Falsche Zustandsbeschreibung

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ioda
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Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von ioda » Mo 15. Jun 2015, 11:42

Erstmals: Hallo allerseits :D

Eine kleine Gewissensfrage, vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen: Ich habe ein Buch gekauft, Artikelbeschreibung "wie neu". Das Buch kam schnell an, sieht äußerlich auch gut aus - hat allerdings Markierungen mit Textmarker. In einem Kapitel massiv, an anderen Stellen vereinzelt. (korrekte Beschreibung wäre also "stark abgenutzt" gewesen).
Weil dafür der Preis doch recht hoch war, schrieb ich eine Mail an die Verkäuferin mit der Bitte um Preisnachlass. Aus der Antwort wurde deutlich, dass ihr der Zustand durchaus bewusst war. Und sie bot an, das Buch zurückzusenden.
Ich werde es wohl behalten, ärgere mich aber etwas über die Transaktion/Kommunikation. Eine positive Bewertung möchte ich nicht geben, eine negative... auch nicht unbedingt. Vielleicht eine Nicht-Wertung, mit Kommentar dazu? (...auf die Liste mit den Zustandskriterien habe ich sie inzwischen hingewiesen).

Wie würdet ihr damit umgehen? Habe mir jetzt schon (viel zu lange) Gedanken darüber gemacht und freue mich über kleine Rückmeldungen zu diesem (zugegeben: etwas belanglosen) Problem.
Einen schönen Montag,
Grüße aus Freiburg!
-johannes

jimi hendrix
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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von jimi hendrix » Mo 15. Jun 2015, 11:50

Hallo und willkommen im Forum,
es gibt leider sehr viele, die ihre Bücher als "wie neu" anbieten, obwohl sie es nicht sind, jetzt kann man natürlich darüber rätseln, was "wie neu" ist, für mich ein unbenutztes Buch, dass keinerlei Mängel oder auch Verfärbungen enthält. In deinem Falle war es sicher nicht wie neu, und wenn sich die Verkäuferin dessen bewusst gewesen sein soll, ist es umso schlimmer.

Andererseits hat sie Rücksendung (auch Rücküberweisung??) angeboten, so würde ich 2 Sterne geben nachdem alles abgewickelt ist (oder in deinem Fall, wen du es behältst)

williwu
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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von williwu » Mo 15. Jun 2015, 12:05

Die Verkäuferin hat Rücknahme angeboten. Das finde ich fair. Eine negative Bewertung sollte damit ausgeschlossen sein.
"Wie neu" ist eine kritische Angabe. Im Prinzip ist ein Buch, das auch nur einmal gelesen wurde, nicht mehr wie neu. Aber natürlich: Randbemerkungen, Ex-libris-Angaben, Knicke, Risse schließen das aus. Ich habe aus Sicherheitsgründen noch nie "Wie neu" angegeben, lieber stufe ich ein Buch etwas schlechter ein und lass den Käufer sich freuen, dass es doch ganz gut erhalten ist, als umgekehrt.

ioda
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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von ioda » Mo 15. Jun 2015, 12:36

Danke für die Antworten!
Ich wäre bei der Angabe selbst auch vorsichtig und bin umgekehrt als Käufer bei der Bewertung des Zustandes eher großzügig. Aber BL bietet im Glossar halt doch die eindeutige Zuordnung: "stark abgenutzt: [...] Eintragungen/Unterstreichungen mit Textmarker [...]".
Vielleicht hätte ich noch fragen sollen, ob sie mir auch die Versandkosten erstattet hätte.
Und zu den Bewertungen: drei Sterne ("Alles O.K.) stimmt halt nicht, zwei Sterne wird schon als Negativwertung gezählt... das macht es irgendwie schwierig.

briefmarkenjaeger
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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von briefmarkenjaeger » Mo 15. Jun 2015, 17:38

