Warenpost International

Alles zum Thema Versand (Versandkosten, Versandarten, Verpackung, verschiedene Versand-Anbieter)
artco
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Re: Warenpost International

Beitrag von artco » Di 8. Jan 2019, 15:35

Warenpost international kostet bei einem Gewicht zwischen 500 und 1000 Gramm "tracked"
(mit Sendungsverfolgung) 9,25 Euro. Die Haftungsgrenze beträgt 20 Euro inklusiv (!) Porto.
Das klingt wie ein Witz, ist aber ernst gemeint. Wenn dann ein Buch mit einem Wert von mehr als
10,75 Euro "verloren geht", ist der Haftungsbetrag also gleich null.

Da verzichte ich als Privatmensch lieber auf Warensendung und versende notfalls ein Paket,
vielleicht mit Hermes für 9,79 Euro ("längste + kürzeste Seite 0 cm bis 30 cm, max. 20 kg, bis 500 € Haftung").

briefmarkenjaeger
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Re: Warenpost International

Beitrag von briefmarkenjaeger » Do 10. Jan 2019, 10:53

merlyngoth hat geschrieben:
Mo 31. Dez 2018, 14:16
Je mehr Leute sich beschweren, umso eher erreichen wir, dass es auch eine günstige Alternatvie für Privatkunden geschaffen wird.
Ich habe mich ebenfalls gestern bei der Bundesnetzagentur beschwert. Ich hoffe mal, dass von sehr vielen Leuten Gegenwind bezüglich der neuen Versandformen der Post kommt, auch von denen, die bis jetzt noch nicht betroffen sind. Andernfalls befürchte ich nämlich, dass genauso nationale Büchersendungen und womöglich auch Waren in nationalen Briefen in absehbarer Zeit von der Post gestrichen werden.

kalokalokairi
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Re: Warenpost International

Beitrag von kalokalokairi » Do 10. Jan 2019, 11:39

Ich hatte gerade ein informatives Gespräch auf einer Post, die ziemlich gut auf Stand ist und auf meine Nachfrage hin extra noch die Unterlagen mit Infos für die Filialen und Agenturen zu den Neuerungen ausgepackt hat.

Buch und Presse international ist komplett gestrichen -- ist jetzt alles "Ware". Als Geschäftskunde kann man sich für Warensendung international anmelden; als Privatperson muss man international auch Bücher als Päckchen oder Paket verschicken.

Wenn ich einen "verdächtigen" Brief ins Ausland abgeben möchte, ist die Annahmestelle gehalten, nicht anzunehmen und mich darüber zu informieren, dass Waren jeglicher Art international jetzt als Päckchen oder Paket verschickt werden müssen. Von Post/DHL herausgefischte "verdächtige" Briefe werden anhand der Stempel zu den Annahmestellen zurückverfolgt und haben interne Abmahnungen zur Folge.

Es kam noch der augenzwinkernde Hinweis auf die Existenz von Briefkästen für weniger dicke Sendungen ...

miracle2
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Re: Warenpost International

Beitrag von miracle2 » Do 10. Jan 2019, 16:01

Wie ich aus der Petition von Campact lesen konnte, gab es seitens des Weltpostvereins lediglich die Anweisung der Trennung von Brief- und Warenpost und nicht eine Abschaffung des günstigen Warenversandes für Privatpersonen.

Genaueres hier: https://weact.campact.de/petitions/einf ... tkundinnen

Ich verkaufe hier bei Booklooker aus meinem Privatbestand Bücher und werde deshalb nur mehr Deutschland bedienen können.

dn50718
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Re: Warenpost International

Beitrag von dn50718 » Do 10. Jan 2019, 16:05

Moin,
kalokalokairi hat geschrieben:
Do 10. Jan 2019, 11:39
....Es kam noch der augenzwinkernde Hinweis auf die Existenz von Briefkästen für weniger dicke Sendungen ...
Hm.

Den nächstgelegenen Briefkasten habe ich mir daraufhin mal angeguckt. Durch den Einwurfschlitz kann man da Sendungen bis zu etwa 2 cm Dicke einwerfen, was so in etwa dem Inlands-Maxibrief entspricht.

Nicht zu umfangreiche Taschenbücher könnte man somit wahrscheinlich bei Versand an Empfänger innerhalb der EU an dieser idiotischen Waren-Bestimmung vorbeischummeln.

