Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

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Luna Moon
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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von Luna Moon » Fr 9. Nov 2018, 23:07

Kaxx hat geschrieben:
Fr 9. Nov 2018, 22:21
Nicht immer sind es die Autofahrer, die Verkehrsregeln missachten. Ganz schlimm können auch rücksichtslose Fahrradfahrer sein, die meinen, mit dem Rad bräuchte man sich nicht an Verkehrsregeln zu halten. Mit dem Rad ein Auto rechts zu überholen kann ganz schön gefährlich sein. Und sich dann aufregen, wenn man etwa übersehen wird... und das Ganze ohne Helm... :shock:

Aber hey, auf dem Rad gehört man automatisch zu den Guten, ist es nicht so ?
Stimmt schon, dass es auch Radfahrer gibt, die sich nicht an die Regeln halten und damit sich und andere gefährden (also nicht automatisch zu den Guten gehören). Aber es gib eben auch viele Situationen, wo die Radfahrer einfach übersehen werden oder zu wenig Abstand von Autofahrern gelassen wird. Sie haben eben einfach weniger Schutz als die Autofahrer in ihrem Gefährt.

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spiralnebel111
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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von spiralnebel111 » Sa 10. Nov 2018, 06:56

Nun, ja, es gibt aber einen dicken Unterschied: wenn ein Rad ein Auto bedrängt, hat der Autofahrer gute Überlebenschanchen...

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Kaxx
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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von Kaxx » Mo 12. Nov 2018, 17:10

spiralnebel111 hat geschrieben:
Sa 10. Nov 2018, 06:56
Nun, ja, es gibt aber einen dicken Unterschied: wenn ein Rad ein Auto bedrängt, hat der Autofahrer gute Überlebenschanchen...
Ganz genau, und der Radfahrer begibt sich (absichtlich? aus Versehen? es ist ihm egal?) in Lebensgefahr. Gerade darum kann ich so ein Verhalten nicht nachvollziehen. Wenn es so zu einem Unfall kommen würde, träfe den Autofahrer wahrscheinlich noch mindestens eine Teilschuld, zumindest wenn kein Zeuge da wäre, obwohl es der Radfahrer war, die Verkehrsregeln nicht beachtet hat.
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spiralnebel111
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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von spiralnebel111 » Di 13. Nov 2018, 06:47

Komm einfach mal her und fahre hier im Ort Rad - als Radfahrer ist man (besonders in gewissen Straßen) entweder unsichtbar, oder Freiwild. Auch auf dem Radweg.

Man ist als Fußgänger aber auch nicht sicher: zu eng um sofort (!) weiterzufahren? Na, dann schnell mal über den Fußweg...

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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von d_r_m_s » Di 13. Nov 2018, 15:59

auf den Strassen ist die Hölle los ... k.A. warum ...

heute bin ich insgesamt drei Mal zur Schule und zurück, jedes Mal habe ich andere Umwege nehmen müssen ...

jetzt gerade wieder totales Chaos vor der Schule. Rücksichtnahme ? Kann das mal jemand buchstabieren ? Ach, nee, lass man, nicht so wichtig ...

vorher schon eine denkwürdige Szene ... Postler drängelt sich mit seinem Riesenkarren seitwärts in die Schlange vor der Ampel, den nächsten stört es und er hupt ...

Postler guckt erstmal ...

dann wird die Ampel grün ... alle vornedran fahren ... Postler fährt gaaanz langsam ... Ampel wird gelb ... Postler wartet noch etwas und fährt dann irgendwo zwischen dunkelgelb und hellrot durch ... der Rest der Schlange darf weiter warten ... so etwas habe ich auch noch nicht erlebt ...

ist Dienstag der dreizehnte schlimmer als Freitag der dreizehnte ? :?

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digitalis
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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von digitalis » Di 13. Nov 2018, 23:23

spiralnebel111 hat geschrieben:
Di 13. Nov 2018, 06:47
Komm einfach mal her und fahre hier im Ort Rad - als Radfahrer ist man (besonders in gewissen Straßen) entweder unsichtbar, oder Freiwild. Auch auf dem Radweg.
Man ist als Fußgänger aber auch nicht sicher: zu eng um sofort (!) weiterzufahren? Na, dann schnell mal über den Fußweg...
Hallo spiralnebel,
Du hast ja völlig Recht,
aber es gibt tatsächlich nicht nur FußgängerInnen, MotorradfahrerInnen und AutofahrerInnen, die im Verkehr lebensgefährlichen Unsinn treiben - lebensgefährlich für sich und für andere, sondern auch RadfahrerInnen, die sich suizidal aufführen und darauf angewiesen sind, dass die stärkeren AutofahrerInnen schwer aufpassen und ihnen das Leben nicht nehmen, das sie so freigebig und verkehrsregelwidrig anbieten.
In "meiner" Gegend hier (Heidelberg und Umgebung) wird beklagenswert wenig für die Sicherheit der RadfahrerInnen von der Stadt und den Gemeinden getan - jetzt malten SIE gerade auf schmale Autostraßen in Heidelberg im Abstand von ca. 50 m Fahrräder. Wozu das gut sein soll, ist mir noch nicht aufgegangen.
Es wäre tatsächlich sinnig, wenn die Busse und Bahnen wieder mehr, besser und billiger würden, damit ich und viele andere nicht so viel und oft in unseren Stinkkisten rumgurken müssten. Von meinem Kuhdorf trotz Stadtrecht kommt mensch mit den hundsmiserablen öffentlichen Bussen gegen viel Geld nicht weit - und zurück nach 20:00h überhaupt nicht. Es ist zum Speien! :twisted:
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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von d_r_m_s » Do 15. Nov 2018, 19:34

