Andreas Winkelmann: Das Haus der Mädchen

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subechto
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Andreas Winkelmann: Das Haus der Mädchen

Beitrag von subechto » So 8. Jul 2018, 14:59

Das Horror-Haus

Andreas Winkelmann geht gleich in medias res: Oliver, der etwas gesehen hat, was er wohl nicht hätte sehen sollen, wird erschossen. Aber der obdachlose Freddy hat den Mord beobachtet und ist nun auf der Flucht.
Zwei Tage später: Wir begegnen Leni. Sie will in Hamburg ein Praktikum machen und ist auf dem Weg zu einer Wohnung, in der sie über das Internet ein Zimmer gemietet hat. Dort lernt sie auch Vivian kennen. Nach einer Party ist ihre Freundin plötzlich verschwunden.
Was haben diese Handlungsstränge mit Jana zu tun, die in einem gruseligen Gewölbe gefangen gehalten wird? Sie ist Nummer sieben, die andere Frau Nummer sechs. Sie müssen dem „Herrn des Hauses“ dienen und gefallen.
Wie schon bei „Deathbook“, ist „Das Haus der Mädchen“ eine Mischung aus Thriller und Horrorroman. Die Geschichte ist in Hamburg verortet. Alle beschriebenen Orte existieren zwar auch im realen Hamburg, aber dies ist ihre fiktive, dunkle Variante.
Das Buch hat alles, was einen guten Thriller ausmacht: eine sympathische Heldin, einen rasanten Plot und einen weit reichenden Spannungsbogen mit mehreren Verdächtigen, ist aber auch sehr vorhersehbar.
Gut gefallen hat mir die Schilderung des unheimlichen Hamburger Kanal- und Fleetsystems bei Nacht. Nicht so gut fand ich den SM-Touch. Nichtsdestotrotz ist das Buch flüssig geschrieben und nur schwer beiseite zu legen.

Fazit: Ein typischer Winkelmann. Nichts für schwache Nerven!

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