Kritisch wirds aber bei Versand in Nicht-EU-Länder, z.B. in die Schweiz, nach Liechtenstein, Türkei, einige Balkanländer oder nach Übersee - wozu ab demnächst ja auch Großbritannien zählt.

Dann muß eine Zollinhaltserklärung CN22 oder CN23 auf der Sendung sein, und schon greift wieder die Kontrolle durch die Post. - Auf die Zollinhaltserklärung zu verzichten, halte ich für zwecklos. Wie die Zollverwaltungen bei fehlender Zollinhaltserklärung in den unterschiedlichen Ländern vorgehen, weiß ich nicht. Bei uns in Deutschland würde man eine Aufforderung vom Zollamt bekommen, sich dort einzufinden und die Sendung im Beisein eines Zollbeamten zu öffnen und dann die Einfuhrabfertigung durchzuführen und ggf. Einfuhrabgaben zu entrichten.

Alles sehr unfroh.

tuvalu2004
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Re: Warenpost International

Beitrag von tuvalu2004 » Mi 16. Jan 2019, 12:51

Die Infos hier und von Booklooker erscheinen mir sehr vage.

Auf Grund des Briefgeheimnis ist es z.B. der Post gar nicht möglich Briefsendungen zu öffnen um zu kontrollieren ob da eine Mappe mit 150 Dokumentenseiten in einem Großbrief International (EU) drin ist oder ein Buch oder was auch immer. Auf Grund eines vagen Verdachts den Brief nicht zu befördern verstößt gegen Gesetze. Zumindest innerhalb der EU gibt es keine Befugnis zu so etwas, da der Zoll weg fällt. Beim Weltversand mag das anders aussehen, da die Post da das Recht hat Warensendungen oder Briefe die ihr so erscheinen zu öffnen. Spätestens beim Zoll.

Interessanter Weise gibt es die Seite zu Presse- Buch- International
https://www.deutschepost.de/de/b/briefe ... ional.html
weiter. Und da steht nicht, der Tarif sei ungültig. Auch kann ich weiter eine Internetmarke ausdrucken als Presse Economy 500 g. In diesem Jahr hatte ich noch keinen Europa Versand, deshalb: Kam denn schon mal eine Büchersendung in die EU in 2019 zurück?

Kann mir mal jemand erklären was das soll?

artco
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Re: Warenpost International

Beitrag von artco » Mi 16. Jan 2019, 18:21

Der Link führt zu "Presse International", Buch international gibt es nicht mehr.

Presse International wird offenbar nur Geschäftskunden angeboten, die einen Vertrag abschließen müssen.

jottvauem
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Re: Warenpost International

Beitrag von jottvauem » Fr 18. Jan 2019, 19:11

tuvalu2004 hat geschrieben:
Mi 16. Jan 2019, 12:51
Die Infos hier und von Booklooker erscheinen mir sehr vage.

Auf Grund des Briefgeheimnis ist es z.B. der Post gar nicht möglich Briefsendungen zu öffnen um zu kontrollieren ob da eine Mappe mit 150 Dokumentenseiten in einem Großbrief International (EU) drin ist oder ein Buch oder was auch immer. Auf Grund eines vagen Verdachts den Brief nicht zu befördern verstößt gegen Gesetze. Zumindest innerhalb der EU gibt es keine Befugnis zu so etwas, da der Zoll weg fällt. Beim Weltversand mag das anders aussehen, da die Post da das Recht hat Warensendungen oder Briefe die ihr so erscheinen zu öffnen. Spätestens beim Zoll.

Interessanter Weise gibt es die Seite zu Presse- Buch- International
https://www.deutschepost.de/de/b/briefe ... ional.html
weiter. Und da steht nicht, der Tarif sei ungültig. Auch kann ich weiter eine Internetmarke ausdrucken als Presse Economy 500 g. In diesem Jahr hatte ich noch keinen Europa Versand, deshalb: Kam denn schon mal eine Büchersendung in die EU in 2019 zurück?

Kann mir mal jemand erklären was das soll?
Hallo in die Runde,

wegen der möglichen Unklarheiten selbst beim Versand in die EU und der potenziellen Möglichkeit von Ärger mit den Kunden wegen vermeintlich zu hohen Portokosten für an sich günstige Bücher, habe ich in meinem Profil auch erst einmal die Möglichkeit einer Bestellung aus dem Ausland gestrichen.

