Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

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williwu
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von williwu » Di 18. Aug 2015, 12:22

Eigentlich ist ja alles gesagt, aber da du wieder einige Fragen stellst, will ich darauf noch einmal kurz eingehen:
EmmaBz hat geschrieben:Das könnte man mit Sicherheit auch in Form eines Blogs oder als Seff-Publishing hinbekommen, das stimmt, aber wenn es die Menschen eben unbedingt in Buchform haben wollen dann sollen sie es doch bekommen.
Aber beim Self-Publishing, egal, ob über PoD oder einem Kleinverlag mit PoD-Ähnlichkeit (wie dem erwähnten Memoiren-Verlag), bekommt man doch ein adäquates Buch für Buchregal, nur eben viel günstiger. Darauf gehst du gar nicht ein.
EmmaBz hat geschrieben:doch wieso sollen sie nicht die Möglichkeit haben ihren Wunsch nachzukommen und ihr Werk in Buchform sich ins Regal zu stellen oder an Verwandte zu verschenken?
Siehe oben!
EmmaBz hat geschrieben:Warum sollten selbst Verlage mit Druckkostenbeitrag jedes Buch drucken und ihrer Ressourcen verschwenden wenn sie nur das nächste Buch hernehmen müssen, dieses wesentlich höhere Qualität besitzt und zumindest eine kleine Chance hat wirtschaftlichen "Erfolg" zu erzielen?
Ganz einfach: Weil das Geschäftsmodell eines Bezahlverlages nicht auf den Buchmarkt abzielt. Für einen solchen Dienstleister ist es wichtiger, Geld von den Autoren zu bekommen. Falls überhaupt eine Auswahl getroffen wird, dann nach zahlungswilligen und unkritischen Autoren und nicht nach Chancen auf dem Buchmarkt. Wenn denn diese literarische Mesalliance zufällig ein gesundes und vielversprechendes Kind gebiert, obliegt es sowieso dem Autor, dieses zum Erfolg zu führen. Der Pseudoverlag hält nur wieder die Hand auf und lässt sich die Arbeit anderer gerne bezahlen.

EmmaBz
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von EmmaBz » Mi 26. Aug 2015, 11:59

Aber auch Self-Publishing kostet einiges - Geld und Zeit!
Man muss den Lektor bezahlen, man muss für die Covergestaltung bezahlen,...
Da muss man sich dann immer selbst drum kümmern, also für einen unerfahrenen Autor der vielleicht nicht Schriftsteller werden will und es als einmalige Sache sieht auch ziemlich aufwendig, denn die meisten haben nicht die Geduld sich dazu einzulesen was sie tun müssen.

Wenn ich zwei Bücher zur Auswahl habe als Verlag und nur eines davon drucken kann aus Ressourcegründen, dann nehme ich doch das Buch, das mir wahrscheinlich mehr Erfolg bringt. Dann bin ich mit der Bezahlung auf Null und alles was das Buch hergibt bin ich dann im Plus.
So hat dann jeder was davon, der Autor hat sein erstes Buch, weiß jetzt wie es geht, kann seine Erfahrung nutzen und eventuell PoD beim nächsten Buch nehmen und der Verlag bekommt sein geliebtes Geld;)

Wenn man sich auskennt und einige Leute kennt (Lektor, Grafiker,...) dann ist der PoD sicher besser, nur wie viele Leute kennen die schon.

Björn
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von Björn » Fr 28. Aug 2015, 15:33

Hallo EmmaBz,

nochmals Widerspruch von mir zu all deinen Argumenten. Man kann es ganz kurz auf den Punkt bringen, was die sogenannten Bezahl-, Zuschuss, oder was auch immer "Verlage" tun: Sie nehmen Geld von Autor/Innen für die Dienstleistung Buchdrucken. Es geht ihnen weder darum, wirklich einen Bestseller zu vermarkten, noch sich überhaupt ernsthaft auf dem Markt zu behaupten. Die Summen, die ich genannt habe, sind bei diesen Unternehmen üblich und das lohnt sich für die allemal.

