Zahlungsabwicklung über Booklooker?

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Kanalratte
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Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von Kanalratte » Mi 24. Mär 2010, 09:44

Kapuzinerkresse hat geschrieben:...
Während des Bestellvorgangs erhält der Käufer einen Hinweis, daß bei den Artikeln 3 + 5 + 9 kein Booklooker-Cash möglich ist. Er kann nun entscheiden, ob er den Rest über BL-Cash kauft und den Rest eben garnicht oder vielleicht doch noch zusätzlich bei den Verkäufern direkt erwirbt.
Wo bitte ist da die "kundenfreundliche Vereinfachung" und Zusammenfassung des Bezahlvorgangs? Bild

Wenn das ein Vorteil für den Käufer sein soll, so bringt das doch nur was wenn sämtliche Vorgänge darüber abgewickelt werden können. Andernfalls hat der Käufer wieder einen "Flickenteppich"

Und woher "weiss" BL schon "im Voraus", dass es bei Nr. 3 + 5 + 9 zu Problemen kommt? Bild

P.S. Was das Prinzip: "Der langsamte bestimmt das Tempo der Abwicklung" angeht, so gibt es in der Tat mehrere Möglichkeiten das zu verhindern. Mir fällt da z.B. ein:
- Verkäufer erhält keine Vorkasse mehr und versendet "auf Treu und Glauben" da BL für das event. Risiko eintritt.
- BL finanziert das Geschäft als "Zwischenkreditor" nach dem Motto: Die einzelnen VK erhalten ihr Geld sofort von BL, der Käufer zahlt erst wenn alle Daten/Bestellbestätigungen vorliegen. Wobei man allerdings 3x raten kann, wem die zusätzlichen Kosten der Zwischenfinanzierung "aufs Butterbrot geschmiert" werden.

Beides für (kleine Privat-)Verkäufer nur bedingt angenehme Möglichkeiten.
Zuletzt geändert von Kanalratte am Do 25. Mär 2010, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.

Kapuzinerkresse
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Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von Kapuzinerkresse » Mi 24. Mär 2010, 12:09

Wo bitte ist da die "kundenfreundliche Vereinfachung" und Zusammenfassung des Bezahlvorgangs?

Wenn das ein Vorteil für den Käufer sein soll, so bringt das doch nur was wenn sämtliche Vorgänge darüber abgewickelt werden können. Andernfalls hat der Käufer wieder einen "Flickenteppich"
Die Frage ist, wie oft das von Dir geschilderte Szenario auftritt. Ich habe ja auch geschrieben, daß der Käufer dann entscheiden kann, ob er den "Flickenteppich" weiter bestellen will oder nicht. Und wenn der Kunde bei immerhin drei (von meinetwegen fünf) Verkäufern eine Sammelbestellung auslösen kann, ist das trotzdem noch ein Vorteil zu dem heutigen Weg.
Und woher "weiss" BL schon "im Voraus", dass es bei Nr. 3 + 5 + 9 zu Problemen kommt?
Nun, da wir ja bei den Fällen Nr. 3 + 5 + 9 davon ausgegangen sind, daß das Booklookersystem keine Versandkostenberechnung durchführen kann, erkennt das System doch genau diese fehlende Berechnungsmöglichkeit. Ergo: Wo keine Versandkosten berechnet werden können ist halt auch kein Booklooker-Cash möglich.
Verkäufer erhält keine Vorkasse mehr und versendet "auf Treu und Glauben" da BL für das event. Risiko eintritt.
Du meinst damit, daß Booklooker das Ausfallrisiko für die Zahlung übernehmen soll? Wenn das passieren sollte, bin ich sofort dabei und auch gerne bereit evtl. höhere Provisionen dafür in Kauf zu nehmen.
Wieso siehst Du in dieser Regelung nur "bedingt angenehme Möglichkeiten"?

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Vandam
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Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von Vandam » Mi 24. Mär 2010, 12:47

bebbi hat geschrieben:Gibt es keinen besseren Namen als BL-Cash? Vor allem kann der schnell zu Verwirrung führen, befürchte ich. Cash wird halt gerne verwendet.
Den Namen haben wir uns hier im Forum ausgedacht, als Arbeitstitel, gewissermaßen. Über eine juristisch einwandfreie und werblich ansprechende Benamsung dieses Angebots sollen sich im Ernstfall berufene Leute bei Booklooker Gedanken machen.

bebbi

Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von bebbi » Mi 24. Mär 2010, 17:56

Marcus T. Cicero hat geschrieben:
Der Käufer zahlt 10 Euro zzgl. 3 Euro Versandpauschale, also 13 Euro, minus 4,025 Euro = 8,97 Euro !
Davon muss ich dann noch das Porto (z. B. 85 Cent) und Verpackung abziehen

Von 13 Euro, die der Käufer zahlt, bleiben 8 übrig.

