[Rezension] Dietmar Rösler/Emer O'Sullivan - Butler, Graf & Friends: Nur ein Spiel?

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R. Bote
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[Rezension] Dietmar Rösler/Emer O'Sullivan - Butler, Graf & Friends: Nur ein Spiel?

Beitrag von R. Bote » Mo 11. Jun 2018, 20:50

Klappentext:
Als Teilnehmer an einem Fernsehquiz verbringen Maddy und ihre Freunde aus Deutschland drei herrliche Wochen in London. Bei der Ausstrahlung der ersten Sendung jedoch müssen sie feststellen, dass ein englischer Teilnehmer, der es immerhin bis zum Halbfinale geschafft hatte, raffiniert aus der Sendung herausgeschnitten worden ist. Maddy und ihre Freunde entdecken, dass es sich dabei nicht um einen technischen Fehler handelt ...

Über die Autoren (Quelle: Zusammenfassung der Portraits des Rowohlt-Verlags):
Dietmar Rösler, geboren 1951 in Emden, studierte in Berlin. Er war als Germanist an Hochschulen in Dublin, Berlin und London tätig. Derzeit ist er Professor für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Gießen.
Emer O'Sullivan, geboren 1957 und aufgewachsen in Dublin, studierte in Berlin Anglistik und Germanistik. Sie war an verschiedenen deutschen Universitäten tätig, derzeit ist sie Professorin für Englische Literatur an der Universität Lüneburg.
Rösler und O'Sullivan haben gemeinsam eine Reihe von Kinder- und Jugendbüchern verfasst, die englisch und deutsch gemischt geschrieben sind.

Persönlicher Eindruck:
Butler, Graf & Friends: Nur ein Spiel? ist der zweite von drei Bänden der Reihe Butler & Graf. Das Buch ist in zwei Sprachen geschrieben, Deutsch und Englisch. Wörtliche Rede und wörtlich wiedergegebene Gedanken sind dabei in der Originalsprache verfasst, in der der Sprecher sie sagt oder denkt, der erzählende Text wechselt jeweils nach zwei bis fünf Sätzen die Sprache. Man braucht aber keine ausgeprägten Englisch-Kenntnisse, um der Geschichte zu folgen, ich habe das Buch nach einem Jahr Englisch-Unterricht zum ersten Mal gelesen und brauchte kein Wörterbuch.
Inhaltlich handelt es sich um ein Jugendabenteuer. Eine internationale Clique aus sechs Jugendlichen nimmt an einer Quizshow teil und beginnt nachzuforschen, als ihnen bei der Ausstrahlung der ersten Sendung eine Unstimmigkeit auffällt. Der Fall, den das Sextett zu lösen hat, kommt ohne körperliche Gewalt aus und zieht seine Spannung aus der Undurchsichtigkeit der Motive hinter dem Offensichtlichen.
Mir gefällt, dass die Protagonisten im Vergleich zum ersten Band mehr Raum bekommen, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Außerdem kommt mit der Irin Una, die manchmal etwas ruppig wirkt, eine Figur hinzu, die manchen Situationen eine witzige Note gibt.
Die Quizshow bildet in sich noch einmal eine eigene Handlungsebene. Die Protagonisten stellen zwei Dreier-Teams, die mit wechselndem Erfolg gegen andere Mannschaften antreten. Die Autoren beschreiben die wichtige Ausschnitte aus den Shows in einer Art, die den Leser mit um den Einzug in die nächste Runde zittern lässt, ohne das Buch damit zu überfrachten.
Manche Details wirken wie schon im ersten Band angestaubt, was dem Alter der Reihe geschuldet ist; insbesondere Computer haben sich nun mal seit 1990 deutlich weiterentwickelt. Störend finde ich das nicht, und auch heutige Jugendliche sollten keine Schwierigkeiten haben, der Handlung zu folgen.

Fazit:
Vielschichtiges Abenteuer in zwei Sprachen, das auch nach fast drei Jahrzehnten seinen Reiz nicht verloren hat.
:!: Warnung: Ich schreibe. Meine Akte: http://www.rene-bote.jimdo.com und bei Facebook

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