Entwurf: Brief an Frau Ehrhardt zur Beendigung des Streits

Diskussionen für Händler rund um rechtliche Fragen.
rokylugosi
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Beitrag von rokylugosi » Di 18. Dez 2007, 03:05

Entscheidend ist die Veröffentlichung im Bundesanzeiger! Ab dann ist die Vertragsstrafe fällig, auch wenn das nächste Heftchen der Bundesprüfstelle erst 3 Monate später kommt. Hat Herr R. erst mal genügend unmodifizierte Schreiben, kann er jeden Tag im Bundesanzeiger nachlesen, ob ein neuer Titel kommt. Ein Treffer im Monat reicht für ein gutes Leben!

blokk
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Beitrag von blokk » Di 18. Dez 2007, 03:07

rokylugosi hat geschrieben:Entscheidend ist die Veröffentlichung im Bundesanzeiger! Ab dann ist die Vertragsstrafe fällig, auch wenn das nächste Heftchen der Bundesprüfstelle erst 3 Monate später kommt. Hat Herr R. erst mal genügend unmodifizierte Schreiben, kann er jeden Tag im Bundesanzeiger nachlesen, ob ein neuer Titel kommt. Ein Treffer im Monat reicht für ein gutes Leben!
Bingo - das ist die Strategie

antiquariat.lenze
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Entwurf: Brief an Frau Ehrhardt zur Beendigung des Streits

Beitrag von antiquariat.lenze » Di 18. Dez 2007, 09:41

Ich finde den Vorschlag von el so schlecht nicht. Ich habe vergangenen Samstag mit Frau Ehrhardt ein längeres Telefongespräch geführt und das Problem ganz sachlich mit ihr diskutiert. Ich war selbst über 30 Jahre Richter, zuletzt Vizepräsident eines Gerichts, und helfe jetzt im Ruhestand meiner Frau im Antiquariat. Ich hatte schon den Eindruck, dass auch Frau Ehrhardt unsere Probleme bei der Umsetzung des Jugendschutzes sieht. Wir müssen ganz klar machen, dass auch wir Antiquare für den Jugendschutz sind. Deshalb schlagen wir vor, einen "Offenen Brief" an Frau Ehrhardt zu richten und öffentlich zur Beendigung des Streits aufzurufen. Die Einzelheiten sollten wir jetzt nicht im Forum diskutieren, sondern telefonisch oder per Mail. Wir bitten um Kontaktaufnahme.
Antiquariat Buch und Kunst Renate Lenze, Flotzwnad 10, 79183 Waldkirch, Tel. 07681-475270

Yara
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Re: Entwurf: Brief an Frau Ehrhardt zur Beendigung des Strei

Beitrag von Yara » Di 18. Dez 2007, 09:47

antiquariat.lenze hat geschrieben:Ich hatte schon den Eindruck, dass auch Frau Ehrhardt unsere Probleme bei der Umsetzung des Jugendschutzes sieht.
Wenn es tatsächlich um Jugendschutz gegangen wäre, hätte man diesbezüglich Anzeige erstattet. Hier waren es wettbewerbsrechtliche Schritte, eindeutig ein völlig anderes Spielfeld.
Mit so einer Aktion könnt ihr euch u. U. ganz schön ins eigene Fleisch schneiden.

Yara

happybook
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Beitrag von happybook » Di 18. Dez 2007, 09:49

Ich habe mehrmals angerufen, auch habe ich um einen Rückruf gebeten, bis jetzt ohne Erfolg.

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biznbux
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Re: Entwurf: Brief an Frau Ehrhardt zur Beendigung des Strei

Beitrag von biznbux » Di 18. Dez 2007, 10:16

el hat geschrieben:Der Gedanke: Zeigen wir den Abmahnern, dass wir willig sind das von uns nicht gewollte Problem zu lösen und schieben ihr das Heft zu: Möge sie den Streit beenden. Je mehr unterzeichnen desto besser. Vllt., auch jemand von BL?
Also erstmal : Hut ab , ein wirklich neuer Aspekt !

Vielen Dank, El .

Ohne jetzt den ganzen juristischen Mist zu berücksichtigen (Gesetze sind sowieso modischer Wandlung unterworfen) eine wirklich gute Idee.

Wenn die Gegenseite tatsächlich von weiteren Aggressionen ablassen würde und keine Pferdefüsse dabei sind, bin ich immer für Frieden.

Allerdings bleibt dann noch das Problem, daß nunmehr die Büchse der Pandora weit geöffnet ist.

Ich meine vor allem:

- den neuen Ansatzpunkt der Abmahnwelle, den Jugendschutz.
- die "Waffe" Postzustellungsurkunde
- das Timing der Aktion (kurz vor Weihnachten, brutale Fristsetzung)
- und einige weitere Einzelheiten der Abmahnaktion.

Und auf jeden Fall ist der Ball jetzt bei der guten Anwältin (denn gut scheint sie ja zu sein, wenn sie eine derartige "Bombe" baut und so gekonnt verschickt...)