Biete ich bei Booklooker an und will ca. 8 Euro raus bekommen beträgt der Kaufpreis für den Käufer ca 9,50, also 3,50 weniger. Und wer bekommt die? Ein monopolistischer Großkonzern. Da ist mir der liebe Mittelständler um die Ecke (Düsseldorf) doch lieber.

LG
BASEL

Marcus T. Cicero
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Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von Marcus T. Cicero » Mi 24. Mär 2010, 18:48

Hallo Bebbi,

schön, dass wir das ausdikutieren können!
bebbi hat geschrieben: Davon muss ich dann noch das Porto (z. B. 85 Cent) und Verpackung abziehen

Von 13 Euro, die der Käufer zahlt, bleiben 8 übrig.

Biete ich bei Booklooker an und will ca. 8 Euro raus bekommen beträgt der Kaufpreis für den Käufer ca 9,50, also 3,50 weniger. Und wer bekommt die? Ein monopolistischer Großkonzern. Da ist mir der liebe Mittelständler um die Ecke (Düsseldorf) doch lieber.
Richtig! Von den vom Käufer gezahlten 13 Euro bleiben dann 8,97 Euro für den Verkäufer übrig, von denen er im allergünstigsten Falle noch 0,85 Euro für eine Büchersendung bis 500 Gramm zahlen muss, so dass am Ende 8,12 Euro verbleiben. Außerdem trägt er das Verlustrisiko. Von den 13 Euro kassiert der "monopolistische Großkonzern" somit 3,50 Euro. 0,53 Cent kassiert der LUXEMBURGER Finanzminister für Transaktionen, die in Deutschland zwischen Deutschen erfolgen!
Zuletzt geändert von Marcus T. Cicero am Mi 24. Mär 2010, 18:59, insgesamt 1-mal geändert.

bebbi

Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von bebbi » Mi 24. Mär 2010, 18:59

Hallo Marcus T. Cicero!
Marcus T. Cicero hat geschrieben:Hallo Bebbi,

schön, dass wir das ausdikutieren können!
:-) Warum auch nicht.

Ausgang der Diskussion war - soweit ich es sehe -
Marcus T. Cicero hat geschrieben: Booklooker sucht nach einer neuen Provisionsquelle anstatt gezielt den eigenen Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Wenn so ein Zahlungsservice kommt, wird er verpflichtend für alle und die Mehrkosten zahlt natürlich der Verkäufer, da braucht man sich nichts vorzumachen.

Hätten die Herrschaften von booklooker 1 Tag lang Einblick, welche Bücher zu welchen Preisen bei Amazon über den Tisch gehen, würden sie sofort Werbung schalten.
oder?

Was wir jetzt festgestellt haben ist:
- Amazon kassiert ein vielfaches von Booklooker.
- Booklooker ist billiger für den Käufer, weil er (der Käufer) weniger an Amazon abdrücken muss.
- Bookloooker ist nicht so bekannt.

Die Frage die das aufwirft ist: wie soll BL darauf reagieren.

Und da ist mir nicht ganz klar, was du da meinst. Ich habe dich soweit verstanden, dass es ihnen - deiner Meinung nach - um höhere Provisionen geht (um mehr Werbung zu machen? zu wachsen? mehr Gewinn zu machen?). Ich meinte, dass es wohl eher um eine Service-Verbesserung geht (sonst würden die das doch nicht zur Diskussion stellen, oder?).

LG

BEBBI

Marcus T. Cicero
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Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von Marcus T. Cicero » Mi 24. Mär 2010, 19:26

bebbi hat geschrieben:
Was wir jetzt festgestellt haben ist:
- Amazon kassiert ein vielfaches von Booklooker.
- Booklooker ist billiger für den Käufer, weil er (der Käufer) weniger an Amazon abdrücken muss.
- Bookloooker ist nicht so bekannt.

