[teilgelöst - UPDATE] Jugendbuch: Städte unter Glaskuppeln und Hackerin

Sie suchen verzweifelt ein Buch, kennen aber nicht den Autor und/oder den Titel? Vielleicht kann jemand weiterhelfen, wenn Sie den Inhalt beschreiben...
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ErikSch
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[teilgelöst - UPDATE] Jugendbuch: Städte unter Glaskuppeln und Hackerin

Beitrag von ErikSch »

Hallo,

die Anfrage von Shadow (vom 16. April 2020) erinnert mich an ein Jugendbuch, das ich mal gelesen habe, aber nicht mehr identifizieren kann.

Update 06.05.2020: Wahrscheinlich habe ich zwei Bücher vermischt, siehe Antworten unten.

Die Handlung spielt in der Zukunft. Die Menschen leben abgeschottet unter riesigen Glaskuppeln in Megastädten, die durch Züge verbunden sind (es kommt aber nur eine Stadt direkt vor, denke ich). Außerhalb der Städte ist die Umgebung so verseucht/verschmutzt, dass man da nicht leben könnte - das wird jedenfalls gegenüber den Bewohnern behauptet. Eine Protagonistin ist eine Jugendliche in einer privilegierten Familie. Sie genießt die Annehmlichkeiten ihres Lebens der Oberschicht, so gibt es eine Szene, wo sie sich eine Art elektronisches Tattoo machen lässt (später wird sie da irgendwelche Kabel herausziehen, sodass es zu leuchten aufhört). Eine andere Person, die eine Rolle spielt ist eine Art „Hackerin“. Sie hat die Begabung, direkt in alle Arten von Computersystem eindringen zu können (über so etwas wie Telepathie) und ist daher auf der Flucht vor der Regierung (bzw. versteckt diese Fähigkeit zunächst), für die diese Hacker eine Bedrohung ist.
Ich bin nicht sicher, wie die Handlung genau ist. Es stellt sich jedenfalls heraus, dass die Eltern des ersten Mädchens, die eine hohe Position in der Regierung haben/hatten, zu Widerstandskämpfern werden, nachdem ihnen klarer wird, dass die Regierung die Menschen unterdrückt. Dazu wird etwa ein Stoff in die Atemluft gemischt, der sie am selbstständigen Denken hindern soll (deswegen wird auch die Außenwelt als gefährlich deklariert). Die Oberschicht bekommt ein Gegenmittel (einen Tee?), die Eltern haben diesen nicht mehr bekommen, nachdem Zweifel an ihrer Treue aufkamen, aber sie hatten schon vorher einen großen Vorrat angelegt. Sie hatten auch immer gewollt, dass auch ihre Kinder diese Mittel nahmen, was sie nicht mochten, weil es schlecht schmeckte. Später muss die Familie aus der Stadt fliehen (wohl auch schon länger geplant und vorbereitet), die Jugendlichen erfahren dann, dass die frische Luft ungewohnt, aber nicht gefährlich ist, und auch außerhalb der Städte Menschen wohnen, die es offiziell nicht gibt (das war den Eltern natürlich längst klar).
Die „Hackerin“ gehört wohl zu dem Freundeskreis der Protagonistin. Zuerst weiß außer den Freunden keiner von den Fähigkeiten. Irgendwann wollen die Freunde einen Scherz machen und behaupten, die Regierung hätte von den Fähigkeiten erfahren bzw. sie im Verdacht. Es wird die Frage aufgeworfen, warum sie nicht einfach die entsprechenden Informationen aus den Datenbanken löschen würde, es wird erwidert, dass es sich auch parallel Papierakten gebe, wenn dann etwas aus dem Computer verschwindet, aber noch in den Akten verbleibt, wäre das ein Beweis des Verdachts. Aus dem Spaß wird aber dann Wirklichkeit, weil die Regierung irgendwie tatsächlich von der Fähigkeit erfahren hat.
Für die erwischten Hacker (oder auch welche, die nur verdächtig sind), gibt es eine Art Anstalt - ich weiß nicht mehr, ob diese direkt in der Handlung vorkommt, oder ob die Personen nur davon erzählen (oder ob das vielleicht sogar nur der Glaube ist). Dort werden die Verdächtigen untersucht und verhört, die „Ärzte“ benutzen dabei Papier und Bleistift für ihre Notizen. Ebenso werden die Aufzüge mit mechanischen Schlüsseln bedient, die im Gegensatz zu einer elektronischen Steuerung nicht „gehackt“ werden können. Ich erinnere mich auch noch an eine Szene, wo die Gruppe eine Art Flugauto irgendwie abstellt und mit einem Jungen spricht, der wie ein kleinkrimineller „Parkplatzwächter“ Geld verlangt. Während die Gruppe mit irgendetwas beschäftigt ist, versucht dieser Junge, das Fahrzeug/Flugzeug für eine Tour „auszuleihen“, aber die „Hackerin“ landet es aus der Ferne wieder am alten Ort (oder so irgendwie). Mehr Details fallen mir gerade nicht ein.

