USA: Amazon verkauft mehr E-Books als Bücher

Forum für alle, die grade nichts besseres zu tun haben.

Wird das E-Book "richtige" Bücher in Deutschland ablösen?

Nein - das gedruckte Buch wird immer die "Nr 1" bleiben!
11
38%
Ja - mittelfristig wird das gedruckte Buch abgelöst!
5
17%
Teils - das E-Book wird nur geringe Marktanteile bekommen.
5
17%
Teils - das E-Book wird größere Marktanteile erlangen.
7
24%
Bin noch unschlüssig!
1
3%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 29

Benutzeravatar
spiralnebel111
Beiträge: 9053
Registriert: Sa 13. Nov 2010, 17:50
Kontaktdaten:

Re: USA: Amazon verkauft mehr E-Books als Bücher

Beitrag von spiralnebel111 » Fr 4. Feb 2011, 16:59

Ich sehe täglich auf der Arbeit wieviel Rohstoffe für Blödsinn verbraten werden (eines meiner Alltagslieblingsbeispiele ist "nougatcreme-to-go"), da lasse ich mir meine - oft gebrauchten - Bücher nicht vermiesen. Und e-books sind nicht unbedingt umweltfreundlich, Holz brauchen sie halt nicht. Oder nicht dass ich wüßte. Wir können mit unserem Kaufverhalten soviel ausrichten in unserer schönen Wegwerfgesellschaft, tun wir das einfach, da kriegen wir das mit dem Holz auch noch geregelt.
Aber wir tun's ja nicht.
Immerhin verkaufen wir unsere gebrauchten Bücher weiter :D ...
Ein Leben ohne Bücher kann ich mir gar nicht vorstellen. Ein Buch ist doch mehr als der Text darin. Ich glaube ich sollte anfangen Bücher zu horten, vielleicht werde ich ja so alt wie mein Vater, oder gar wie meine Großmutter, dann brauche ich noch einige!
Ich nehme die Keramiktasse :wink:

yellowtower

Re: USA: Amazon verkauft mehr E-Books als Bücher

Beitrag von yellowtower » Fr 4. Feb 2011, 17:23

spiralnebel111 hat geschrieben:
1. Ein Leben ohne Bücher kann ich mir gar nicht vorstellen. Ein Buch ist doch mehr als der Text darin. Ich glaube ich sollte anfangen Bücher zu horten, vielleicht werde ich ja so alt wie mein Vater, oder gar wie meine Großmutter, dann brauche ich noch einige!
2. Ich nehme die Keramiktasse :wink:
1. Du sagst es! Bücher sind wichtiges Kulturgut der Menschheit ... jepp, horte mal, ich geb mittlerweile auch kaum noch was her. Damit meine ich nun nicht den Konsalik ... grins ...


2. hehehe .... hätte ich mal lieber Steingut geschrieben, anstatt Porzellan ... naja, zu spät :wink:

Gruß, yellow
Zuletzt geändert von yellowtower am Sa 5. Feb 2011, 08:41, insgesamt 1-mal geändert.

Marcus T. Cicero
Beiträge: 490
Registriert: Di 23. Mär 2010, 23:41

Re: USA: Amazon verkauft mehr E-Books als Bücher

Beitrag von Marcus T. Cicero » Fr 4. Feb 2011, 21:00

Erzkanzler hat geschrieben:nur für die Pappbecher für "Coffee To Go", die täglich in Deutschland getrunken werden, wird etwa die (Wald-) Fläche von drei Fußballfeldern gerodet!!
yellowtower hat geschrieben:Der Weg geht völlig weg vom Papier
Als der Computer Einzug in die Büros hielt, befürchtete man das papierlose Büro. Exakt das Gegenteil war der Fall:

"Der Papierverbrauch in Deutschland ist geradezu explodiert: Lag er 1850 bei rund einem Kilogramm je Einwohner und Jahr, so waren es 100 Jahre später bereits 32 Mal so viel. Von 1950 bis heute stieg der Papierverbrauch in Deutschland noch einmal um über 700 Prozent, auf heute rund 250 Kilogramm je Einwohner und Jahr."
Quelle: http://www.initiative2000plus-berlin.de/verbrauch.html

Deutsche und US-Fachbuchverlage, bringen - um Studenten vom Kopieren abzuhalten - zunehmend schwere Schinken in kopierfeindlichen Formaten und im Umfang von 500-1200 Seiten heraus. Eher unwahrscheinlich, dass die derartige Bücher als PDF mit nennenswertem Preisabschlag zugänglich machen, wenn sie sich nicht selbst ihr Geschäft vermiesen wollen. Bei Büchern mit geringem Seitenumfang muss man heute schon, sofern man sie sich als e-Book als Bibliotheksbenutzer "ausleihen", d.h. berechtigt downloaden darf, jedes Kapitel einzeln runterladen. Druckt man es sich dann aus, so ist die Papierersparnis ohnehin hinfällig.

