Verpackungsverordnung

Diskussionen für Händler rund um rechtliche Fragen.
Yara
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Re: ?????

Beitrag von Yara » Fr 1. Feb 2008, 16:05

Kohagie hat geschrieben: echt wo denn?
Echt. Hier in diesem Beitrag namens Verpackungsverordnung, Seite 1:

viewtopic.php?t=4516&start=0

erster Post, erster Link:

http://internetrecht-rostock.de/neue-ve ... handel.htm

dort gibt es einen Link zu den Informationen zur derzeit aktuellen Verpackungsverordnung:

http://internetrecht-rostock.de/informa ... rdnung.htm

und darin wiederum enthalten der Link auf die Verpackungsverordnung:

http://bundesrecht.juris.de/verpackv_1998/index.html

Um nur den allerersten Hinweis darauf zu nennen :wink:

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Kohagie
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Re: ?????

Beitrag von Kohagie » Fr 1. Feb 2008, 16:22

Yara hat geschrieben:
Kohagie hat geschrieben: echt wo denn?
Echt. Hier in diesem Beitrag namens Verpackungsverordnung, Seite 1:

viewtopic.php?t=4516&start=0

erster Post, erster Link:

http://internetrecht-rostock.de/neue-ve ... handel.htm

dort gibt es einen Link zu den Informationen zur derzeit aktuellen Verpackungsverordnung:

http://internetrecht-rostock.de/informa ... rdnung.htm

und darin wiederum enthalten der Link auf die Verpackungsverordnung:

http://bundesrecht.juris.de/verpackv_1998/index.html

Um nur den allerersten Hinweis darauf zu nennen :wink:

Yara
Das zählt nicht! Ein Link, zu einem Unterlink, und wieder und wieder
usw. usf., wobei ich das mit dem Rostock ja schon kannte.
Aber/Und ich wühle mich doch nicht durch Seiten mit einem ungewissen Ausgang.
Der Link bundesrecht.juris hätte als erstes genannt werden sollen und dann hätte ich mir den ganzen Kram sparen können. Ihr euch aber auch!
Erster Post, erster Link und ich suchte den juris-link und fand ihn nicht.
Liebste Yara, aber jetzt können wir hier mit dem Thema aufhören, also zumindest ich ich habs ja jetzt gesehen und gelesen und verstanden und jetzt will ich nur noch näheres über die Bagatellgrenze in Erfahrung bringen.
Es ist ja schlimm was mir so im Kopf rum geht: Wenn ich jetzt jemanden einen Brief schreibe, das Kuvert ist doch dann auch eine Verpackung ......
und das Blatt Papier muß das dann auch mit einen Günen-Punkt oder so ..... das ist ja alles beängstigend.
Ich verschickte immer in gepolsterten Briefumschlägen(?!), das sind dann keine Umschläge mehr, sondern Verpackung! Ach Gott, ach Gott! Manchmal nehme ich gebrauchte Kartons wenn ich was schicke ..... da muß ich mir jetzt dann irgendwas besorgen, Grüne-Punkte. Das geht jetzt alles nicht mehr!
.....
Früher war alles besser! Als Kind ging ich mit einem Milchkännchen eben Milch holen, 1 1/2 Vollmilch bitte. Hat doch auch alles funktioniert! Aber stimmt schon, erst war das Kännchen aus Metall, später Kunsstoff, muß ja irgendwann einmal entsorgt werden ..... und vielleicht ist mein damaligen Kännchen nun noch irgendwo in Afrika im Einsatz .....
.....
Und dann wurde hier immer von "Lupos" gesprochen und ich wußte doch gar nicht was das ist ..... und dann haben manche, wozu Hersteller verpflichtet sind, auf den Versandhändler bezogen ..... gebs zu, das ist schon sehr verwirrend hier (geworden) ..... am Schluß oder irgendwann beauftragt ein Versandhändler einen Wirtschaftsprüfer mit der Überprüfung seiner Lupos und Versandmenge obwohl er das gar nicht müßte ....

Kalli
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Beitrag von Kalli » Fr 1. Feb 2008, 19:54

"... am Schluß oder irgendwann beauftragt ein Versandhändler einen Wirtschaftsprüfer mit der Überprüfung seiner Lupos und Versandmenge obwohl er das gar nicht müßte ..." Kohagie

Der Gute hat sklavisch nur das praktiziert, was nicht nur der Ex-Monopolist Grüne Punkt von seiner zukünftigen Kundschaft sich wünscht. Selbstverständlich folgt dieser Gute der gewünschten Kundenorientierung des Ex-Monopolisten freiwillig aus seiner Motivation heraus, mit den von ihm auf dem Markt gebrachten, bereits bei einen Entsorger lizenzierten ... Versandverpackungen Gewinn einzufahren.

