Erfahrungsbericht: Umstellung privat/Händler

Diskussionen für Händler rund um rechtliche Fragen.
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d_r_m_s
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Beitrag von d_r_m_s » Do 24. Jan 2008, 20:10

gerade die Notwendigkeit einer Gewinnerzielungsabsicht bei der Entscheidung der Frage privat oder gewerblich wird oft genug bestritten ... sonst wäre der Verkauf alter Bücher höchstens ein Problem, wenn es sich entweder um hochwertige Sammlerstücke handelt oder der vorherige Einkauf zu kleinen Preisen nachweisbar ist ...

Mr.Manoon
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Beitrag von Mr.Manoon » Do 24. Jan 2008, 20:16

Ach ja, das bezieht sich auf wettbewerblich relevant, nicht auf die Gewerbeanmeldung....

Mr.Manoon
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Beitrag von Mr.Manoon » Do 24. Jan 2008, 20:21

@d_r_m_s
Es geht um die Vermarktung, professionell oder eben privat.
Ob du Waren professionell vertreibst.

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d_r_m_s
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Beitrag von d_r_m_s » Do 24. Jan 2008, 20:23

Mr.Manoon hat geschrieben:Wenn ich aber in unregelmäßigen Abständen, also heute mal 3 und nächste Woche 4 und zwei Tage später mal 1 Buch bei BL einstelle wird hier niemand etwas gewerbliches feststellen, auch wenn es nach Jahren eine Vielzahl sind die zum Teil dauerhaft gelistet sind. (Ich sage jetzt extra keine Zahl).
ist schon klar, dass das nur ein Beispiel sein sollte, aber verfolgen wir es mal etwas weiter ...

heute + 1 Woche + 2 Tage sind insgesamt 10 Tage ...
in den 10 Tagen 8 Bücher eingestellt ...
wenn ich das das ganze Jahr über mache (und dabei noch gut einen Monat in Urlaub bin) habe ich

8 * 33 = 264 Bücher ...

nach eineinhalb Jahren hat man knapp 400 Bücher eingestellt ... das ist interessanterweise relativ genau sowohl der Zeitraum als auch das Angebot, bis ich dann aufgehört habe, so unregelmässig/regelmässig weiter einzustellen ...
meine Verkäufe liegen eher bei 1 % im Monat als bei 2 %, insgesamt max. 15 % pro Jahr ...
Mr.Manoon hat geschrieben:Das mit den unregelmäßig eingestellten Büchern entfällt zb. natürlich wenn es sich um Bücher im 3 bis 4 stelligen Bereich und mehr handelt. (u.a.)
wie schnell (und mit wie wenig Aufwand) man zumindest dreistellig wird ist erstaunlich, nicht wahr ?
Zuletzt geändert von d_r_m_s am Do 24. Jan 2008, 20:30, insgesamt 1-mal geändert.

Mr.Manoon
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Beitrag von Mr.Manoon » Do 24. Jan 2008, 20:26

Wie du es schon ganz richtig erkannt hast, es war ein Beispiel :roll:

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d_r_m_s
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Beitrag von d_r_m_s » Do 24. Jan 2008, 20:29

Mr.Manoon hat geschrieben:@d_r_m_s
Es geht um die Vermarktung, professionell oder eben privat.
Ob du Waren professionell vertreibst.
was heisst das ? Natürlich versuche ich, auch im Interesse meiner Käufer, gut organisiert zu sein ... bei mir ist dazu ausser einem sortierten Regal noch nicht viel nötig, aber meine Abwicklung sieht nach aussen vielleicht professioneller aus als bei manchen grossen Händlern ... eben weil es privat ist und deswegen Kosten(=Zeit)/Nutzen-Rechnungen nur eine sehr begrenzte Rolle spielen ...

eigentlich sind wir (glaube ich zumindest) alle einer Meinung, ich versuche nur mal wieder zu zeigen, dass der 'gesunde Menschenverstand' bei der aktuellen Auslegung (und noch mehr bei möglichen strengeren Auslegungen) der Gesetze keine Chance mehr hat ...

blokk
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Beitrag von blokk » Do 24. Jan 2008, 20:50

Mr.Manoon hat geschrieben:Ich verstehe dieses Hin und Her nicht, bei der Dauerhaftigkeit geht es um die >Gewinnerzielungsabsicht<, ist das denn immer noch nicht durchgedrungen.
Hier irrst du. Bei der Gewinnerzielungsabsicht geht's um die Gewerblichkeit.

Bei der Dauerhaftigkeit geht's erstmal um Verbraucherschutz.

Siehe hier:
http://www.akademie.de/fuehrung-organis ... tml?page=3

Mr.Manoon
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Beitrag von Mr.Manoon » Do 24. Jan 2008, 20:51

Natürlich versuche ich, auch im Interesse meiner Käufer, gut organisiert zu sein ... bei mir ist dazu ausser einem sortierten Regal noch nicht viel nötig, aber meine Abwicklung sieht nach aussen vielleicht professioneller aus als bei manchen grossen Händlern ...

