Alex Pohl: Eisige Tage

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subechto
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Alex Pohl: Eisige Tage

Beitrag von subechto » Di 2. Apr 2019, 15:44

Loverboy 2.0

„Eisige Tage“ ist mein erster Roman von Alex Pohl. Unter seinem Pseudonym L.C. Frey kannte ich ihn nicht. Es handelt sich um den ersten Fall für die Leipziger Kommissare Hanna Seiler und Milo Novic. Worum geht es? Malinowski, ein schmieriger Anwalt mit Verbindungen zur Russenmafia wurde ermordet. Wer ist der Täter und wo liegt das Motiv?
In einem anderen Handlungsstrang lernen wir die 13-jährige Elise kennen. Ein junges, naives Mädchen aus einem behüteten Elternhaus, das sich in der Stadt rumtreibt und unsterblich in einen Gangster verliebt ist. Aljoscha ist ein skrupelloser Loverboy, der noch einen älteren Bruder namens Sergej hat. Beider Onkel ist Mafiaboss Iwanow.
Die Story ist verwirrend und der Stil etwas hölzern. Denn der Autor springt durch Zeit und Raum. Dem spannenden Einstieg folgt ein schwacher Mittelteil. Wechselnde Perspektiven sollen für Dynamik sorgen. Spannend, keine Frage. Aber auch blutig und brutal. Schließlich geht es um junge Mädchen und alte Männer..
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Nur mit Hanna bin ich bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Sie ist alleinerziehend und braucht dringend die ausverkaufte Legoburg als Weihnachtsgeschenk für ihren Sohn. Zudem klüngelt sie mit dem Boss der Russenmafia. Novic, der aus dem Kosovo stammt, kommt sympathisch rüber. Auch, wenn er mit den Dämonen der Vergangenheit kämpft.

Fazit: Solider Auftakt einer neuen Krimi-Reihe. Harter Stoff!

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