Dass beim Ex-Monopolisten möglichst Viele möglichst viele Versandverpackungen lizenzieren lassen und das am besten nicht mehr freiwillig sondern vom gesetzlichen "Anschlusszwang" geregelt, denn das bringt mehr und gesichertes Lizenzentgelt ......

Dass beim Ex-Monopolisten und nicht nur bei diesem bundesweit tätigen Entsorger, möglichst viel Verpackungsmaterial im Sinne der Lizenzierung rechtlich definiert wird, damit möglichst viel Lizenzentgelt geregelt eingefahren werden kann .......

Dieses, der Lizenzierung ... angegliederte Verpackungsmaterial, dass beispielsweise über die Internet-Händler an den privaten Endverbraucher kommt, wird rechtlich aus der bisherigen kommunalen Entsorgung herausgenommen, mit welcher rechtlichen Herausnahme ein neuer Zukunft-Markt, den der Ex-Monopolist sich nun mit anderen bundesweit tätigen Entsorgen teilen muss, zunehmend entsteht. Damit wird der von Kohagie in diesem Forum aufgezeigten Doppelzahlung des Steuerzahlers, bevor diese überhaupt praktiziert wurde, jeglicher Boden entzogen. Auch das bringt die neue Verpackungsverordnung: Die Entsorgung, beispielsweise der über den Internet-Handel dem privaten Endverbraucher zugeführten Versandverpackungen liegt nicht mehr in der Hand der vom Steuerzahler finanzierten Kommunen, sondern wird von global agierenden Unternehmungen, die ihr Geld auch über die Abfallwirtschaft einfahren, geleistet. Diese Unternehmungen lassen sich ihre vom deutschen Staat genehmigten Leistungen auch von den Herstellern und Vertreibern von Versandverpackungen (Lizenzierung ...) finanzieren. Für diesen Bereich des gewinnbringenden Abfallmarktes (der umso grösser ist, je mehr Material als Versandverpackungen rechtlich definiert wird) bezahlt der deutsche Bürger nicht mehr an die Kommune, sondern eben an die private Entsorgungswirtschaft. Dieser Abfall-Markt wird in Deutschland bereits verstärkt parallel zu der kommunalen Entsorgung ausgebaut. Dieser Prozess wird mit der neuen Verpackungsverordnung zunehmend beschleunigt, welcher auch vom "Anschlusszwang" der neuen Verpackungsverordnung bedingten Internet-Händlern finanziert wird.

"Ich verschickte immer in gepolsterten Briefumschlägen(?!), das sind dann keine Umschläge mehr, sondern Verpackung! Ach Gott, ach Gott! Manchmal nehme ich gebrauchte Kartons wenn ich was schicke ..... da muß ich mir jetzt dann irgendwas besorgen, Grüne-Punkte. Das geht jetzt alles nicht mehr!" Kohagie

Da hilft kein Klagen, Flüchten in eine angeblich bessere Vergangenheit ... Kohagie müsste immer mehr und heftiger moralisieren und Gott immer dann anrufen, und das jedesmal um so lauter, je mehr er von den sicher kommenden 6., 7. Novellen der Verpackungsverordnung hören wird. Dem Guten, wenn es ihm weiter hilft - warum nicht.
Zuletzt geändert von Kalli am Sa 2. Feb 2008, 06:30, insgesamt 6-mal geändert.

hanischu
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Re: ?????

Beitrag von hanischu » Fr 1. Feb 2008, 19:55

Kohagie hat geschrieben: .... am Schluß oder irgendwann beauftragt ein Versandhändler einen Wirtschaftsprüfer mit der Überprüfung seiner Lupos und Versandmenge obwohl er das gar nicht müßte ....
...und einen Politiker damit, die Karre wieder aus dem Dreck zu ziehen, die seine Kollegen in 59 Jahren lobbyistischer Gesetzgebung dort hineingefahren haben... nö ...bei der zu vermutenden Grundintelligenz der Buchhändler kaum vorstellbar. :twisted:

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Beitrag von Kohagie » Fr 8. Feb 2008, 16:50

Hallo zusammen,

ich habe am 01. Februar 08 folgende 6 Fragen beim DIHK gestellt
und heute am 08. Februar 08 nachstehdene Antworten - von mir blau gezeichnet - erhalten:

Fragen/Antworten

1. Betrifft die Bagatellgrenze nur die Verpackungshersteller oder auch den kleinen, mittleren Versandhändler?
Es betrifft den Erstinverkehrbringer, der Waren in Verkaufsverpackungen an den privaten Endverbraucher in Verkehr bringt.

2. Muss der oder ein kleiner, mittlerer Versandhändler, mit vielleicht maximal 200 (Ver)Sendungen im Jahr sich einem dualen System anschließen.
Ja, sofern er Erstinverkehrbringer ist und an den privaten Endverbraucher liefert.

