Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

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its_just_me
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von its_just_me »

Amazon.de-Opfer hat geschrieben: @ It´s just me : ja, wir werden gerne versuchen diesen Familienmitgliedern zu helfen, die ebenfalls von Amazon betroffen sind, aber auch an diese Familienmitglieder die Bitte , uns zu unterstützen, damit wir eine schlagkräftige Gemeinschaft werden können.
Okay! Evtl. hab ich mich verkehrt ausgedrückt. Bisher ist in unserem Fall noch niemand zu Schaden gekommen! Der Verkauf über Amazon läuft und noch sind auch alle glücklich und zufrieden dort! Aber wie schon von @ bachman angedeutet, weiß man nicht, was evtl. noch kommt!
Also bevor ich irgendeinem/er Verband/ Vereinigung beitrete, hätte ich gerne mehr Info´s. Mir ist das alles noch zu schwammig! Darum würde ich mir gerne, über Fallbeispiele/Abläufe, in denen Amazoneverkäufer zum Opfer wurden, eine eigene Meinung bilden. Also mich interessiert konkret, welche Ursachen steckten bisher dahinter, das Amazon in der EP genannten Form reagiert hat!
Namen und vergleichbare Daten, sind natürlich nicht zu nennen.
Ohne diese vorherige eigene Möglichkeit der Meinungsbildung kommen wir "leider nicht ins Geschäft".
Mit leerem Kopf nickt es sich leichter.
Zarko Petan

Amazon.de-Opfer
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Amazon.de-Opfer »

@ it´s just me :

Bitte zum Thema welche Fälle es beispielsweise gab hier schauen :

http://www.google.de/search?q=amazonkon ... =firefox-a

Das sind hunderte, wenn gar nicht tausende Fälle, die man sich mal anschauen kann.

Weshalb reagiert Amazon so ? Das können wir auch nicht beantworten, da wir nicht im Unternehmen Verantwortungsträger sind, es steht aber zu vermuten, das Amazon genügend Geschäfte macht und daher einfach auf tausende Kunden verzichten kann, man leistet es sich einfach mal so.
Bitte bilde Dir in Ruhe Deine Meinung, sende mir gerne eine PN, im Übrigen ist die Mitgliedschaft hier kostenfrei, jederzeit kündbar und man hat keine Verpflichtungen, also sollte man bei Interesse wirklich sich mal ans Herz fassen und mitmachen.

@ Bachmann : Nun, weshalb peinlich, meinst Du die Juristen lesen jedes Forumposting nach bevor es freigegeben wird ?

Da weder Du, noch ich Juristen sind, ist das nichts anderes als wenn Du z.B. die Grünen mit AL bezeichnest, weil sie früher mal so hießen, ein sprachlicher Fehler, mehr nicht, denn die Gesetze haben nach wie vor Bestand und Geltung haben, nur man hat der Kuh eben einen anderen Namen gegeben, was also soll denn daran so schlimm sein ? Kann ich nicht erkennen ?
Man soll nicht päpstlcher als der Papst sein und wenn Du meinst, das Du es besser machen kannst, oder fehlerfrei bist, na dann mache doch endlich mit und lasse uns nicht über diese Formalitäten herumsinieren, bis zum jüngsten Tag.
Man kann alles zerreden, egal was es ist, aber das scheint heute in Deutschland auch so üblich zu sein, deshalb tummeln sich hier die Gauner wie in einem El Dorado, Niemand unternimmt etwas dagegen und alle diskutieren und jammern immer nur und hoffen darauf das Gott es schon irgendwie richten wird, aber nur wenn man sich selbst hilft, dannhilft einem auch Gott, wie es so schön heisst.

Zudem bin ich nicht alleine die Gemeinschaft, hier ist Jeder, der mimacht ein Teil des Ganzen und gemeinsam werden dann die Geschicke gelenkt, also möge man mir meinen kleinen Fehler auch mal nachsehen, denn ich bin nicht die Gemeinschaft alleine.

