Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

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Klaus123
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Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von Klaus123 » Mi 22. Okt 2014, 12:12

Hallo,

ich bin neu hier und möchte bald meine ersten Bücher inserieren, nachdem ich mich jetzt mit dem Versand schlau gemacht habe, habe ich noch eine letzte Frage, die die Zustandsbeschreibung der Bücher betrifft. Mir ist sehr wohl bewusst, daß booklooker dafür eine Definition gibt:

wie neu: Keinerlei Gebrauchsspuren, Knicke, Verfärbungen, Stempel oder Einträge, wie ungelesen, als Geschenk geeignet.

Ich bin mir aber unschlüssig, wie man sie so auslegt. Ich habe ein Beispiel:

Ich habe sehr viele Bücher, die ich mal "im Kaufrausch" gekauft habe und die seit dem im Bücherregal stehen. Natürlich sind diese Bücher nicht mehr neu, sie wurden aber nie gelesen, sie haben keine abgestoßenen Ecken, keine Lesefalten, die Seiten sind unversehrt. Selbstverständlich sind die Bücher frei von Verfärbungen, Knicken, Markierungen, Stemplen und Einträgen und gleichermaßen frei von Gerüchen - insbesondere von Zigarettenqualm. Die Bücher sind also zweifelsfrei in einem tadellosen Zustand.

Dennoch sieht man den Büchern an, daß sie nicht frisch aus der Buchhandlung kommen. Sie wurden aus dem Regal schon mehrfach entnommen und abgestaubt. Am Einband kann man kleine Kratzer - keine Furchen, sondern wirklich nur kleine Minikratzer - erkennen. Streng genommen verstößt das gegen die Beschreibung: "keinerlei Gebrauchsspuren". Es sind aber andererseits wirklich nur kleinste Minikratzer, so wie sie eben entstehen, wenn man ein Buch einstweilen abstaubt und einige Staubkörner eine Trajektorie hinterlassen. Meines Erachtens ist dieser kleine Unterschied, der Unterschied zwischen "neu" und "gebraucht, wie neu" und damit gerechtfertigt die Bücher als neuwertig anzupreisen. Wenn man mit der Lupe sucht, kann man natürlich Kratzer finden. Ist das aber der Qualitätsanspruch dann dürfte man konsequenterweise nur dann ein Buch als neuwertig anpreisen, wenn es wirklich neu ist.

Ich frage deshalb nach, weil man sich natürlich als Verkäufer in der Zwickmühle befindet. Verkaufe ich ein, nach obiger Beschreibung neuwertiges Buch vorsichtshalber unter der Bezeichnung "leichte Gebrauchsspuren", dann kann mir passieren, daß mein Buch nicht verkauft wird, weil ein anderer Verkäufter ein "neuwertiges" Buch anbietet, das unter Umständen gar nicht in einem besseren Zustand ist, als mein eigenes. Je nachdem wie dreist manche Verkäufer mit dem Begriff "neuwertig" umgehen, könnte mein Buch vielleicht sogar in einem viel besserem Zustand sein als seines. Andererseits will ich natürlich auf keinem Fall Leute verärgern, in dem ich meine Bücher besser mache als sie sind. Deshalb bin ich am überlegen Bücher, die nicht mehr neu eingeschweißt sind grundsätzlich unter dem Begriff "leichte Gebrauchsspuren" zu inserieren.

Damit ihr wisst wovon ich Rede:
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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von booklooker.de » Mi 22. Okt 2014, 13:43

Hallo,

unsere Meinung zu dem Thema ist recht eindeutig. Die Formulierung
Dennoch sieht man den Büchern an, daß sie nicht frisch aus der Buchhandlung kommen.
bringt es eigentlich schon auf den Punkt. Ein Buch sollte nur dann als "wie neu" angeboten werden, wenn es so aussieht, als würde es frisch aus der Buchhandlung kommen. Interpretiert man unsere Vorgaben anders, führt das früher oder später zu Ärger mit unzufriedenen Kunden.

