Die besten SF-Romane

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Sammler
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Beitrag von Sammler » So 29. Jan 2006, 15:58

Ich fand den Odyssee-Zyklus von Arthur C. Clarke sehr gut ; "Botschafter von den Sternen" von Clement Hal ; "Die galaktische Föderation" von Clark Darlton ; Farmer im All" von Robert Heinlein.
Es gibt da sicherlich noch ne Menge anderer sehr guter SF-Bücher, diese hier sind mir aber als erste in den Kopf gekommen. :P
Ein Buch sagt mehr als tausend Worte!

Kanarienvogel
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Beitrag von Kanarienvogel » So 29. Jan 2006, 16:53

Aeria hat geschrieben:@Kanarienvogel
Ja, schreib' ruhig ein wenig über die Bücher!
Also dann:

"Morgenwelt" und "Schafe blicken auf" von John Brunner
Beide Romane (geschrieben 1968 bzw. 1972) spielen in der nahen Zukunft und vieles von dem was er beschreibt - Massenarbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung, Terrorismus, das Bestreben internationaler Konzerne an die Rohstoffe der Entwicklungsländer zu kommen - ist heute Realität. Es sind keine Romane im eigentlichen Sinn, sondern eher Collagen, zusammengesetzt aus verschiedenen Handlungssträngen, die sich teilweise überschneiden und immer wieder von Zeitungsausschnitten, TV-Werbespots, Lexikoneinträgen usw. unterbrochen werden. Keine leichte Kost, aber es lohnt sich.

Die Traumpark-Trilogie von Niven/Pournelle/Barnes
Der Traumpark bietet seinen Besuchern Hightech-Live-Rollenspiele. Die Hauptperson ist der Sicherheitschef des Traumparks, der in eines der Spiele einsteigen muß, nachdem ein echter Mord passiert ist. Klasse Mischung aus SF, Fantasy-Rollenspiel und Kriminalroman.

"Terror" von Frederick Pohl
Der Zünder für eine Atombombe in einem unterseeischen Vulkan bei Hawaii gerät in die Hände von Terroristen.

"Nacht der Gewalt" von Spider Robinson
Der (weiße) Protagonist gerät in einen Aufstand von Schwarzen, die Manhattan erobern wollen, um ihrer Forderung nach Homelands Nachdruck zu verleihen. Gut geschriebenes Plädoyer gegen Rassismus.

"Nervensache" von Lester Del Rey
In diesem Roman, der auf einer Erzählung aus dem Jahre 1942 basiert, beschreibt Lester Del Rey den Versuch eine Katastrophe in einem Kernkraftwerk zu verhindern. Prophetisch, angesichts Harrisburg und Tschernobyl.

"Spinnenkrieger"/"Spinnenfäden"/"Spinnennetze" von W. Michael Gear
Diese Romane spielen weit in der Zukunft, einer friedlichen Zukunft, in der die Menschheit zu kämpfen verlernt hat und ausschliesslich nach logischen Gesichtspunkten regiert wird. Ein perverser, machtgieriger Irrer versucht, die Macht in diesem Sternenreich an sich zu reissen und kann nur von den Spinnenkriegen aufgehalten werden, Abkömmlingen von deportierten Mexikanern und Indianern, die auf dem Planeten, auf dem ihr Raumschiff strandete, eine primitive Stammeskultur errichteten, und deren Medizinmänner die Fähigkeit besitzen, die wahrscheinlichsten möglichen Zukünfte vorherzusagen. Nicht wirklich anspruchsvoll, aber gute Unterhaltung. Die ersten beiden Bände sind mit 450 bzw. 700 Seiten noch relativ dünn, der dritte Band hat 1100 Seiten!