3. Wenn er z. B. seine alten noch vorhandenen Verpackungen aufbrauchen will oder fällt dieser (generell) unter die Bagatellgrenze und muß/braucht gar nichts tun?
Nicht die Verpackung, sondern die in Ware befüllte Verpackungen fällt unter die VO. Die Bagatellgrenze gilt nur für die Hinterlegung der Vollständigkeitserklärung (VE).

4. Was muss ein kleiner, mittlerer Versandhändler tun, der seine Waren mit gebrauchten schon ein- oder mehrfach verwendeten Verpackungen verschickt?
Wenn es Mehrwegverpackungen sind, fallen diese nicht unter die Regelung der dualen Systeme oder VE.

5. Wie verhält es sich, wenn ein kleiner, mittlerer Versender seine Waren, z. B. Bücher in kartonierten Kuverts verschickt?
Wenn diese Waren an den privaten Endverbraucher gehen, unterliegt er der VO.

6. Und meine letzte Frage, gilt diese Verordnung für jeden Versender, also privat und gewerblich oder nur für den gewerblichen Versender?
Wenn ich privat Post versende, unterliege ich nicht der VO; also keine Dualen Systeme oder VE.

LG

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Beitrag von hanischu » Fr 8. Feb 2008, 17:25

ja und nun...? Das entspricht den Textbausteinen aus dem Ministerium von Frau Zypris.
Setzen wir uns doch einfach hin und sagen mal ... ein Luftpolsterumschlag ist eine Mehrwegverpackung. :twisted:

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Beitrag von Yumo » Fr 8. Feb 2008, 17:40

Was ist eigentlich mir "Rezy"? In der Angabe zur VO darf das wohl nicht genannt werden, sondern nur "Der grüne Punkt", obwohl Rezy ja auch das Recyclingsymbol auf der Verpackung hat. (Ich nehme bevorzugt Rezy-Produkte und wickle die Bücher in neutrales Papier ein. Dann muß wohl auf das Papier auch ein entsprechendes Symbol, da Verpackung?)

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Kohagie
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Beitrag von Kohagie » Fr 8. Feb 2008, 17:42

hanischu hat geschrieben:ja und nun...? Das entspricht den Textbausteinen aus dem Ministerium von Frau Zypris.
Setzen wir uns doch einfach hin und sagen mal ... ein Luftpolsterumschlag ist eine Mehrwegverpackung. :twisted:
ja ..... wenn er mehrfach verwendbar ist! :roll:

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zum Thema

Beitrag von Kohagie » Mi 21. Mai 2008, 11:48

:shock:

Aus verlässlicher Quelle stammend, von mir in kurzen Worten:

KKR übernahm das DSD Duale System Deutschland zum Preis von
807 Mio. Euro und der Verpflichtung dieses weiterzuführen.
Gleichzeitig bekam KKR aus dem DSD Rücklagen in Höhe von 836 Mio. Euro.

Rücklagen durfte das DSD als nichtgewinnorientiertes Unternehmen in dieser Größenordnung überhaupt nicht besitzen.

Der "Grüne Punkt" (Anmerkung von mir: die neue Verpackungsverordnung), so hochrangige Politiker, sind von ihrer Konzeption her eine "Zwangsabgabe für die Bürger".
Zuviel eingenommene Gelder müßten an die Bürger zurückbezahlt werden.

Von mir: Kinderarmut - Mittelstandsarmut - Altersarmut - aber wir müssen für jeden Sch..... immer neues und immer mehr bezahlen, letztendlich von was?

LG

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Arne&Ali
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Re: Verpackungsverordnung

Beitrag von Arne&Ali » Fr 28. Aug 2009, 17:14

Mir hat heute der Grüne Punkt geschrieben und die Kosten für nächstes Jahr auf 140 Euro beziffert. Bislang lagen sie bei 36 Euro und meine "Müll"-Menge hat sich eher verringert.
Die anderen Anbieten liegen alle um diesen Preis, wobei bei einigen die Verwaltungskosten 80-90 % des Gesamtbetrages ausmachen.
Wäre es möglich, eine Genossenschaft / Interessenverband oder ähnliches zu bilden, die als einzelner an einen Anbieter herantritt und dann diesen Vertrag unterverteilt und einmal im Jahr die zusammenaddierten Zahlen an Pappe etc. an den Entsorger mailt.
Ein Angebot für meine 20 kg Pappe/ Papier und 5kg Plastik beliefen sich auf 8,50 Euro/Jahr, der Gesamtbetrag fürs Jahr waren dann ca. 150 Euro. Wenn also die Verwaltungskosten den größten Batzen ausmachen, könnte man das in Eigenregie deutlich preiswerter machen.

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