Im Übrigen kann ich Dich auch beruhigen, ich führe bereits in meiner Angelegenheit eine Klage gegen Amazon, ich bin also schon aktiv und nicht nur ein " Schnacker " , so wie Du es kritisierst.
Wenn Du Mitglied der Gemeinschaft wirst, hast Du auch die Möglichkeit von mir hier essentielle Details zu erfahren, die ich bisher selbst ergründet habe, wie z.B. die Frage, wie man Amazon in in Deutschland vor Gericht bekommt, das aber nur am Rande bemerkt.

Beitreten und mitmachen, das ist der Weg und dann haben wir auch eine Chance gegen solches Unrecht etwas zu erreichen.

Marcus T. Cicero
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Marcus T. Cicero »

nanoq hat geschrieben:Außerdem wird doch nun wirklich niemand gezwungen, bei Amazon Geschäfte zu machen. Wenn man das vermeidet, wird man dort auch gar nicht erst zum "Opfer".
Das ist natürlich richtig und in den AGB steht wie bereits dargestellt explizit, dass Amazon aus eigenem Ermessen Zahlungen einbehalten oder gegen den Willen des Verkäufers auszahlen darf. Es ist allerdings nicht verwunderlich, dass Betroffene die AGB und die Art und Weise der konkret vollzogenen Maßnahmen überprüfen lassen wollen.
Amazon.de-Opfer hat geschrieben:und Booklooker unterstützen, damit eine vergleichbare Plattform wachsen kann, um dem US Giganten das Wasser zu reichen .
Das ist natürlich sehr ambitioniert. :D
Entscheidend ist, dass es neben dem Amazon-Marketplace weiterhin mehrere Plattformen gibt.
Ich möchte booklooker ausnahmsweise sogar in Punkto Werbung loben, aber das gehört in einen anderen Thread. :D

Marcus T. Cicero
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Marcus T. Cicero »

bachmann hat geschrieben:wir arbeiten mit Anwälten zusammen

Das stand im Eröffnungspost. Und dann lässt man sich eines veralteten § ertappen, welcher ausgerechnet von einem hier postenden User bemerkt wird. Das ist ein megapeinlicher KO in der Aufwärmrunde
Da gab es mal irgend so'n Spruch mit "im Glashaus sitzen" und "mit Steinen werfen".

Für Näheres lese man hier viewtopic.php?f=1&t=11525 die Beiträge von bachmann einerseits und die Antworten von d_r_m_s, briefmarkenjaeger, booklooker und mir andererseits. :D

Das "Aufgehen" des AGBG im BGB im Zuge der Schulrechtsmodernisierung vor gut 10 Jahren ist im Übrigen kein Sachverhalt, dessen Aufdeckung den Gebrauch des Wörtchens "ertappen" rechtfertigen würde. Derartige Geheimnisse findet man nicht bei Dan Brown, sondern eher in Büchern folgenden Typs http://www.beck-shop.de/Musielak-Grundk ... ct=8635841 :D

Amazon.de-Opfer
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Amazon.de-Opfer »

@ Marcus.T.Cicero :

Danke !

Wäre wirklich klasse, wenn Du Dich uns anschließen würdest, muß das nochmals betonen, denn nicht Jeder wird , oder muß selbst betroffen sein , um etwas gegen Unrecht zu unternehmen.

Die Formulierung , das man eigenmächtige finanzielle Eingriffe durch Amazon in sein eigenes Verkaufskapital , im Rahmen der AGB´s von Amazon, dulden muß , ist genaugenommen nicht anders zu bewerten, als wenn man der Bank, die das Geld eines Kunden verwaltet oder nutzt, erlauben würde, dieses Geld nach eigenem Gutdünken an Dritte zu überweisen .