Die Frage die das aufwirft ist: wie soll BL darauf reagieren.
Man muss noch hinzufügen:

Bietet man ein gefragtes Buch für Studenten parallel auf booklooker und auf Amazon an, dann erfolgt der Verkauf schneller und zu deutlich höheren Preisen als über booklooker.

Ich habe schon einige Studenten gefragt, ob Sie etwas von booklooker gehört hätten. Keiner kannte booklooker. Alle kannten Amazon und Amazon-Marketplace, wobei manchen bei Amazon Marketplace nicht klar war, dass das mit Amazon selbst wenig zu tun. Es ensteht für Laien der von Amazon sicherlich gewollte Eindruck, dass sie bei Amazon selbst kaufen, während es bei EBAY selbstverständlich klar ist, dass die Transaktion zwischen 2 unabhängigen Parteien erfolgt.

BL sollte viel mehr Werbung machen. Machen sie aber nicht. Denn sie die haben es nicht nötig: Seit 10 Jahren tummeln sich immer mehr Antiquariate, Kleinanbieter und Kunden auf Ihrer Seite. Konkurrenz gibt es gerade für Kleinanbieter nicht. Ergebnis: Stetig wachsende Umsätze! Da hält man Werbung für rausgeschmissenes Geld und rechnet sich künstlich arm, indem man sich gar nicht mit einem milliardenschweren US-Konzern vergleichen will.

bebbi

Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von bebbi » Mi 24. Mär 2010, 19:35

Marcus T. Cicero hat geschrieben: Bietet man ein gefragtes Buch für Studenten parallel auf booklooker und auf Amazon an, dann erfolgt der Verkauf schneller und zu deutlich höheren Preisen als über booklooker.
.. und wie sieht es mit dem Gewinn aus? Das ist für mich als Verkäufer das Entscheidende.
BL sollte viel mehr Werbung machen. Machen sie aber nicht. Denn sie die haben es nicht nötig: Seit 10 Jahren tummeln sich immer mehr Antiquariate, Kleinanbieter und Kunden auf Ihrer Seite. Konkurrenz gibt es gerade für Kleinanbieter nicht. Ergebnis: Stetig wachsende Umsätze! Da hält man Werbung für rausgeschmissenes Geld und rechnet sich künstlich arm, indem man sich gar nicht mit einem milliardenschweren US-Konzern vergleichen will.
Das finde ich weit hergeholt. Langsamer kontinuierlicher Wachstum ist gesünder als zu schneller. Und warum Werbung machen, wenn es auch ohne geht? booklooker überzeugt halt lieber durch das Angebot als durch Versprechen (Werbung). und die Werbung muss auch finanziert werden.

LG

BASEL

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Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von Marcus T. Cicero » Mi 24. Mär 2010, 20:17

bebbi hat geschrieben: .. und wie sieht es mit dem Gewinn aus? Das ist für mich als Verkäufer das Entscheidende.
Probiere es doch mal aus: Achte darauf, dass der Nettoerlös bei Amazon im Vergleich zu booklooker leicht höher ist, und kalkuliere die unterschiedlichen Provisionshöhen ein.

Und warum Werbung machen, wenn es auch ohne geht?
Das ist genau die Booklookermentalität.

Ergebnis: Amazon und der Luxemburger Fiskus freuen sich. Verkäufer, die eigentlich lieber ihr Geschäft über booklooker machen würden, ärgern sich, dass sie Amazon hohe Provisionen hineinblasen, weil eben Buchmarktunkundige dort kaufen.
booklooker überzeugt halt lieber durch das Angebot als durch Versprechen (Werbung).
Das ist ein bizarres Verständnis von Werbung. Allerdings hätte ich auch eher von Marketinginstrumenten reden sollen.
und die Werbung muss auch finanziert werden.
Die refinanziert sich wieder durch Mehreinnahmen.
Außerdem nagt booklooker ja nicht am Hungertuch, sondern wächst seit Gründung kontinuierlich.

bebbi

Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von bebbi » Mi 24. Mär 2010, 20:59

Hallo Marcus T. Cicero!
Marcus T. Cicero hat geschrieben:
bebbi hat geschrieben: .. und wie sieht es mit dem Gewinn aus? Das ist für mich als Verkäufer das Entscheidende.
Probiere es doch mal aus: Achte darauf, dass der Nettoerlös bei Amazon im Vergleich zu booklooker leicht höher ist, und kalkuliere die unterschiedlichen Provisionshöhen ein.
Bin hier zufrieden. Warum sollte ich zu Amazon gehen, wo meine Kunden nicht mal ein Angebot strukturiert aufrufen können, sondern alle 260 Titel in einer Reihe?

