Karin Fossum, Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein

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ohnenamen
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Karin Fossum, Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein

Beitrag von ohnenamen » Sa 23. Feb 2019, 10:26

Das gelesene Buch (286 Seiten) ist aus dem Berlin-Verlag und aus dem Jahr 2014 (ISBN: 978-3-8333-0993-9).

Autorin lt. Buch
Karin Fossum, geboren 1954 in Sandefjord/Norwegen, lebt in Stylling bei Oslo. Ihre international erfolgreichen Romane um Kommissar Konrad Sejer sind vielfach preisgekrönt und wurden fürs Kino und Fernsehen verfilmt.

zum Inhalt lt. Einbandrückseite
Nur einen kurzen Moment haben Carmen und Nicolai ihren kleinen Sohn aus den Augen gelassen, da passiert die Katastrophe. Alle sind sich einig: ein tragischer Unfall. Einzig Kommissar Sejer spürt, dass etwas nicht stimmt und beginnt zu ermitteln: wie kam der kleine Junge aus dem Haus? Warum war das Kind nackt? Welche Rolle spielt die Mutter? Etwas scheint in der jungen Familie nicht mit rechten Dingen zugegangen sein...

Nach der Beschreibung habe ich auf einen besonderen Kriminalroman gespannt. Die Erwartungen wurden voll erfüllt.

Der kleine Junge war erst 16 Monate alt und hatte des Down-Syndrom. Er fing gerade an zu laufen und nun das. Die Eltern sind sehr jung. Beide sind erschüttert. Die Mutter gab an ihren Jungen leblos im See am Haus gefunden zu haben. Sie und ihr Mann versuchen den kleinen wieder zu beleben und rufen den Notarzt, aber alles hilft nichts, er ist tot. Die Polizei nimmt Ermittlungen auf. Der Ermittler Seje übernimmt die Aufgabe und arbeitet dabei mit dem Ermittler Skarre zusammen. Sejer sieht hinter die Tatsachen und die Aussagen der Eltern und wird skeptisch. Aber sein Kollege sieht das nicht so. Aber Sejer bleibt dran und macht sich ein Bild zu den Persönlichkeiten der Eltern und deren Umfeld. Dabei kommt zu Tage, dass die junge Frau sich sehr stark gibt und irgendwie undurchschaubar ist. Der Mann ist dagegen eher scheu und scheint von der Frau abhängig zu sein. Seje bleibt dran und dringt immer weiter in die persönlichen Verhältnisse ein.

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Die Abhandlung ist schlüssig und nachvollziehbar. Erst wirklich die letzten Seiten erklären viel. Und der allerletzte Satz ist noch eine Überraschung.

Fazit: Ein sehr guter Krimi, der etwas anders ist und viele Fragen und Überlegungen an den Leser stellt.

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