Diese Handlung soll ja eben durch Schutznormen wie §§ 246, 266 StGB verhindert werden, wenn man sein Geld Dritten anvertraut, oder wie hier, anvertrauen muß ( Niemand kann bei Amazon verkaufen, wenn er sein Geld selbst vom Kunden einziehen möchte , d.h. man wird ohne Alternative gewzungen, dies zu dulden, dies dürfte unstrittig allerdings dann zur Unwirksamkeit dieser Regelung in deren AGB führen ).

Man kann, darf und wird erst dann über Gelder Dritter rechtskräftig verfügen dürfen, wenn es entweder diese Dritte einwandfrei genehmigt werden würde , dies ist allerdings nur im Einzelfall und untr Nennung des konkreten Falles denkbar und zulässig ( nicht als eine Art Generalvollmacht ) oder durch Gerichtsbeschluss.

Beides liegt hier m.E. nicht vor und daher ist diese Passage in den AGB´s Amazon nicht nur rechtlich bedenklich sondern höchstwahrscheinlich auch strafrechtlich relevant und muß endlich einmal durch die Institutionen hier überprüft werden.

Weshalb gibt es denn bisher hier noch keine Urteile ? Amazon scheut Prozesse und die negative PR wie der Teufel das Licht und daher lenken die i.d. R. recht schnell ein, wenn wirklich " scharf gegen Sie geschossen wird " und bevor ein solcher Fall vor Gericht kommt, weil sie genau wissen, das Sie diesen Fall verlieren würden.

Die Mehrheit der Betroffenen wagt den Gang zum Gericht nicht, weil sie schon Angst haben im Ausland klagen zu müssen, aber aus eigener Erfahrung weiß ich auch, das man Amazon schnell in Deutschland vor ein deutsches Gericht bekommt, man muß nur die richtige Anspruchsgrundlage wählen, die den Gerichtsstand Deutschland ermöglicht.

Dies und mehr, Hilfe für Betroffene mit Rat und Tat wird Gegenstand und Aufgabe der Vereinigung werden und daher bitten wir erneut um zahlreiche Meldungen, eine Mitgliedschaft ist kostenfrei und kann jederzeit auch wieder gekündigt werden, es entstehen hier keinerlei Verpflichtungen, jeder kann ( was natürlich von uns sehr begrüßt wird ) , aber muß sich nicht aktiv an der Gemeinschaft beteiligen.

Marcus T. Cicero
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Marcus T. Cicero »

Mir war bei der Anmeldung zum Marketplace und der Lektüre der AGB bereits klar, dass die Auszahlung meiner Gelder an Amazons Wohlwollen geknüpft ist und dass man die heiligen virtuellen Hallen des Amazon-Marketplace nur dann benutzen darf, wenn man Amazon fette Provisionen abdrückt, hohe Standards einhält und sich Amazons Entscheidungsfreiheit unterwirft. Sonst ist ggf. die Kohle weg und man wird rausgekickt.

Doch eigentlich hätte der Unterschied zu booklooker nicht so groß sein dürfen:

Sowohl booklookerals auch Amazon stellen Online-Plattformen zur Verfügung, die es privaten und gewerblichen Verkäufern ermöglichen, Medien zu verkaufen. Für erfolgreiche, d.h. nicht innerhalb bestimmter Fristen stornierte Verkäufe, fallen Provisionen an. Amazon und booklooker schreiben explizit, dass die Kaufverträge zwischen Verkäufer und Käufer, also nicht zwischen dem Plattformbetreiber und dem Kunden geschlossen werden. Soviel zu den Gemeinsamkeiten.

Einen erheblichen Unterschied kann man offenkundig dann feststellen, wenn es Probleme gibt.
Amazon greift ggf. dann im diametralen Gegensatz zu booklooker - aber wie in seinen AGB dargelegt - sehr weitreichend in die Rechte des Verkäufers ein.

Die spannende Frage dürfte daher sein, ob Amazons AGB und die von den Betroffen skizzierten Verhaltens- und Verfahrensweisen, die den Verkäufer in seinen Rechten erheblich einschränken und Amazons Entscheidungen nur an sein eigenes Ermessen koppeln, mit der Rolle, die es als (Werbe-)Plattformbetreiber und „als eingeschränkter Vertreter“ selbst vorgibt, rechtskonform sind oder modifiziert werden müssten.