Es handelt sich wohl um den ersten Band einer Serie. Das Buch war eine Sonderausgabe als Taschenbuch mit einem gelben Rand (Ravensburger?), gekauft ca. 2000-2003, schätze ich. Es gab auch andere Titel als eine solche Sonderausgabe, wahrscheinlich alles erste Bände. Ich muss aus heutiger Sicht sagen, dass ich da auf ein „Lockvogelangebot“ hereingefallen bin, denn die weiteren Bände hat es dann wohl nur zum vollen Preis gegeben (bin auch nicht sicher, ob mir damals klar war, dass es nur ein erster Band war). Das Buch ist, glaube ich, von einer Autorin, wahrscheinlich aus dem Englischen/Amerikanischen übersetzt.

Mehr fällt mir gerade nicht ein. Die Beschreibung ist jetzt etwas länger geworden ... vielleicht ist ja irgendetwas dabei, was irgendwelche Erinnerungen hervorruft? Ich würde mich freuen! :D

Vielen Dank und viele Grüße.
Erik
Zuletzt geändert von ErikSch am Mi 6. Mai 2020, 19:15, insgesamt 1-mal geändert.
ErikSch
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Registriert: Mo 28. Mai 2018, 22:55

Re: Jugendbuch: Städte unter Glaskuppeln und Hackerin

Beitrag von ErikSch »

Hallo spiralnebel111,
vielen Dank für den Vorschlag, wie so oft, klingt es interessant, aber das ist es leider nicht.
Das ist 2015 erschienen, die Hardcover-Ausgabe, soweit mir ersichtlich, 2013, das ist definitiv zu neu.
LG, Erik
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spiralnebel111
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Re: Jugendbuch: Städte unter Glaskuppeln und Hackerin

Beitrag von spiralnebel111 »

Stimmt. Manchmal gibt es ältere Ausgaben. Manchmal passe ich aber auch nicht auf! :oops:
bookarella
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Registriert: Fr 31. Mai 2019, 01:21

Re: Jugendbuch: Städte unter Glaskuppeln und Hackerin

Beitrag von bookarella »

Hallo,

die Geschichte kommt mir bekannt vor. Könnte es villeicht folgendes Buch sein?

"2367 Experiment Hex" von Rhiammom Lassiter aus dem Jahr 1998
https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/A ... riment+Hex

Ist schon eine Weile her, dass ich das gelesen habe... so grob kommt die Beschreibung hin, nur von den Eltern wird hier nichts erwähnt; es ging auch glaube ich eher um die Jugendlichen...

Viele Grüße
ErikSch
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Re: Jugendbuch: Städte unter Glaskuppeln und Hackerin

Beitrag von ErikSch »

Hex! ;-)
Da klingelt es aber gewaltig, und das Cover (allerdings eher das der gebundenen Ausgabe) kommt mir irgendwie bekannt vor. Und es passt auch, dass die Autorin das schon in jungen Jahren (mit 19, lese ich) geschrieben hat, was mir noch eingefallen ist. Es gibt, sehe ich, offensichtlich zwei Folgebände, die aber nicht auf Deutsch erschienen sind.

Hm. Ich frage mich langsam, ob ich da zwei Bücher miteinander vermischt habe. Das eine ist dann offensichtlich das gefundene „Experiment Hex“ - vielen Dank dafür, bookarella! Die Details, die dann nicht passen, kommen dann anscheinend aus einem anderen, noch zu findenden Buch. Leider kann ich das jetzt nicht sortieren. Muss auch noch schauen, ob ich eine ausführlichere Inhaltsangabe oder eine Leseprobe finde.

Was mir noch eingefallen ist (wahrscheinlich dann zu dem anderen Buch, aber ohne Gewähr), ist, dass irgendwie Genmanipulation eine Rolle spielt. Nur wegen einer Änderung in den Genen reagieren die Menschen auf die Droge in der Luft, und die „Elite“ (jedenfalls die Eltern) bekommt das Gegenmittel auch nur unter einem Vorwand, ohne dass sie die wahren Hintergründe kennt. In einer Szene (Tattoostudio?) kommt eine Art bargeldlose Bezahlung (Vorhalten der Hand) vor, durch einen implantierten Chip oder weil die DNS gelesen wird?

Ich freue mich auf weitere Hinweise, um den Rest des Rätsels zu lösen! :D
LG, Erik
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