Postgeschichten: Außer Spesen nichts gewesen?!

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Flachs
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Postgeschichten: Außer Spesen nichts gewesen?!

Beitrag von Flachs »

Gestern kam eine kleine Büchersendung - B5-Format, unter 500 g, aber dick genug, um nicht in jeden Briefkasten zu passen - zurück. Aufgrund der Postvermerke auf dem Umschlag ließ sich der Weg der Sendung folgendermaßen rekonstruieren: Versand am 20.09. (Poststempel), Zustellversuch am 25.09. (mit Benachrichtigungskarte an Empfänger), anschließend 7 Werktage in der örtlichen Poststelle zur Abholung aufbewahrt bis 05.10., dann mit dem Vermerk "Nicht abgefordert" zurück an mich. :o

Also schrieb ich dem Kunden, wie ich nun weiter verfahren soll: erneute Zusendung (gegen erneute Portokosten...) oder Storno und Rücküberweisung des Kaufbetrages. :?

Der Kunde hatte mir schon eine nette Mail geschickt, als er das Geld überwiesen hatte, und auch jetzt erhielt ich postwendend Antwort! Er schrieb mir, daß er mitsamt der Benachrichtigung, die Sendung läge ab dem 26.09. auf der Poststelle bereit, am nämlichen Tag dort erschienen war, um die Büchersendung abzuholen! Die Sendung sei allerdings nicht auffindbar gewesen :shock: , und man habe ihm daraufhin versprochen, der Sache nachzugehen...

Und irgendwie muß die Sendung dann spätestes am 05.10. ganz offensichtlich wieder aufgetaucht sein, gerade rechtzeitig, um sie mir fristgerecht zurückzuschicken, siehe oben! Und der gute Mann wurde überhaupt nicht darüber unterrichtet... :roll:

Daß ich mich sofort auf der Post kräftig beschwert habe, läßt sich denken! Jedenfalls nahm man die Sendung wieder entgegen, um sie ohne erneute Portokosten noch einmal zuzuschicken. - Hoffen wir nun mal das Beste!!! :mrgreen:
Der Wurm findet es merkwürdig und töricht,
daß der Mensch seine Bücher nicht frißt.
(Rabindranath Tagore)
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Vandam
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Beitrag von Vandam »

Da haste wenigstens einen "Schuldigen", der die erneuten Beförderungskosten übernimmt: die Post.

Ich hatte unlängst einen Logistik-GAU mit einem privaten Zusteller. Und irgendwie war keiner Schuld daran, das ist einfach Scheiße gelaufen. Kunde im Krankenhaus, Nachbar oder Verwandter leert brav den Briefkasten, legt alles auf einen Haufen, kümmert sich aber nicht um Benachrichtigungskarten o.Ä. Ich nehme an, derjenige hat den Briefkasteninhalt nur gesammelt, aber nicht angeschaut.

Das Buch kam zurück. Ich hab's halt in Gottes Namen nochmal rausgeschickt und bin auf meinen Portokosten sitzen geblieben. Das war schon so ein mordsmäßiger Hickhack, bis der Sachverhalt geklärt war, dass ich wegen der paar Portokröten nicht noch ein Fass aufmachen wollte.
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Pain
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Beitrag von Pain »

Oh je, das sind schon merkwürdige 'Zufälle'.... (erst nicht auffindbar, dann plötzlich doch)

Bei mir passen auch viele Büchersendungen nicht in den Briefkasten, aber der Postbote legt sie dann (genauso wie Pakete) immer an die gleiche Stelle, an der eigentlich nur wir sie finden können :wink:

Wenigstens hat die Post eingesehen, dass sie Schuld hatte, und das Porto übernommen.
Aber manchmal fragt man sich wirklich... :?
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brain
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Beitrag von brain »

:roll: Post und private Zusteller! :roll:

Da kann ich auch ein Lied von singen. Aber der absolute Hammer mit der Post war doch der, daß ich ein Gerät bei einer Fernsehauktion ersteigert hatte. Dies sollte per NN geliefert werden. So weit so gut. Das Paket ist auch sofort beim Versender rausgegangen, hier auch angekommen. Natürlich ist es bei der "Postfiliale" gelandet, da die Postboten anscheinend nicht durch unsere riesige Einfahrt finden. Leider hat man mir dazu aber noch nicht mal eine dieser roten Abholkarten in den Kasten geworfen. Als ich beim Sender nachfragte, wo denn bitte schön mein Paket bliebe, kam die Antwort, es wäre zurück gekommen, da ich es ja nicht abgeholt hätte. Tolle Sache! Jetzt bekam ich das Gerät nicht, es ging erneut in die nächste Auktion mit rein. Ich hätte irgendwen würgen können. Leider bringt das ja bekanntlich garnichts. :?
Warum muss ich auf Start klicken um Windows zu beenden?
mbarth
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Beitrag von mbarth »