Ich würde nochmal nachfragen, ob die Verkäufern die Versandkosten sowohl für den Hinversand, als auch für den Rückversand übernimmt. Falls Sie die Versandkosten übernimmt und sich für den Fehler entschuldigt, so würde ich nicht bewerten.
Falls Sie sich nicht entschuldigen sollte, so würde ich 1 Stern geben.
Sollte sich eine einvernehmliche Einigung mit einem Preisnachlass finden, so würde ich keine negative Bewertung geben.
Solltest du das Buch behalten und keinen Preisnachlass erhalten, so wären wohl 2 Sterne gerechtfertigt.
Sicherlich spielt es auch eine Rolle, wie teuer oder wie günstig das Buch war, um einen Rückversand ins Auge zu fassen und welches Bewertungsprofil die Verkäuferin hat. Sollte sie ein schlechtes Profil haben, so kann man fast davon ausgehen, dass sie aus Fehlern nicht lernt und man sollte dies auch in die dann negative Bewertung einfließen lassen.

ioda
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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von ioda » Di 16. Jun 2015, 09:34

Ohne alle Fragen geklärt zu haben, habe ich mich für die Möglichkeit zum Kommentar ohne Wertung entschlossen (und da ein 'Downgrade' nicht mehr möglich scheint, bleibt es wohl dabei).
Danke für die Beiträge! Es war gut, noch Meinungen aus der Community zu hören.
Euch allen weiterhin eine gute Zeit auf BL und außerhalb! :D

Scooby-Doo
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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von Scooby-Doo » So 28. Jun 2015, 00:25

ioda hat geschrieben:Ohne alle Fragen geklärt zu haben, habe ich mich für die Möglichkeit zum Kommentar ohne Wertung entschlossen (und da ein 'Downgrade' nicht mehr möglich scheint, bleibt es wohl dabei).
Danke für die Beiträge! Es war gut, noch Meinungen aus der Community zu hören.
Euch allen weiterhin eine gute Zeit auf BL und außerhalb! :D
Darf ich fragen welche Punktzahl zu vergeben hast? Denn wenn ich mich recht entsinne bietet Booklooker in einer "Erinnerungs-Mail" immer an, wenn sie 4 Punkte ohne Kommentar vergeben wollen, dann klicken sie hier.

Irgendwie habe ich ja die Vermutung, dass die meisten User entweder diese Erinnerungsmail ignorieren oder einfach die "lästige Angelegenheit" dadurch erledigen indem sie auf den Link mit den vier Punkten ohne Kommentar drücken.

Bedauerlicherweise "fördert" Booklooker dies auch indem sie überhaupt die 4-Punkte-Bewertung ohne Kommentar sozusagen auf dem Präsentierteller servieren.

Bei mir hat dies halt zur Folge, dass ich Bewertungen ohne Kommentar überhaupt nicht mehr beachte. Damit bin ich gut gefahren seit ich bei einem Verkäufer reingefallen bin. Er hatte ein Buch als "gut erhalten" verkauft und angekommen ist ein Werk mit mehreren und großen Flecken, großen Knicken, muffigem Kellergeruch, das überdies von oben bis unten gebrochenem war; der Zusammenhalt der einzelnen Seiten hing sozusagen am sprichwörtlichen "seidenen Faden". Hätte ich mir seine ungefähr 10 Bewertungen mit Kommentar angesehen hätte ich bemerkt, dass seine laxe Zustandsbewertung hier immer massiv gerügt wurde. Aber ich Depp hatte halt den Fehler gemacht und nur auf seine Gesamtwertung geschaut und da hatte er halt um die 80x vier Punkte, aber immer ohne Kommentar.

Viele Grüße

Scooby-Doo

surfzocker
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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von surfzocker » Sa 18. Jul 2015, 02:05

Wenn die Zustandsbeschreibung wie beschrieben vom "Ist-Zustand" abweicht, sehe ich keinerlei Grund, eine schlechte Bewertung zurückzuhalten!
Auch das Angebot des Zurücknehmens sollte keinerlei Auswirkung haben; ein Interessent kauft, was gezeigt/beschrieben wird und hat in der Regel keine Freude am Zurückschicken und Diskutieren ob Kostenübernahme oder nicht.
Entschieden wird bei der Bewertung: Wie war das Kauferlebnis?
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EmmaBz
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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von EmmaBz » So 19. Jul 2015, 16:18

Da stimme ich surfzocker vollkommen zu!
Da sie ja gewusst hat, es gibt unterstrichene Passagen im Buch und trotzdem beschreibt sie es als "wie neu", zeigt doch, dass sie es darauf ankommen lässt jemanden zu finden, dem das egal ist oder aber eine schlechte Bewertung abgibt.
Im Nachhinein dann zu sagen sie nimmt es zurück, ist für mich dann zu spät. Sie wurde erwischt und muss jetzt mit den Konsequenzen leben und das ist nun mal eine negative Bewertung.