Es wäre daher sehr begrüßenswert, wenn Sie uns hier auf dem Laufenden hielten, sofern nicht zwischen Ihnen und Amazon ein Vergleich mit Schweigepflicht geschlossen werden sollte. :D

Schrölk
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Schrölk »

Man kann sich auch selbst zum Opfer machen.

Der einzig korrekte Umgang ist meiner Meinung nach:

AGB lesen und verstehen (Der mündige Bürger und so) --> Plattform nicht benutzrn --> Anderen weitersagen. Wer trotzdem bei Amazon verkauft und sich hinterher beschwert: --> SELBST SCHULD!
Never forget Robert Enke!

Marcus T. Cicero
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Marcus T. Cicero »

Schrölk hat geschrieben:Man kann sich auch selbst zum Opfer machen.
Man sollte es hier bei booklooker noch einmal deutlich sagen:
Wer nicht bei Amazon verkauft, kann als Verkäufer kein „Opfer“ von Amazon werden.
Von booklooker-Opfern ist mir bis dato noch nichts bekannt. :D
Schrölk hat geschrieben: Wer trotzdem bei Amazon verkauft und sich hinterher beschwert: --> SELBST SCHULD!
Das ist allerdings die Frage.
Wir bewegen uns ja hier nicht in einem rechtsfreien Raum, wo jeder das tun kann, was er will, solange der andere bloß zustimmt.
(Gerade Letzteres meinen viele Privatverkäufer auf eBay, die Kunden dazu nötigen mit ihrem Gebot rechtlichen Unfug, den sie selbst in völliger Unkenntnis der Rechtslage irgendwo abgeschrieben haben, zu akzeptieren und tatsächlich der Auffassung sind, sich dadurch aller Pflichten entledigen zu können.)

Wenn Amazons derzeitige AGB und Verfahrensweisen rechtlich in Ordnung sein sollten, dann hätte man allerdings in der Tat Pech gehabt und wäre in einen mehr oder minder selbst verschuldeten Schlamassel geraten.

Entscheidend ist wie Gerichte sowohl die AGB als auch die Diskrepanz zwischen der Rolle, wie sie Amazon als Plattformbetreiber selbst definiert, und der Rolle, wie sie Amazon nach den Schilderungen der Betroffenen faktisch ausübt, beurteilen.

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spiralnebel111
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von spiralnebel111 »

Soeben habe ich etwas "Nettes" von Amazon gefunden: Ich suchte eine Person, die bis auf Ausüge eines Gerichtsurteils (als Gutachter genannt), im Internet völlig unsichtbar ist, und fand Ausnahme Nummer 2: Name Vorname Geburtsdatum (es könnte die von mir gesuchte Person sein, ich habe schon mit ihr Geburtstag gefeiert) und ihr Wunschzettel auf Amazon...

Amazon.de-Opfer
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Amazon.de-Opfer »

Die AGB von Amazon sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unwirksam, denn alleine die Klausel in eine Straftat einzuwilligen ( d.h. Unterschlagung von Geldern, auch wenn es die eigenen Gelder sind ) dürfte den Tatbestand des 307 a BGB erfüllen und in jedem Verfahren sicher auch für nichtig erklärt werden.

Wie Marcus T. Cicero schon sagte, man kann nicht machen und tun was man möchte, sonst hätten wir ja Anarchie und das gilt auch für Amazon.

Demzufolge kann ich auch nicht nachvollziehen, was Schrölk sagen will ..??

Heißt das soviel wie : Wer sich normal verhält und rechtmäßig Dinge verkauft, darf ausgeraubt werden ? Wäre das nicht wieder ein Schritt zurück ins Mittelalter ?

