Rick Mofina, Brennende Lügen

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ohnenamen
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Rick Mofina, Brennende Lügen

Beitrag von ohnenamen » So 21. Apr 2019, 14:00

Das gelesene TB (384 Seiten) ist aus dem Weltbild-Verlag und aus dem Jahr 2019 (ISBN: 978-3-96377-163-7).

zum Autor lt. Buch
Der Kanadier Rick Mofina hat sich als Fünfzehnjähriger seine erste Kurzgeschichte an eine Zeitschrift verkauft. Nach seinem Studium (Journalismus und Englische Geschichte) berichtete er jahrelang als Reporter aus Kriegs- und Krisengebieten. Heute lebt und Arbeitet er als Kommunikationsberater in Ottawa und schreibt "nebenbei" seine erfolgreichen Thriller.

zum Inhalt lt. Einbandrückseite
An einem ganz gewöhnlichen Morgen geht Maria Colson mit ihrem kleinen Sohn Dylon zum Einkaufen. Nur ein paar Sekunden lässt sie ihn aus den Augen - dann ist der Kinderwagen leer. Maria versucht noch, die Entführer zu stoppen, aber sie wird brutal auf die Straße gestoßen, und der Van verschwindet spurlos. Während Maria im Krankenhau um ihr Leben kämpft und ihr Mann an ihrem Bett Wache hält, suchen FBI und Polizei fieberhaft nach den kleinen Dylon, Reporter Jason Wade wittert eine große Story. Umso mehr, als er feststellt, dass es eine Verbindung gibt zwischen den Colsons und einem scheußlichen Mord an einer jungen Frau. Gemeinsam mit Mordermittlerin Grace Garner nimmt er die Spur der Täter auf. Beide wissen, dass ihnen die Zeit davonläuft...

Nach der Beschreibung war ich auf einen spannenden Thriller gespannt. Die Erwartungen wurden erfüllt, wenn auch mit Einschränkungen.

Natürlich wird alles versucht, den kleinen Dylon zu finden und dies hoffentlich auch lebend. Aber nun ist es so, dass zwar viele Fakten vorliegen, aber diese alle erst einmal gewertet werden müssen. Die Polizei befragt viele Leute auch aus dem Umkreis der Familie Colsons und verschafft sich ein Bild zu deren Leben. Man hat den Ehemann im Visier und ordnet ihn als dringend Verdächtigen ein. Und dann gibt es noch den Reporter Jason Wade, der einmal Druck von seinem Chef kommt und dann ist er selbst sehr ehrgeizig. Die Polizei ist gegenüber dem Treiben von Jason Wade nicht gerade begeistert, aber Grace Garner erkennt bald, man muss zusammenarbeiten. Denn sowohl die Polizei und auch Wade finden unabhängig von einander neue und wichtige Fakten und Tatsachen. Aber d. h. es geschieht mit Absprachen. Und Wade hat es sehr schwer, denn sein Chef will immer wieder Storys über diesen Fall um diese auf die Titelseite bringen zu können und die Konkurrenz damit zu überraschen. Im Lauf der Ermittlungen stellen sich immer neue Erkenntnisse heraus, die vieles in neues Licht setzen und alles komplizierten machen. Auf die Mutter von Dylon kann man nicht zurückgreifen, denn sie kämpft um ihr Leben und ist nicht bei Bewusstsein. Einige wichtige Tatsachen bleiben im Hintergrund, denn sie werden nicht offenbart. Es passiert immer mehr. Nur langsam werden Zusammenhänge klar, die alles aufklären.

Die Schreibweise ist so, dass man "mitgenommen" wird, wenn auch die Personen nicht klar dargestellt werden. Es ist flüssig geschrieben, wenn auch ein Teil des Buches ist etwas konstruiert ist.

Fazit: Ein gut geschriebener Thriller.

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