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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von ioda » Mo 20. Jul 2015, 13:53

Danke für die Rückmeldungen! Im Nachhinein hätte ich wohl negativ gewertet, nun habe ich aber schon wegen der (halbwegs) vernünftigen Kommunikation auf eine Wertung verzichtet und nur ein entsprechendes Kommentar geschrieben. Eine Änderung ist wohl wider Erwarten nicht möglich (nur eine Änderung zu drei/vier Sternen geht noch).
Nuja, einen schönen Sommer und: gute Kauferfahrungen euch allen :-D

briefmarkenjaeger
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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von briefmarkenjaeger » Mo 20. Jul 2015, 18:10

Keine Bewertung mit einem Kommentar sieht nur die Verkäuferin. Andere potenzielle Käufer werden damit nicht gewarnt.

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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von ioda » Mo 20. Jul 2015, 21:09

Ach, verdammt. Na, jetzt weiß ich es und werde es beim nächsten Mal anders machen... Etwas schief gelaufen, diese Transaktion & Bewertung, aber ich hab mich jetzt schon genug drüber geärgert (und um noch was zu ändern ist es sowieso zu spät, oder? Außerdem ist das nix gegen meine guten Erfahrungen bei BL :D )

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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von ioda » Mo 20. Jul 2015, 21:32

*seufz*. Sagte ich was von positiven Erfahrungen? Gerade eine Lieferung geöffnet. Verkauft als "Hardcover/gebunden", ist aber ein einfacher Einband aus dünner Pappe, was nach meinem Verständnis einfach ein Taschenbuch (oder, wenn es englisch sein muss, halt ein 'paperback' oder so) ist.
Naja, hatte mich auch schon über das Angebot gewundert (allerdings ist für ein Taschenbuch das Porto echt unverschämt. Ich mag es nicht, wenn der Gewinn im Porto versteckt wird -- erscheint mir irgendwie unehrlich).

surfzocker
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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von surfzocker » Fr 24. Jul 2015, 02:10

briefmarkenjaeger hat geschrieben:Keine Bewertung mit einem Kommentar sieht nur die Verkäuferin. Andere potenzielle Käufer werden damit nicht gewarnt.
Ganz genau! Der Sinn des Bewertungssystems wurde wohl leider nicht umgesetzt; ist zwar kein Weltuntergang, dennoch schade.
In Forum Veritas!

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Re: Falsche Zustandsbeschreibung

Beitrag von ondimarks » Mi 11. Nov 2015, 19:00

In letzter Zeit musste ich mich immer wieder über den falsch angegebenen Zustand mehrerer Bücher ärgern. Und es sind fast IMMER Bücher von privaten Anbietern. Sehr sehr selten kam die Enttäuschung bei professionellen Antiquariaten.

Die Lösung, das Buch zurück zu schicken, habe ich schon mehrmals durchgeführt, aber ich finde sie nicht unbedingt optimal, denn das bedeutet mir noch eine Zeitverschwendung - zur Post gehen, Schlange stehen, Porto und ggf. Verpackung besorgen. Davor noch Mails hier und her schreiben und antworten... Und bei Büchern, die z.B. weniger als 5 EUR gekostet haben, ist dieser Aufwand viel zu viel.

Bei einem dieser Rückgaben (Buch ca. 10 EUR, in der Beschreibung stand nichts über eine Namenseintragung) -bei der ich noch das Porto selber zahlen musste- fragte mich noch der Verkäufer, ob ich ihm eine gute Bewertung geben könnte. Ich tat es und ich bereue es noch. Danach habe ich mich einfach jedes Mal bei "problem melden" beschwert.

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