Normalerweise schreibt das Verlagsgesetz vor, dass eine gesamte Auflage gedruckt und dementsprechend auf Lager gehalten wird. Aber wie das bei Gesetzen immer so ist, gibt es auch Schlupflöcher - nämlich wenn im Autorenvertrag geregelt ist, dass nur nach Bedarf (also bei Bestellung) gedruckt wird. Auch dies ist die Regel, so dass keine großen Kosten für diese Unternehmen (ich nenne sie einfach nicht Verlage) für eine Lagerhaltung entstehen. Kauft jemand das Buch, wird es gedruckt. Kauft es niemand (was zumeist der Fall ist, da keine ernst zu nehmende Werbung), dann ist es auch egal, denn der oder die Autor/in ist dafür ja schon gerupft worden.

Das und nur das (!) ist das Ziel, sie haben keinerlei literarisches Interesse. Autor/Innen, die sich darauf aus welchem Grund auch immer einlassen, werden betrogen. Wer ein Buch schreibt, das markttauglich ist, muss dafür nicht bezahlen, wenn er einen Verlag gefunden hat, sondern er wird bezahlt. Oder er macht es halt wie gesagt selbst und verdient auch daran, wenn das Buch der Leserschaft gefällt.

Viele Grüße
Björn
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EmmaBz
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von EmmaBz » Mo 31. Aug 2015, 11:37

Und warum veröffentlichen dann einige Menschen mehrere Bücher bei solchen Verlagen?
Glaube kaum, dass alles davon Masochisten sind und es gut finden ausgenommen zu werden, wenn jemand 6 Bücher bei einem Verlag veröffentlicht muss er mit dem Verlag zufrieden sein.

Glaube einfach, das schlechte Bild über solche Verlage ist daher geschuldet weil Menschen sich nicht richtig einschätzen können, da kann man den Verlagen auch nicht eine zu große Mitschuld geben.
Es gibt eben Menschen die freuen sich wenn sie ihr Buch in Händen halten, auch wenn sie dafür bezahlen müssen, dann gibt es wiederum Menschen die glauben auch nach zig Absagen sie seien ein guter Autor und wenn dann nicht daraus wird ist der Verlag schuld.

Glaube einfach nicht, dass die Intention nur vom Verlag ausgeht, sonst würde es dafür ja viel mehr Werbung geben damit noch mehr Menschen den selben "Fehler" machen. Dem ist aber nicht so und daher ist für mich auch nicht der Verlag der alleinige Schuldige.

Ich verstehe deine und die Argumente aller die sich an der Diskussion beteiligt haben, bin dennoch nicht generell gegen dieses Modell weil es einfach doch Menschen gibt die damit zufrieden sind (sonst würde man nicht 6 Bücher bei diesem Verlag veröffentlichen). Es sind sicher nicht viele Menschen für die ein solches Modell Vorteile bringen kann, aber dafür kann man aus meiner Sicht nicht die Verlage verantwortlich machen.
Bei McDonalds sagt mir auch keiner, dass ich davon fett werden kann, muss jeder selbst wissen was er tut. So viel Vertrauen sollte ich in mündige Menschen schon setzen. Im Grunde weiß doch jeder was er erhält, wie er damit umgeht bleibt eben jedem selbst überlassen.

Björn
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von Björn » Do 3. Sep 2015, 11:11

Hallo EmmaBz,

zunächst einmal die Frage, wer denn 6 Bücher bei solchen Dienstleistern herausgebracht hat? Mit solchen Pauschalbehauptungen kann ich als Argumentation leider nichts anfangen. Und wenn das jemand gemacht hat, dann war es wohl eine Person mit reichlich gut gedecktem Konto.

