Verpackungskosten

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Olivers Denk-Bar
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Registriert: Fr 20. Jan 2023, 11:57

Verpackungskosten

Beitrag von Olivers Denk-Bar »

Hallo zusammen,
hat jemand vielleicht einen Tipp für mich, wie ich die Verpackungskosten niedrig halten und gleichzeitig gewährleisten kann, dass die Bücher unbeschädigt beim Käufer ankommen?
Ich bin neu hier und verfüge über keinerlei einschlägige Vorerfahrung. Meine Absicht ist, etliche Bücher unterschiedlichen Formats zu veräußern.
Zunächst dachte ich an Versandtaschen mit Luftpolster. Das schien mir aber so teuer zu sein, dass ich die Bücher zu einem marktfähigen Preis nur mit Verlust verkaufen könnte.
Über hilfreiche Hinweise würde ich mich freuen.
briefmarkenjaeger
Beiträge: 858
Registriert: Sa 16. Jun 2007, 16:01
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Re: Verpackungskosten

Beitrag von briefmarkenjaeger »

Ich selber verwende Luftpolsterumschläge und Musterbeutel, wobei ich letztere meistens von innen zusätzlich mit Kartonage verstärke, allerdings bin ich ein gewerblicher Anbieter und kaufe das Verpackungsmaterial immer in größeren Mengen an, sodass ich dann mal gut 5-6 Jahre Ruhe habe.
Für Paketsendungen habe ich noch nie Verpackungsmaterial gekauft, weil ich dafür gebrauchte Kartons verwende.
Gebrauchte Luftpolsterumschläge verwende ich ebenfalls weiter. Sogar für die Paketmarken nutze ich bereits einseitig bedrucktes Papier, sodass der Geldbeutel und die Umwelt geschont werden.
Sicherlich kann man die Bücher auch mit etwas Bastelarbeit und Kartonage aus dem Supermarkt durchaus stabil verschicken, sofern man Klebeband hat, aber natürlich muss man auf die Maximalabmessungen der Postsendungen achten. Ob die Bastelarbeit den Aufwand lohnt muss jeder für sich entscheiden.
querlesen-dortmund
Beiträge: 385
Registriert: Mi 7. Okt 2009, 15:47

Re: Verpackungskosten

Beitrag von querlesen-dortmund »

Ich bin jemand, die mit Hilfe eines langen Lineals und Bleistift Verpackungen aus gebrauchtem Material bastelt.
An meinem Schreibtisch hängt ein Zettel mit allen Gewichten und Abmessungen für Großbrief, BüWa 500 g und BüWa 1000 g
sowie Päckchen und Pakete mit Post, DHL und Hermes.

Packpapier besorge ich mir im Supermarkt von den Paletten, auf denen Zucker und Mehl gestapelt sind.
Pappe nehme ich mir von den Paletten, auf denen die Six-Packs an Getränkeflaschen gestapelt sind.

Im Internet gibt es verschiedene Anleitungen, wie man selber Bücher-Verpackungen aus Karton basteln kann.
Rund 2100 Bücher, Hörbücher, Filme und Musik. Davon rund 1000 für jeweils 99 Cent.

Rabatt: Kaufe 4 und zahle für 3 / Versandkosten = Reales Porto + 10 bzw. 11 Cent pro Sendung.

https://www.booklooker.de/querlesen-dortmund
Mikado
Beiträge: 88
Registriert: So 6. Mai 2018, 21:09

Re: Verpackungskosten

Beitrag von Mikado »

Ich hatte mal ein dickes Buch bestellt.
Es kam in einem grossen braunen Umschlag ohne Polsterung.
Das Buch war in der Mitte aufgeschlagen, was zur Folge hatte,das die Seiten zerknickt waren.
Das fand ich kurios.Aber da es günstig war hat es mich nicht weiter gestört.
Trotzdem hoffe ich das bleibt ein Einzelfall
querlesen-dortmund
Beiträge: 385
Registriert: Mi 7. Okt 2009, 15:47

Re: Verpackungskosten

Beitrag von querlesen-dortmund »

Ja, über diesen Anbieter bin ich beim Einstellen meiner Bücher auch schon gestolpert.
Er/sie kündigt im Zusatz-Text zu allen seinen/ihren Angeboten an, dass dicke Bücher aufgeklappt versendet werden.
Da geht es nicht um eine kostengünstige oder umweltbewußte Verpackung, sondern um das Einsparen von Portokosten seit die Post die maximale Dicke einer BüWa auf 5 cm begrenzt hat.

