Wieviele Bücher kann man bei Booklooker verkaufen ?

Fragen & Antworten rund um die Funktionen von booklooker (Buddylist, Blacklist, Suchaufträge, Urlaubsservice etc).
Antworten
Tina
Beiträge: 80
Registriert: Mi 7. Nov 2007, 09:48

Wieviele Bücher kann man bei Booklooker verkaufen ?

Beitrag von Tina »

Ich gebe es ja zu, die Frage ist etwas "dumm" gestellt, aber mich würde mal interessieren wieviele Bücher die "großen Anbieter" bei Booklooker im Monat verkaufen.

Sagen wir mal jemand hat 10000 Bücher bei Booklooker eingestellt. Wieviel % davon verkauft er in einem Monat.

Die erhaltenenen Bewertungen sagen ja darüber nichts aus.
blokk
Beiträge: 1248
Registriert: Mi 6. Dez 2006, 21:02
Wohnort: Petershagen

Beitrag von blokk »

Eine realistische Abverkaufsquote würde ich zwischen 0,5 und 1 % monatlich ansiedeln.
Als Bewertungsquote kannst du hier 65 % annehmen.
Tina
Beiträge: 80
Registriert: Mi 7. Nov 2007, 09:48

Beitrag von Tina »

blokk hat geschrieben:Eine realistische Abverkaufsquote würde ich zwischen 0,5 und 1 % monatlich ansiedeln.
Würdest Du diese Zahl auch für das ZVAB und Amazon nehmen ? Oder dort etwas höher ansiedeln ?
Nennst Du diese Zahl aus Erfahrung ?
blokk
Beiträge: 1248
Registriert: Mi 6. Dez 2006, 21:02
Wohnort: Petershagen

Beitrag von blokk »

Würde ich auch so ansetzen. Eins ist jedenfalls sicher: je mehr Plattformen du zum Anbieten nimmst, umso mehr wirst du verkaufen. Aber um so geringer wird die Abverkaufsquote pro Plattform.

Man kommt nicht umhin, eine saubere Kosten/Nutzenrechnung aufmachen. Hier bei BL fallen keine Einstell- oder Grundgebühren an. Bei den anderen nennenswerten Plattformen fallen sie an. Diese Grundgebühren sind bei 10.000 Angeboten im Bereich bis 10.00 ?/Buch in etwa so hoch wie die monatliche Verkaufsprovision. Die tatsächlichen Abgaben an die Plattform also doppelt so hoch wie die eigentliche Provision.

Stellt man nun seine Angebote auf zu vielen Plattformen ein, kann es durchaus passieren, dass 30 - 50 % der Einnahmen als Provision verloren geht.
Tina
Beiträge: 80
Registriert: Mi 7. Nov 2007, 09:48

Beitrag von Tina »

Ich denke ohne Amazon geht es nicht. Daneben sollte man entweder auch im ZVAB oder bei Abebooks anbieten. Booklooker, Antbo, Antiquario und Antikbuch24 verlangen keine Einstellgebühren, also mitnehmen.
Wobei Booklooker von letzgenannten vier Plattformen wohl am stärksten läuft.
Die Frage ist, ob man Ebay auch als "normale" Buchplattform sehen sollte ?
blokk
Beiträge: 1248
Registriert: Mi 6. Dez 2006, 21:02
Wohnort: Petershagen

Beitrag von blokk »

Tina hat geschrieben:Ich denke ohne Amazon geht es nicht. Daneben sollte man entweder auch im ZVAB oder bei Abebooks anbieten. Booklooker, Antbo, Antiquario und Antikbuch24 verlangen keine Einstellgebühren, also mitnehmen.
Wobei Booklooker von letzgenannten vier Plattformen wohl am stärksten läuft.
Die Frage ist, ob man Ebay auch als "normale" Buchplattform sehen sollte ?
Dass ZVAB wieder Mitglieder aufnimmt, habe ich gerade erst erfahren. Dort war lange Zeit Aufnahmestopp.

Die Kosten dort sind allerdings sehr hoch. bei 10.000 Angeboten belaufen sich die Fixkosten auf 124 ? plus 6 & Provision + MWST bzw. 39 ? plus 12 % Provision + MWST.
Gehen wir von einem durchschnittlichen Buchpreis von 5 ? und einem Abverkauf von 1 % im Monat aus, ergäben sich im Modell A 183,26 ? und bei Modell B 114,24 ?
Umsatz wäre 500 ?, die Kosten lägen also zwischen 36,65% und 22,84%. Bei Zahlung des Käufers durch Kreditkarte fallen weitere Gebühren an.

Abebooks berechnet für das gleiche Angebot 42,00 ? Grundgebühr im Monat plus 8 % Provision + MWST, macht in dem Beispiel 97,58 ? Gebühren. Bei Zahlung des Kunden durch Kreditkarte weitere Gebühren.