Das schlechte Bild solcher Unternehmen ist nicht der Fehleinschätzung der Leute, die dort veröffentlichen geschuldet, sondern der Tatsache, dass es eben keine wirkliche Buchveröffentlichung ist, sondern ein reichlich teurer Druck eines Buches. Wie ich bereits dargestellt hatte, wird nicht eine ganze Auflage gedruckt, sondern immer nur einzelnen Exemplare nach Bedarf. Dieser wird vielleicht von der Verwandschaft und einigen Freunden abgerufen und das war es dann. Diese Unternnehmen werden zudem ja auch nicht dazu gezwungen, jedes Manuskript anzunehmen, um qualitativen Mangel zu verhindern. Aber sie tun es, weil es ihnen wie gesagt nur darum geht, das Geld der Autoren einzustecken und dafür möglichst wenig Leistung zu erbringen. Lektorat? Fehlanzeige. Korrekturen am Text? Finden nicht statt.

Kommen wir zu der Person zurück, die 6 Bücher (wer und wo auch immer) dort herausgebracht hat. Wenn die Person damit zufrieden ist, soll mir das recht sein. Aber man kann eine derartige Bauernfängerei nicht ernsthat als Option darstellen und hier ständig verteidigen. "Zuschussverlage" sind nichts anderes, als der Enkeltrick der Literaturszene und davor sollten alle Autor/Innen gewarnt werden.

Viele Grüße
Björn
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Ojinaa
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von Ojinaa » Mo 19. Okt 2015, 09:21

Liebe Leute, die Frage ist vermutlich gar nicht ernst gemeint, es ist wohl nur mal wieder eine Foren-PR-Runde für den "Verlag". So eine "Frage" ist mir ganz aktuell in einem anderen Forum gerade auch untergekommen …
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williwu
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von williwu » Mo 19. Okt 2015, 11:51

Die Gefahr besteht immer.

Wolfgang Bader
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von Wolfgang Bader » Do 25. Feb 2016, 16:00

Liebe LeserInnen,
es ist mir ein großes Anliegen, mich hier direkt zu Wort zu melden und auch die Gelegenheit zu nutzen, mich zu Ihren Meinungen zu äußern. Aufgrund der negativen Stimmen rund um mein Unternehmen und langer Überlegung, bedeutet es mir und meinem Unternehmen umso mehr, auf Ihre Meinungen einzugehen. Ich als Teil des novum Verlages bin der Meinung, dass jeder Autor mit einem guten Manuskript eine gute und faire Chance haben soll, sein Werk zu veröffentlichen und so die Chance zu bekommen, sich einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Unser Verlag sieht sich in der Lage, diese Möglichkeit anzubieten. Die Kosten für unsere Autoren errechnen sich aus erbrachten Leistungen wie Lektorat, Layout, Marketing und dem Vertrieb des Werkes. Die Kosten für den Buchdruck hingegen übernehmen wir als Verlag selbst. Nach einem Bausteinprinzip kann sich jeder Schriftsteller einzelne Leistungen heraussuchen und dann die dafür entstehenden Kosten tragen. Der novum Verlag als solches spekuliert mit keinen versteckten Kosten, alles ist klar dargelegt in unseren drei Leistungspaketen, die so entstehenden Kosten werden dann gedeckt seitens des Autors. Für allfällige Fragen oder Unsicherheiten seitens der Autoren bieten wir ein Erstgespräch an. Der Termin ist völlig unverbindlich, wer nicht überzeugt ist, kann immer noch von einer Veröffentlichung absehen. Zudem bieten wir Schreiberlingen jeden Genres die Möglichkeit, kostenlos auf unserem Corporate Blog veröffentlicht zu werden und sie bei ihrem Werdegang zu unterstützen. Wir haben uns als Unternehmen die letzten Jahre weiterentwickelt und aus alten, nicht geglückten Strukturen und Abläufen den Autoren gegenüber gelernt. Wenn Sie Fragen an mich oder unseren Verlag haben, dann bitte ich Sie um den persönlichen Kontakt, als hier als verdeckte Person, sich negativ zu äußern. Wie gesagt, jedem Autor ist es selbst überlassen, mit uns in Kontakt zu treten. Wir sind gerne bereit, mit interessierten Personen ein unverbindliches Gespräch zu führen, die Entscheidung jedoch trifft jeder Autor selbst. Abschließend möchte ich Ihnen nahelegen, mich direkt zu kontaktieren, sollten Unklarheiten bestehen, Sie Fragen haben oder das Bedürfnis haben, sich mit mir über mein Unternehmen, branchenrelevante Inhalte oder verlagsinterne Abläufe zu unterhalten. Ich möchte einfach diesen Weg der Kommunikation nutzen, da meiner Meinung nach nur auf diese Weise Missverständnisse bzw. Probleme aus dem Weg geräumt werden können. Das würde mir sehr stark am Herzen liegen. Gerne können Sie mich daher per Mail wolfgang_bader@gmx.net kontaktieren. um über Ihre Geschichte zu reden. Sollten Sie mit uns bisher keine direkten Erfahrungen gemacht haben, dann würde ich Sie bitten, nicht über unser Unternehmen zu urteilen, da – wie ich finde - Ihnen ein Urteil jeglicher Art und bestimmtes Meinungsbild, das anderen Usern nahegelegt wird, nicht zusteht und gerechterweise vermieden werden sollte. Ein kritisches Auge ist nie verkehrt, jedoch sollte dies nicht in überschwängliche Missachtung führen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Zuletzt geändert von Wolfgang Bader am Mo 7. Mär 2016, 15:04, insgesamt 1-mal geändert.