Mir tut es in der Seele weh, wenn ich lese wie manche Menschen mit Büchern umgehen.
Rund 2100 Bücher, Hörbücher, Filme und Musik. Davon rund 1000 für jeweils 99 Cent.

Rabatt: Kaufe 4 und zahle für 3 / Versandkosten = Reales Porto + 10 bzw. 11 Cent pro Sendung.

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Skye
Beiträge: 21
Registriert: Di 25. Okt 2022, 14:53

Re: Verpackungskosten

Beitrag von Skye »

Ich nutze neue Luftpolsterumschläge in zwei Größen, für TB und HC. Da kostet mich ein Umschlag 13/15 Cent. Zum Beschriften verwende ich Adressetiketten, die kann der Käufer dann abziehen und den Umschlag wiederverwenden. Da ich nur neuwertige, aktuelle Literatur verkaufe und die Preise fast dem Neupreis entsprechen, möchte ich, dass meine Käufer die Bücher auch in neuwertigem Zustand erhalten.
Das Basteln von Verpackungen ist sehr aufwendig, dafür fehlt mir die Zeit. Ein No-Go ist, Bücher in Zeitungspapier einzuschlagen.
Montgomery
Beiträge: 20
Registriert: Mi 5. Feb 2014, 21:15

Re: Verpackungskosten

Beitrag von Montgomery »

Olivers Denk-Bar hat geschrieben: Fr 20. Jan 2023, 12:01 hat jemand vielleicht einen Tipp für mich, wie ich die Verpackungskosten niedrig halten und gleichzeitig gewährleisten kann, dass die Bücher unbeschädigt beim Käufer ankommen?
Diese Sorge wünscht man sich öfter :D , da Bücher manchmal wirklich gedankenlos versendet werden :roll:

1) Das Wichtigste zuerst: Information! Gewinne einen Überblick über die günstigsten Versandmöglichkeiten. Es geht um das Zusammenspiel von Größe und Gewicht der Sendung. Bis 1000g ist die Dt. Post einschlägig (Briefe oder Bücher/Warensendung), darüber entweder Post (Päckchen/Paket) oder Hermes (bis 25kg abhängig von der Größe).

Achtung: Seit 2019 können Sendungen über 5cm Höhe incl. Verpackung unabhängig von Format und Gewicht nicht mehr als Brief/Bü-Wa verschickt werden - das nächste Format wäre ein Postpäckchen S zu 3,99 Euro. Einziger Vorteil seit der Preiserhöhung ab 2019: Büchersendungen können zugeklebt werden, d.h. auch gebrauchte Umschläge sind unproblematisch verwendbar. Es braucht keine Konstruktionen mehr für einen offenen Versand.

Post, Briefe: https://www.deutschepost.de/de/b/brief_postkarte.html
Post, BüWa: https://www.deutschepost.de/de/w/bueche ... ndung.html
Post, Päckchen und Pakete: https://www.dhl.de/de/privatkunden/pake ... ional.html

Hermes, Päckchen und Pakete: https://www.myhermes.de/preise/paeckchen-paket/

2) Zwischenschritt: Ich schlage zB alle meine Bücher vor dem Verpacken grundsätzlich in Papier ein - gerade ein Schutzumschlag kann dadurch nicht verrutschen und verknicken!

3) Entscheidend für einen unbeschädigten Versand ist die Knautschzone, wie ich es mal nenne. Wenn eine Buchecke unmittelbar an eine Umschlag/Kartonecke stößt, kann es ruckzuck Stauchungen geben, wenn der Umschlag/Karton irgendwo anstößt. Daher sollte man nach Möglichkeit versuchen, an den Schutz der Bücherecken zu denken - die Flachseiten der Bücher sind durch den Versand am Wenigsten gefährdet (wenn man nicht gerade einen einfachen dünnen Papierumschlag ohne alles nutzt). Das Problem stellt sich bes. bei Taschenbüchern bzw. großen und schweren Büchern.