Ich tendiere allerdings dazu, Bücher weiterhin als Groß- oder Maxibriefe ins Ausland zu schicken. Je nachdem, ob Maße und Gewichte passen. Ich habe auch bisher nicht meine Sendungen ins EU-Ausland als "Büchersendung", sondern immer als Briefsendung verschickt. Es gab keine Kundenbeanstandungen, der entsprechende Briefportopreis wurde klaglos akzeptiert.

Es wäre wirklich sehr hilfreich, wenn BL-Verkäufer/innen von ihren diesbzgl. Erfahrungen ab dem 1.1.2019 berichten könnten: kamen Briefe (Groß/Maxi) ins EU-Ausland mit enthaltenen Büchern bzw. Zeitschriften schon zurück? Ich denke auch, die kann man bei Privat zu Privat-Briefverkehr nicht einfach öffnen und kontrollieren...

Über echte "Erfahrungsberichte" würde ich mich sehr freuen und sage schon einmal "Danke"!

jottvauem
...ein Dosenfisch stürzt sich lachend ins offene Meer... (Element of Crime)

Sensenmann
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Re: Warenpost International

Beitrag von Sensenmann » Mi 6. Feb 2019, 10:37

Ich versuche gerade, den Spaß des geforderten Registrierens und online Sendung-Vorbereitens mitzuspielen,
bin eben beim Ausfüllen des ersten Scheins für eine WARENPOST INTERNATIONAL - und muss(!) offenbar
Telefonnummer und gültige E-Mail-Adresse meines Kunden angeben. Ansonsten komme ich nicht weiter.
Ich bin baff.

Sagt mir mal bitte, dass ich da nur was falsch verstehe.

:evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil:

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Re: Warenpost International

Beitrag von Alsterperle » Mi 6. Feb 2019, 16:24

Ich war gestern bei der Post und habe nochmal mit
der 'Dame' vom Schalter gesprochen.
Also der normale Privatmensch darf Bücher fürs Ausland nur als
Päckchen verschicken. Sie erzählte von 'Kontrollen', und dass sie
angehalten wurden KEINE Briefe anzunehmen, die offensichtlich
ein Buch enthalten. Es werden auch Sachen an den 'Versender'
zurück geschickt, weil nachträglich Kontrollen gemacht werden.
Man kann die Sachen ja auch nach wie vor frankiert einfach den
den Postkasten werfen.
Ich möchte das nicht riskieren, dafür ist mir auch meine Zeit
zu schade.
Gruß
Alsterperle

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Re: Warenpost International

Beitrag von spiralnebel111 » Do 7. Feb 2019, 16:22

1. Warum? Warum soll kein Buch im Maxibrief sein, wenn Maße und Gewicht passen?
2. Sind die noch ganz dicht?
Ich ärgere mich, dabei betrifft es mich gar nicht. Ich habe schon länger das Ausland wegen der Bankgebühren ausgeschlossen!

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Re: Warenpost International

Beitrag von jottvauem » Mi 13. Feb 2019, 11:10

Hallo in die Runde,

vor fast einem Monat fragte ich Folgendes:

Es wäre wirklich sehr hilfreich, wenn BL-Verkäufer/innen von ihren diesbzgl. Erfahrungen ab dem 1.1.2019 berichten könnten: kamen Briefe (Groß/Maxi) ins EU-Ausland mit enthaltenen Büchern bzw. Zeitschriften schon zurück? Ich denke auch, die kann man bei Privat zu Privat-Briefverkehr nicht einfach öffnen und kontrollieren...

Über echte "Erfahrungsberichte" würde ich mich sehr freuen und sage schon einmal "Danke"!

jottvauem

-------------------------------------------------------

Gibt es inzwischen "echte" Erfahrungen? Damit meine ich jetzt nicht Gespräche mit Postbediensteten, die erzählen viel, wenn der Tag lang ist.
Die Bestellmöglichkeit aus dem Ausland hab ich nämlich immer noch gesperrt. Erfahrungsberichte würden mir bei der Entscheidung helfen!