Andere Frage an Schrölk : Wenn Du Auto fährst und Dich damit latent in Gefahr begibst, weil Du weißt, das Du auch einen Unfall haben könntest, dürfen dann andere Verkehrsteilnehmer Jagd auf Dich machen und Dein Auto zu Schrott fahren oder Dich ins Krankenhaus bringen ??

Wohl kaum oder ? Mit der gleichen Berechtigung darf Amazon nicht User rechtswidrig behandeln.

Schrölk
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Schrölk »

@ Amazon.de-Opfer, der Vergleich hinkt ganz gewaltig

aber was ich sagen will:

Der mündige Bürger liest vor Vertragsabschluss die Aazon-AGBs durch,, erkennt entweder dass diese absolut nicht OK sind und schließt deswegen keinen Vertrag ab oderr stellt vor Vertragsabschluss entsprechende Fragen wenn er etwas nicht versteht. Aus dieser Position heraus dann gegen die AGBs vorzugehen ist imho absolut OK

Wer aber die AGBs nicht liest und trotzdem abschließt, und das sind leider die meisten, der hat eine gewisse Eigenschuld wenn es ihn dann trifft.
Wer abschließt und denkt "mir wird schon nichts passieren" ist genauso selbstverschuldet da reingeraten. Und sowas kommt leider auch häufig vor.

Und in Ihrem Fall unterstelle ich dass eines von beiden zutrifft.

Das ändert an der Falschheit der AGBs nichts, aber dessen unbenommen behaupte ich dass die Masse der "Opfer" nie in die Situation gekommen wäre, hätte man sich vorher hinreichend informiert.
Never forget Robert Enke!

Marcus T. Cicero
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Marcus T. Cicero »

Schrölk hat geschrieben:Wer aber die AGBs nicht liest und trotzdem abschließt, und das sind leider die meisten, der hat eine gewisse Eigenschuld wenn es ihn dann trifft.
Das stimmt dann, wenn die AGB in Ordnung sind. Wenn die AGB nicht in Ordnung sind, taugen sie nicht als Grundlage und müssen geändert werden. Die Frage, ob die AGB in Ordnung sind, muss nicht, kann aber äußerst komplexer Natur sein. Ein normaler mündiger Bürger dürfte mit dieser Frage überfordert sein, weil sich selbst ausgebildete Juristen aufs Trefflichste darum streiten können. (Man kann übrigens mal die AGB von Amazon mit denen von booklooker vergleichen).
Gerade weil ein Normalbürger nicht über hinreichend Fachwissen verfügt, um zu beurteilen, ob AGB rechtskonform sind oder ob man dadurch übertölpelt werden soll, ist es wichtig, dass man es überprüfen lassen kann. Nach vorheriger anwaltlicher Beratung sollte dann der mündige Bürger selbst entscheiden, wie er vorgeht.
spiralnebel111 hat geschrieben:und ihr Wunschzettel auf Amazon...
Habe mal vor Jahren nach meinem Namen gegoogelt und bin ebenfalls auf meinen Wunschzettel bei Amazon gestoßen. Seitdem bin ich dort wunschlos glücklich. :D

Aktuell: Report Mainz über Amazons Rolle als Arbeitgeber

„Die SPD-Expertin Kramme kommt zu dem Ergebnis: „Amazon missbraucht das Gesetz, indem es die Rechtslage bis aufs Äußere ausschöpft. Wir haben hier Arbeitsverträge vorliegen, die sich auf das gesamte Kalenderjahr beziehen, wo sich eine Befristung an die andere reiht, und das ist etwas, was in dieser Form nicht akzeptabel ist."“
Quelle: http://www.swr.de/report/presse/-/id=11 ... index.html

Gerade US-Konzernen fühlen sich in erster Linie ihren Shareholdern und deren Ziel der Profitmaximierung verpflichtet. Wenn unsere Politik großzügig Gestaltungsmöglichkeiten einräumt, weil sie glaubt, dass die Unternehmen nach idealistischen Gesichtspunkten geführt würden, und Möglichkeiten nur von denjenigen in Anspruch genommen würden, die sie wirklich benötigen, dann ist das ziemlich naiv. Denn Unternehmen nutzen selbstverständlich alle Gestaltungsmöglichkeiten, die man ihnen bietet, nicht weil sie es tun müssten, sondern weil es für sie einfacher und günstiger ist.