Dazu kann ich auch eine "lustige" Geschichte erzählen: Ich habe bei eBay etwas ersteigert, nicht bekommen, auf Anfrage bei dem Verkäufer hat dieser mir Bilder von der zurückgekommenen Ware geschickt, mit dem Vermerk, ich wäre benachrichtigt worden und hätte das Paket nicht abgeholt. Also habe ich mich bei der Post beschwert, warum ich keinen Abholzettel bekommen habe, und siehe da!! Einige Tage später hatte ich Post der vergangenen sechs Monate (!!!) im Briefkasten, darunter mehrere Abholzettel, Briefe und Büchersendungen, für die schon erfolglose Nachforschungsanträge gestellt worden waren und sogar Werbung! Ich habe dann bei der Post angerufen und das wundersame Auftauchen der verlorengegangenen Sendungen berichtet, woraufhin mir gesagt wurde, das wären bestimmt die Nachbarn gewesen, weil die kennt man ja nicht so genau! Nur, woher wussten die Nachbarn von meiner Beschwerde?? Seltsamerweise tauchten die Sachen einen Tag nach der Mitteilung der Post auf, man wisse nicht, wieso ich keinen Abholzettel erhalten hätte, der betreffende Postbote könne sich nicht daran erinnern (man hatte ihn dazu befragt). Seitdem ist mein Vertrauen in die Post doch etwas erschüttert.
Immerhin hatte ich seitdem keine Probleme mehr.
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antje
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Beitrag von antje »

Da könnte ich auch einiges dazu beitragen :twisted: Eine besonders ärgerliche Geschichte: (ist allerdings aus meiner frühen Jugend, aber ich finde sie auch heute noch ungeheuerlich):

Wir bekamen die Post immer von einer Briefträgerin aus dem Dorf. Die hatte ausgerechnet zu der Zeit, als ich nach meiner Ausbildung -zig Bewerbungen schrieb, beschlossen, sie könnte ja die Briefe mal in die Zeitschriften einlegen, die mein Vater manchmal bekam, aber immer erst Wochen später las. Tja, und damit war die Möglichkeit, sich bei meiner Wunsch-Firma vorzustellen, und damit natürlich auch der Job, auf immer verloren :twisted: :twisted: :twisted:

Sie hat sich zwar hinterher wort- und gestenreich entschuldigt, aber der Firma (es war nicht die Post!!!) war das natürlich egal, und mir hat es auch nicht weiter geholfen.
Viele Grüße, Antje
Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können - Mark Twain

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d_r_m_s
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Beitrag von d_r_m_s »

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xenna
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Beitrag von xenna »

Wir hatten vor Jahren mal einen Briefträger, der die Post bei sich im Keller gehortet bzw. verbrannt hat, als es zu viel wurde.
Als man ihm dann schließlich nach Monaten auf die Schliche kam, weil sich die Beschwerden in seinem Zustellbezirk häuften, musste die Post Sonderschichten fahren, um die noch sichergestellte Post auszufahren.
Bei mir war es unter anderem ein Scheck, den ich Monate zuvor reklamiert habe.
Und der gute Mann wurde, da er Beamter war, noch nicht mal zur Rechenschaft gezogen, sondern er durfte nur keine Zustellung mehr laufen, sondern wurde in den Innendienst versetzt. :evil:
Guckst du hier
Und hier stell´ich mich persönlich vor:
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Vandam
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Beitrag von Vandam »

In den Innendienst! versetzt Das ist ja'n Ding. In besonders bergiges Gelände sollte man so einen versetzen. Und genau kontrollieren. Aber das kostet ja wieder Geld
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d_r_m_s
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Beitrag von d_r_m_s »

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Vandam
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Beitrag von Vandam »

Wundert mich eh, dass die Infanterie beamtet ist. Bei uns wetzen eine Menge Hausfrauen als Briefzustellerinnen rum, und ich weiß definitiv, das die angestellt und nicht beamtet sind.
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lemmy
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Beitrag von lemmy »

Ich glaube die werden heutzutage nicht mehr verbeamtet, das sind ganz normale Angestellte.

Aber ich hatte vor kurzem auch ein "nettes" Erlebnis: Mein Sohn hat dringend auf ein Schulbuch gewartet, da das Schuljahr schon angefangen hatte. Am Tag vor dem Feiertag, war dann eine Karte im Briefkasten, dass man die Büchersendung bei der Post (in der Stadtmitte) abholen könne, aber erst am nächsten Werktag. :evil:
Es ist ja auch ganz toll, dass meine Mutter Päckchen und Pakete für die ganze Straße entgegen nimmt (Rentnerin) und somit dem Briefträger das Austragen erspart, aber wenn sie einmal nicht da ist, kann man ja nicht bei der Rentnerin gegenüber oder einem anderen Nachbarn klingeln und es dort abgeben. :?
Mal ganz davon abgesehen, dass nach der Pensionierung unseres bisherigen Briefträgers gerne mal Post von Leuten aus ganz anderen Straßen und/oder Hausnummern gelandet ist. Wie heißt es so schön? Wer lesen kann ist klar im Vorteil. :wink:
Hereinspaziert und umgeschaut!