Praktisch bedeutet das zB: stabil und billig ist es, Bücher einfach in eine dicke Pappe einzuwickeln, deren Enden überstehen (Knautschzone). An den Enden Pappstreifen oder Knüllpapier hinein und rundherum zukleben. Damit hast die Konstruktionsvorteile einer professionellen Bücherversandtasche (bekannt zB von amazon) für Briefe/BüWa-Sendungen. Für einen zusätzlichen (Feuchtigkeits-)Schutz ab in einen gebrauchten A4-Umschlag (ab sofort Briefumschläge nicht mehr aufreißen, sd. sauber an einem kurzen Ende auftrennen und sammeln).

Oder nutze für Päckchen/Pakete Kartons, stabil sind zB Weinkartons. Boden mit Pappe auslegen (weil da ja meist ein Spalt offen ist), Buch / Bücher mit Abstand zu den Kartonrändern hineinlegen und Ecken drumherum auspolstern + Karton an den Kanten von oben nach unten bis zur Buchoberkante aufschneiden, Kartonseiten kürzen und nach innen einklappen. Weinkartons liegen umsonst in Großmärkten oder Weinhandlungen meist am Ausgang aus.

Am niedrigsten hältst Du die Verpackungskosten, wenn Du gebrauchte Umschläge und Kartons wiederverwendest bzw. Pappen sammelst und mit Klingenmesser und Paketklebeband kreativ wirst. Mit der Zeit wird man erfindungsreich, was sich eignet (hier gab mal einer den Tip, im Supermarkt nach den 1qm-Pappen im Getränkebereich zu suchen, die zwischen den 6er-Trays von 1,5l Plastikflaschen liegen - etwas dünn, aber ein Anfang). Fürs Basteln braucht man natürlich Klebeband (5cm breites Paketklebeband, 50m klarsichtig, gibts immer noch für 99 Cent die Rolle bei den Sonderaktionen im NORMA im 3er oder 5er Pack).

4) Je nach Aufkommen und Größe Deiner zu versendenden Bücher ist es auch möglich, sich neue Luftpolsterumschläge zu kaufen, um es sich absolut einfach zu machen. D4 ist etwas größer als A5, entspricht damit den gängigen Büchergrößen im Oktavformat und kosten pro Stück 13,5 Cent, wenn man hier zB 200 Stück zu 27 Euro incl. Versand ordert: https://www.ebay.de/itm/254495995289
esmi
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Re: Verpackungskosten

Beitrag von esmi »

querlesen-dortmund hat geschrieben: Fr 20. Jan 2023, 19:14 Ja, über diesen Anbieter bin ich beim Einstellen meiner Bücher auch schon gestolpert.
Er/sie kündigt im Zusatz-Text zu allen seinen/ihren Angeboten an, dass dicke Bücher aufgeklappt versendet werden.
Da geht es nicht um eine kostengünstige oder umweltbewußte Verpackung, sondern um das Einsparen von Portokosten seit die Post die maximale Dicke einer BüWa auf 5 cm begrenzt hat.

Mir tut es in der Seele weh, wenn ich lese wie manche Menschen mit Büchern umgehen.
Also, Bücher die ich schon eingestellt hatte, bevor die Post die Dicke reduziert hat, klappe ich auch auf beim versenden. Ich frage die Käufer immer, ob sie damit einverstanden sind. Bisher waren alle damit einverstanden, daß die Bücher aufgeklappt versandt werden.
Die Käufer sparen dadurch Portokosten, daß ich diese Bücher aufgeklappt versende, nicht ich. Und die meisten Käufer zahlen lieber weniger als mehr Versandkosten.
Bücher die ich seit der Verringerung der HÖhe einstell, stell ich gleich mit den Kosten für ein Päckchen ein. Und da ist auch schon die Nachfrage gekommen, ob ich nicht aufgeklappt versenden könnte.

