Wolf Harlander: 42 Grad

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subechto
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Registriert: Mi 18. Feb 2009, 22:10

Wolf Harlander: 42 Grad

Beitrag von subechto »

Europa trocknet aus

Wolf Harlander geht gleich in medias res: ein Erdbeben in Italien. Folgen des Klimawandels?
Anschließend lernen wir Julius Denner kennen. Er studiert Hydrologie. Als er seine Oma besucht, entdeckt er, dass es im Heim ein Wasserproblem gibt. Ist die Erderwärmung daran schuld?
Damit nicht genug. In „42 Grad“ geht es auch um Cyberangriffe auf Wasserwerke, Brandstiftung und gewaltbereite Terroristen. Doch, wer steckt dahinter? Wo liegt das Motiv?
Die Felder sind trocken, das Wasser ist knapp. Wasserflüchtlinge, Menschen, die mit Tankwagen versorgt werden müssen. Bürgerkrieg. Ein erschreckendes Szenario, das der Autor sich ausgedacht hat. Nah an der Realität. Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik.
Ein Student, ein Unternehmensberater und eine IT-Spezialistin retten die Welt. Spannend, keine Frage. Hat man aber so oder so ähnlich schon einmal gelesen. Wirklich sympathisch war mir niemand. Die Jungs riskieren gefährliche Alleingänge, die Mädels kommen ziemlich naiv rüber.
Und die Moral von der Geschicht‘? Die Bösen sind immer die Russen... oder am Ende doch nicht? Vieles in „42 Grad“ beschreibt die bereits bestehende Situation. Das Ende dagegen ist starker Tobak.

Fazit: Packender Thriller um ein aktuelles Thema. Realitätsnah, bis auf das Ende.

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