Angebote auf Amazon sind für deutsche Anbieter immer wieder stark abmahngefährdet, weil sich die vorhandenen Masken nicht immer mit unseren gesetzlichen Anforderungen decken. Nicht vergessen sollte man, dass die tatsächlichen Kosten bei amazon recht hoch sind, auch wenn keine Grundgebühr verlangt wird.

Die anderen Plattformen inkl ebay kann man als Buchhändler vernachlässigen.

Ich persönlich halte es für ausreichend, dass ich eine fast rein deutschsprachige Plattform wie BL und eine weltweit gefasste Plattform wie abebooks nutze. Bei der weltweit genutzten muss auf jeden Fall die Option einer möglichst weit gefassten Kreditkartenzahlung gegeben sein und die Startseite sollte in möglichst vielen Landessprachen erscheinen.

Eine weitere, wichtige Argumentation gegen zu viele Plattformen ist die Datenpflege. Angefangen bei der Angebotseingabe bis zur Löschung verkaufter Artikel steigt mit jeder zusätzlichen Plattform das Zeitvolumen, dass du für ein Buch aufbringen musst, wenn du dein Angebot stets aktuell und damit stressfrei halten willst.

Es gibt zwar Formulare, die du auf fast allen Plattformen verwenden kannst - aber die sind so allgemein gehalten, dass du bei gleichpreisigen Mitbewerbern, die sich die Mühe machen individuell für jede Plattform einzustellen, nicht mithalten kannst. Optimale Angebote stellst du nur dann ein, wenn du für jede Seite seperat das angebot eingibst. Und das kostet Zeit - viel Zeit.

Halte es besser mit den alten Philosophen: Weniger ist meistens mehr.
Benutzeravatar
antje
Beiträge: 2959
Registriert: Do 22. Sep 2005, 11:39
Wohnort: Nochthessen

Beitrag von antje »

blokk hat geschrieben:Eine realistische Abverkaufsquote würde ich zwischen 0,5 und 1 % monatlich ansiedeln.
Als Bewertungsquote kannst du hier 65 % annehmen.

Quanti- oder qualitativ? - sprich: wert oder zahlenmäßig gesehen? Zahlenmäßig kann ich dir nur zustimmen. Wertmäßig müsste ich erst mal nachrechnen, habe ich im Mom nicht so im Kopf.

ZVAB finde ich für mich auch zu teuer, Amazon lehne ich wegen ihrer Versandgebühren-Praxis ab. Finde ich nach wie vor - nun ja.
Oder haben die das inzwischen geändert???
Viele Grüße, Antje
Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können - Mark Twain

http://www.booklooker.de/friebis
blokk
Beiträge: 1248
Registriert: Mi 6. Dez 2006, 21:02
Wohnort: Petershagen

Beitrag von blokk »

antje hat geschrieben:
Quanti- oder qualitativ?
Quantitativ - der Anteil der unter 3 ?-Bücher am Verkaufsvolumen geht mehr und mehr zurück :cry:
Tina
Beiträge: 80
Registriert: Mi 7. Nov 2007, 09:48

Beitrag von Tina »

blokk hat geschrieben:Eine realistische Abverkaufsquote würde ich zwischen 0,5 und 1 % monatlich ansiedeln.
Noch mal auf diese Zahl zurückzukommen. Die halte ich für sehr niedrig, zu niedrig angesetzt.
coma
Beiträge: 744
Registriert: Sa 22. Dez 2007, 22:38

Beitrag von coma »

Die Quote, die blokk genannt hat, scheint mir einigermaßen realistisch und allgemeingültig, wenn Du das beziehst auf eine Plattform und auf die Listung von allem, was einigermaßen brauchbar und gängig ist.
Wer will schon auf die Listung von seltenen Büchern verzichten, die niemand nachfragt, aber nach ein paar Jahren oder so kauft doch jemand: Seltene Titel aus der Kiste, ohne Nachfrage, aber wo andere das nicht listen, die drücken Deine Abverkaufsquote, ohne daß Du darauf verzichten wolltest, wenn Du genügend günstigen Lagerplatz hast, und die Masse managen kannst.
Die Quote kannst Du pushen, wenn Du nur die Bücher listest, die gut laufen, ob der Netto-Effekt besser ist, kannst Du erst nach längerer Erfahrung checken, bezogen auf Dein Angebot. Bei den vielen Behauptungen großer Abverkaufsquote frag mal nach, wie die Lagerquote ist, die ist letztlich allein relevant: der Abverkauf vom Gesamtbestand, nicht vom Gelisteten, und da frag mal, ob da jemand über 5% pro Jahr raus kommt. Bei Einkauf quasi umsonst und Lagerung quasi umsonst, kannst Du nur die Hits listen, und hast eine Abverkaufsquote von 200%, die ist nicht vergleichbar mit dem üblichen Durchschnitt, aber der Aufwand der Selektion ist auch beträchtlich. Die Abverkaufsquote generell sagt nichts über Deinen Gewinn, und gibt keine Vergleichsmöglichkeit.
blokk
Beiträge: 1248
Registriert: Mi 6. Dez 2006, 21:02
Wohnort: Petershagen

Beitrag von blokk »

Vermutlich ist tina so geschockt von der mageren Quote, weil es vor Jahren ja tatsächlich noch möglich war, eine Verkaufsquote von 60 % und mehr bei ebäh zu erreichen. Diese Zeiten sind aber -leider- endgültig vorbei.