Grüße,
Kanarienvogel
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elbroto

Beitrag von elbroto » So 29. Jan 2006, 17:09

Die Traumpark-Trilogie von Niven/Pournelle/Barnes
Der Traumpark bietet seinen Besuchern Hightech-Live-Rollenspiele. Die Hauptperson ist der Sicherheitschef des Traumparks, der in eines der Spiele einsteigen muß, nachdem ein echter Mord passiert ist. Klasse Mischung aus SF, Fantasy-Rollenspiel und Kriminalroman.


Kann das sein das das mal verfilmt wurde? kommt mir ziemlich bekannt vor....

zephyr
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Beitrag von zephyr » So 29. Jan 2006, 17:24

Das erinnert mich auch so ein bißchen an 'Westworld' mit Yul Brynner, oder 'Virtuosity'.

Kanarienvogel
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Beitrag von Kanarienvogel » So 29. Jan 2006, 17:55

Hi,
elbroto hat geschrieben:Kann das sein das das mal verfilmt wurde? kommt mir ziemlich bekannt vor....
nicht dass ich wüsste. Westworld ist es jedenfalls nicht und Virtuosity kenne ich nicht.

Grüße,
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Aeria
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Beitrag von Aeria » So 29. Jan 2006, 18:38

@Kanarienvogel
Ui, einige dieser Bücher würde ich gerne mal lesen. Wenn mein SUB nicht schon bis zum Mond reichen würde, würde ich mich gleich nach den "Spinnen"-Büchern umsehen. Ich hoffe, dass ich das bald nachholen kann. Vielen Dank für die Tipps!!!

***
Aeria

lhorn
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Beitrag von lhorn » Mo 30. Jan 2006, 08:27

Kanarienvogel hat geschrieben:"Morgenwelt" und "Schafe blicken auf" von John Brunner
Beide Romane (geschrieben 1968 bzw. 1972) spielen in der nahen Zukunft und vieles von dem was er beschreibt - Massenarbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung, Terrorismus, das Bestreben internationaler Konzerne an die Rohstoffe der Entwicklungsländer zu kommen - ist heute Realität. Es sind keine Romane im eigentlichen Sinn, sondern eher Collagen, zusammengesetzt aus verschiedenen Handlungssträngen, die sich teilweise überschneiden und immer wieder von Zeitungsausschnitten, TV-Werbespots, Lexikoneinträgen usw. unterbrochen werden. Keine leichte Kost, aber es lohnt sich.
Definitiv! Ich habe gerade "Shafe blicken auf" durchgelesen und bin absolut begeistert. Auch wenn sich die Welt glücklicherweise nicht ganz so entwickelt hat, wie Brunner es beschreibt, sind die grundsätzlichen Themen immer noch relevant.

Die Form der Collage mit ungefähr einem Dutzend Hauptfiguren ist am Anfang zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber bald sehr eingängig. Man kann vielleicht kritisieren, dass die Figuren nicht sehr detailliert ausgearbeitet sind und dass es keine echten "Helden" gibt. Eine Identifizierung wird dem Leser nicht leicht gemacht, was aber, betrachtet man das Schicksal der Figuren, vielleicht auch besser so ist.

Für mich stehen damit noch folgende Bücher von John Brunner aus: "Morgenwelt", "The Jagged Orbit" und "Der Schockwellenreiter".

Kanarienvogel
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Beitrag von Kanarienvogel » Mo 30. Jan 2006, 09:45

Hi,
lhorn hat geschrieben:Für mich stehen damit noch folgende Bücher von John Brunner aus: "Morgenwelt", "The Jagged Orbit" und "Der Schockwellenreiter".
Gute Wahl. John Brunner hat fast 100 SF-Romane geschrieben, die fast alle ins Deutsche übersetzt worden sind. Das Problem ist, dass gerade am Anfang relativ viele "Auftragsarbeiten" dabei sind, die leider nur Durchschnitt sind. Die von Dir erwähnten zählen aber definitiv zu seinen Besten.

Grüße,
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hurm57
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Beitrag von hurm57 » Di 31. Jan 2006, 09:31

Zu Brunner (einer meiner absoluten Lieblinge) kann ich noch folgende lesenswerte Bücher ergänzen:

"Die Plätze der Stadt" und "Kinder des Donners".