Wäre wirklich schön, wenn Weihnachten ein friedliches Fest wäre und wenn vor allem die zahlreichen Privatanbieter, die sich bislang nicht an der Diskussion beteiligt haben, keine Angst mehr haben müssten.
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terracotta
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Re: Entwurf: Brief an Frau Ehrhardt zur Beendigung des Strei

Beitrag von terracotta » Di 18. Dez 2007, 14:13

Yara hat geschrieben:
antiquariat.lenze hat geschrieben:Ich hatte schon den Eindruck, dass auch Frau Ehrhardt unsere Probleme bei der Umsetzung des Jugendschutzes sieht.
Wenn es tatsächlich um Jugendschutz gegangen wäre, hätte man diesbezüglich Anzeige erstattet. Hier waren es wettbewerbsrechtliche Schritte, eindeutig ein völlig anderes Spielfeld.
Mit so einer Aktion könnt ihr euch u. U. ganz schön ins eigene Fleisch schneiden.
Das sehe ich auch so. Es spricht alles dafür, dass diese Abmahnungen rechtsmissbräuchlich waren und strafrechtlich relevant sind. Die Gründe dafür wurden schon an anderen Stellen ausgeführt. Mutmaßlichen Kriminellen gegenüber macht man kein Appeasement.
Gruß, terracotta

antiquariat.lenze
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Entwurf: Brief an Frau Ehrhardt zur Beendigung des Streits

Beitrag von antiquariat.lenze » Di 18. Dez 2007, 17:26

Lieber terracotta,

Kriege (gerade auch juristische!) enden meist so, dass alle beschädigt sind (und ärmer!). Und Friedensverhandlungen sind immer gut, vor allem
, wenn (wie hier) auf beiden Seiten bereits die ersten Schüsse gefallen sind.

Herzlich
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biznbux
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Re: Entwurf: Brief an Frau Ehrhardt zur Beendigung des Strei

Beitrag von biznbux » Do 20. Dez 2007, 11:34

antiquariat.lenze hat geschrieben:Lieber terracotta,

Kriege (gerade auch juristische!) enden meist so, dass alle beschädigt sind (und ärmer!). Und Friedensverhandlungen sind immer gut, vor allem
, wenn (wie hier) auf beiden Seiten bereits die ersten Schüsse gefallen sind.

Herzlich
Lieber Kollege,

angesichts der mittlerweile in Gang gesetzten Gegenmassnahmen sehe ich persönlich leider keine Chance mehr, die Angelegenheit so einfach beizulegen, so sehr Ihnen und mir dieser Gedanke auch gefallen dürfte.

Wenn wir mal , ohne Anspruch auf Vollständigkeit, auflisten, was nunmehr losgetreten wurde, fällt mir nur noch der Vergleich mit einer zu Tal donnernden Lawine ein:

- Diverse Strafanzeigen und Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten
- Beschwerden bei den zuständigen Rechtsanwaltskammern
- Ein erhebliches Presseecho mit voller Namensnennung
- Spendenfond für einen Musterprozess
- Aktivitäten des DIHK in Richtung Wirtschaftskriminalität
- Politische Aktivitäten auf allen Ebenen
- Zahlreiche einzelne anwaltliche Massnahmen der Abgemahnten
und natürlich eventuelle Schadensersatzforderungen nach etwaiger Feststellung des Rechtsmissbrauches .

Ich denke, die ohne Zweifel von den Herrschaften Renner und Ehrhardt begonnene Auseinandersetzung, die hier als "Krieg" bezeichnet wurde, kann jetzt nur noch ausgetragen werden.

Oder sehen Sie, auch mit Ihrer beruflichen Erfahrung , noch irgendeine Möglichkeit, wie die Gegenseite ohne ernsthafte Folgeschäden aus der Sache heraus käme ?
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Beitrag von d_r_m_s » Do 20. Dez 2007, 16:32

selbst wenn eine friedliche Lösung noch möglich wäre (was ich mir nicht zutraue zu beurteilen) ... es ist auf jeden Fall ratsam, jegliches Verhandlungsangebot durch einen kompetenten Anwalt darauf prüfen zu lassen, wozu man dadurch (mglw. unbewusst und indirekt) seine Zustimmung gibt bzw. sich verpflichtet ...

wir wissen z.B. inzwischen, dass eine nicht beigelegte Kostennote durchaus nicht 'kostenfrei' bedeuten muss ... das hat viele verwundert, und wäre auch von mir u.U. falsch interpretiert worden ... und ich bin grundsätzlich ein sehr kritischer Denker ... warum wurden nicht die angefallenen Kosten berechnet, das hätte man durchaus einsehen können, damit wäre die Frage einer nachträglichen Rechnung (vermutlich) vom Tisch gewesen, oder ? So wurden die Abgemahnten in Sicherheit gewiegt, wo tatsächlich absolut keine Sicherheit war ... von Akademikern, die eine solche Situation provozieren (in welcher Absicht auch immer) erwarte ich, dass sie sich auch mit möglichen (Fehl-? :wink: ) Interpretationen ihres Verhaltens beschäftigen ...

