Martha Strubinger - LEBENSMENSCH - Leben mit Parkinson aus Sicht einer Angehörigen

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goblin girl
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Martha Strubinger - LEBENSMENSCH - Leben mit Parkinson aus Sicht einer Angehörigen

Beitrag von goblin girl »

Unbedingt lesen! Bewegender Bericht einer Frau, die mit ihrem an Parkinson erkrankten Mann lebt.
Das Buch kann ich nur jedem empfehlen, der mit der Thematik in Berührung kommt, sei es beruflich oder als Angehöriger oder Freund. Die Autorin beschreibt die Zeit, seit ihr Mann mit erst 49 Jahren die Diagnose Parkinson bekam. Zwar wurde das Leben der ganzen Familie auf den Kopf gestellt, doch mit Mut und Durchhaltevermögen haben sie einen Weg gefunden, gemeinsam ein Leben zu führen, das trotz allem lebenswert ist.
Einige Schreibfehler sind den Korrekturlesern durch die Lappen gegangen, etliche Wiener oder österreichische Ausdrücke und Redewendungen waren mir fremd, aber weder eine noch das andere hat mich gestört, denn "Lebensmensch" ist ja gerade aus der Sicht einer Angehörigen geschrieben, ein sehr persönliches und emotionales Buch. Die Autorin ist weder vom Fach noch selber erkrankt, sie beschreibt die Dinge, wie sie ihr begegnen, die Unberechenbarkeit von Mr. Parkinson, die Achterbahnfahrt der Stimmungsschwankungen, von hektischer Betriebsamkeit zur Apathie und völligen Antriebslosigkeit des Kranken, wie die Krankheit über Jahre ganz allmählich ihren Mann verändert. Die Schwierigkeiten mit Ärzten, Behörden, Arbeitsstelle, dem Umfeld und Freundeskreis - alles wird geschildert, was mir manchmal echt naheging. Dranbleiben, nicht nachlassen und immer wieder neu eine Stütze und Hilfe sein, auch wenn der Kranke das scheinbar garnicht wahrnimmt - das nötigt mir höchsten Respekt ab.
Das Buch "Lebensmensch" aus der Sicht einer Angehörigen kann sehr hilfreich sein für Betroffene, nicht aufzugeben oder zu verzweifeln. Und ich glaube, dass dieser Lebensbericht für viele Angehörige, die sich im Alltag oft überfordert fühlen, die psychische Belastung vermindert.
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