Mehrere schwerverletzte Kinder bei Zusammenstoß von Schulbussen
https://www.gmx.net/magazine/panorama/s ... n-33420070
...
Bei einem frontalen Zusammenstoß zweier Schulbusse in Mittelfranken sind am Donnerstag etwa 40 Kinder und Erwachsene verletzt worden. Fünf davon wurden schwer verletzt
...
ohne Worte ... :shock:

vorderhaus
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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von vorderhaus » Do 15. Nov 2018, 22:27

Ja, dieser Zusammenstoß macht einen fassungslos. Was aber, wenn man den Link anklickt und dort das Video, auf dem man im Anfangsbild Helfer auf der Unfallstelle sieht- und dann geht es los und es kommt lauter Werbung. Das finde ich etwas pervers!!!

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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von spiralnebel111 » Fr 16. Nov 2018, 09:42

Für die muskulösen, dünnen Radfahrer - die in den engen, bunten Klamotten und mit Helm - gelten gewisse Verkehrsregeln nicht...

Madita
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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von Madita » Di 20. Nov 2018, 19:34

Gehöre zwar nicht zu den oben beschriebenen Radfahrern ;-), aber habe auch schon einige gefährliche Situationen erlebt, besonders, wenn Autos aus Einfahrten kommen. Da wurde ich auf so einem breiten Radweg, der neben einem breiten Gehweg verläuft, trotz Leuchtklamotten und vermeintlichem Blickkontakt schon angefahren. Ist ein Scheißgefühl, wenn du genau vor einem Auto bist, das plötzlich losfährt.
In einer ganz ähnlichen Situation musste ich auf die Gegenfahrbahn (! kam grad keiner) ausweichen, sonst wäre ein Auto aus einer Tankstelle volle Kanne in mich reingedonnert.
Ein anderes Mal wäre ein Auto, das hinter mir fuhr, fast in mich reingefahren: wir standen an einer Ampel, ich vorne, Auto weiter hinten, ich bin geradeaus weiter, und dann, keine Ahnung, wie ich am hellichtem Tag und obwohl ich ja gerade noch vor ihm stand, für den Fahrer wohl plötzlich unsichtbar geworden bin, auf jeden Fall taucht er auf einmal direkt vor mir auf, weil er nach rechts abbiegen wollte... konnte gerade noch so bremsen...
Dann hat mich ein anderes Auto mal von hinten angefahren und das nächste Auto wäre auch noch fast über mich drüber gefahren...
Aber ich glaube, den allergrößten Schrecken habe ich mal an einem Zebrastreifen bekommen. Und okay, da hätte ich auch nicht mit dem Rad drüberfahren dürfen (aber zu Fuß wäre es vielleicht schlimmer gekommen). Auf jeden Fall war in so einem zweispurigen Kreisel. Die Autos auf der einen Spur halten für mich an (ja, ich weiß, man hat als Radfahrer eigentlich keine Vorfahrt am Zebrastreifen...) und in dem Moment, als ich auf die zweite Spur komme, kommt so ein Porschefahrer wie ein Verrückter angeschossen. Und ich dachte nur: zum Bremsen ist es zu spät. Dann hab ich mein Rad so nach rechts rumgerissen und bin dann so seitlich an seinem Wagen entlanggeglitten.
Aber welcher Vollpfosten rast auch auf einen Zebrastreifen zu, wenn er schon sieht, dass die Autos in der anderen Spur stehen??

Zum Glück ist bei all diesen Sachen nie ernsthaft was passiert, aber ein paar Mal ist mir da der Schreck schon heftig in die Knochen gefahren. Merkt man oft auch erst hinterher. Eigentlich müsste man immer so fahren, dass man für alle anderen mitdenkt...

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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von spiralnebel111 » Mi 21. Nov 2018, 14:01

Diejenigen die nicht wahrnehmen, dass andere Autofahrer schon für den Fußgängerüberweg halten, sehe ich hier als Fußgänger öfter - zum Glück an einem Zebrastreifen, an dem immer viel los ist, und somit langsam gefahren wird (Einfahrt zum Parkplatz und anderes).