LG jottvauem
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Re: Warenpost International

Beitrag von Sensenmann » Sa 16. Feb 2019, 12:12

Ja, ich habe eben nach ca. 5 Wochen eine Sendung, die eigenltich in Rumänien ankommen sollte, zurück erhalten.
Ich war erst sehr erbost über die dämliche Post, muss aber auch einräumen, dass mir der Kunde seine Adresse nicht formgerecht
zukommen lassen hat. Das ist jetzt also noch eine offene Frage.

Was mich aber tatsächlich auf die Palme bringt, ist die schleppende Anmeldung als rundum funktionierender angemeldeter Post-Geschäftskunde,
der seine Sendungen über SEPA-Verfahren abrechnen lassen will. Ich komme auf die geforderten mindestens 5 internationalen Sendungen im Quartal, habe mich deshalb brav angemeldet, um die entsprechenden Label-Ausdrucke für "Warenpost international" machen zu können, bekomme aber kein grünes Licht.
Hier meine spontane Reaktion:


Liebe Deutsche Post,

ich habe am 12. Februar 2019 einen Brief an Dich abgeschickt, in welchem sich der geforderte Formbogen mit meiner handschriftlichen Unterschrift für die Eröffnung der SEPA-Abwicklung meiner Postsendungs-Kosten befand.
Heute muss ich in meinem DeutschePost-Shop-Kundenkonto lesen, der läge dir noch nicht vor! Was soll das? Brauchst Du tatsächlich mehrere Tage, um so eine Klitzekleinigkeit zu erledigen? Wo ist Deine Service-Power, die einstmals so viele Menschen im Land zufrieden gemacht hat?

In Rumänien und in Österreich warten aktuell Menschen auf Sendungen von mir, die sie längst bezahlt haben.
Durch das von Dir verursachte hochentwickelte Chaos von Angeboten/ neuen Kundenpflichten/ Verifikationsverfahren usw., das mit dem Beginn des neuen Jahres eingetreten ist, verärgerst Du mich und andere Kunden, die ein kleines, aber individuell notwendiges Geschäft betreiben, Du verärgerst unsere Kunden, die auf ihre Waren warten, und du popelst mit Deinem unprofessionellen Verhalten an einer wichtigen Säule des Hauses Europa - nämlich dem unkomplizierten Warenaustausch auf vielfältigen Ebenen, der die Menschen dieses Kontinents eigentlich näher zusammenbringen soll.
Wenn aufgebrachte Österreicher*innen, Rumän*innen und andere nichtdeutsche Europäer demnächst die Auslieferung der Verantwortlichen bei der Deutschen Post/ DHL unter Androhung kriegerischer Maßnahmen fordern sollten, weiß ich jetzt schon, auf welcher Seite ich stehen werde.

Entschuldige, dass ich mich sehr kurz fasse und nicht ausführlich meine Gemütslage schildere, in die Du mich gebracht hast.
Wenn ich jedoch Anfang nächster Woche nicht endlich wieder arbeitsfähig bin in Bezug auf den von Dir selbst hochgelobten kostengünstigen Versand von Waren in alle Welt, kann sich das aber ändern.

Mit noch freundlichen Grüßen
Kundennr. XXXXXXXX


Die elektronische Sofortreaktion dann:

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
wir haben Ihre Anfrage erhalten. Wir werden Ihr Anliegen umgehend, in der Regel innerhalb von 24 Stunden, bearbeiten und uns mit Ihnen per E-Mail in Verbindung setzen.
Vielen Dank!
Ihr Shop der Deutschen Post


Gut. Ich bin gespannt.

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Re: Warenpost International

Beitrag von spiralnebel111 » Sa 16. Feb 2019, 13:18

Die spinnen, spinnen, spinnen. Was sollen diese Anmeldungen und so weiter? Kostet Zeit und Geld und nützt niemanden. Für so ein Zeug werden ja auch nicht mehr Leute eingestellt. Dann lieber hi und da ein Zehnerle mehr zahlen, dafür kein Hickhack; und warum man ins Ausland keine Büchersendungen mehr schicken soll und wieso man sie nicht im Brief schicken darf, habe ich immer noch nicht begriffen. Hat es hier jemand?

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Re: Warenpost International

Beitrag von Sensenmann » Sa 16. Feb 2019, 14:39

Ich habe es jedenfalls nicht verstanden.
Aber bald bekomme ich ja Antwort ...

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