Dania Dicken, Jenseits der Angst

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ohnenamen
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Dania Dicken, Jenseits der Angst

Beitrag von ohnenamen » Mi 15. Mai 2019, 11:12

Das gelesene TB (366 Seiten) ist aus dem Weltbild-Verlag und aus dem Jahr 2017 (ISBN: 78-3-59573-685-5).

zur Autorin lt. Buch
Dania Dicken, Jahrgang, lebt in Krefeld und hat in Duisburg Psychologie und Informatik studiert. Mit den Grundlagen aus dem Psychologie Studium setzt sie ein langgehegtes Vorhaben in die Tat um und schreibt seit dem spannende Profiler-Thriller.

zum Inhalt lt. Einbandrückseite
London: Die 17-jährige Millionärstochter Trisha wird bei helllichtem Tage entführt. Die Polizei zieht umgehend das Profiler-Team zu Rate, bei dem auch Andrea Thornton seit kurzem arbeitet. Bald darauf geht eine Lösegeldforderung ein. Doch die Geldübergabe schlägt fehl und die Ermittler geben die Hoffnung auf, Trisha noch lebend zu finden. Auch Andrea lässt der >Fall nicht kalt, gibt es doch einige Parallelen zu ihrer eigenen Entführung. Und sie muss feststellen, dass diese tiefere Spuren hinterlassen hat, als sie wahrhaben will....

Nach der Beschreibung war ich neugierig auf einen spannenden Thriller. Die Erwartungen wurden erfüllt, wenn auch mit Einschränkungen.

Die Entführung wird von mehreren Personen durchgeführt. Trisha wurde wie jeden Tag zur Schule gefahren, dies hatten sie Eltern zu ihrem Schutz veranlasst. An diesem Tag geriet das Auto in einen Unfall, der aber inszeniert war. Der Fahrer von Trisha wird erschossen und Trisha wird gepackt und verschleppt. Die Eltern von Trisha müssen lange warten ehe eine Lösegeldforderung eingeht. Die Polizei ist vor Ort, denn sie wurde durch den Unfall aufmerksam. Die Polizei fährt sofort alle verfügbaren Kräfte auf und zieht auch die Profiler hinzu. Alles wird bereit gehalten um die Lösegeldforderung zu erfüllen. Aber dies ging schief und dann wird es zur Geduldsprobe. Es herrscht Ruhe, nichts mehr von den Entführern zu hören. Dann geschieht doch noch was und eine weitere Lösegeldübergabe findet statt, wieder unter Überwachung der Polizei. Die jedoch trotzdem nicht zum Ziel kommt, Trisha zu finden. Die Profiler versuchen alles zu bewerten, auch die Stimmen von Trisha, als sie doch mit ihren Eltern am Telefon kurz sprechen kann. Aber so richtig kommt man nicht weiter. Und Trisha erlebt in ihrer Gefangennahme schlimme Sachen und ist hilflos. Dabei muss sie versuchen nicht zu verzweifeln. Jedoch muss sie sehr viel ertragen. Trotz Geldübergabe geschieht nichts und Trisha wird nicht freigelassen. Die Polizei, die Profiler und die Eltern verlieren langsam die Hoffnung, dass das Mädchen noch lebt. Und dann geschieht etwas Unerwartetes. Aber damit ist noch nicht alles vorbei.

Das Buch ist in zwei Stränge unterteilt. Einmal das Geschehen aus der Sicht der Eltern, Polizei mit Profiler und zuerst der Entführung selbst. Dann das Geschehen aus der Sicht von Trisha. Das Buch umfasst sowohl das Verbrechen als auch private Ereignisse und Vorkommnisse um die Profilerin Andrea Thornton. Andrea wird durch diese Entführung sehr belastet, denn sie hat selbst so etwas erfahren. Aber sie kann damit auch hilfreich sein. Etwas passen die anderen persönlichen Belange von Andrea nicht so richtig rein. Aber das Geschehen bezüglich der Entführung steigert sich zum Ende unerwartet und dies wirklich bis zur letzten Zeile.

Fazit: Gut, spannend und flüssig geschrieben.

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