von Ojinaa » Mo 10. Okt 2016, 08:59

Nein, du bist durchaus keine Ausnahme. Bei den SF-Lesern gibt es einen sehr großen Anteil an Frauen. Nicht ganz 50:50, denke ich, aber sicher deutlich mehr als 5 %. Sogar bei den SF-Schreibern gibt es einen durchaus nennenswerten Anteil an Frauen. Vor allem im Bereich der Welten-Sagas (die oft Fantasy-Lesegewohnheiten sehr gut bedienen) scheint der Zuwachs nicht unerheblich zu sein.
Der Anteil der SF-Leser an allen Lesern ist allerdings eher durchschnittlich oder sogar unterdurchschnittlich - hier liegt der mengenmäßige Schwerpunkt (bei Belletristik) auf Erotik, Liebesgeschichten speziell und ChickLit allgemein, und auch Krimi-Leser gibt es vermutlich mehr als SF-Leser (wobei sich das oft personell überschneidet).
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rollkoffer
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von rollkoffer » Mi 19. Apr 2017, 21:05

Ich lese tatsächlich ziemlich wenig Science-Fiction, wobei es nicht mal so ist, dass mich das Genre nicht interessiert. Filme oder Serien aus dem Bereich haben für mich durchaus ihren Reiz! Warum das für Bücher nicht in gleichem Maße gilt, das kann ich nicht mal wirklich beantworten.

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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von seemann01 » Mi 19. Apr 2017, 23:20

In meiner Jugend habe ich sehr gern Stanisław Lem, aber auch Hans Dominik gelesen.
Irgendwann war es vorbei und ich kann nicht mal sagen, warum.
Es interessiert mich einfach nicht mehr.
Wahrscheinlich ändern sich im laufe der Jahre die Geschmäker.

Ojinaa
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von Ojinaa » Do 20. Apr 2017, 08:22

Hallo rollkoffer,
SF-Filme/Serien und SF-Texte bieten zwei verschiedene Erlebniswelten. Es gibt zwar Filme, die den „Ton“ von SF-Texten treffen, aber sehr vieles, was heute unter diesen Label vermarktet wird, ist eigentlich nur Action (oder Drama), die (das) durch irgendein SF-Element ausgelöst wird.

Hallo seemann01,
die alten Barden ;) – deren "Sound" ist heute natürlich nicht mehr so süffig wie damals, als alles so klang. Es gibt zum Glück aber sehr, sehr viel SF, das dem heutigen Lesergefühl deutlich näher ist. Als Wiedereinstieg empfehle ich z. B. gern Eschbach (Die Haarteppich-Knüpfer) …
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von abfm68 » Mo 6. Nov 2017, 05:16

alura* hat geschrieben:
Sa 18. Jun 2016, 07:59
abfm68 hat geschrieben: Wir Männer würden wahrscheinlich auch kein Buch lesen, auf dem ein nackter Mann abgebildet ist. Ih pfui!
Das kommt darauf an, ob der nackte Mann als tatkräftiger Held - und damit als Identifikationfigur - oder als williger Liebesdiener mit der Funktion als Lustobjekt dargestellt ist.
Wenn dann noch Deine Frau sagt: "Wow, der sieht aber gut aus!", dann wird er zum Rivalen. Dann wirst Du das Buch auch nicht lesen wollen ;-)

Am schlimmsten ist immer, wenn die Frauen nackt und die Männer bekleidet sind.

https://youtu.be/OTGh0EMmMC8
Och nö, einerseits bin ich nicht prüde, andererseits nicht konkurrenzbereit, da doch die Frauen entscheiden und zu guter Letzt: gerade dann! (Von der Sowjetunion lernen heißt Siegen lernen).

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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von Malo » Di 20. Nov 2018, 10:52

Hmmm... ich hab alle weiblichen Merkmale an meinem Körper, lese für mein leben gerne Sci-Fi-Romane... Bin ich nun eine Frau oder nicht?

Also, kurz und bündig: wir Frauen lesen sehr gerne Sci-Fi. Und schauen auch Filme in diesem Genre. Wir hängen das nur nicht an die große Glocke. Sollten wir aber vielleicht... Hmmm...
An unmöglichen Dingen soll man selten verzweifeln, an schweren nie.

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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von Baki12 » So 28. Jul 2019, 19:16

Nein, das stimmt nicht!!!! Ich lese fast nur SF. Es wird aber immer schwieriger, was Gutes zu finden. Mein letztes Highlight waren die drei Trisolaris Bände von von Cixin Liu
Die Frage müsste eher lauten: Warum gibt es in Deutschland a) so wenig SF und b) so wenig SF Autoren. Ausser Eschenbach und Schätzing fallen mir keine bedeutenden ein. Deutschland ist eine SF-Wüste.

Eguzkia
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Re: Warum lesen Frauen keine Science-Fiction?

Beitrag von Eguzkia » Sa 17. Aug 2019, 18:00

Um Frauen geht es hier schon längst nicht mehr (d.h., die eingangs gestellte Frage ist längst beantwortet: Frauen lesen auch SF. Basta)
Aber wenn man immer nur die bekannten Autoren liest, deren Bücher sowieso in den Bahnhofs-Buchhandlungen herumstehen, dann haben halt die idealistischen Kleinverlage auch keine Chance und das verstärkt die Tendenz zum Einheitsbrei und der Herrschaft der Großverlage. Ich habe zwei SF-Bücher aus dem Spanischen übersetzt, "Krieg der Schrecken" von Vlad Hernandez und "Elf künftige Zeiten" von Carlos Suchowolski. Beide sind in Kleinverlagen erschienen und verkaufen sich überhaupt gar nicht. Obwohl "Krieg der Schrecken" letztes Jahr den zweiten Platz beim Kurd-Laßwitz-Preis (Sparte Übersetzungen) bekommen hat. Die kleinen Verlage können kaum Werbung machen und bekommen ihre Bücher einfach nicht in die Buchhandlungen. Die Kunden müssten gezielt danach fragen, dann sind die Titel in ein paar Tagen im Laden. Aber woher sollen die Kunden wissen, dass es diese Bücher überhaupt gibt? Insgesamt ist halt inzwischen das Angebot an Büchern so groß und sie sind so leicht zu bekommen, neu und gebraucht, dass keiner mehr nach etwas suchen muss, was ihm/ihr vielleicht gefallen könnte - da ist immer genug sowieso schon da ...

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