Eine Reimende Unterhaltung

Viele verschiedene Spiele rund um Worte, Silben, Sätze und mehr.
Enibas

Beitrag von Enibas » Mi 21. Mai 2008, 18:36

Den beiden Dichtern remlig und buchecker Applaus für die schönen Reime.Bild

remlig
Beiträge: 31280
Registriert: Sa 14. Jul 2007, 14:05
Wohnort: Hessen

Beitrag von remlig » Do 22. Mai 2008, 00:37

Buchecker ich muß gestehen,
ich komm mir vor als hätt ich wehen.
Hab Tränen gelacht und die in Massen,
wollt aufhöhrn aber konnt es nicht lassen
Die Muskeln krampfen, der Kiefer klemmt,
ach hätt ich doch lieber vorher gepennt.

Geh ich jetzt ins Bett kann ich schlafen nicht mehr,
der Krampf im Bauch macht es mir sehr schwer.
Will ich mich wenden oder auch drehn,
muß ich warten erst bis die Schmerzen vergehn.
Ich danke dir sehr für diese Nacht,
ich wollt ich hät sie schon hinter mich gebracht.
Jeder Mensch macht mich glücklich.
Die einen, wenn sie den Raum betreten, die anderen wenn sie ihn verlassen!

elis
Beiträge: 1163
Registriert: Fr 9. Nov 2007, 23:21

Beitrag von elis » Do 22. Mai 2008, 13:32

Einmal kurz herein gerannt,
umgeschaut, mit staunend großen Augen.
fast nichts mehr wiedererkannt.
Ich kann es kaum glauben.

Ist Ischen etwa zahm gewor(d)en?
Oder hab ich Ihre Spitzen in der Eile übersehn?
Und Remligs Enkel ist schon geboren
Ich muss schnell gratulieren gehn.

Buchecker hat seine Reime verfeinert,
daß das überhaupt geht, hätt ich nicht geglaubt.
vielleicht hab ich auch bloß verallgemeinert,
oder meine Ansprüche runtergeschraubt.

Eni hat ein neues Avadingsda-Bild
Jetzt seh ich eine andre Enibas vor mir.
Das alte Bildchen wirkte lieb und mild,
Das Neue ist ein freches Tier.

Ansonsten könnt ich stundenlang lesen
Weiß gar nicht mehr um was es geht.
Ich bin zu lang nicht hier gewesen.
Wie viel Text hier plötzlich steht.

Vermisst hab ich Euch manches Mal,
auch jene die nicht namentlich erwähnt,
Doch schon regt sich Müdigkeit als Qual.
Habe eben wieder laut gegähnt.

Das hat nichts zu tun mit Langeweile,
die kommt bei Euch ja gar nicht auf.
Doch ich bin stets in großer Eile
und habe Arbeit grad zuhauf.

Da fehlt die Zeit im Forum rumzugeistern.
Ich falle Abends einfach müd ins Bett.
Muss irgendwie meinen Alltag meistern,
Aber trotzdem, das Leben ist nett.
Narren werden deswegen isoliert, weil sie die Wahrheit sagen (hellmut walters)

Enibas

Beitrag von Enibas » Do 22. Mai 2008, 15:05

Hab ich denn hier recht gelesen,
die elis ist heut hier gewesen ?
Freu mich, dass sie reingeguckt,
hat bei Enis Avatar gezuckt.
Hoffen wir, sie kommt bald wieder
aber sie hat ja so müde Lider.
Muß sich erst erholen von dem Streß,
schreiben tut sie trotzdem kess.

elis
Beiträge: 1163
Registriert: Fr 9. Nov 2007, 23:21

Beitrag von elis » Mo 26. Mai 2008, 21:45

Der Stress, der bleibt wohl noch ne Weile
aber vielleicht brauch ich´s ja.
Bin immer noch so sehr in Eile
aber trotzdem grad mal da.

Was ist mit Buchecker geschehen?
hat er keine Lust zu Reimen?
Er war doch hier, ich habs gesehen.
Muß wohl erst noch Reime leimen.

