Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

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Nur_fürs_forum
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Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von Nur_fürs_forum » Sa 31. Jan 2015, 18:01

Hallo zusammen,

da ich hier schon über einen längeren Zeitraum Bücher verkaufe, kommt es vor, dass bei mir Käufer aus der Schweiz bestellen.

Im Januar ist bei mir eine SEPA Zahlung aus der Schweiz auf mein Konto eingegangen. Leider wurden mir dafür nachträglich am Monatsende 8,50 Euro berechnet.
Da ich ein Onlinekonto bei der 1822 besitze, bei dem Kontobewegungen eigendlich kostenfrei sind, habe ich beim Kundendienst der Bank nachgefragt.
Dort teilte mir man mit, dass alle Sepaeinzahlungen aus der Schweiz auf ein deutsches Konto, von den Schweizer Banken den Empfänger mit dieser Gebühr belasten würden.

Merkwürdig ist nur, dass ich letztes Jahr ca. 3-4 Zahlungen aus der Schweiz erhalten habe und davon nur eine mit 8,50 Euro berechnet wurde. Ich habe den Käufer damals um die Begleichung der anfallenden Gebühren gebeten und dieser hat es dann auch geschafft, mir glatte 8,50 zu überweisen, ohne das mein Konto erneut nachträglich mit 8,50 Euro belastet wurde.

Stimmt die Aussage meiner Bank, dass generell alle SEPA Eingänge aus der Schweiz mit 8,50 Euro Gebühren berechnet werden ?

Ich meine irgendwo früher gelesen zu haben, dass der Einzahler in der Schweiz festlegen kann, ob die Kosten der Überweisung geteilt, auf den Einzahler oder Empfänger in Rechnung gestellt werden.

Lt. Anfrage bei meiner Bank, teilte man mir mit, dass dies seit der SEPA-Überweisung in der Schweiz nicht mehr möglich wäre und der Einzahler darauf keinen Einfluss mehr hätte.
Weiß jemand, ob das so richtig ist ?

Das nervige an der Sache ist ja, dass man anhand der Überweisungsart nicht mehr erkennen kann, ob nachträgliche Gebühren fällig werden oder nicht.

Sollte sich die Aussage der BAnk als richtig erweisen, dass generell bei jedem Zahlungseingang aus der Schweiz 8,50 Euro fällig werden, dann muß ich leider sämliche Bestellungen aus der Schweiz stornieren, da ich dabei immer draufzahlen werde.

mausi44
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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von mausi44 » Sa 31. Jan 2015, 18:15

Hallo,

ich hatte damals,als ich noch Auslandsversand gemacht habe,auch eine Kundin aus der Schweiz.
Auch da wurde mir nachträglich von meiner Bank extra Gebühr abgezogen,ohne daß ich dies vorher wußte.
Nur hat meine Kundin mir diese Extrakosten nicht überwiesen!

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vitalis
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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von vitalis » Sa 31. Jan 2015, 18:22

Nur_fürs_forum hat geschrieben:Stimmt die Aussage meiner Bank, dass generell alle SEPA Eingänge aus der Schweiz mit 8,50 Euro Gebühren berechnet werden ?
Dürfte eigentlich nicht zutreffen. Siehe > http://www.iban.de/sepa-ueberweisung.html

Nur_fürs_forum
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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von Nur_fürs_forum » Sa 31. Jan 2015, 19:13

[/quote]Dürfte eigentlich nicht zutreffen. Siehe > http://www.iban.de/sepa-ueberweisung.html[/quote]

Irgendwie hilft da der Link nicht weiter.
Dort wird nicht erwähnt, dass es kostenlos ist. Es wird erwähnt, dass "Durch ihn sind nun Überweisungen innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten sowie von und nach Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz genauso günstig und vor allem auch schnell wie Inlandsüberweisungen."

Keine Ahnung, was eine Inlandsüberweisung in der Schweiz kostet, da dort ja einiges teuer ist als in Deutschland....

Ausserdem verstehe ich nicht, wieso eine ausländische Bank mein Konto mit Gebühren belastet, die beim Ausführen in der Schweiz angefallen sind, denn die meint ja, diese Kosten wären von der Bank in der Schweiz "durchgereicht" worden.

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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von vitalis » Sa 31. Jan 2015, 20:00

Da meine Antwort dir nicht weiter half, verklare mir doch bitte, bei welcher Bank du bist. Eventuell kann ich dort mehr Informationen finden.