Mit freundlichen Grüßen
das Team von booklooker.de

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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von mausi44 » Mi 22. Okt 2014, 14:08

Hallo Klaus,

ich habe auch Bücher,die nie gelesen wurden,aber doch minimale Gebrauchsspuren am Einband vorweisen.
Ich schreibe dann z.B.
leichte Gebrauchsspuren,minimale Kratzer am Einband,innen hell und sauber.
Desto genauer du den Zustand beschreibst,um so eher besteht die Möglichkeit des Verkaufs.
Ich verkaufte schon Bücher mit deutlichen Gebrauchsspuren,da ich die Mängel genau beschrieben habe.
Viel Glück!

Klaus123
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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von Klaus123 » Mi 22. Okt 2014, 14:18

Hallo,

vielen Dank. Dann werde ich die Bücher mit Bezeichnung "leichte Gebrauchsspuren" inserieren und ausdrücklich darauf hinweisen, daß alles andere was unter diese Bezeichnung fällt hier nicht zutrifft, indem ich betone, daß das Buch KEINE "leichten Knicke" und KEINE "Namenseinträge oder Stempel" und auch keine abgestoßenen Ecken, oder Lesefalten hat und abgesehen von leichten Kratzern am Einband, neuwertig ist.

Gruß

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Buchfink
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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von Buchfink » Mi 22. Okt 2014, 14:19

Mit den abgebildeten (Mini-)Kratzern auf der Einbandrückseite und der kleinen Abschabung am Rückenrand würde ich es mit Sicherheit mit leichten Gebrauchspuren einstellen (vorausgesetzt es sind sonst keine Blessuren vorhanden). Solange es nur solche Minispuren sind, auch ohne weitere Erklärungen: Falls das Buch generell in einem guten bis sehr gutem Zustand ist und lediglich eine ausgeprägte Macke hat, z.B. deutlicher Knick an einer Einbandecke oder einen Namenseintrag, dann klassifiziere ich es auch als "Leichte Gebrauchspuren" schreibe aber den erkennbaren Schaden mit dazu (z.B. : Knickmarkierung an der hinteren Einbandecke, ansonsten guter Zustand).
Ich habe immer wieder Bücher in Händen, von denen ich beim Einstellen denke, dass sie wirklich wie neu wirken und auch die gebe ich (wenn sie nicht eingeschweißt sind) als "Leichte Gebrauchspuren" ein, denn ich lagere meine Bücher in Kartons und manche liegen dort dann u.U. auch recht lange, werden mehrfach umgeräumt (bei der Suche nach bereits verkauften Büchern) und da ist es immer drin, dass anfangs nagelneu wirkende Bücher nach einigen Wochen auch mal leichte Lagerspuren aufweisen. da brauch ich mir dann keinen großen Kopf drum zu machen.
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Moranda
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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von Moranda » Mi 22. Okt 2014, 14:32

Den Begriff "wie neu", benutze ich dann, wenn ich mir ein Buch neu gekauft habe,
und es einmal vorsichtig gelesen habe.
Alles andere, das neuwertig aussieht, beschreibe ich mit "leichten Gebrauchsspuren"
mit dem Zusatz, "sauberes, gelesenes Buch, keine nennenswerten Gebrauchsspuren".

pittie61

Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von pittie61 » Mi 22. Okt 2014, 15:39

"wie neu" verwende ich bei Büchern mittlerweile nicht mehr. Das kann leicht zu Mißverständnissen führen.

Nur bei DVDs, die noch original eingeschweißt sind, da verwende ich diesen Begriff.

nanoq
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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von nanoq » Mi 22. Okt 2014, 18:10

Klaus123 hat geschrieben:... sie wurden aber nie gelesen, sie haben keine abgestoßenen Ecken, keine Lesefalten, die Seiten sind unversehrt. Selbstverständlich sind die Bücher frei von Verfärbungen, Knicken, Markierungen, Stemplen und Einträgen und gleichermaßen frei von Gerüchen
Genau das solltest du auch einfach schreiben. Ich denke, dass sich deine Bücher dann durchaus gut verkaufen lassen dürften, auch wenn andere Anbieter ihre Bücher als "wie neu" bezeichnen, obwohl deren Zustand nicht besser ist.

