Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

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tanja49832
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Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von tanja49832 » Mi 3. Okt 2018, 19:42

Guten Abend,
ich habe zwei Bücher, eins zu 300 g und eins zu 400 g, bestellt. Sie waren jeweils mit 2,20 € Versand ausgezeichnet.
Die Versandkosten wurden dann bei der Bestellug mit 4,40 € angegeben.
Der Verkäufer führt selbst eine Tabelle, die besagt, dass Versandkosten bis 1.000 g bei 2,00 € liegen.
Darauf habe ich ihn hingewiesen und um Neuberechnung der Versandkosten gebeten. Ich dachte, das sei normal und fair.
Antwort:
"Die Versandkosten bleiben bei 4,40 Euro!!!
In diesen Betrag sind außer die normalen Versandkosten auch die Kosten für die Versandtaschen und die Klammern enthalten!!!
Außerdem sind dafür auch die Buchpreise schon sehr günstig!!!"
Mir geht's jetzt eigentlich nicht so sehr um den speziellen Fall, sondern eher ums Grundsätzliche, auch für meine eigenen Verkäufe:
Darf man das? Muss man sich nicht an seine eigenen veröffentlichten Versandkostentabellen halten?
Danke schon mal für Eure Hilfe!
Herzliche Grüße
Tanja

mausi44
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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von mausi44 » Mi 3. Okt 2018, 23:53

Hallo,

kommt darauf an,ob die Bücher zusammen verschickt werden und vielleicht wegen der Maße nicht mehr als Büchersendung durchgehen.
Ich hatte auch mal so einen Fall als Verkäuferin:Ein Buch hätte versand 1,80€ gekostet.Aber gekauft wurden 2.Da die Bücher dicker waren,kam nur noch Päckchen infrage.Meistens wollen die Käufer ja,daß man die Ware auch zusammen versendet.
Ich habe jedenfalls die Mehrkosten aus eigener Tasche bezahlt.
Am besten bei Kauf von mehreren Artikeln erstmal vorher nachfragen.

briefmarkenjaeger
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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von briefmarkenjaeger » Do 4. Okt 2018, 04:38

In diesem Fall hat der Verkäufer offensichtlich individuelle Versandkosten für die einzelnen Artikel hinterlegt, da die Gewichtsstaffel nicht gegriffen hat.
Meiner Ansicht nach sind individuelle Versandkosten aber nur dann gerechtfertigt, wenn die Artikel nicht als reguläre Büchersendung verschickt werden können oder wenn die Bücher einen sehr hohen Wert haben und als Paketsendung verschickt werden und dann sollten auch mehrere individuelle Versandkosten-Artikel von dem Verkäufer versandkostengünstig gebündelt werden und dem Kunden die Ersparniss weitergereicht werden.
Beispiel:
Ich hinterlege bei Kalendern im Format 30,5x30,5 cm die individuellen Versandkosten auf 2,70 Euro, weil diese nicht als Büchersendungen verschickt werden dürfen. Eine nationale Warensendung bis 500 g kommt auf 2,20 Euro und der Spezialkarton für den Versand auf 0,50 Euro. Der Spezialkarton ist notwendig, da die Warensendungen nur eine Breite von 30 cm und eine Länge von 35,3 cm, sowie eine Höhe von 15 cm haben dürfen. Durch den Spezialkarton ist es möglich die Kalender diagonal zu versenden (das funktioniert übrigens auch mit LP's).
Sollte ein Kunde 2 oder 3 dieser Kalender bestellen, so wird das Gewicht von 500 g überschritten und ich berechne die Warensendung bis 1000 g (diese kommt bei einer Höhe von 15 cm auf 2,35 Euro, sodass ich dann dem Kunden einen Versandkostenbetrag von 2,85 Euro in der Bestellbestätigung mitteilen würde, obwohl Booklooker vermutlich in der automatisierten Bestellbestätigung einen Versandkosten-Betrag von 2x2,70 Euro (bei 2) oder 3x2,70 Euro (bei 3) Kalendern anzeigen würde.