Ich hatte übrigens vor kurzem einen Käufer aus der Schweiz, der statt der fälligen 25EUR das Geld drei Mal in AUD überwies. Drei Mal erstattete ich es fix zurück, bis er begriffen hatte. Natürlich wurde es dann als :lol: Versehen :lol: bezeichnet.

Doch auch so kann man seine Käufer erziehen. :wink: (Oder es zumindest versuchen.)

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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von Nur_fürs_forum » Sa 31. Jan 2015, 20:52

Hallo vitalis,

ich hatte es im Eingangspost ja erwähnt: Die 1822, welches die Onlinebank der Frankfurter Sparkasse ist.

Ich habe da jetzt etwas tiefer in den AGB's gegraben und den Grund der Abbuchung gefunden.

Ich werde erstmal Montag dort nochmals anrufen und fragen, warum mir der Kundendienst zweimal Müll erzählt hat.
Als ich das Problem schon mal vor gut 2 Jahren hatte, wurde mir auch mitgeteilt, dass diese 8,50 Euro Kosten wären, die von der Schweizer Bank erhoben worden wären.

Vorhin habe ich mal hier herum gekröst:
https://www.1822direkt.de/fileadmin/Hom ... direkt.pdf

Dort habe ich auf der Seite 15 unter dem Punkt 2.1.2 Entgelte bei Überweisungsgutschriften
ein interessantes Detail gefunden:
SEPA-Überweisungseingänge aus der Schweiz 8,50 Euro.

Was mich in den AGB's auch wundert, ist der Posten unter:
Grenzüberschreitende Überweisung mit IBAN/BIC in Euro an einen anderen Zahlungsdienstleister Schweiz / Monaco bis 50.000 Euro (SEPA-Überweisung)
Das kostet nämlich 12,50 Euro. Hmmm...da ja Iban/Bic Überweisungen ja eigendlich SEPA-Überweisungungen sind, wieso entstehen dann Kosten und widerspricht das nicht den SEPA Richtlinien ?

In Deutschland scheinen ja die Banken sich ihre Regelung nach eigner Fasson zu erstellen.
Das ist mir auch schon bei meiner Hausbank vor Ort aufgefallen.
Dort steht z.B. (Informationsstand Januar 2015) dass alle Sepazahlungen ausschließlich in Euro durchgeführt werden müssen. Zahlungen im SEPA-Raum an Länder, in denen es keinen Euro gibt, wären als SEPA Zahlung nicht möglich und müßten dann als die übliche Auslandsüberweisung getätigt werden.

Wenn das nicht möglich ist, warum habe ich dann schon mehrmals eine SEPA-Zahlung (von einer anderen Bank) nach GB geschickt und es hat problemlos funktioniert.

Sammlerkabinett
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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von Sammlerkabinett » So 1. Feb 2015, 09:34

Handhabung und Gebührenhöhe sind nicht genau deffiniert, sodass Banken bei SEPA gerne Gebühren erheben. Bis zu einer gewissen Höhe, werden aus wirtschaftlichen Gründen für den Empfänger keine Gebühren erhoben. Selbst bei einer Kostenübernahme durch den Absender, werden Gebühren erhoben.
Daher ist es sinnvoll nur eine Banküberweisung zu akzeptieren, sofern ein Konto in Deutschland vorhanden ist oder eben Paypal, bzw. Bargeld.
Meine Bank erhebt die Gebühren, sobald der Gebührensatz überschritten ist; leider.
Il ne suffit pas de ne pas avoir des idées,il faut aussi être incapable des les établir.

Nur_fürs_forum
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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von Nur_fürs_forum » Mo 2. Feb 2015, 20:25

Sammlerkabinett hat geschrieben:Handhabung und Gebührenhöhe sind nicht genau deffiniert, sodass Banken bei SEPA gerne Gebühren erheben. Bis zu einer gewissen Höhe, werden aus wirtschaftlichen Gründen für den Empfänger keine Gebühren erhoben. Selbst bei einer Kostenübernahme durch den Absender, werden Gebühren erhoben.
Daher ist es sinnvoll nur eine Banküberweisung zu akzeptieren, sofern ein Konto in Deutschland vorhanden ist oder eben Paypal, bzw. Bargeld.
Meine Bank erhebt die Gebühren, sobald der Gebührensatz überschritten ist; leider.

Tja, da ist die 1822 ziemlich skrupellos und schmerzfrei.