Ist hingegen ein Taschenbuch für unter 10 Euro herausgekommen, lohnt sich der Wiederverkauf des gebrauchten, in die Jahre gekommenen Buches meist ohnehin nicht, wenn man den Aufwand für das Einstellen, die Kommunikation mit dem Kunden, für die Verpackung und das Versenden berücksichtigt. Insofern dürfte ein Marktsegment für E-Books im Bereich 5-10 Euro vorhanden sein. Zumal dann, wenn die Leute zunehmend mit i-Pad ähnlichen Geräten unterwegs sind und dementsprechend keinen separaten Reader brauchen.

Wenn viele der heutigen Billig-Taschenbücher, die oft auf minderwertigem Papier gedruckt sind und sich nach wenigen Jahren braun färben, durch E-Books ersetzt würden, fände ich das nicht schlecht. Gerade amerikanische Taschenbücher sind bzw. waren oft von einer extrem schlechten Papierqualität.

Der E-Book Markt bleibt allerdings in Deutschland eine Nische, weil viele Kunden auf das gedruckte Buch nicht verzichten wollen.
Es ist in jedem Fall spannend zu sehen, in welche Bereiche sich das entwickelt. :D

yellowtower

Re: USA: Amazon verkauft mehr E-Books als Bücher

Beitrag von yellowtower » Sa 5. Feb 2011, 10:56

Autsch - da hätte ich mal besser vorher gegoogled, bevor ich mein subjektives Empfinden als Allgemein darstelle.

Danke Dir für die Richtigstellung.

Was mich nun int. würde, wodurch sich diese enorme Steigerung begründet. Bzw. werde da mal googeln in Kürze (hab grad wenig Zeit).

Marcus T. Cicero
Beiträge: 490
Registriert: Di 23. Mär 2010, 23:41

Re: USA: Amazon verkauft mehr E-Books als Bücher

Beitrag von Marcus T. Cicero » Di 8. Feb 2011, 18:18

Was mögen E-Book-Liebhaber :?:

"Digitale Liebesromane sind in den USA eines der am schnellsten wachsenden Genres. In Deutschland sind die E-Umsätze – über alle Genres hinweg – noch zu marginal, um Trendaussagen zu treffen.
...
Liebesromane sind ja vor allem Unterhaltungsliteratur. Die Bücher werden gelesen und danach sehr oft verkauft, weitergegeben oder weggeschmissen. Wenn nun jemand fünf oder mehr Bücher im Monat liest, dann ist die Überlegung, sich die Bücher als E-Book zu besorgen durchaus eine Frage, mit der sich Geld sparen lässt! Nach unseren Statistiken jedenfalls sind die Top 10 der E-Books ausschließlich Erotik- oder Liebesromane."

Quelle: http://www.buchreport.de/nachrichten/on ... rag-ab.htm

Benutzeravatar
Erzkanzler
Beiträge: 1809
Registriert: Do 22. Sep 2005, 08:45
Wohnort: KIEL

Re: USA: Amazon verkauft mehr E-Books als Bücher

Beitrag von Erzkanzler » Do 4. Okt 2012, 10:59

Der Markt für digitale Ausgaben von Büchern gewinnt nun auch in Deutschland an Fahrt. Die Verkaufszahlen von E-Book-Readern explodieren in Deutschland in diesem Jahr. Immerhin 800.000 Geräte sollen in diesem Jahr hierzulande verkauft werden....

Aber: Deutschland hinkt hier im Vergleich mit dem englischsprachigen Raum noch weit hinterher...
Fragt sich nur: wie lange noch???

http://winfuture.de/news,72309.html
Mein Bücherregal
"Nimm einem stolzen Hirsch sein Geweih.
Was bleibt übrig?
Ein großes Karnickel."

Antworten