Edit: Sollte der Verkäufer nicht im Stande sein die Versandkosten vernünftig zu erklären, so würde ich an deiner Stelle dem Verkäufer den Rücktritt vom Kauf erklären, da er damit nicht nur dich bei den Versandkosten über den Tisch zieht, sondern auch Booklooker um einen Teil der Provision bringt. Solltest du die Bücher trotzdem zu den überzogenen Versandkostenpreis bestellen, so würde ich die Bewertung im Anschluss der Transaktion entsprechend negativ ausfallen lassen.

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spiralnebel111
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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von spiralnebel111 » Do 4. Okt 2018, 13:48

Tanja, ich glaube schon, dass man sich an seine eigenen Versandkosten halten muss, ich würde mal bei booklooker anfragen. Aber das klingt derart unsympatisch, dass ich an Deiner Stelle um Stornierung bitten würde.

Ina54
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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von Ina54 » Sa 6. Okt 2018, 18:03

Hallo Tanja,
der Verkäufer hatte sich doch von Anfang an seine eigenen Versandkosten gestrickt, nämlich € 2,20 pro Buch. Es war doch von Anfang an klar das er, egal das die Bücher nur 300 und 400 gr. wiegen, € 2,20 Versandkosten haben wollte. Warum sollte er jetzt auf € 2,00 runtergehen ?
Ich finde die Versandkosten sowieso oft total daneben bzw. ich verstehe nicht warum hier nicht einheitliche Versandkosten gelten. Z.B. bietet jemand ein Buch für € 0,50 an und gibt dann Versandkosten von € 3,50 an, so kann ich auch "billig" verkaufen.

briefmarkenjaeger
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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von briefmarkenjaeger » Sa 6. Okt 2018, 19:32

Ina54 hat geschrieben:
Sa 6. Okt 2018, 18:03
ich verstehe nicht warum hier nicht einheitliche Versandkosten gelten.
Das hängt mit den Tarifen der Logistikunternehmen zusammen. Ein Buch bis 500 g kann im günstigsten Fall innerhalb von Deutschland zu 1,20 Euro verschickt werden. Sollte es sich aber um ein überformatiges Buch handeln, so wird für ein Buch mit gleichem Gewicht bei der Post 4,80 Euro (Maxibrief Plus) berechnet.
Außerdem können eben nicht alle Artikel als Büchersendung verschickt werden.
Von daher macht es schon Sinn, wenn man auch individuelle Versandkosten eingeben kann, aber man sollte diese Möglichkeit nicht mißbrauchen.

mausi44
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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von mausi44 » So 7. Okt 2018, 09:21

Man kann bei Büchern aber nur Gewichts,-Anzahl,-oder Bestellwert Staffel eingeben!
Wenn ich jetzt bei Anzahl 2 Bücher für 1,80€ eingebe und es sind 2 leichte,dann ist wiederum das Porto zu hoch...Andersherum wenn es 2 dicke,schwere sind,zahle ich drauf.
Ich habe in meinem Zusatztext nun stehen,daß man bei Kauf von mehreren Artikeln vorher anfragen soll.

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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von spiralnebel111 » So 7. Okt 2018, 14:09

Ina, die mit den teuren Versandkosten verkaufen mir einfach kein Buch. Fertig.
Das ist manchmal schwierig, da ich recht seltene Bücher suche - aber da bin ich stur.