Immer wieder gefährlich: Radweg auf die Straße gemalt, Kreuzung, Ampel, ich möchte geradeaus in eine wenig befahrene Straße, während die meisten Autofahrer auf der vielbefahrenen rechts weiter wollen. Da ich ja nicht abbiege, strecke ich keinen Arm heraus. Ampel wird grün und alles biegt unverzüglich rechts ab. Außer mir; und ich lebe noch, weil ich schneller losfahre als die meisten Autos.
Wenn ich aber absteige und links über die Fußgängerampel gehe, behindere ich Fußgänger, weil es da eng ist. Das will ich auch nicht.
Ich habe mich schon, wenn ich sowieso vorne war (!!!) vor die Autos gestellt, da kriege ich wüste Beschimpfungen oder wenigstens Hupen.

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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von d_r_m_s » Fr 23. Nov 2018, 08:49

und jetzt mal die andere Seite ...

hält sich unser Staat bzw. seine nachgeordneten Stellen an die Verkehrsregeln ? :P

4000 LKW-FAHRER ZU UNRECHT GEBLITZT UND ABKASSIERT! KEINE RÜCKZAHLUNGEN
https://www.tag24.de/nachrichten/lkw-fa ... 85#article

Tempolimit 80 km/h, Blitzer löst aber schon bei 60 km/h aus ... Klage ... Klärung ... dann:
Mit einer Rückerstattung des bereits gezahlten Bußgeldes können die Fahrer allerdings nicht rechnen. "Bußgeldverfahren die bereits abgeschlossen sind, können wir leider nicht neu aufmachen"
...
Bei rund 4000 Lkw-Fahrern flatterten Bußgeldbescheide ins Haus, etwa 800 davon kassierten sogar Punkte ins Flensburg
Geld ist ärgerlich, diese Punkte sind eine weit ernstere Sache ... wie sieht es da wohl aus ?

und jetzt bitte alle zusammen, 100 Mal:

"Ommm ... ich glaube an unseren Rechtsstaat ... ommm ... ich glaube an unseren Rechtsstaat ..." :mrgreen:

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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von spiralnebel111 » Fr 23. Nov 2018, 12:39

Nun, ja, ich bin noch nicht geblitzt worden. :twisted:

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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von Madita » Sa 24. Nov 2018, 22:43

spiralnebel111 hat geschrieben:
Mi 21. Nov 2018, 14:01
Diejenigen die nicht wahrnehmen, dass andere Autofahrer schon für den Fußgängerüberweg halten, sehe ich hier als Fußgänger öfter - zum Glück an einem Zebrastreifen, an dem immer viel los ist, und somit langsam gefahren wird (Einfahrt zum Parkplatz und anderes).

Immer wieder gefährlich: Radweg auf die Straße gemalt, Kreuzung, Ampel, ich möchte geradeaus in eine wenig befahrene Straße, während die meisten Autofahrer auf der vielbefahrenen rechts weiter wollen. Da ich ja nicht abbiege, strecke ich keinen Arm heraus. Ampel wird grün und alles biegt unverzüglich rechts ab. Außer mir; und ich lebe noch, weil ich schneller losfahre als die meisten Autos.
Wenn ich aber absteige und links über die Fußgängerampel gehe, behindere ich Fußgänger, weil es da eng ist. Das will ich auch nicht.
Ich habe mich schon, wenn ich sowieso vorne war (!!!) vor die Autos gestellt, da kriege ich wüste Beschimpfungen oder wenigstens Hupen.
Ja, manche Autofahrer können richtig unverschämt sein, obwohl man im Recht ist. Einer hat mich mal voll angeschrien, weil ich aus einer Einbahnstraße kam, in der Fahrräder aber ausdrücklich fahren durften. Ich hab dann nur aufs Schild gezeigt... Was auch nervt, sind die Leute, die auf den roten Radwegen laufen, obwohl neben ihnen ein leerer Fußweg ist. Und dann selbst aufs Klingeln nicht reagieren.
Radfahrer sind natürlich nicht IMMER die Heiligen, da gibt es zum Beispiel die, die am besten Samstagnachmittag durch die Fußgängerzone rasen, diesmal ohne Klingeln, so dass urplötzlich ein Radfahrer von hinten kommend auf Tuchfühlung an dir vorbeisaust und du froh sein kannst, dass du nicht kurz vorher einen Schritt zur Seite gemacht hast...

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Re: Verkehrsregeln in Deutschland - völlig egal ?

Beitrag von spiralnebel111 » So 25. Nov 2018, 12:00

Ich bin mal als junge Frau von einem Polizisten vom Fahrrad geholt worden. Mitten in der Stadt in der Fußgängerzone, Radfahren nicht erlaubt. Er zwang mich abzusteigen und zu schieben. Nachts um halb drei. Ich kam von der Arbeit. :?
Und Trier war damals ganz sicher keine Stadt "die niemals schläft"...

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