Schreibe nachher mal eine Inhaltsangabe.

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Mary
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Beitrag von Mary » Mo 6. Feb 2006, 16:14

"Winterplanet" oder "Die linke Hand der Dunkelheit" von Ursula K. LeGuin ist definitiv mein allerliebster Roman, leider habe ich ihn schon zu oft gelesen.

Dann kommen Orson Scott Card und Herbert und P.K. Dick, die ich alle (fast) vollständig habe.

Die gucke ich immer lieb an, wenn ich dran vorbeigehe.

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Mary
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Beitrag von Mary » Mo 6. Feb 2006, 16:15

"Winterplanet" oder "Die linke Hand der Dunkelheit" von Ursula K. LeGuin ist definitiv mein allerliebster Roman, leider habe ich ihn schon zu oft gelesen.

Dann kommen Orson Scott Card und Herbert und P.K. Dick, die ich alle (fast) vollständig habe.

Die gucke ich immer lieb an, wenn ich dran vorbeigehe.

Eklig, aber auch immer gerne von mir gelesen ist "Helmstroms Brut" von Herbert.

eknus
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Beitrag von eknus » Mo 3. Apr 2006, 00:04

Hallo, sehe ich das richtig, daß keiner bisher Stanislaw Lem (letzte Woche am 27.3.2006 gestorben) erwähnt hat.

Mir fallen da die Sterntagebücher und Solaris und die Robotermärchen auf Anhieb ein.

Ich gebs zu, etwas schwer zu lesen, aber hochinteressant!!

Eknus

Aeria
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Beitrag von Aeria » Mo 3. Apr 2006, 12:39

@eknus
Stanislaw Lem habe ich nicht erwähnt, weil ich nur "Solaris" von ihm kenne und dieses Buch fand ich fürchterlich langweilig. Das hat jedes Interesse an Lems weiteren Büchern im Keim erstickt.

***
Aeria

ms-mer
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Beitrag von ms-mer » So 9. Apr 2006, 12:10

Für mich unerreicht: Sergej Snegows Trilogie "Menschen wie Götter". Wo Darth Vader noch mit dem Lichtschwert kämpft, wandeln die dortigen Protagonisten mal eben Raum in Materie, um vorwärts zu kommen. Und alles plausibel erzählt. Diese Bücher sollten mal verfilmt werden, sie zeichnen eine Zukunft, die zwar kybernetisiert aber dennoch menschlich ist.

Grüße
Marco
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ms-mer
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Beitrag von ms-mer » So 9. Apr 2006, 12:22

eknus hat geschrieben:Hallo, sehe ich das richtig, daß keiner bisher Stanislaw Lem (letzte Woche am 27.3.2006 gestorben) erwähnt hat.

Mir fallen da die Sterntagebücher und Solaris und die Robotermärchen auf Anhieb ein.

Ich gebs zu, etwas schwer zu lesen, aber hochinteressant!!

Eknus
Ich glaube, an Lem scheiden sich die Geister. Ich hab sie zu Hause, die älteren Werke, wie der Planet des Todes, Sterntagebücher oder der Unbesiegbare. Ich mag sie sehr gern - aber man brauchte schon immer Muße, um sich durch seine Literatur zu arbeiten. Die neueren Werke hab ich dann aber "nicht mehr runtergekriegt", zu abgehoben, zu philosophisch.
Dennoch, Lem spielt in einer eigenen Liga und hat eine SF-Richtung geprägt, in der es nicht vorrangig um große Schlachten, Novabomben oder Jaffa-Armeen geht. Gerade deshalb fürchte ich aber, daß sein Werk für die junge Generation "Jamba" unerreichbar wird und sich in 50 Jahren die breite Masse nicht mehr an sein Genie erinnert. Schade eigentlich.

Marco
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