Und wenn du erstmal ein paar begeisterte Kommentare bei deinen Bewertungen hast, weil du ungelesene in prima Zustand befindliche Bücher verkaufst, ist das doch auch viel wert.

pittie61 hat geschrieben:"wie neu" verwende ich bei Büchern mittlerweile nicht mehr. Das kann leicht zu Mißverständnissen führen.
Das finde ich richtig.

Ich persönlich kaufe hier schon länger keine Bücher mehr, die als "wie neu" angepriesen werden, denn ich habe mehrfach welche bekommen, die zwar in einem sehr guten Zustand waren, aber eben nicht wirklich neuwertig, sondern gelesen, wenn auch sicherlich nur einmal und vorsichtig. Es gab keine Eselsohren, Leseknicke oder ähnliches, aber man konnte eben schon merken, dass die Bücher aufgeschlagen bzw. durchgeblättert worden waren.

Ein weiterer Aspekt ist ja, dass Bücher auch altern. Sowohl am Papier als auch an der Bindung bzw. Leimung (oder wie auch immer das bei Taschenbüchern heißt) kann man oft merken, dass ein Buch schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Und wenn ich dann sehe, dass ein Verkäufer z.B. bei einem 15 Jahre alten Buch angibt, es sei "wie neu", dann kaufe ich dort lieber gar nichts, bevor ich mich hinterher ärgere.

Durch meine Pingeligkeit sind hier schon einige Käufe nicht zustande gekommen und ich habe die entsprechenden Bücher später dann entweder wirklich neu (in der Buchhandlung) gekauft oder mit etwas Glück auf einem Bücherflohmarkt gefunden - wo ich mir das gute Stück direkt ansehen kann, um zu entscheiden, ob der Zustand mir passt.

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digitalis
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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von digitalis » Mi 22. Okt 2014, 23:12

booklooker.de hat geschrieben: Ein Buch sollte nur dann als "wie neu" angeboten werden, wenn es so aussieht, als würde es frisch aus der Buchhandlung kommen. Interpretiert man unsere Vorgaben anders, führt das früher oder später zu Ärger mit unzufriedenen Kunden.

So halte ich es "eigentlich" auch. Im Laufe der Jahre wurde ich vorsichtiger, ganz bestimmt finden sich unter meinen Büchern, die hier seit etlichen Jahre eingestellt sind, auch genügend mit "wie neu" oder mit "leichten" Gebrauchsspuren, die ich heute eher mit "deutlichen" bezeichnen würde. Aber ich bin nicht scharf drauf, alle meine älteren Angebote kritisch durch zusehen und zu korrigieren. Den Erhaltungszustand beschreibe ich immer. Je besser das Buch aussieht, desto weniger Arbeit ist es ("minimal berieben und bestupst" geht doch ruckizucki). Möchte ich ein Buch kaufen und vermisse die Beschreibung, so weiche ich auf ein anderes Angebot aus, sofern möglich. Eine ausführliche Beschreibung finde ich wichtig, denn der schlichte Begriff "leicht" oder "deutlich" ist kaum aussagekräftig.
Übrigens schaut des öfteren ein Buch, das ich in der Buchhandlung kaufe, bei genauem Hinsehen zu Hause keineswegs so aus, "als würde es frisch aus der Buchhandlung kommen". :D
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Moranda
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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von Moranda » Do 23. Okt 2014, 10:11