Den kompletten Beitrag inklusive obigem Zitat und seiner eigenwilligen Definition von Missbrauch, findet man (derzeit) hier: http://www.swr.de/report/angst-bei-amaz ... index.html

Für neue oder unregelmäßige Forum-Leser:

In Bezug auf die via AGB-Änderung verhängten Preisparität hatte Amazon im letzten Jahr die Rechtslage nicht nur ausgeschöpft, sondern musste in Punkto Bücher wieder zurückrudern, nachdem ZVAB.com eine einstweilige Verfügung erwirkt hatte.

ZVAB.com ist wenige Monate später ein Unternehmensbereich der AbeBooks Europe GmbH geworden, welche wiederum ein Tochterunternehmen von Amazon Inc. AbeBooks ist. :roll:

bücherwurm03
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von bücherwurm03 »

hab das mal hier überflogen und finde den thread recht interessant.

das wort "opfer" gefällt mir in diesem zusammenhang auch nicht. ich finde "geschädigte" irgendwie treffender wenn es um wirtschaftliche belange geht.

ich wünsche dieser vereingung jedenfalls viel erfolg, ich denke auch, dass man nicht alles akzeptieren muss und sich ausländische firmen ans deutsche/europäische recht halten müssen.

mir erschließt sich nur nicht ganz, warum hier für mitglieder geworben wird, die mit amazon so ziemlich gar nichts zu tun haben? was habe ich davon, wenn ich mitglied bin oder noch eher, was hat der verband davon?

Amazon.de-Opfer
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Amazon.de-Opfer »

@schrölk :

Es gibt hier noch eine dritte Möglichkeit, die Du noch nicht bedacht hast, das die Betroffenen die AGB´s sehr wohl gelesen haben, diese dann aus der Not heraus ( viele müssen dort einkaufen oder verkaufen, weil es einfach so günstig wie nirgendwo anders ist ) akzeptiert haben, in der Hoffnung, das es nicht zum Extremfall kommt. Nun ist dieser Extremfall aber eingetreten und die Menschen wollen sich dagegen wehren, da die AGB´s gegen geltendes Recht verstossen dürften und aus einer Machtposition heraus, dazu mißbraucht wurden um Gesetze zu umgehen und die Opfer zu schädigen. Dies ist legitim und auch völlig o.k. denn Niemand muß sich dies bieten lassen, wir leben ja nicht mehr im18.Jahrhundert, wo der Landesfürst den Bauern oder dem Gesinde befehlen konnte, was es zu tun hatte, rechtslos und dem Mächtigen ausgeliefert.

Im Übrigen kann ich nur Marcus T. Cicero zustimmen, er hat es vortrefflich formuliert !

Im Übrigen ist es auch an der Zeit, die Zustände wie Marcus T.Cicero sie schildert, Deutschland als Eldorado für US Unternehmen , um hier tun und lassen zu können, was Sie wollen, endlich zu beenden.

Nirgendwo auf der ganzen Welt wird es US Unternehmen so leicht gemacht hier, wie die Axt im Walde zu fungieren und wer dies anzweifelt schaue sich bitte auch einmal den Themenkomplex US Hedgefonds an und die Schicksale, die da dran hängen.

@ Bücherwurm 03 :

Nun, der Begriff Opfer ist terminologisch schon bewusst gewählt, da man hier nicht zwischen Unrecht gegen Leib und Leben oder gegen Vermögen unterscheiden darf.
Ganz im Gegenteil ist es ja heute oft so, das Vermögensdelikte nicht geringer von der Justiz bestraft werden, als Körperdelikte, das zeigt genau genommen, das heutzutage das Geld offensichtlich nicht unwichtiger als Leib und Leben zu sein scheint .
Demzufolge ist es auch, sagen wir mal , zeitgemäß, von Opfer zu reden, wenn Menschen um ihr Geld gebracht werden bzw. zu Unrecht finanzielle Nachteile hinnehmen müssen.