vorderhaus
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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von vorderhaus » Mo 8. Okt 2018, 09:38

mausi44 hat geschrieben:
So 7. Okt 2018, 09:21
Man kann bei Büchern aber nur Gewichts,-Anzahl,-oder Bestellwert Staffel eingeben!
Wenn ich jetzt bei Anzahl 2 Bücher für 1,80€ eingebe und es sind 2 leichte,dann ist wiederum das Porto zu hoch...Andersherum wenn es 2 dicke,schwere sind,zahle ich drauf.
Ich habe in meinem Zusatztext nun stehen,daß man bei Kauf von mehreren Artikeln vorher anfragen soll.
Man kann doch bei einzelnen Büchern das Porto individuell eingeben. Hinterher mehr verlangen , das geht gar nicht meiner Ansicht nach. Da würde ich den Kauf auch stornieren schon aus Ärger über das Verhalten des Verkäufers, auch wenn ich das Buch sehr gerne hätte. Ich würde mich da auch gar nicht streiten.

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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von mausi44 » Mo 8. Okt 2018, 10:49

Individuelle Versandkosten stelle ich nur bei Einzelbüchern ein,die ich nur versichert verschicke.Man weiß ja nicht,wer wieviele Bücher kauft.Meistens wird nur 1 Buch gekauft...

Sensenmann
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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von Sensenmann » Mi 23. Jan 2019, 11:07

Wie dem auch sei, ob großzügig kalkuliert oder in jedem Fall begründbar - ein Verkäufer/ eine Verkäuferin sollte spätestens auf Nachfrage freundlich und ausführlich erklären, wie sie/ er auf seine Preise kommt. Alles andere ist indiskutabel und sollte mit Spiralnebels Empfehlung beantwortet werden: Stornierung!
Manche Händler*innen denken wirklich, ihnen fällt ein entscheidender Zacken aus der Krone, wenn man mal eine Frage zu Preis, Qualität oder ähnlichem hat. Da hilft nur Erziehung.
Dass sich einige an den Versandkosten gesundverdienen wollen, ist kein Geheimnis. Das sollte in jedem Fall nach hinten losgehen.

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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von mausi44 » So 5. Mai 2019, 08:24

Moin,

habe jetzt auch den Fall...
Eine Kundin kauft 3 Bücher,gesamt unter 1000g.Nach meiner Gewichtsstaffel sind das 1,80€ Porto.
Nun versende ich diese aber zusammen,also als Hermes-Päckchen für 4,50€.Die 2,70€ Differenz zahle nun ich.Gott sei Dank waren das nicht so billige Bücher,sonst hätte ich drauf gezahlt.

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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von briefmarkenjaeger » So 5. Mai 2019, 08:58

mausi44 hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 08:24
Die 2,70€ Differenz zahle nun ich.
Hätten die Bücher denn nicht gesammelt in eine Büchersendung gepasst? Momentan gelten ja noch die aktuellen Abmessungen von 35,3x30x15 cm und in den meisten Fällen reichen diese Abmessungen aus, sofern ein Buch kein extremes Überformat hat, aber dann würde wahrscheinlich auch das Gewicht von 1 kg bei 3 Büchern locker überschritten.
Oder geht es dir um den versicherten Versand? In diesem Fall wäre es ja deine eigene Entscheidung.

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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von mausi44 » So 5. Mai 2019, 15:22

Habe jetzt mal gebastelt,damit ich einen großen Luftpolsterumschlag auf die Maße einer Büchersendung bekomme.Gewicht ist mit 980g gerade so,daß es für 1,80€ klappt.Hoffe,daß es dann mit dem Versand klappt und alles heil ankommt.Ist ja innerhalb unserer Stadt.

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Re: Verkäufer hält sich nicht an seine Versandkostentabelle

Beitrag von briefmarkenjaeger » So 5. Mai 2019, 15:33

mausi44 hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 15:22
Ist ja innerhalb unserer Stadt.
Ich hatte auch mal eine Bestellung aus meiner (Klein-)Stadt. Der Kunde wohnte nur wenige Straßen entfernt, sodass ich das Buch zu Fuß vorbeigebracht hatte. Die Buchhandlung in meinem Ort hat ebenfalls schon bei mir bestellt und ich hatte das Buch versandkostenfrei vorbeigebracht.

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