Ich habe bei gebrauchten Büchern keine übertriebenen Erwartungen.
Es ist auch so, dass z.B. ältere gebundene Bücher oft besser aussehen als
Taschenbücher die neueren Datum sind. Ich habe in der Buchhandlung auch schon
Bücher bekommen, die im Deckel Knicke hatten. Egal wie ein Buch bezeichnet wird.
Es liegt an schlechter Verarbeitung, wenn ein einmal vorsichtig gelesenes Buch, einen
schiefen Buchdeckel aufweist. Nur, Nanoq, ob das passiert, wenn ich das Buch lese, oder
wenn du das Buch liest, macht ja nun eigentlich keinen so großen Unterschied. Wir haben
in jedem Fall ein Buch erworben, das eine schlechte Bindung hat. Soll man sich darüber
ärgern. Zumal, wenn ich ein neues Buch hier anbiete, ist es 1/3 bis zur Hälfte billiger
als der Neupreis. Dafür darf es schon solche Lesespuren aufweisen oder nicht?

Klaus123
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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von Klaus123 » Do 23. Okt 2014, 10:45

Hallo,

ehrlich gesagt bin ich über eure Antworten überrascht. :shock: Die meisten scheinen ja - aus Angst vor schlechten Rezensionen - grundsätzlich ein Buch nicht mit dem Präfix "wie neu" zu versehen, egal wie toll der Zustand des Buches ist. Der Kunde wird sich dann zwar sicher nicht ärgern, wenn er das Buch bekommt, aber evtl. bei einem anderen Verkäufer kaufen, oder schon von Büchern mit "leichten Gebrauchsspuren" erwarten, daß sie quasi neu sind. Ich denke ein gebrauchtes Buch ist immer noch gebraucht und das ist per se schon ein Qualitätsunterschied zu einem neuen Buch. Wenn lediglich eine sehr feine Abschabung, das Buch von einem absolut neuen, eingeschweißten Buch unterscheidet ist das Buch jedenfalls näher am Zustand "wie neu", als am Zustand "leichte Gebrauchsspuren" und solche ganz kleinen Mängel könnte man dann trotzdem in der Beschreibung erwähnen, oder dem potentiellen Käufer auf Wunsch weitere Fotos zukommen lassen. Jedenfalls haben auch die meisten Bücher in der Buchhandlung - wenn man ganz genau hinsieht und kritisch ist - winzige Mängel.

Auf der anderen Seite scheinen teilweise Verkäufer - wie ich in den anderen Rubriken hier entdeckt habe - es mit der Bezeichnung "wie neu" nicht so genau zu nehmen. Einer hatte sich beklagt über ein Buch mit deutlichen Lesefalten und auch andere eklatante Mängel wurden moniert. Im Endeffekt ist meine Schlußfolgerung nach dem Lesen hier im Forum, daß ich mir als Kunde die Zustandsbegriffe offenbar in die Haare schmieren kann, denn die einen verwenden den Begriff "wie neu" gar nicht, auch dann nicht wenn er zutreffend ist, die anderen werfen ihr Buch durch den Aktenvernichter und verkaufen die Schnipsel noch "wie neu". :lol:

Ich denke das erste Buch im Foto werde ich nicht mehr als neuwertig anpreisen, dafür sind die Kratzer zu viel (obwohl sie gar nicht so schlimm sind das Foto ist auch vergrößert), aber sehr ausführlich beschreiben, daß es abgesehen von diesen kleinen Kratzern wie neu ist. Bei dem zweiten Buch, da ist diese winzige Abschabung wirklich der einzige kleine Mangel. Hier werde ich "wie neu" schreiben, aber im Text diese kleine Abschabung erwähnen. In jedem Fall werde ich jedes Buch im Text genauer beschreiben.

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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von d_r_m_s » Do 23. Okt 2014, 12:55

Klaus123 hat geschrieben:...
Im Endeffekt ist meine Schlußfolgerung nach dem Lesen hier im Forum, daß ich mir als Kunde die Zustandsbegriffe offenbar in die Haare schmieren kann, denn die einen verwenden den Begriff "wie neu" gar nicht, auch dann nicht wenn er zutreffend ist, die anderen werfen ihr Buch durch den Aktenvernichter und verkaufen die Schnipsel noch "wie neu". :lol:
...
es ist im Internet wie im richtigen Leben, man muss versuchen herauszufinden, wie weit sich Geschäftspartner an die allgemeinen Regeln halten ... das Profil kann dabei u.U. helfen ...
digitalis hat geschrieben:...
Übrigens schaut des öfteren ein Buch, das ich in der Buchhandlung kaufe, bei genauem Hinsehen zu Hause keineswegs so aus, "als würde es frisch aus der Buchhandlung kommen". :D
auch ein Grund, warum ich immer weniger Lust habe, Bücher 'neu' zu kaufen ...