dass die Strafzahlungen wegen Verstössen gegen die UE ein erheblich grösseres finanzielles Volumen erreichen können als die initiale Kostennote war mir allerdings aus früheren Diskussionen bereits klar ...

das einzig ernstzunehmende Friedensangebot sehe ich in einer UE mit tragbaren Bedingungen, die nicht jeden Unterzeichner nötigt, ständig den Bundesanzeiger nach neuen Indizierungen zu durchforsten ...

wir gehen ja davon aus, dass jemand hier mitliest, es ist der Gegenseite also wahrscheinlich bekannt, dass nicht die Verstösse an sich in Frage gestellt werden, sondern nur die Art und Weise, wie sie behoben und in Zukunft verhindert werden sollen ... dazu kenne ich allerdings bisher absolut keine Äusserung, die auf Friedfertigkeit deutet ... ganz im Gegenteil ...

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Kohagie
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Beitrag von Kohagie » Do 20. Dez 2007, 23:40

Hallo zusammen,

kein Problem!

Ich versuchte FRau Anwältin mehrfach telefonisch zu erreichen, bekam aber immer nur den AB.

Ich schrieb ihr am 13.12.07 eine höfliche Mail und ich baute auf einer anderen Ebene goldene Brücken.
Ich sprach persönlich mit vielen namhaften Leuten.

Und ich warte seit 13.12.07 auf eine Antwort - bis jetzt vergeblich!

Ich bin für alles offen
man zwang mich Dinge zu tun die nicht geplant waren.

Andere Dinge blieben und bleiben liegen , meine Familie kam zu kurz,
ich bin/wir sind bereits in einem Wahlkampf und ich habe wirklich anderes zu tun.

Und ich warte noch immer auf eine Nachricht -
und und ich war bis jetzt sehr zurückhaltend .......

LG

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Beitrag von d_r_m_s » Do 20. Dez 2007, 23:54

naja, wenn man gegen den Sumpf im Internet erfolgreich sein will, dann darf man eben auch auf Parteifreunde keine Rücksicht nehmen ...

konsequent scheint sie ja zu sein 8)

dabei kann ich ihr aber nur empfehlen, sich mal etwas mit Ghandi zu beschäftigen ... sinngemäss hat der mal gesagt: Konsequenz kann sich immer nur auf das beziehen, was man aktuell für richtig hält ... wenn ich neue Erkenntnisse gewinne ist es nur konsequent, meine Aussagen und Handlungen danach auszurichten ... auch wenn das heisst, dass meine neuen Aussagen und Handlungen in Widerspruch stehen zu dem, was ich in der Vergangenheit getan habe ...

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Beitrag von Kohagie » Fr 21. Dez 2007, 00:07

der 27.12. und der 28.12.07 rücken immer näher!

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terracotta
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Beitrag von terracotta » Fr 21. Dez 2007, 00:37

Ruhig Blut. Erst mal abwarten, ob die werte Frau Rechtsanwältin bis zum 27. antwortet und wenn ja, was. Vorher zu reagieren ist nicht sinnvoll.
Gruß, terracotta

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Kohagie
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Beitrag von Kohagie » Fr 21. Dez 2007, 01:07

terracotta hat geschrieben:Ruhig Blut. Erst mal abwarten, ob die werte Frau Rechtsanwältin bis zum 27. antwortet und wenn ja, was. Vorher zu reagieren ist nicht sinnvoll.
Mal ne blöde Frage?
Ich habe einen Abgabetermin und soll zuwarten bis sich die gute Frau mal rührt und womöglich den Termin verstreichen lassen und dann?
Ich habe beim Lotto kein Glück und ......

Was ist denn für eine studierte Frau so schwer daran, jedem von uns einen Brief zu schreiben, mit ........, und erklären, sie verzichte auf die Unterlassungserklärung usw. usf., dazu ein paar tröstende, besänftigende Worte, das steht doch schon in meiner Mail vom 13. an sie.

Man ich verstehe das nicht!

@antiquariat.Lenze
"Deshalb schlagen wir vor, einen "Offenen Brief" an Frau Ehrhardt zu richten und öffentlich zur Beendigung des Streits aufzurufen. Die Einzelheiten sollten wir jetzt nicht im Forum diskutieren, sondern telefonisch oder per Mail. Wir bitten um Kontaktaufnahme."

Das ist schon gut, ja habe ich/wir den oder überhaupt einen Streit mit der Frau angefangen?

Solange ich hier keine verbindliche Erklärung vorliegen habe, daß die Abmahnung und Unterlassungserklärung nichtig ist - ich bin für alles offen - aber der Abgabetermin ......

Informationen gegenüber der Presse sind für mich nicht verbindlich ein "Offener Brief" - ich bin für alles offen - schön - gut - aber gerne doch -
und ein "Offener Brief" zurück sind für mich nicht verbindlich. UNd wann soll das dann über die Bühne gehen? Am 29.12. oder gar näöchstes Jahr?

Bei mir steht irgendwas von einem 28. an dem die Frau was von mir will
......

Ich bin für alles offen ......
Zuletzt geändert von Kohagie am Fr 21. Dez 2007, 01:17, insgesamt 1-mal geändert.

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