Bei mir war es ein SEPA-Zahlungseingang von 4,49 Euro. Dafür hat die Bank am Monatsende 8,50 Euro abgerechnet.
Wie heißt es auf den ganzen Infoseiten zum Sepa im Netz: Sepa wurde eingeführt, damit der Bankkunde schneller, sicherer und günstiger Geld über die Landesgrenzen hinweg im SEPA-Raum bezahlen kann.

Was ich allerdings immer noch nicht verstehe ist, dass fast überall in den Infos steht, das SEPA Zahlungen nur ausschließlich im Euroraum (EWR) funktionieren.
Wieso kann ich dann eine SEPA Überweisung nach England durchführen und wieso kann ein Schweizer eine SEPA Überweisung von der Schweiz aus nach Deutschland tätigen ?

jimi hendrix
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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von jimi hendrix » Di 3. Feb 2015, 06:29

>Mir haben sie jetzt auch 10,00€ berechnet, ich werde den Verkauf in die Schweiz ausschließen, schade

kalokalokairi
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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von kalokalokairi » Di 3. Feb 2015, 07:03

Nur_fürs_forum hat geschrieben: Was ich allerdings immer noch nicht verstehe ist, dass fast überall in den Infos steht, das SEPA Zahlungen nur ausschließlich im Euroraum (EWR) funktionieren.
Wieso kann ich dann eine SEPA Überweisung nach England durchführen und wieso kann ein Schweizer eine SEPA Überweisung von der Schweiz aus nach Deutschland tätigen ?
Ausschlaggebend für SEPA ist nicht die Landeswährung, sondern diejenige, in der die Überweisung ausgeführt wird.
Niemand hindert einen Schweizer oder Briten daran, bei seiner Bank (auch) ein Euro-Konto zu führen. Da dürfte der Gebührenteufel dann auch nicht mehr zuschlagen.

Ohne Eurokonto berechnen die Banken nach wie vor Gebühren für die Währungsumrechnung.
Wenn dann beim Empfänger hier zusätzliche Kosten auftauchen, kann ich mir eigentlich nur einen Fehler beim Absender vorstellen.

Nur_fürs_forum
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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von Nur_fürs_forum » Mi 4. Feb 2015, 11:22

Ich denke mir mal, dass der Schweizer gar nicht so viel auswählen kann.
Früher bei der normalen Auslandsüberweisung konnte man ja auswählen, ob man alle Kosten übernimmt, die Kosten teilt oder der Empfänger die Kosten übernimmt.
Das gibt es bei der SEPA Überweisung nun nicht mehr.

Ausserdem steht es ja ziemlich weit versteckt, in der AGB meiner BAnk nun drin. JEDER SEPA-Zahlungseingang aus der Schweiz - und nur aus der Schweiz - wird mit 8,50 Euro berechnet.

Was mich momentan noch mehr auf die Palme bringt: Meine Frau hatte vor zwei Tagen ein Buch an eine Adresse in Waldshut verkauft.

Zwei Tage später kam eine SEPA Überweisung aus CH arrgghhhhh....

Da der Verkauf über Ebay zu stande kam, habe ich ich erst im Nachhinein festgestellt, dass der Besteller in der Schweiz wohnt und als Lieferadresse Waldshut angibt.

Ich hatte den Käufer angeschrieben und mitgeteilt, dass ich an keine Käufer aus der Schweiz mehr verkaufe. Ich habe dass auch so in Ebay ausgeschlossen.
Leider kann man diese Regelung wohl umgehen, in dem man als Lieferadresse eine deutsche Adresse angibt. Und wieder kann ich nun für einen Zahlungseingang von 3 Euro 8,50 Euro bezahlen.

Vielen Dank auch an den Kunden in der Schweiz. Nach der Anfrage kam nämlich die Antwort, dass er mit Absicht die deutsche Adresse gewählt hat, um den Ausschluss der Schweiz in meinen Angeboten zu umgehen.

Wobei, es wäre nicht schlecht, in Booklooker einzelne Länder aus den Angeboten herauszunehmen. Leider kann man hier nur alle Länder oder keines ausnehmen in den Einstellungen.

LocoLibri
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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von LocoLibri » Mi 4. Feb 2015, 12:15

Und wie wäre es mit einem Konto bei einer Bank, die für SEPA-Eingänge aus der Schweiz keine Gebühren berechnet? :!: Die gibt es sogar ganz kostenfrei!
Da gibt es einige, mE ist die 1822 da eher die Ausnahme mit den Gebühren.