wie viele Menschen heute mit der Ware (nicht nur Büchern) in Geschäften umgehen ist erschreckend ...

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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von nanoq » Fr 24. Okt 2014, 12:53

Moranda hat geschrieben:Zumal, wenn ich ein neues Buch hier anbiete, ist es 1/3 bis zur Hälfte billiger
als der Neupreis. Dafür darf es schon solche Lesespuren aufweisen oder nicht?
Moranda, ich sage ja nicht, dass Bücher, die bei booklooker verkauft werden, keine Lesespuren aufweisen dürfen. Aber Bücher mit Lesespuren sind nun einmal nicht mehr "wie neu".

Deiner Argumentation, dass du Bücher billiger als mit dem Neupreis anbietest und sie deshalb trotz Lesespuren als "wie neu" bezeichnen darfst, vermag ich nicht zu folgen. Ich habe aber schon einige Male erlebt, dass auch andere Verkäufer hier das ähnlich sehen. Und weil ich persönlich nun einmal von einem als "wie neu" angepriesenen Buch erwarte, dass es keine Lesespuren aufweist, habe ich die Verkäufer, bei denen mir so etwas aufgefallen ist, für mich ausgeschlossen.

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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von Moranda » Sa 25. Okt 2014, 11:26

Aber jeder weiß doch, dass es sich um gelesene Bücher handelt.

Im übrigen habe jetzt ein Buch mit "leichten Gebrauchsspuren" bei
einem Händler gekauft. Das Buch war von März diesen Jahres. Es sah schon
merkwürdig aus. Schmutzig im Schnitt, völlig verzogen, hatte einen Wasserschaden
und lose Blätter. Es hätte mindestens unter "deutliche Verbrauchsspuren" gehört.
Das hat mich mehr geärgert, als wenn ein neues, einmal gelesenes Buch ein
bisschen abgegriffen ist.

nanoq
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Re: Wann verkauft ihr ein Buch als "neuwertig"?

Beitrag von nanoq » Sa 25. Okt 2014, 13:23

Moranda hat geschrieben:Aber jeder weiß doch, dass es sich um gelesene Bücher handelt.
Es handelt sich der Definition nach um gebrauchte Bücher, die müssen nicht notwendigerweise auch gelesen sein. Sie sind nur bereits einmal über den Buchhandel verkauft worden. Wenn man beispielsweise ein Buch gekauft hat, das einem von der Thematik doch nicht mehr gefällt, wenn man ein Buch versehentlich doppelt gekauft hat oder wenn man ein Buch geschenkt bekommen hat, das man nicht lesen möchte, dann handelt es sich um ein gebrauchtes aber nicht gelesenes Buch.

Und die Vorgaben von booklooker sind doch wirklich deutlich und kaum misszuverstehen.
Glossar von booklooker hat geschrieben:wie neu: Keinerlei Gebrauchsspuren, Knicke, Verfärbungen, Stempel oder Einträge, wie ungelesen, als Geschenk geeignet.
Wenn man Bücher anbieten will, die Lesespuren haben, dann muss man m.E. korrekterweise diese Bücher entweder mit leichten Gebrauchsspuren einstellen oder komplett auf die booklooker-Einordnung verzichten und eigene Kategorien aufstellen. Aber die booklooker-Angabe "wie neu" für Bücher zu verwenden, die objektiv betrachtet eben nicht wie neu sind, halte ich für falsch und außerdem für unfair gegenüber den Verkäufern, die sich an die Vorgaben aus dem Glossar halten.

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