Outside of a dog, a book is a man's best friend.
Inside of a dog, it's too dark to read.
Groucho Marx
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Vandam
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Beitrag von Vandam »

Das beobachte ich bei uns im Postfach. Mein Mann und ich haben verschiedene Familiennamen. Es landen nun nicht nur seine und meine Post in unserem Postfach, sondern auch die eines mir unbekannten Herrn, der den gleichen Nachnamen hat wie ich sowie die Post des Cousins meines Mannes. Und manchmal die Post vom Postfach über meinem - und die des Postfach-Vormieters.

Zum Ausgleich ist öfter mal mein SPIEGEL verschwunden, der landet dann sonstwo, und der unbefugte Empfänger freut sich.

Es geschieht eben alles in Eile - private Postagentur.

Schlimm ist das nicht, bis auf den verschwundenen SPIEGEL, wir sortieren die Post ja nach, ehe wir sie einpacken.
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janinevo
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Beitrag von janinevo »

bei uns sind mehrmals Päckchen und Briefe an den Absender zurückgeschickt worden mit dem Hinweis die Adresse würde nicht existieren! (es stand aber 100%ig die richtige Adresse drauf) Komisch nur dass an unserm Haus sogar Strasse und Hausnummer groß draussen dran steht und wir sowohl auf der Klingel, dem Briefkasten und an der Wohnungstür (im Erdgeschoss) deutlich lesbar unsern Namen haben....
Haben uns bei der Postfiliale beschwert, die hat uns ne Karte mit Telefonnummern gegeben, da hat man uns erzählt ohne Sendungsnummer (bei einem Brief????) könnten sie nichts machen :evil:
Aber danach ging es komischerweise....

Seitdem läuft es gut, auch mit Päckchen bei Nachbarn abgeben und so...

Nur einmal hat der Postbote nicht ganz mitgedacht: Er hat ein Päckchen von einer Billig Versandapotheke bei der Apotheke bei uns im Haus abgegeben - peinlich peinlich :oops: als ich das abgeholt habe ;)
Lg Janine
Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage?
Schaut doch mal in meinem Shop vorbei!
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gldrp
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Registriert: Do 26. Jan 2006, 15:38

weiß auch was

Beitrag von gldrp »

habe vor zwei, drei monaten ein paar bücher gekauft. die sind alle ausgerechnet in DER einen woche angekommen, als ich nicht zuhause war. aber macht nix, die post benachrichtigt ja und man kriegt sein büchlein dann in der postfiliale.
als ich meinen briefkasten öffne finde ich also drei abholkarten.
zwei mit datum vom 25. eine mit datum vom 26.
freue mich und denke toll, alle drei bestellten bücher sind da!
hm, in der filiale konnte man mir aber nur zwei bücher aushändigen und glaubte zu wissen, dass der briefzusteller sicherlich am 26. noch mal eine karte ausgefüllt hat.
meine frage, warum er das denn hätte tun sollen, wo er mich doch am 25. bereits benachrichtigt hat und das buch von ihm bestimmt "irgendwo" gelagert wurde, statt es erneut mit auf den weg zu nehmen, konnte man mir nicht beantworten.
ob ich denn auch wirklich sicher sei, dass ich DREI bücher bestellt hätte???

ich war natürlich sicher und wollte dann gerne wissen, was nun zu tun sei...
ich könnte natürlich einen nachforschungsauftrag stellen, aber das, so der beamte, bringe erfahrungsgemäß wenig.
er wolle den zuständigen zusteller befragen und ich möchte doch am folgetag erneut vorbei kommen.
gesagt getan:
treffe einen anderen mitarbeiter an, dem ich die ganze geschichte erzähle und der sich dann auch erst mal auf die suche macht.
findet natürlich nix.
ABER: es gäbe die möglichkeit einen internen suchauftrag zu starten - AHA - haben wir das also gemacht, verbunden mit seinem versprechen, dass ich auf jeden fall über den ausgang der suche telefonisch informiert werde. das würde so drei, vier tage dauern...
nix war's mit einem telefonanruf, aber am fünften tag hatte ich sang- und klanglos das vermisste buch im briefkasten (wo es also von anfang an reingepasst hätte)!!!!
schon merkwürdig... :roll:
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