<<Mir tut es in der Seele weh, wenn ich lese wie manche Menschen mit Büchern umgehen.<<
Ähm...ich liebe Bücher. Sie stapeln sich bei mir überall. Auch viele aus meiner Kindheit und Jugendzeit. Aber ich geh nicht besonders sorgfältig damit um. Für mich sind es Gebrauchsgegenstände, es stört mich nicht, wenn sie Eselsohren, Knicke oder sonst was haben.
Meine Harry Potter Bücher sind so oft gelesen, daß sie die Einbände verloren haben und Seiten geklebt werden mußten :lol:
Es ist ja nicht so, als wären es unglaublich kostbare Bücher, die mit den Jahren an Wert gewinnen. Mit denen würd ich auch vorsichtiger umgehen :wink:
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spiralnebel111
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Re: Verpackungskosten

Beitrag von spiralnebel111 »

Mich gruselt es, wenn ich total verdreckte Bücher im Turm bekomme. Bücher die man wenigstens mal mit einem Tuch hätte abwischen können - aber viele sollten lieber ins Altpapier.
Ich muß noch mal die Deckel von Chipskartons erwähnen, optimal für maßgeschneiderte Verpackungen. Wenn dann nicht gerade supernasses Wetter in ganz Deutschland ist, nehme ich auch meistens keine Innenverpackung, denn sauberes Plastik ist in meinem Haushalt eine Rarität und wird sorgsam gesammelt.

Frage: Würde es Euch stören, wenn die Innenverpackung Eures Buches die Folie vom Klopapier ist? Das fällt ja immer mal wieder an und ist groß und sauber. Aber ich trau mich nicht, da steht überall so aufdringlich "Toilettenpapier" drauf.
briefmarkenjaeger
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Re: Verpackungskosten

Beitrag von briefmarkenjaeger »

spiralnebel111 hat geschrieben: Sa 21. Jan 2023, 09:42 Würde es Euch stören, wenn die Innenverpackung Eures Buches die Folie vom Klopapier ist? Das fällt ja immer mal wieder an und ist groß und sauber.
Mir würde es nichts ausmachen, allerdings solltest du das überdenken, wenn das Buch an eine abweichende Lieferadresse gehen soll. Manchmal werden nämlich Bücher als Geschenk bestellt und sollen direkt an den Beschenkten gehen.
Es gibt sicherlich auch Personen, die selbst wenn sie das Buch geschenkt bekommen, eine umweltfreundliche Verpackung begrüssen, aber ob das auf alle Personen zutrifft kann ich nicht beurteilen.
mausi44
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Re: Verpackungskosten

Beitrag von mausi44 »

Ich selber mache das nicht.
Kann man vielleicht bei Centbüchern machen.
Ich wäre aber gar nicht erfreut,wenn ich höherpreisig kaufe und dann wäre das teure Stück in so etwas gewickelt... :oops:
Bei meinen Verkäufen verwende ich höchstens noch neue Gefrierbeutel zum Einschlagen.
Auch habe ich schon neue Geschirrtücher gekauft,wenn es diese im Angebot gab.
Bei teuren Sachen wickle ich dann das Buch da hinein,bevor es in die Umverpackung kommt. :D
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spiralnebel111
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Re: Verpackungskosten

Beitrag von spiralnebel111 »

Danke für die Antworten. "Zeug zum Einpacken" hätte ich genug, nur kein Plastik, weil ich das schon seit Jahrzehnten meide, und (hurra) auch viele Lieferanten aller Art benutzen immer weniger Plastikfolie.
Und manchmal ist halt deutschlandweit "das Wasser immer nasser"...
esmi
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Re: Verpackungskosten

Beitrag von esmi »

Also, für mich ist Plastik Plastik. Es ist doch egal, was draufsteht. :wink: Ich sammel auch immer alles, was ich an Plastik bekomme, wenn ich zB Kleidung bestell. Und wickel dann darin die Bücher ein. Wenn vorrätig verwende ich auch gebrauchte Umschläge oder Kartons nochmal.
Olivers Denk-Bar
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Re: Verpackungskosten

Beitrag von Olivers Denk-Bar »

Vielen Dank für die zahlreichen und ausführlichen Tipps! Dann kann ja nichts mehr schiefgehen ;-)
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