Freute mich schon sehr auf seine
wohlgesetzten Meisterstücke
Und dann sind hier aber keine
Buchecker! Komm sofort zurücke!!!
Narren werden deswegen isoliert, weil sie die Wahrheit sagen (hellmut walters)

Benutzeravatar
Buchecker
Beiträge: 21155
Registriert: Mi 23. Jan 2008, 23:26
Wohnort: Nairobi

Beitrag von Buchecker » Mo 26. Mai 2008, 22:38

Will kurz berichten:
Kann jetzt nicht dichten!
Muss noch was machen -
ganz wichtige Sachen!
Kann dieser Tage
in obiger Frage
nur selten so tun,
als ob mir das Ruhn
auf weichen Kissen
mit ruhigem Gewissen
noch möglich sei.
Ist aber einerlei,
denn glücklicherweise
ziehn hier ihre Kreise
noch andere Sterne.
Die les ich auch gerne!
Ein Ort aus Wahn und Schall
Genannt Schloss Schattenhall

Enibas

Beitrag von Enibas » Mi 28. Mai 2008, 08:06

Buchecker habs schnell gelesen
bin danach etwas unruhig gewesen.
Remlig, elis und DU
das ist der Clou.
Seid hoffentlich bald wieder da
dann schreien wir alle "HURRA"
Zuletzt geändert von Enibas am Fr 30. Mai 2008, 14:17, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
lucky2000
Beiträge: 5180
Registriert: Mi 2. Mai 2007, 18:55
Wohnort: Saarland

Beitrag von lucky2000 » Mi 28. Mai 2008, 20:45

Bin leider nicht mehr auf dem neuesten Stand,
weil keine Zeit ich fürs Forum fand.
Hoffe, dass ich jetzt öfters kann
und nette Menschen treffe, dann und wann. :D

remlig
Beiträge: 31280
Registriert: Sa 14. Jul 2007, 14:05
Wohnort: Hessen

Beitrag von remlig » Fr 30. Mai 2008, 13:27

Muß mich ja auch mal wieder melden,
und nach euch sehn, ihr tapfren helden.
Muß lesen was ihr hier so schreibt,
damit remlig auf dem laufenden bleibt.
kaum einer Zeit hat viel zu schreiben,
wohl alle unter Zeitnot leiden.
Jeder Mensch macht mich glücklich.
Die einen, wenn sie den Raum betreten, die anderen wenn sie ihn verlassen!

Benutzeravatar
Buchecker
Beiträge: 21155
Registriert: Mi 23. Jan 2008, 23:26
Wohnort: Nairobi

Beitrag von Buchecker » Fr 30. Mai 2008, 19:00

Zeitnot ist das Wort der Stunde.
Sie fühlt sich an wie eine Wunde,
die durch klare, scharfe Schmerzen
sich einbohrt mitten in die Herzen,
die dort drückt und zerrt und wühlt,
dass man bald schon nicht mehr fühlt,
wie man sich nur selbst noch schindet,
wenn die Zeit zum Ausruh'n schwindet.

Doch will ich mich hier nicht beklagen,
sondern vielmehr kurz nur fragen,
ob euch dies Lied mit seinen Zeilen
nicht auch bekannt vorkommt zuweilen:

Die Zeit
die trennt nicht nur für immer Tanz und Tänzer.
Die Zeit
die trennt auch jeden Sänger und sein Lied
denn die Zeit ist das
was bald geschieht.

Die Zeit
die trennt nicht nur für immer Traum und Träumer.
Die Zeit
die trennt auch jeden Dichter und sein Wort
denn die Zeit läuft vor sich selber fort.

Zeit macht nur vor dem Teufel halt
denn er wird niemals alt
die Hölle wird nicht kalt.
Zeit macht nur vor dem Teufel halt
heute ist schon beinah' morgen.

Die Zeit
die trennt nicht nur für immer Sohn und Vater.
Die Zeit
die trennt auch eines Tages dich und mich
denn die Zeit
die zieht den längsten Strich.

Zeit macht nur vor dem Teufel halt
denn er wird niemals alt
die Hölle wird nicht kalt.
Zeit macht nur vor dem Teufel halt
heute ist schon beinah' morgen.

Die Zeit
alle Zeit
Ewigkeit.

Barry Ryan


http://www.youtube.com/watch?v=3Rv3vtvycPk
Ein Ort aus Wahn und Schall
Genannt Schloss Schattenhall

remlig
Beiträge: 31280
Registriert: Sa 14. Jul 2007, 14:05
Wohnort: Hessen

Beitrag von remlig » Fr 30. Mai 2008, 23:58

Das Lied ist gut, gefällt mir echt,
und dieser Sänger hat auch Recht.
Die Zeit läuft ständig immer weiter,
und ist wie eine Gummieleiter.
Man klettert hoch, so gut man kann,
kommt trotzdehm niemals oben an.
Doch mit Geduld und sehr viel Mut,
wird alles doch am Ende gut.
Jeder Mensch macht mich glücklich.
Die einen, wenn sie den Raum betreten, die anderen wenn sie ihn verlassen!