Wenn du das noch einmal in aller Ruhe liest, dann solltest du es merken... :wink:

Mr.Manoon
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Beitrag von Mr.Manoon » Do 24. Jan 2008, 20:54

Wir können es hier noch so lange drehen und drehen und drehen,
ich sage ja: Gesunder Menschenverstand
Privat oder Impressum.
Gericht oder nicht Gericht.
Mir ist das alles schnurz, ich schreibe statt 2 Wochen 1 Monat Wiederrufsrecht und gehe jetzt auf ein Konzert und vergnüge mich, und alles andere ist mir völlig egal. :D
Zuletzt geändert von Mr.Manoon am Do 24. Jan 2008, 20:58, insgesamt 1-mal geändert.

blokk
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Beitrag von blokk » Do 24. Jan 2008, 20:56

Posting hat sich erledigt :wink:
Zuletzt geändert von blokk am Do 24. Jan 2008, 21:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von d_r_m_s » Do 24. Jan 2008, 20:57

Mr.Manoon hat geschrieben:Natürlich versuche ich, auch im Interesse meiner Käufer, gut organisiert zu sein ... bei mir ist dazu ausser einem sortierten Regal noch nicht viel nötig, aber meine Abwicklung sieht nach aussen vielleicht professioneller aus als bei manchen grossen Händlern ...

Wenn du das noch einmal in aller Ruhe liest, dann solltest du es merken... :wink:
dreh es mal um, dann merkst du es vielleicht ... ist nur der wirklich privat, bei dem das Chaos regiert ? Das wäre nämlich der entsprechende Umkehrschluss ...

deine Beiträge gehen im Moment genau in die Richtung 'eigentlich ist jeder hier gewerblich' ... aber macht das wirklich Sinn ???

Mr.Manoon
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Beitrag von Mr.Manoon » Do 24. Jan 2008, 21:02

@blokk :wink: :wink:

Ich will niemandem den Spass an der Sache verderben, es ist aber doch so einfach.
2 Wochen oder 1 Monat, ein Monat oder 2 Wochen.
Es bleibt sich doch alles gleich...
Tschüüss, mein Konzert wartet. :D

Yara
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Beitrag von Yara » Do 24. Jan 2008, 23:01

d_r_m_s hat geschrieben: eigentlich sind wir (glaube ich zumindest) alle einer Meinung, ich versuche nur mal wieder zu zeigen, dass der 'gesunde Menschenverstand' bei der aktuellen Auslegung (und noch mehr bei möglichen strengeren Auslegungen) der Gesetze keine Chance mehr hat ...
Der gesunde Menschenverstand hat insoweit eine Chance, dass er zwar in Anbetracht der unterschiedlichen gerichtlichen Urteile keine Formel liefern kann, aber in Kenntnis der Dinge, auf die es ankommt, natürlich jeweils individuell betrachtet, durchaus in der Lage zu einer Einschätzung ist.

Selbst genau definierte Gesetze lassen dem Gericht noch Entscheidungssspielraum. Von daher finde ich einige Gedankengänge reichlich überflüssig. Jeder weiss was er wie wo und warum in welcher Anzahl verkauft und kann sich fernab von subjektiven Gedanken an Moral, Fairness und Motivation ein gutes Bild davon machen, wie er im Fall der Fälle einzustufen wäre. Und dann entscheiden was er aus seiner Erkenntnis macht.

Yara

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Beitrag von Yara » Do 24. Jan 2008, 23:10

blokk hat geschrieben:
Mr.Manoon hat geschrieben:Ich verstehe dieses Hin und Her nicht, bei der Dauerhaftigkeit geht es um die >Gewinnerzielungsabsicht<, ist das denn immer noch nicht durchgedrungen.
Hier irrst du. Bei der Gewinnerzielungsabsicht geht's um die Gewerblichkeit.

Bei der Dauerhaftigkeit geht's erstmal um Verbraucherschutz.

Siehe hier:
http://www.akademie.de/fuehrung-organis ... tml?page=3
Das kann ich dem Link zwar so nicht entnehmen, ausserdem ist das auch nur ein Info-Text von vielen ohne jegliche rechtliche Grundlage, aber hier geht's doch um die Frage ob privat oder gewerblich und die Umstellung. Die Gewinnerzielungsabsicht unter Berücksichtigung der Gesamtsituation ist da relevant. Ist diese dauerhaft, braucht man nicht weiter drüber nachdenken.
Wenn ich 1x ne antike Kaffeemaschine oder ein altes wertvolles Buch verkaufe und dabei noch Gewinn erzielen will, bin ich nicht als gewerblich einzustufen. Wenn ich mehrere solche Sachen verkaufe und das Ganze entsprechend aufziehe sieht's eben ganz anders aus. Das hat mit den evtl. Informationspflichten eines privaten Verkäufers gar nichts zu tun.

Yara

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Beitrag von d_r_m_s » Fr 25. Jan 2008, 09:59

nochmal zum gesunden Menschenverstand ...

bisher ging der Rat für die 'Grösseren Privaten' dahin:

macht euch (neben-)gewerblich ...
zeigt ein Impressum ...
veröffentlicht eine korrekte ( :? ) Widerrufsbelehrung ...
verzichtet auf weitere AGB, weil viele unnötige Abmahngefahren ...

und dann ist alles OK ! :?:

jetzt kommt das:
viewtopic.php?t=4715 :(
und zwar sogar auf Ebay, wo jeder bei der Anmeldung zustimmen muss, dass seine Klicks rechtlich bindende Kaufverträge begründen ...

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