Klar, dass ich, wenn ich den gleichen Erlös will bei Amazon mehr verlangen muss. Das war aber nicht meine Frage ...
Und warum Werbung machen, wenn es auch ohne geht?
Das ist genau die Booklookermentalität.
Na und? Mann muss nicht alles machen, was andere auch machen. Und wenn'S dich stört: Du musst ja nchts anbieten hier. :-)
booklooker überzeugt halt lieber durch das Angebot als durch Versprechen (Werbung).
Das ist ein bizarres Verständnis von Werbung. Allerdings hätte ich auch eher von Marketinginstrumenten reden sollen.
Werbung ist das Anpreisen von Versprechen, mehr nicht. Was soll's denn sonst sein?
und die Werbung muss auch finanziert werden.
Die refinanziert sich wieder durch Mehreinnahmen.
Da wäre ich mir nicht so sicher und BL hätte dann für den gleichen Gewinn mehr Aufwand. betriebswirtschaftlich ziemlich sinnfrei.
Außerdem nagt booklooker ja nicht am Hungertuch, sondern wächst seit Gründung kontinuierlich.
Dann ist doch alles gut. Wenn sie zu schnell wachsen braucht es viel Geld von außen und dann fängt das Übel an.

Gruss

Bebbi
Zuletzt geändert von bebbi am So 4. Apr 2010, 23:48, insgesamt 1-mal geändert.

Marcus T. Cicero
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Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von Marcus T. Cicero » Do 25. Mär 2010, 19:53

bebbi hat geschrieben: Du musst ja nchts anbieten hier.
...
Wenn sie zu schnell wachsen braucht es viel Geld von außen und dann fängt das Übel an.
Hallo Bebbi,

grundsätzlich gilt natürlich:

"Müssen muss man gar nichts, nur müssen muss man."

Man muss auch nicht jeden überzeugen.

Wer wachsen will, ist oft dazu gezwungen das Wachstum durch Investitionen finanzieren. Allerdings bedingt das nicht zwangsläufig Fremdfinanzierung (= Geld von außen, z.B. Kredit), sondern geht auch durch Innenfinanzierung (=Einbehaltene Gewinne / Mittel aus dem operativen Cashflow). Letzteres meinte ich mit der Formulierung, dass Booklooker nicht am Hungertuch nagt.
Investitionen sind grundsätzlich nur dann ratsam, wenn man mehr herausbekommt, als man zuvor reingesteckt hat.

Der Verkauf von Büchern unter 15 Euro lohnt sich aufgrund der hohen Provisionen bei Amazon für Kleinanbieter nicht. Preisgünstige Bücher sollte man bei booklooker verkaufen.

Daher sollte booklooker auch die Provisionen so lassen wie sie sind und nicht durch provisionspflichtige Bezahldienste die Kosten erhöhen.

Wer will, erlaubt Zahlung per Paypal. Inwiefern es für gewerbliche Anbieter möglich ist, Kreditkartenzahlung freizuschalten, weiß ich nicht. In jedem Fall betrifft diese Zahlungsart nur einen Bruchteil der Transaktionen. Man darf nicht vergessen, dass der Kunde, der bei Amazon in Vorkasse geht, umfangreiche Garantien besitzt. Genauso sieht's bei Paypal aus.

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Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von Caro9786 » So 28. Mär 2010, 05:37

Ich würde es auch sehr begrüßen!

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Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von d_r_m_s » Mo 6. Aug 2012, 15:17

Määänsch, ist der Thread schon alt ... aber hier passt es vom Zusammenhang her wohl am besten rein ...

