Helene - Eine Kriegskindheit von Dieter Ebels

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Graphit
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Helene - Eine Kriegskindheit von Dieter Ebels

Beitrag von Graphit » Do 12. Nov 2009, 17:08

Helene - Eine Kriegskindheit
Dieter Ebels
ISBN 3-86683-074-2
Wagner-Verlag

In diesem Buch erzählt eine alte Dame von ihrer Kindheit im Zweiten Weltkrieg. Das Buch ist in der Ich-Perpektive, gesehen mit den Augen des Mädchens Helene verfasst. Als Leser erfährt man auf beeindruckende Art und Weise, wie Kinder den Krieg erlebten, wie sie mit all der Not und dem Elend der damaligen Zeit umgingen.
Helenes schwangere Mutter muss sich mit ihren fünf Kinder alleine durchschlagen, denn der Vater ist als Soldat im Krieg. Tragische Ereignisse stürzen auf die Familie ein und die kleine Helene muss einige schwerse Schicksalsschläge durchleben. Immer wieder sitzt das Mädchen im Schutzraum, während draußen die Bomben alles in Schutt und Asche legen.
Durch die Kinderlandverschickung nach Bayern kann Helene den Kriegsschrecken für einige Zeit verdrängen. Als sie aber erkrankt und deshalb wieder nach Hause muss, befindet sie sich erneut mitten in den Grausamkeiten des Krieges. Helenes Gedanken und Gefühle werden beim Lesen lebendig, und das auf so drastische Weise, dass ich ein paar Mal geweint habe(Was mir beim Lesen noch nie passiert ist).

Ich habe diese tiefgründige Geschichte verschlungen. Es ist eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe.

Meine Meinung: Ein tolles Buch zum weiter empfehlen.
:D

Gerte
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Re: Helene - Eine Kriegskindheit von Dieter Ebels

Beitrag von Gerte » So 13. Dez 2009, 12:16

Ich wohne einem Forum bei, in dem sich Deutschlands dicke Menschen treffen. Natürlich haben wir auch eine Literaturecke für die Leseratten. "Helene - Eine Kriegskindheit" stieß dort auf sehr positive Kritik und alle "Dicken" waren sich einig, dass dieses Buch etwas ganz Besonderes ist.
:D
Ich persönlich stehe, was Bücher betrifft, eigentlich mehr auf spannende Abenteuer, doch die Geschichte der kleinen Helene zog mich in ihren Bann und ich muss zugeben, dass dieses Buch manchmal spannender ist, als so mancher Thriller.
:lol:
Auch ich kann nur sagen, dass es ein Buch zum Weiterempfehlen ist, ein Buch welches ich jeder Leseratte nur ans Herz legen kann.

°

4.10.60
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Re: Helene - Eine Kriegskindheit von Dieter Ebels

Beitrag von 4.10.60 » Fr 22. Jan 2010, 14:24

Graphit hat geschrieben:Helene - Eine Kriegskindheit
Dieter Ebels
ISBN 3-86683-074-2
Wagner-Verlag

In diesem Buch erzählt eine alte Dame von ihrer Kindheit im Zweiten Weltkrieg. Das Buch ist in der Ich-Perpektive, gesehen mit den Augen des Mädchens Helene verfasst. Als Leser erfährt man auf beeindruckende Art und Weise, wie Kinder den Krieg erlebten, wie sie mit all der Not und dem Elend der damaligen Zeit umgingen.
Helenes schwangere Mutter muss sich mit ihren fünf Kinder alleine durchschlagen, denn der Vater ist als Soldat im Krieg. Tragische Ereignisse stürzen auf die Familie ein und die kleine Helene muss einige schwerse Schicksalsschläge durchleben. Immer wieder sitzt das Mädchen im Schutzraum, während draußen die Bomben alles in Schutt und Asche legen.
Durch die Kinderlandverschickung nach Bayern kann Helene den Kriegsschrecken für einige Zeit verdrängen. Als sie aber erkrankt und deshalb wieder nach Hause muss, befindet sie sich erneut mitten in den Grausamkeiten des Krieges. Helenes Gedanken und Gefühle werden beim Lesen lebendig, und das auf so drastische Weise, dass ich ein paar Mal geweint habe(Was mir beim Lesen noch nie passiert ist).

Ich habe diese tiefgründige Geschichte verschlungen. Es ist eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe.

Meine Meinung: Ein tolles Buch zum weiter empfehlen.
:D
Werde es mir kaufen dass fehlt noch in meiner Sammlung.

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goat
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Re: Helene - Eine Kriegskindheit von Dieter Ebels

Beitrag von goat » Mi 3. Feb 2010, 19:32

Meine Meinung: Das Taschenbuch hat 401 Seiten, was ich für diese Geschichte als genau die richtige Länge empfunden habe. Positiv ist auf jeden Fall, dass die Story ohne Schnörkel, direkt und einfach aufgeschrieben ist, was sicherlich auch daran liegt, dass es aus Sicht eines Kindes erzählt wird. Keine komplizierten Sätze oder Jahreszahlen, die man sich merken muss. Schlicht geschrieben und sehr flüssig zu lesen.

Aus Sicht des Kindes heißt in diesem Fall von Helene, die heute (als alte Dame) dem Autor die Erlebnisse während der Kriegsjahre als junges Mädchen schilderte. Ich habe mitgelitten und mich mitgefreut und war traurig, als ich das Buch fertig gelesen hatte. Die Personen sind mir alle sofort ans Herz gewachsen und ich habe mich nur ungern von ihnen getrennt.

