Sharon Bolton, Schwarze Strömung

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ohnenamen
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Registriert: Do 31. Mär 2016, 12:38

Sharon Bolton, Schwarze Strömung

Beitrag von ohnenamen »

Das gelesene TB (544 Seiten) ist aus dem Goldmann-Verlag und aus dem Jahr 2017 (ISBN: 978.3-442-48519-2).

zur Autorin lt. Buch
Ihr erster Roman, "Todesopfer", der inzwischen sogar verfilmt wurde, machte sie über Nacht zum neuen Star unter den britischen Spannungsautoren. Ihrem ersten Triumph folgten weitere spannende Thriller - darunter die Reihe mit der grandiosen Ermittlerin Lacey Flint -, in denen Sharon Bolton ihr brillantes Können immer wieder unter Beweis stellte. Sie wurde für zahlreiche Krimipreise nominiert und für ihr Gesamtwerk mit dem Dragger in the Library geehrt. Sharon Bolton lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Oxford.

zum Inhalt lt. Einbandrückseite
Man findet sie tot in den dunklen Fluren der Themse - junge Frauen, in weiße Laken gehüllt, ermordet von einem mysteriösen Killer... Stammen die rätselhaften Geschenke, die jemand auf dem Hausboot der Ermittlerin Lacey Flint hinterlässt, ebenfalls von dem Mörder? Lacey spürt, dass jemand jeden ihrer Schritte beobachtet. Jemand, der sie gut zu kennen scheint...

Nach der Beschreibung habe ich einen etwas anderen und spannenden Thriller erwartet. Die Erwartungen wurden nicht so richtig erfüllt.

Lacey Flint ist eine Frau, die ihr Leben neu eingerichtet hat. Sie hat sich von ihrem Detectivposten zur Flusspolizei versetzen lassen. Außerdem hat sie sich ein Boot als neues Zuhause ausgesucht. Damit frönt sie ihrem Hobby, in der Themse zu schwimmen, auch wenn das verboten ist. Bei so einem gefährlichem Ausflug stößt sie auf eine verpackte Leiche im Wasser. Und nun beginnt ihre Arbeit mit der Polizei und sie selbst kann aber nicht sehr viel tun. Aber sie lässt nicht los und tut auf eigene Gefahr hin zu ermitteln. Dabei stößt sie auf verschiedene Hinweise und Tatsachen, die aber irgendwie ins Leere laufen. Bei ihren Nachforschungen begegnet sie vielen verschiedenen Menschen, die ihr z. T. skeptisch gegenüber stehen oder sich zu freundlich zeigen. Und dann muss man feststellen, das Morden geht weiter. Aber Grund und Motive sind zuerst unklar. Bis man die Herkunft der Getöteten einordnen kann. Lacey Flint muss außerdem feststellen, dass sie selbst mit hineingezogen wird. Auf ihrem Boot finden sich immer wieder Gegenstände, die sie sich nicht beschafft hat. Doch wer hat es nun auch noch auf sie abgesehen? Die unerwartete Lösung findet sich erst am Ende.

Das Buch ist interessant aufgebaut. Es werden in einzelnen kürzeren Abschnitten die Tatsachen, Fakten und <Ereignissen aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt. Dabei gibt es auch z. T. Rückblicke in verschiedenen Zeiträumen. Deshalb sollte man das Buch nicht mit zu langer Unterbrechung lesen.
Aber trotz des interessanten Aufbaus kommt Spannung nicht so richtig auf. Irgendwie "plätschert" es dahin bis zur doch unerwarteten Lösung am Ende.

Fazit: Lesbar, aber kein Hit.

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