Nur_fürs_forum
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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von Nur_fürs_forum » Do 5. Feb 2015, 12:31

LocoLibri hat geschrieben:Und wie wäre es mit einem Konto bei einer Bank, die für SEPA-Eingänge aus der Schweiz keine Gebühren berechnet? :!: Die gibt es sogar ganz kostenfrei!
Da gibt es einige, mE ist die 1822 da eher die Ausnahme mit den Gebühren.
Dann rück doch mal mit einer Liste der Banken heraus.

Ich habe nochmals mit der 1822 telefoniert. Die bewegen sich nicht von der Stelle. Wieder hat mir auch der inkompetente Kundendienst einen Bären aufbinden wollen.

Ich hatte denen ja vom zweiten Zahlungseingang aus der CH erzählt. Leider könnten Sie da nichts machen. Ich habe dann noch gefragt, ob man Zahlungen aus der Schweiz nicht ganz blockern könnte.
Nein, auch das geht nicht.
Der Kundendienst meinte dann, ich könnte ja die Zahlung wieder rückgängig machen, da ja nur die Zahlungseingänge etwas kosten würden.
Ich erwähnte dann nur kurz, dass Sie mal Ihre AGB's zwei Seiten weiter lesen sollten. Dort steht nämlich, dass eine Sepaüberweisung in die Schweiz schlappe 12,50 Euro kostet. Danach war Stille. :o
Na ja, wenn die mich nicht mehr haben wollen, dann muß ich eben mein Festgeldkonto und Aktiendepot eben zu einer anderen Bank bringen. Aber das wird die 1822 wohl nicht interessieren, sind ja alles nur Peanuts.

Ich habe schon mal bei der ING-Diba nach geschaut. Hat irgendwer hier im Forum mit denen schon mal Erfahrungen gemacht und wenn ja, welche ?

Leider kann man hier ja nicht einzelne Länder aus dem Angebot heraus nehmen, so wie z.B. bei Ebay. Das sollte vielleicht mal nachgebessert werden.
Oder die Einstellung: Verkauf in Ländern die nicht im EWR sind ausnehmen.

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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von jimi hendrix » Do 5. Feb 2015, 13:26

Leider kann man hier ja nicht einzelne Länder aus dem Angebot heraus nehmen, so wie z.B. bei Ebay. Das sollte vielleicht mal nachgebessert werden.
Oder die Einstellung: Verkauf in Ländern die nicht im EWR sind ausnehmen.

Ich habe unter jedem Angebot den Text stehen, dass ich nicht in die Schweiz verkaufe (aus den og.Gründen) Außerdem biete ich in der Versandkostentabelle die Länder außerhalb der EU nicht mehr an

Bücherwurm14167
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Re: Ärger mit SEPA Überweisung aus der Schweiz

Beitrag von Bücherwurm14167 » Do 5. Feb 2015, 14:20

Um hier einmal ein wenig Klarheit hineinzubekommen:

1. SEPA oder S€PA (Abkürzung für englisch Single Euro Payments Area, deutsch Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum) ist ein Projekt zur Vereinheitlichung von bargeldlosen Zahlungen. Ziel des Projektes ist ein europaweit einheitlicher Zahlungsraum für bargeldlose Zahlungen in Euro, wobei aber die teilnehmenden Gebiete weit über die Euro-Staaten hinausgehen. In diesem übernationalen Zahlungsraum sollen Kunden keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen erkennen können. (http://de.wikipedia.org/wiki/SEPA)

2. Grundsätzlich kostenlos können Überweisungen nur dann sein, wenn die Zahlungen innerhalb der EG erfolgen, d.h. wenn Zahlender und Zahlungsempfänger Banken innerhalb der EG beauftragen. Nur innerhalb der EU gilt die Preisverordnung, nach der grenzüberschreitende Zahlungen grundsätzlich (es gibt wohl noch Ausnahmen, die hier aber nicht relevant sind) nicht mehr kosten dürfen als nationale Zahlungen. Also bei Zahlungen in die Schweiz und aus der Schweiz, die kein EU-Mitglied ist, können Gebühren auftreten.

3. Es sind wohl nicht alle Schweizer Banken SEPA-fähig. Ob das stimmt, ich las etwas im Internet, weiß ich nicht. Eine Liste SEPA-fähiger Schweizer Banken, die auf einer Bundesbankseite sein sollte, fand ich nicht.

4. Um zu wissen, ob eine deutsche Bank Gebühren für Überweisungen aus der Schweiz einnimmt, müssen wohl die Geschäftsbedingungen aller Banken einzeln überprüft werden. Auf eine Internetveröffentlichung wie hier von der Postbank würde ich mich nicht verlassen.
Grüße vom Bücherwurm
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