Den Verkauf pushen durch das Einstellen gefragter Bücher ist -leider- auch nicht möglich. Denn wenn ein Buch zu einem hohen Preis sehr gefragt ist, ist es auch nur sehr selten am Markt zu finden.

Face the music, tina. Antiquariate haben es nicht leicht - haben es nie leicht gehabt. Es ist mehr ein Hobby, das den Griesbrei auf den Tisch bringt. Und selbst wenn es einmal klappen sollte, die Gutenberg-Bibel auf einem Flohmarkt für'n Appel un' Ei zu schnappen, wäre das im Endeffekt nur die Kirsche auf dem Griesbrei.

Nichts für ungut, tina. Richtig Geld verdient man mit anderen Dingen.
coma
Beiträge: 744
Registriert: Sa 22. Dez 2007, 22:38

Beitrag von coma »

Wobei blokk anscheinend trotzdem einigermaßen gut drauf ist, anscheinend wegen des guten Weihnachtsgeschäftes, daß es mal wieder für eine warme Mahlzeit, Grießbrei mit Kirsche offenbar :wink: , gereicht hat.
Tina
Beiträge: 80
Registriert: Mi 7. Nov 2007, 09:48

Beitrag von Tina »

Danke für Eure Antworten.
Trotzdem erscheinen mir die 0,5% bis 1% sehr wenig.
Aufs Jahr gesehen mag das dann eine Abverkaufsquote von ca. 9% sein.

Das heißt , wenn jemand 20000 Bücher bei Amazon/Booklooker eingestellt hat, verkauft er im Jahr "nur" 1800 Bücher ??

Das sind 5 Bücher am Tag.

Das kann ich mir beim besten Wilen nicht vorstellen.

Aber nun gut, ich habe nicht die Büchermenge um das zu testen :roll:

Wünsche Euch allen einen guten Rutsch und gute Geschäfte (mir natürlich auch) in 2009.
Bookorsair
Beiträge: 325
Registriert: Di 20. Mär 2007, 01:28
Wohnort: CH 1201 Genève

Beitrag von Bookorsair »

Hallo,
ich will kurz meinen Senf zu dieser Diskussion beisteuern.
Ich will blokk gerne zustimmen, auch was die Höhe seiner geschätzten Verkaufsquote angeht - daraus spricht ja Erfahrung, und ich persönlich kann trotz meines bislang kurzen booklooker-Daseins nur zustimmen. Allerdings sagt die Quote bzw. die Anzahl der verkauften Bücher (pro Jahr z.B.) nichts über den erzielten Gewinn aus; man kann mit fünf verkauften Ex. den erhofften Reibach machen, aber auch mit 600 Verkäufen in den Miesen bleiben, wenn man "nur" Bücher für unter 3,00 ? anbietet. Also:
der cash-flow macht's. Und: es lohnt sich, eine kleine Statistik der eigenen Umtriebe zu führen; dann kommt man selbst zu folgendem Schluss:
- das Einstellen von Büchern unter 3- 5 ? lohnt sich nicht unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten; man kann allenfalls sein Angebot damit auffüllen, wenn man übrige Zeit hat oder Freude am "Spiel" die Hauptsache ist.-
- der Anteil dieser Preisgruppe liegt bilanzmässig bei max 15 % mit Tendenz nach unten (siehe Beitrag von blokk)
- nach meiner Erfahrung bilden die Bücher in der Preisklasse zwischen 6 und 12 ? und erstaunlicherweise zwischen 25 und 50 ? den Hauptteil des erzielten Erlöses
- es lohnt sich sehr, die Schwankungen im Jahresverlauf zu beobachten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen ( z.B. Urlaubsplanung)
- Sachbücher verkaufen sich besser als Literatur im weit. Sinne
- eine gute Beschreibung der angebotenen Ware ist oft die halbe Miete; enzyklopäd. Hinweise und etwas Humor oder Ironie kommen gut an
- nur gut erhaltene Ware anbieten; diese verkauft sich selbt dann besser, wenn sie etwas teurer neben Dutzenden von billigeren Angeboten stehen
- bei allen Äusserungen auf eine durchaus persönliche Note achten, die freundlich und transparent daher kommt; der Folterkammer-Ton aus den AGBs etc.pp. sollte nicht in den persönlichen Darstellungen oder Geschäfts-Präsentationen durchschimmern
- Geduld, Freunde !
Ein gutes Neues Jahr für alle geschätzten Freunde im Forum und für die booklooker-crew!
der bookorsair aus Genf
Wir werden nie so klug sein, um den Schaden zu beheben, durch den wir es wurden....
Ausserdem: manche sehen vor lauter Büchern die Bibliothek nicht.
Hier geht es zu meinen Büchern: http://www.booklooker.de/bookorsair
Antworten