Ojinaa
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von Ojinaa » Do 25. Feb 2016, 17:02

Aha, eine neue Werbewelle …
Ein Verlag berechnet für all das nichts, nicht nur nicht für den Druck. "Marketing und Vertrieb" sind übrigens (neben dem Druck) DIE Leistungen, die ein Verlag erbringt. Dafür Geld zu verlangen ist ungefähr so, als würde der Gemüsehändler vom Gemüsebauern einen Zuschuss für die Ladenausstattung und das Anbringen von Preisschildern erheben.
Science Fiction und mehr: www.jonRomane.de

williwu
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von williwu » Do 25. Feb 2016, 17:44

Lieber Herr Bader,
Wolfgang Bader hat geschrieben:Ich als Teil des novum Verlages bin der Meinung, dass jeder Autor mit einem guten Manuskript eine gute und faire Chance haben soll, sein Werk zu veröffentlichen und so die Chance zu bekommen, sich einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können.
Die Chance hat doch sowieso jeder. Es gibt wohl keinen Verlag, der sich die Autoren nach Augenfarbe oder Daumenlänge aussucht und deshalb Autoren von vornherein ausschließt. Wenn er so schreibt, dass ein Verlag das Buch annimmt, dann nimmt er seine Chance wahr. Aber er hat keinen Anspruch darauf, dass sein Buch gedruckt wird. Meinen Sie vielleicht nicht "Chance" sondern "Möglichkeit"? Wo der Unterschied ist? Chance beinhaltet einen Wettbewerb, an dem man teilnehmen darf, den man aber nicht gewinnen muss. Möglichkeit heißt, man muss nur wollen.
Unser Verlag sieht sich in der Lage, diese Möglichkeit anzubieten. Die Kosten für unsere Autoren errechnen sich aus erbrachten Leistungen wie Lektorat, Layout, Marketing und dem Vertrieb des Werkes. Die Kosten für den Buchdruck hingegen übernehmen wir als Verlag selbst. Nach einem Bausteinprinzip kann sich jeder Schriftsteller einzelne Leistungen heraussuchen und dann die dafür entstehenden Kosten tragen.
Sie wissen aber sicher auch, was das Wort "Verlag" bedeutet, das Wort kommt von "vorlegen", das heißt, der Verlag zahlt die Autoren und erzielt seinen Gewinn allein aus dem Verkauf. Ob der Autor einen Vorschuss erhält oder nicht, egal. Aber sobald er zahlt, egal was, ist es ein Druckauftrag, evtl. mit Zusatzleistungen. Soll ich mich besser fühlen, wenn ich nicht die Druckkosten, sondern alles andere bezahle? Das ist so, als müssten die Milchbauern den Molkereien noch Geld dafür zahlen, dass die die Milch abnehmen.
Der novum Verlag als solches spekuliert mit keinen versteckten Kosten, alles ist klar dargelegt in unseren drei Leistungspaketen, die so entstehenden Kosten werden dann gedeckt seitens des Autors.
Eben! Es geht nicht um versteckte, sondern überhaupt um Kosten für den Autor. Und daraus machen Sie ja keinen Hehl.
Sollten Sie mit uns bisher keine direkten Erfahrungen gemacht haben, dann würde ich Sie bitten, nicht über unser Unternehmen zu urteilen, da – wie ich finde - Ihnen ein Urteil jeglicher Art und bestimmtes Meinungsbild, das anderen Usern nahegelegt wird, nicht zusteht und gerechterweise vermieden werden sollte. Ein kritisches Auge ist nie verkehrt, jedoch sollte dies nicht in überschwängliche Missachtung führen.