Ebay hat mit dem Versuch, die Zahlungsabwicklung auf Ebay Deutschland generell an sich zu reissen, offensichtlich einige Kollateralschäden verursacht ... zunächst zu Ebay:

BAFin verzögert Einführung der neuen Zahlungsabwicklung auf Ebay :lol:
viewtopic.php?f=20&t=12893
viewtopic.php?f=3&t=12382&start=29

damit steht natürlich auch für andere Anbieter die Frage im Raum, ob sie vielleicht doch eine Lizenz brauchen, um Geldgeschäfte zwischen Dritten abzuwickeln ... hier hat es anscheinend einen erwischt:

Plattform "Hitmeister" erlaubt keine Privatverkäufe mehr
viewtopic.php?f=26&t=13181
...
leider dürfen wir zukünftig aus rechtlichen Gründen die Zahlungsabwicklung nicht mehr für unsere Verkäufer übernehmen
...
auch wenn ich nicht denke, dass man gegen die Grossen (Paypal mit seiner inaktiven Luxemburger Lizenz, Amazon) vorgehen wird, die das schon länger machen ... an kleineren Plattformen möchte man offensichtlich noch Exempel statuieren ... und eine Banklizenz wäre für Booklooker vermutlich doch unangemessener Aufwand ... :wink:

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Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von Marcus T. Cicero » So 26. Aug 2012, 17:49

d_r_m_s hat geschrieben: auch wenn ich nicht denke, dass man gegen die Grossen (Paypal mit seiner inaktiven Luxemburger Lizenz, Amazon) vorgehen wird, die das schon länger machen ... an kleineren Plattformen möchte man offensichtlich noch Exempel statuieren ... und eine Banklizenz wäre für Booklooker vermutlich doch unangemessener Aufwand ... :wink:
I.

Man kann ja nach wie vor mit PayPal zahlen, vorerst gestoppt wurde nur die von eBay geplante ausschließliche Zahlungsmöglichkeit via PayPal.

Amazon bietet seine Zahlungsabwicklung auch für Privatkunden an: https://payments.amazon.de/home
Dies kostet dann 0.35 Euro fix und 1,9% Provision.
(Gemessen an dem was Amazon Privatanbietern auf seinem Marketplace berechnet, 2.30 Euro fix zzgl. 17,25 % Provision auf den Verkaufspreis, ist das ziemlich günstig.)
Der Anbieter unterwirft sich allerdings auch Regeln wie auf dem Marketplace. :(

II.

Grundsätzlich ist es begrüßenswert und für die Kunden vorteilhaft, dass Zahlungsdienstleister reguliert werden.

Anstatt dass nun jede Plattform ihr eigenes Zahlungssystem konstruiert, müsste es mittelfristig möglich sein, dass von der Bankwirtschaft analog zu PayPal eine kostengünstige(re) Online-Zahlungsmöglichkeit gefunden wird, bei der sich ein Kunde ebenfalls nur einloggen und 1x klicken muss. :D

III.

Wenn ich herkömmlich Online-Überweisungen tätige, schaut das mittlerweile so aus:

1. Einloggen auf dem Bankkonto.
2. Eintippen bzw. Kopieren der BLZ, der Kontonr., des Namens, des Betrages, des Verwendungszweckes.
3. Holen meines Portemonnaies, um an die EC-Karte zu gelangen, welche anschließend in den iTAN-Generator gesteckt wird.
4. Nach Klicken des Buttons auf der Bankwebsite iTAN-Generator gegen die flackernde Stelle des Bildschirms halten bis die erfolgreiche Übertragung gemeldet wird. Nochmals auf dem Generator die erfasste Bankverbindung und den Überweisungsbetrag bestätigen.
6. Die erhaltene iTAN eintippen und den Übermittlungsbutton klicken. :cry:

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Re: Zahlungsabwicklung über Booklooker?

Beitrag von d_r_m_s » So 26. Aug 2012, 19:15

Marcus T. Cicero hat geschrieben:...
Man kann ja nach wie vor mit PayPal zahlen, vorerst gestoppt wurde nur die von eBay geplante ausschließliche Zahlungsmöglichkeit via PayPal.
kleine Korrektur ...

es ging nicht um 'Paypal für alle', dass das viele VK vertreiben würde war wohl selbst Ebay klar ...

die Käufer sollten (über Paypal, Überweisung, sonstige ...) erstmal an Ebay zahlen, und Ebay wollte das Geld nach der Meldung des erfolgten Versands dann weiterleiten ... und das ist ein Problem, solange Ebay Deutschland aus Deutschland verwaltet wird ...

Paypal für alle können sie durchaus einführen, für neue VK gibt es ja schon die Pflicht, Paypal zu akzeptieren ... selbst für irgendwelchen Nippes, der die Abzüge in keiner Weise rechtfertigt ...

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