Im Gegensatz zu anderen Büchern, die diese Thematik behandeln, stehen hier die Personen im Vordergrund und nicht der Krieg. Man merkt richtig, dass es dem Autor wichtiger war, die Gefühle der einzelnen Personen rüberzubringen, als zu beschreiben wie eine Bombe eine Familie tötet oder jemand eine fast abartige Freude daran hat, einen Mitmenschen zu töten. Also auch das Thema Juden rückt hier weit in den Hintergrund. Und das hat mir sehr gut gefallen, weil es sich von den anderen Erzählungen so abhebt.

Der Autor hat mir noch eine Zusatzinfo in Form eines Briefes in mein Rezensionsexemplar gelegt, die leider noch nicht im Buch vermerkt wurden aber in der nächsten Auflage in einem Vorwort zu lesen sind:
Bei den Recherchen zu seinem Werk über Duisburger Stadtgeschichten, hat der Autor auch Zeitzeugen befragt. Dabei ist er auf diese alte Dame gestossen, die ihm von ihrer Kindheit wähend der Kriegsjahre berichtet hat. Diese Geschichte ging ihm so unter die Haut, dass er sie aufgeschrieben und als Grundlage für seinen Roman verwendet hat. Dies ist für die Leute interessant, die hinterfragen, wie er ausgerechnet an diese Dame geraten ist und warum sie ihm diese Geschichte überhaupt erzählt hat.

Negativ aufgefallen sind mir die vielen Wortwiederholungen oder gar ganze Sätze, die man vielleicht zwei Abschnitte zuvor schon einmal gelesen hat. Aber das hat meine Lesefreude trotzdem nicht trüben können.
Ein gelungenes Buch, welches ich mit Sicherheit weiterempfehlen kann.
Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!

www.leserattenbuecherforum.de

Gerhard
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Re: Helene - Eine Kriegskindheit von Dieter Ebels

Beitrag von Gerhard » Do 1. Apr 2010, 15:18

:D
Eigentlich bin ich in einem anderen Kulturforum(ich möchte hiere keine Reklame dafür machen) aktiv. In der dortigen Sparte "Literatur" wurde der Beitrag "Helene - Eine Kriegskindheit" weit mehr als 10.000 mal aufgerufen. Den Kommentaren konnte man ablesen, dass das Buch fast ausnahmslos auf positive Resonanz stieß. Das war auch der Grund dafür, dass ich es mir gekauft hatte, obwohl es eingentlich nicht mein Genre ist. Ich habs gelesen und war begeistert.
Zunächst fängt alles an, wie eine Kindergeschichte mit lustigen Anekdoten, doch bald ist Schluss mit lustig. Als Hauptpersonen treten das Mädchen Helene und ihre Geschwister in den Vordergrund. Die sorgenvollen Begleitpersonen, Helenes Mutter, der Onkel(SA) und die Tante(Krankenschwester) werden zu Begleiterscheinungen. Dem Leser offenbart sich eine Flutwelle von Gefühlen, ihm wird beim Lesen fast körperlich bewusst, was der grausame Krieg für Kinder bedeutet. Helene gerät von einem Extrem ins andere und erlebt schwerste Schicksalsschläge. Die aufregende Zeit, die Helene in der Kinderlandverschickung in Bayern erlebt ist lediglich eine kurze Erholungsphase vom schrecklichen Kriegsgeschehen, welches sie Zuhause sehr schnell wieder einholt. Das Buch geht mehr als tief unter die Haut.

Der Klett-Verlag nahm übrigens einen kompletten Originalauszug des Buches in das Geschichtsschulbuch "Mitmischen3"(9. Klasse) auf.

Ich möchte das Buch jedem ans Herz legen, eine großartige, tiefgründige Geschichte.

:D :D :D

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Gerhard
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Registriert: Do 1. Apr 2010, 14:57

Re: Helene - Eine Kriegskindheit von Dieter Ebels

Beitrag von Gerhard » Do 1. Apr 2010, 15:55

Ich habe gerade noch etwas im Netzt herumgestöbert und bin auf die Seite der Zeitung "Zeit" gestoßen. Unter:
http://www.community.zeit.de/user/anja/ ... ment-84158
findet ihr einen tollen Kommentar, sowie begeisterte Leserbriefe(etwas runterscrollen).

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Missis
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Re: Helene - Eine Kriegskindheit von Dieter Ebels

Beitrag von Missis » Mo 14. Jun 2010, 14:00

:D
"Helene - Eine Kriegskindheit" gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Ich habe es schon zwei Mal gelesen und irgendwann werde ich es noch mal aus dem Regal nehmen, um es noch mal zu lesen.
Es ist eine Geschichte, die jede Leseratte gelesen haben muss.
:D :D :D

Daggy
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Re: Helene - Eine Kriegskindheit von Dieter Ebels

Beitrag von Daggy » Di 13. Jul 2010, 16:50

Helene - Eine Kriegskindheit ist in der Tat eine beeindruckende Geschichte.
Kaum ein Buch hat mich bisher so gefesselt.
Es begann damit, dass ich von einem Besuch bei einer Freundin in Frankfurt dieses Buch von ihr bekam, mit den besten Empfehlungen. Ich stieg in Frankfurt in den Zug und fuhr nach Hause nach Stuttgart. Natürlich las ich während der Fahrt, und zwar so intensiv, dass ich beinahe vergessen hatte, auszusteigen. Kaum war ich in meiner Wohnung, ließ ich alles liegen und stehen und las weiter. Ich war gefesselt von diesem Buch und so kam es, dass ich es schaffte, meinen Koffer erst auszupacken, als ich die 401 Seiten zuende gelesen hatte. Das hat noch kein Buch bei mir geschafft.

Meine Meinung zu dem Buch: Großartige Lektüre. Wer diese Geschichte noch nicht gelesen hat, der hat echt was verpasst.
:D

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