Danke für die netten Wünsche, wir versuchen unser Bestes, aber brauchen eben auch genügend Mitstreiter, wie ja schon erwähnt, womit wir zu Deiner Frage kämen, weshalb wir neue Mitglieder suchen :

Die Antwort liegt auf der Hand : Jedes Mitglied wird für den Verband sicherlich mehr oder weniger wertvoll und wichtig in diesem Kampf gegen das Unrecht sein, durch Wissen, Erfahrungen oder sogar durch aktive Mithilfe und deshalb bitten wir auch hier, Jeden mitzumachen.
Du bist also herzlich willkommen, wenn Du es ernst meinst mit Deiner Meinung, das man es nicht zulassen darf, das hier US Großunternehmen tun und lassen dürfen was sie möchten.

Eines aber steht zu 100 % fest : Wenn Niemand etwas dagegen unternimmt, Niemand mithilft, ja dann werden wir die gleichen Zuständen auch noch in 10 oder 20 Jahren haben, denn die Lobby dieser Unternehmen ist groß und reicht bis in die obersten Kreise hinein und nur wenn der kleine Mann sich formiert, dann haben wir eine Chance, sonst bleibt nur das klagen bzw. das Schicksal hinnehmen.

Bice
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Re: Amazon.de Opferverband Gründung- wer macht mit ?!?!

Beitrag von Bice »

Guten Abend allerseits

mir gefällt die Einstufung nicht in mündige und/oder allenfalls "unmündige" Bürger.

Ich müsste mich nämlich ganz klar zu den Unmündigen zählen.

Ich verstehe von juristischen Fachausdrücken nichts und komplizierten juristischen Erklärungen/Ausführungen kann ich beim besten Willen nicht folgen.
Das hat viel damit zu tun, dass ich altershalber und auch aus gesundheitlichen Gründen oftmals grosse Konzentrationsschwierigkeiten habe.

Und ich kenne mich auch im AGB nicht aus. Gilt das auch für die Schweiz? Und wenn nicht, müsste man dann nicht eigenlich erstmal sämtliche Gesetzesbücher Europas oder gar sämlicher Staaten weltweit studieren, bevor man bei Amazon ein Buch verkaufen oder kaufen möchte?

Und somit bin ich halt wohl selber daran schuld, wenn man mich übers Ohr hauen kann.

Daher schmeisse ich meine Bücher, die ich nicht mehr haben möchte zum Vorneherein besser in die Mülltonne.

Noch besser wäre es sogar, wenn ich aufhören würde zu lesen, denn irgendwo muss ich mir ja diese Bücher kaufen. Und auch da könnte es mir als unmündiger Bürger passieren, dass ich bei Anbietern mit unlauteren Geschäftsmethoden Aerger bekommen könnte.

Und um das Ganze noch etwas mehr ad absurdum zu führen: Am allerbesten wäre es dann doch, so man nicht zu den Allerklügsten gehört oder mit dem Alter anfängt etwas tatterig zu werden, dass man grad aufhört zu existieren, weil man ja doch für jedwelchen Unbill der einem passiert selber verantwortlich ist.
Oder halt eben - die etwas abgeschwächtere Variante - den Schaden, den man sich durch seine "Unmündigkeit" eingefahren hat, wortlos-verschämt zu schlucken....sonst setzt man sich zusätzlich auch noch dem Spott der Mündigen aus.

Eigentlich dachte ich bisher, dass die Gesetze auch dazu gemacht wurden, um eben die Schwächeren unserer Gesellschaft zu schützen....

Amen!

Edit: Text noch bisschen ergänzt.

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