Hallo? Da fragt jemand in einem Autorenforum nach Erfahrungen mit einem Verlag, der eindeutig ein Bezahlverlag ist (siehe oben Ihre eigenen Angaben). Und da sollen dann nur diejenigen antworten dürfen, die genau diese Erfahrungen haben? Wahrscheinlich gäbe es dann keine Antworten. Da kann dann jeder Dienstleister seinen "Verlag" abfragen, auf keine Antwort hoffen und so kostenlos Werbung für sich machen.
Im Branchenvergleich der Dienstleister oder Bezahlverlage, da kann zB ich tatsächlich nichts konkret über Ihr Unternehmen sagen, da mögen Sie zu den besseren gehören. Aber das ändert nichts an der Branche selbst und vor allem, was das für viele Autoren bedeutet, die eben keine echte Chance am Buchmarkt haben. Die ihre Sucht, ein Buch in den Händen zu halten mit schriftstellerischem Erfolg verwechseln. Noch schlimmer: Die, die eine Chance hätten, aber von vornherein den leichten und vermeintlich sicheren Weg über den Bezahlverlag beschreiten und dann keine Chance mehr haben, jemals in einem richtigen Verlag gedruckt zu werden und die Anerkennung versagt bekommen, sich schriftstellerischen "Erfolg" nicht kaufen zu müssen.
Und wenn man solche Menschen kennt, die dann, ohne dass ein Buch ernsthaft verkauft wird, mit Mahnbescheiden bis hin zu Kontenpfändungen des angeblichen "Verlags" überzogen werden, dann darf man sich ein zumindest grundsätzliches Urteil erlauben und laut sagen, dass das bei einem echten Verlag nicht passieren kann. Warum wohl erkennt der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di als Voraussetzung für die Aufnahme die Veröffentlichung in einem Bezahlverlag nicht an? Einfach, weil echte Schriftsteller die Lieferanten, und echte Verlage die Kunden sind. Lieferanten bezahlen nicht die Kunden. Wer bezahlt, ist ergo kein Schriftsteller.

Aber wenn Sie wirklich eine Auseinandersetzung mit dem Thema möchten (und nicht nur mundtote Diskutanten, denen nur die Kritik erlaubt sein soll, die Sie selbst zulassen), warum dann nicht hier in einem Forum mit lauter interessierten Lesern? Geben Sie doch mal einen Link zu Ihrer Gewinn- und Verlustrechnung an, aus der ja genau hervorgehen muss, wie viel Ihres Umsatzes durch Autoren und wie viel durch Buchverkauf zustande kommt. Oder erzählen Sie, wie vielen Autoren Sie aus Fürsorgegründen abgeraten haben, bei Ihnen zu veröffentlichen, weil die sich das eigentlich nicht leisten konnten, Sie also ein "Verlag" für gutbetuchte Hobbyautoren sind. In welchen Buchhandlungen können Ihre Bücher im Präsenzbestand gefunden werden (also nicht nur gefunden, wenn man gezielt danach fragt mindestens unter Angabe des Autors oder besser noch der ISBN, sondern auch empfohlen)? Auch die Angabe, wie viele veröffentlichungswillige und solvente Autoren Sie aus Qualitätsgründen nicht gedruckt haben (ich habe einige Bücher Ihres Verlages bei Amazon angelesen und mache mir darüber ernsthaft Gedanken)?
Ach egal, nachprüfbar wäre das ja alles sowieso nicht!