Benutzeravatar
Buchecker
Beiträge: 21155
Registriert: Mi 23. Jan 2008, 23:26
Wohnort: Nairobi

Beitrag von Buchecker » Mi 4. Jun 2008, 21:11

Materialien zu einer Kritik der bekanntesten Dichtform italienischen Ursprungs

Sonette find ich sowas von beschissen,
so eng, rigide, irgendwie nicht gut;
es macht mich ehrlich richtig krank zu wissen,
daß wer Sonette schreibt. Daß wer den Mut

hat, heute noch so'n dumpfen Scheiß zu bauen;
allein der Fakt, daß so ein Typ das tut,
kann mir in echt den ganzen Tag versauen.
Ich hab da eine Sperre. Und die Wut

darüber, daß so'n abgefuckter Kacker
mich mittels seiner *** blockiert,
schafft in mir Aggressionen auf den Macker.

Ich tick nicht, was das A....loch motiviert.
Ich tick es echt nicht. Und will's echt nicht wissen:
Ich find Sonette unheimlich beschissen.

Robert Gernhardt (leicht editiert)



Ob das wohl was werden kann,
wenn ein Laie, allzu blutig,
doch gleichwohl fast todesmutig
sich wagt an diese Dichtform ran?

Trifft ihn da der Kenner Bann?
Kriegt er gleich fest eingerieben,
dass es beim Versuch geblieben?
Oder heißt es: Brav, der Mann!

Um mit halbwegs heiler Haut
dreist Sonette hinzubiegen,
muss man sie schon richtig lieben,
denn sonst ist der Weg verbaut.

Robert Gernhardt ist's geglückt,
was mich immer noch entzückt!
Ein Ort aus Wahn und Schall
Genannt Schloss Schattenhall

elis
Beiträge: 1163
Registriert: Fr 9. Nov 2007, 23:21

Beitrag von elis » Mo 9. Jun 2008, 22:34

Buchecker ich bin entsetzt
über diese rüden Worte
die Du uns hier vorgesetzt
sonst warst Du doch von andrer Sorte.

Ach fast hätt ichs übersehen.
das warn ja bloß zitierte Schoten.
Jetzt tu so als wär nicht geschehen,
denn Du weißt, das ist verboten.

Von Dir erwart ich engelsgleiches Säuseln
und daß es harmonisch klingt.
nicht dass sich Nackenhaare kräuseln
weil einer schmutz'ge Lieder singt.
Narren werden deswegen isoliert, weil sie die Wahrheit sagen (hellmut walters)

Benutzeravatar
lucky2000
Beiträge: 5180
Registriert: Mi 2. Mai 2007, 18:55
Wohnort: Saarland

Beitrag von lucky2000 » Di 10. Jun 2008, 19:47

Schau auch mal rein und stelle fest,
ihr dichtet alle richtig kess.
Bei mir steigt dann die Schamesröte,
weil ich nicht so reimend flöte.
Trotzdem werd auch ich's versuchen
und manchen Satz von mir verfluchen,
weil er mir auf den Lippen hängt,
aber nicht an meinen Fingern klemmt.
Ich wünsche Euch noch schöne Tage
und komme wieder ..... keine Frage. :lol:

Benutzeravatar
Buchecker
Beiträge: 21155
Registriert: Mi 23. Jan 2008, 23:26
Wohnort: Nairobi

Beitrag von Buchecker » Di 10. Jun 2008, 21:14

Harmonisch-engelsgleiches Säuseln
ist natürlich gut und schön.
Dennoch solln sich ruhig mal kräuseln
Haare freigeweht vom Fön.

Denn die Sprache zeigt uns Welten
auch recht rüde abgedunkelt,
doch ist es gar nicht mal so selten,
dass in Schoten Wahrheit funkelt.

Heinrich Heine, der verehrte,
hat das lang vor uns erkannt.
Schaut nur her, was er uns lehrte!
Dies Werk von ihm - ist es bekannt?

Wahrhaftig
Wenn der Frühling kommt mit dem Sonnenschein,
dann knospen und blühen die Blümlein auf;
Wenn der Mond beginnt seinen Strahlenlauf,
Dann schwimmen die Sternlein hintendrein;
Wenn der Sänger zwei süße Äuglein sieht,
Dann quellen ihm Lieder aus tiefem Gemüt; -
Doch Lieder und Sterne und Blümelein,
Und Äuglein und Mondglanz und Sonnenschein,
Wie sehr das Zeug auch gefällt,
So machts doch noch lang keine Welt.
Ein Ort aus Wahn und Schall
Genannt Schloss Schattenhall

Antworten