Leider enthält Ihr Statement absolut nichts Neues, teilweise haben Sie das Gleiche geschrieben wie sogar die Kritiker zuvor, nur dass Sie es gut finden.

Ojinaa
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von Ojinaa » Fr 26. Feb 2016, 08:31

„alles ist klar dargelegt“
Wo? Nicht auf der Website jedenfalls.
Interessant übrigens, dass ich noch nie auf einen Ihrer sehr zufriedenen Autoren in einem Forum gestoßen bin (und ich bin schon lange in Foren unterwegs) und dass auch nie Zahlen genannt werden. Schweigepflicht?
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Wolfgang Bader
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von Wolfgang Bader » Do 3. Mär 2016, 15:02

Der novum Verlag als Solches veröffentlicht keine Paketpreise auf der verlagseigenen Homepage, da diese, basierend auf drei Grundpaketen, auf die jeweiligen Bedürfnisse des Autors angepasst werden, nach erster Bestandsaufnahme. Dies ermöglicht es uns, Leistungen so anzupassen, dass diese dem persönlichen Anspruch gerecht werden. All dies kann man individuell in einem kostenlosen, ersten Beratungsgespräch erfragen indem man sich an uns persönlich wendet.

williwu
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von williwu » Do 3. Mär 2016, 16:04

Alles uninteressant bis auf das "kostenlose Erstgespräch". Wenn man solch eine Selbstverständlichkeit schon betonen muss ...

Ojinaa
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von Ojinaa » Do 3. Mär 2016, 16:20

"Der novum Verlag als Solches veröffentlicht keine Paketpreise auf der verlagseigenen Homepage, da diese, basierend auf drei Grundpaketen, auf die jeweiligen Bedürfnisse des Autors angepasst werden, nach erster Bestandsaufnahme. Dies ermöglicht es uns, Leistungen so anzupassen, dass diese dem persönlichen Anspruch gerecht werden. “
Ja, der Trick ist echt gut. Das Einzige, bei dem man sich nicht darauf herausreden kann, sind die Druckkosten. Und die "spendiert" ja der "Verlag" …

Naja, lassen wir das. Wenn ich mal in einem Forum Jubelgesang über die Firma (ich weigere mich, es Verlag zu nennen) finde (vielleicht sogar mit Kosten-Angaben), dann reden wir weiter.
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Re: Erfahrungen mit dem Novum Verlag?

Beitrag von Wolfgang Bader » Mi 9. Mär 2016, 12:04

Unser Ziel ist es, jedem potentiellen Autor und Schreiberling eine Chance auf eine Veröffentlichung zu geben. Jedem ist freigestellt, welche Leistungen er unsererseits durchgeführt haben möchte und kann dies frei entscheiden. Zudem kann jeder Autor selbst entscheiden, welche Art von Verleger er für die Veröffentlichung seines Werkes heranzieht. Es ist uns wichtig, dass dieser Umstand klar verdeutlicht wird und wir in keinster Weise jemanden zwingen wollen, sich an uns zu wenden. Wie wir finden, ist es doch eine gute Sache, eine breite Bandbreite an Genres und Sparten anzubieten, da sich unsere Autoren nicht in ihren Ideen eingeschränkt fühlen sollen.
Ich möchte lediglich die Chance ergreifen mich zu den Vorwürfen gegen den Verlag zu äußern und mich darüber hinaus mit Ihnen auszutauschen.

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